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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Schicksalhafte Begegnung - Teil 2 von 5
Eingestellt am 09. 07. 2001 19:48


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visco
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Schicksalhafte Begegnung

Teil 2 von 5



├ťber zwei Wochen dauerte der Albtraum nun schon an, und er schien kein Ende nehmen zu wollen. Nach der r├╝pelhaften Befragung durch das FBI hatte man sie in eine Zelle der Flughafenpolizei gesteckt, in der es dreckig war und unertr├Ąglich nach F├Ąkalien stank.

Einige Stunden hatte sie dort ausharren m├╝ssen, bevor sie von Beamten der ├Ârtlichen Polizei abgeholt wurde, die ohne gro├če Umschweife zur Tat schritten. W├Ąhrend man ihr mit strengem Tonfall den offiziellen Wortlaut verk├╝ndete, da├č sie sich ab sofort in polizeilichem Gewahrsam bef├Ąnde, bis ihre Schuld bewiesen oder die Anklage gegen sie fallengelassen worden sei, wurden ihr zur ├ťberf├╝hrung Handschellen und eine Fu├čkette angelegt. Niemals zuvor hatte sie sich f├╝rchterlicher gef├╝hlt als in diesem Moment. Man behandelte sie wie einen Schwerverbrecher, und der Schock ├╝ber die menschenverachtende Beschneidung ihrer Bewegungsfreiheit lie├č sie vor Angst kein einziges Wort mehr hervorbringen.

Wie ein kleines Kind hatte sie unkontrolliert zu weinen begonnen, w├Ąhrend man sie durch das Geb├Ąude bis zu einem Seitenausgang f├╝hrte, vor dem ein Polizeiwagen bereits wartete, und sie hatte sich noch immer nicht beruhigt, als sie nach einer schier endlos scheinenden Fahrt endlich das Polizeirevier erreichten und sie wieder in einer Zelle gelandet war.

Ein U.S. Marshal hatte sie tags darauf ├╝bernommen und hierher nach Kalifornien gebracht, wo sie der ├Ârtlichen Polizei ├╝bergeben und erneut in eine Zelle gesteckt wurde. Der Deputy-Marshal war bis dahin als einziger ein wenig h├Âflich gewesen. Er hatte sich sogar f├╝r die Notwendigkeit der Restriktionen entschuldigt und war ihr zu verschiedenen Gelegenheiten mit einer unterst├╝tzenden Hand behilflich, wannimmer die kurze Schrittweite ihrer Fu├čfesseln sie h├Ątte stolpern lassen k├Ânnen. W├Ąhrend des Fluges hatte sie ihm in kurzen Worten umschrieben, was geschehen war und dabei mehrfach ihre Unschuld beteuert. Der blau uniformierte Marshal hatte ihr geduldig zugeh├Ârt und sie dann mit angenehm tiefer Stimme beruhigt, da├č sie nichts zu bef├╝rchten h├Ątte, wenn sie die Wahrheit sagte und nur etwas Geduld aufbringen m├╝sse, bis sich alles aufkl├Ąrte.


Ab dem drei├čigsten Tag in Untersuchungshaft schlug ihre Furcht in blanke Wut um. Mit ha├čerf├╝lltem Blick und angespannten Muskeln kauerte sie in der hintersten Ecke auf ihrer Pritsche mit angewinkelten Beinen, die sie mit ihren Armen fest umschlungen hielt und starrte durch die Streben auf die unifarben get├╝nchte Betonwand des Flurs. Das t├Ągliche Procedere war eint├Ânig und das Essen schlecht. Abwechslung gab es keine. Ihre pers├Ânliche Habe nebst Kleidung hatte sie abgeben m├╝ssen, und nach einem fl├╝chtigen medizinischen Check war ihr nichts anderes ├╝brig geblieben als diese gr├Ą├člich praktische Gef├Ąngniskleidung anzulegen.

Es war Duschtag und neben dem gemeinsamen Essen eine der wenigen Gelegenheiten, in denen sie Kontakt zu anderen bekam. Die unteren Ebenen waren vom Rest des Geb├Ąudes hermetisch abgeriegelt. Daher wurden die H├Ąnde der zu eskortierenden Insassen vor dem K├Ârper fixiert und nicht, wie bei ihrer ├ťberstellung, seitlich an einer Kette um die Taille oder hinter dem R├╝cken. Auf die Fu├čkette wurde vollst├Ąndig verzichtet.

Und dennoch. Kein Schritt au├čerhalb der Zelle ohne Begleitung. Keine T├╝r, die nicht gesichert war und erst elektronisch entriegelt werden mu├čte, dessen immer gleiches Ger├Ąusch des Summers sich in ihr Gehirn einbrannte wie ein Alarmsignal. Und keine Verj├╝ngung oder Treppe, an der sie nicht irgend jemand am Oberarm fa├čte und f├╝hrte, als ob sie nicht alleine zu gehen vermochte. Es war grauenvoll, erniedrigend und dem├╝tigend, und sie ertrug es wie alle anderen, wortlos und ohne Gegenwehr - aber hoffentlich mit etwas mehr W├╝rde. Mit stolz aufrechtem Gang hatte sie sich sogar ein verhaltenes L├Ącheln abgewinnen k├Ânnen, mit dem sie den jeweils diensthabenden Beamten zu imponieren versuchte. Insgeheim stellte sie sich dabei vor, da├č man voller Ehrfurcht von ihr sprach, der k├╝hlen Engl├Ąnderin, die sich nichts anmerken lie├č und ihr Schicksal mit Fassung trug.

Die hei├če Dusche empfand sie als wohltuend und erfrischend zugleich, allerdings erst, nachdem sie ihre Scham abgelegt hatte. In der Schule oder im Sportverein hatte sie sich vor anderen entbl├Â├čt, aber das waren Kameradinnen gewesen. Diese Frauen hingegen waren ihr v├Âllig fremd. Selbst die Hautfarbe der Wei├čen war gegen├╝ber ihrem blassen Hautton deutlich dunkler, und auch deren Sprache - obschon urspr├╝nglich englisch - schien nicht die gleiche zu sein. Manche Ausdr├╝cke oder Umschreibungen hatte sie noch nie zuvor geh├Ârt, und deren Bedeutung konnte sie allenfalls erahnen. Ihr war, als machte man sich lustig ├╝ber sie, und sie f├╝hlte sich begafft wie ein absonderliches Wesen aus einer anderen Welt.


Dann kam der gro├če Tag: der erste Verhandlungstag. Der rothaarige Duncan Ferguson empfing sie im seitlichen Treppenhaus des Gerichts und begleitete die kleine Gruppe auf ihrem Weg zum Gerichtssaal, w├Ąhrend er unabl├Ąssig auf sie einredete. Die eskortierenden Beamten und auch die angelegten Restriktionen, mit denen ihre Bewegungsfreiheit erheblich eingeschr├Ąnkt war, schien er nicht wahrzunehmen. Das erhebende Gef├╝hl, endlich wieder normale Stra├čenkleidung zu tragen, wenn auch nur vor├╝bergehend, h├Ątte sie beinahe ├╝bersehen lassen, da├č ihr Pflichtverteidiger an diesem Tag kein dunkelblaues Hemd trug wie sonst ├╝blich sondern ein wei├čes.

Das unaufh├Ârlich auf sie einprasselnde Gerede klang aufgeregt und war gepr├Ągt von der K├╝rze der zur Verf├╝gung stehenden Zeit. Sie h├Ârte ihn zwar reden, aber sie h├Ârte nicht wirklich hin. Einzelne Begriffe wie ÔÇ×GutachtenÔÇť, ÔÇ×AussageÔÇť und ÔÇ×BerichtÔÇť blieben noch h├Ąngen, aber erst als die Restriktionen entfernt worden waren und sie neben ihm auf der Anklagebank sa├č, nahm sie wieder ganze S├Ątze bewu├čt wahr.

┬╗Sie d├╝rfen nur nicht den Mut verlieren┬ź, appellierte er mit einem wohltuenden L├Ącheln. ┬╗Es ist wichtig, da├č Sie das auch nach au├čen zeigen. Verstehen Sie?┬ź

┬╗Zuversicht demonstrieren. Ja, ich verstehe, Mr. Ferguson┬ź, antwortete sie mit einem unerkl├Ąrlichen wie unbeschreiblichen Ausdruck an Gelassenheit. ┬╗Werde ich heute aussagen?┬ź

┬╗Nein, Mrs. Bellings, heute ist der Tag der Staatsanw├Ąltin. Sie wird mit den Z├Ąhnen fletschen, und wir werden das so unbeeindruckt wie m├Âglich ├╝ber uns ergehen lassen. In Ordnung?┬ź

Ein fl├╝chtiges L├Ącheln huschte ├╝ber ihr Gesicht, bevor sie zustimmend nickte.


Den Vorsitz f├╝hrte Richter Benjamin T. Ushtley, ein korpulenter Mann in den Mittsechzigern, dessen verbliebene Haartracht fein s├Ąuberlich mit Pomade trappiert nur einen Teil des ansonsten blanken Kopfes bedeckte, und dessen Brille mit altmodischem Chromgestell st├Ąndig zwischen Hand und Nase hin und her wechselte.

Nach den ├╝blichen Formalit├Ąten im Rahmen der Begr├╝├čung und der Kl├Ąrung von Verfahrensfragen erfolgte zun├Ąchst das langatmige Procedere der Bestandsaufnahme. Vivian konnte den vielen juristischen Fachausdr├╝cken nur schwerlich folgen und mu├čte sich auf Ihren Verteidiger verlassen, der dann und wann den vorgetragenen Antr├Ągen der mond├Ąn und selbstbewu├čt auftretenden Staatsanw├Ąltin zustimmte.

Den vorl├Ąufigen H├Âhepunkt hatten sich die Paragraphenfechter vermutlich aus dramaturgischen Gr├╝nden f├╝r den Schlu├č aufgehoben, und ihr Verteidiger statuierte auf die Frage nach dem Bekenntnis der Angeklagten in ihrem Namen ÔÇ×Nicht schuldig, Euer EhrenÔÇť. Die Staatsanw├Ąltin nahm dies erwartungsgem├Ą├č ohne sichtliche Gef├╝hlsregung zur Kenntnis.

Es folgte der erste Teil der Beweisaufnahme. Nach einer einf├╝hrenden Ansprache der Staatsanw├Ąltin wurden Zeugen geh├Ârt, beginnend mit den Beamten verschiedener Ermittlungsbeh├Ârden bis hin zu renommierten Kr├Ąften angesehener Institute. Der Inhalt von Untersuchungs- und Pr├╝fberichten, Protokollen und Gutachten wurde kurz umrissen wiedergegeben und gegebenenfalls von dem zust├Ąndigen Zeugen erl├Ąutert. Im Falle von Bildmaterial kam eine Art Overheadprojektor zum Einsatz, der ein gestochen scharfes Bild an die Leinwand schr├Ąg hinter dem Zeugenstand warf.

Die Staatsanw├Ąltin wurde ihrem Ruf mehr als gerecht. Ihr Vorgehen glich einem fl├Ąchendeckenden Bombardement einer unbefestigten Stellung, welche dem ├╝berm├Ąchtigen Angreifer nichts entgegenzusetzen hatte. Keine der pausenlos einschlagenden und in der Reihenfolge ihrer Darlegung sorgf├Ąltig ausgew├Ąhlten Indizien verfehlte ihr Ziel und besch├Ądigten das ohnehin wackelige Ger├╝st der zwangsweise den ersten Ansturm abwartenden Verteidigung irreparabel, noch bevor es errichtet werden konnte.

Erst nach ├╝ber sechs Stunden wurde die Sitzung vertagt.

┬╗Machen Sie sich keine Sorgen┬ź, verspr├╝hte Ferguson bem├╝ht unbeeindruckt seinen Optimismus und l├Ąchelte seine Mandantin dabei an. ┬╗Das ist nur das ├╝bliche Vorgepl├Ąnkel. Schon bald sind wir am Zug. Okay?┬ź suchte er in ihren Augen nach einer Best├Ątigung, die nach dem unerwartet umfangreichen wie aussagekr├Ąftigen Material der Gegenseite aber nur z├Âgerlich erfolgte.


- Ende von Teil 2 -

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visco
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zum 2. Teil

Hinweis der Autorin:

Hier beginnt der eigentliche Teil der Handlung. Zu sp├Ąt?
Die Tr├Ąumerin aus Teil 1 sitzt in Untersuchungshaft. Es wird nicht erw├Ąhnt, was ihr zur Last gelegt wird; allerdings scheint es hinreichende Indizien f├╝r ihre Schuld zu geben. Sie selber h├Ąlt sich f├╝r unschuldig.
Was ich gerne wissen w├╝rde: ist es realistisch und spannend genug geschrieben, da├č man weiterlesen will, um zu erfahren, wessen sie beschuldigt wird, und ob sie schuldig ist oder nicht?

Viele Gr├╝├če,
Viktoria.

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ElsaLaska
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hallo visco,

ja, die eigentliche handlung beginnt f├╝r meinen geschmack viel zu sp├Ąt, das weisst du ja schon.
ich frage mich schon die ganze zeit, ob die details aus dem amerikanischen justizwesen glaubhaft sind. hast du die ausreichend gut recherchiert?
deine heldin spricht mich auch nicht so richtig an. ich weiss nicht, was ich mit mir anfangen soll, mir liegt ein grosses "NA UND?" auf den lippen.
nach dem video-spiel kommt jetzt ein amerikanischer gerichtsfilm, so kommt es mir vor. und ich bleibe als leser relativ gleichg├╝ltig.
nicht weil es schlecht erz├Ąhlt w├Ąre, sondern weil dein aufbau konstruiert wirkt, ohne suspense, ohne echtes herzblut.
dass es hier um eine schicksalhafte begegnung gehen soll, mag man gar nicht glauben.
es gr├╝sst dich herzlichst
elsa

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visco
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Elsas Antwort

Hallo Elsa!

Was kommt dir an den Details denn unglaubw├╝rdig vor?
Den Film-Effekt wollte ich eigentlich durch zusammenfassende Erkl├Ąrungen vermieden haben, die bis zu einem gewissen Grad bewu├čt n├╝chtern gehalten sind.
Vor dem "gro├čen Tag" jedoch sollte Vivians Gem├╝tsverfassung auf der Schwelle zur Ohnmacht deutlich geworden sein. Dein gleichg├╝ltiges "NA UND?" erschreckt mich ein bi├čchen. Wie w├╝rdest du dich denn an ihrer Stelle f├╝hlen? Oder fehlen dir zur Identifikation n├Ąhere Informationen ├╝ber ihre Person?
Die schicksalhafte Begegnung ├╝brigens hat sie genau in diese Lage gebracht (wie aus den nachfolgenden Teilen hervorgeht). Und nicht nur das. Das fatale an Vivians Situation ist die Ausweglosigkeit. Sie kann nicht gewinnen - nur verlieren. Das Gemeine daran ist, da├č sie selber entscheiden mu├č, was sie verlieren will: ihre Identit├Ąt oder ihre Freiheit.
Ich habe Vivian entscheiden lassen, wie meiner Meinung nach wohl die meisten entscheiden w├╝rden (inkl. mir selbst, wenn ich ehrlich sein will) - n├Ąmlich kurzsichtig.

Kurzsichtig war anscheinend auch die Annahme, aus einem Roman (323 Seiten bei ca. 350 W├Ârtern/Seite) eine Kurzgeschichte extrahieren zu k├Ânnen. Dabei ging nat├╝rlich vieles verloren, u.a. die Charakterbeschreibungen als auch eine Menge Hintergrundinformationen. Insofern ist der Aufbau tats├Ąchlich "konstruiert".
Einen Text dieser L├Ąnge hier ver├Âffentlich zu wollen, ist nat├╝rlich v├Âllig undenkbar. Ich hatte gehofft, mittels einzelner Passagen - die mit einigen Ab├Ąnderungen f├╝r diese Kurzgeschichte herhalten mu├čten - wichtige Anhaltspunkte hinsichtlich des Schreib- und Erz├Ąhlstils zu erhalten.
Nach deinen aufrichtigen Hinweisen, f├╝r die ich dir sehr dankbar bin, scheint sich mein Versuch allerdings als Flop zu erweisen. Ich dachte, eine Menge Zeit sparen zu k├Ânnen und nicht erst eine v├Âllig neue Geschichte schreiben zu m├╝ssen, aber ... na ja. Klappt eben nicht alles, was man sich vornimmt.

Es w├╝rde mich sehr freuen, wenn du trotzdem noch die weiteren Teile "unter die Lupe" nehmen w├╝rdest.

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F├╝r den Fall, da├č dich die "eigentliche" Handlung interessiert, hier ein Handlungsabri├č zu dem Roman
┬╗Das gestohlene Paradies┬ź (Juni 2001):

Der eiskalt berechnenden Millionenerbin Lydia Kereth gelingt es, ihren von langer Hand vorbereiteten Plan in die Tat umzusetzen. Dabei tritt die Engl├Ąnderin Vivian Bellings per Gerichtsbeschlu├č an die Stelle von Lydias vermi├čter Schwester Merenda Kereth, welcher diese zum Verwechseln ├Ąhnlich sieht.

Die unter Mithilfe von Vivians Ehemann gelegten und in dem sp├Ąteren Verfahren vorgebrachten Indizien scheinen unwiderlegbar, und aufgrund heimt├╝ckischer Vorkehrungen w├╝rde selbst ein Freispruch zu einer mehrj├Ąhrigen Haftstrafe f├╝hren. Auf Dr├Ąngen ihres Verteidigers Duncan Ferguson entscheidet sich die Angeklagte f├╝r das vermeintlich kleinere ├ťbel und legt ein umfassendes Gest├Ąndnis ab. Nach ihrem Eingest├Ąndnis, die Identit├Ąt als Vivian Farden, sp├Ątere Bellings, nur angenommen zu haben, wird ihre noch junge Ehe mit Jason Bellings r├╝ckwirkend f├╝r rechtsunwirksam erkl├Ąrt.

Doch Lydias Plan geht erst dann auf, wenn die durch Vivian ersetzte Schwester ihre neue Identit├Ąt nicht nur akzeptiert sondern auch verinnerlicht. Erst damit glaubt sie die an ihrem Vater und ihrer Schwester ver├╝bten Verbrechen f├╝r immer vertuschen zu k├Ânnen.

Im Verlaufe des 18-monatigen Aufenthalts in Lydias Obhut, in dem sich Vivian der gezielten Therapie der studierten Psychologin und Neurologin nicht entziehen kann, vollzieht sie den von ihr erwarteten Wandel.

Bis dahin sind allerdings unerwartete Komplikationen zu ├╝berwinden. Zum einen unternimmt der damalige Pflichtverteidiger und Vivians heimlicher Verehrer Ermittlungen auf eigene Faust. Die von ihm entwickelte Verschw├Ârungstheorie kommt der Wahrheit ziemlich nahe, doch es fehlen ihm die n├Âtigen Beweise. Er verkennt das tats├Ąchliche Ausma├č der darin Verwickelten, scheitert und f├Ąllt den Auswirkungen schlie├člich selbst zum Opfer.

Zum anderen gelingt der tats├Ąchlichen und ├╝ber Jahre in Gefangenschaft gehaltenen Merenda Kereth die Flucht, bevor Lydia an ihr den geplanten Identit├Ątswechsel zu Vivian vollziehen kann. Zwar l├Ą├čt sich Merenda zun├Ąchst von Lydia ├╝berzeugen, da├č eine freiwillige Annahme einer anderen Identit├Ąt f├╝r sie wesentlich vorteilhafter w├Ąre als auf ihrer wahrhaftigen zu pochen, aber Lydia h├Ąlt die ihr gegen├╝ber gemachten Zusagen nicht ein. Merendas Rache, an der sich Jason Bellings aus Habgier beteiligt, fallen mehrere Personen zum Opfer, die nach Merendas Ansicht Lydia bei der r├╝cksichtslosen Verwirklichung ihrer Pl├Ąne zur Seite standen.

Nach dem Tod von Merenda und Jason, den markanterweise Polizeibeamte zu verantworten haben, reichen die nicht zu beweisenden Verd├Ąchtigungen eines von Fergusons Verschw├Ârungstheorie ├╝berzeugten Detectives nicht aus, um die Aufnahme von Ermittlungen gegen Lydia Kereth zu bewirken. Er mu├č einsehen, da├č alleine der Versuch schon unangenehme Konsequenzen haben w├╝rde.
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Falls Interesse bestehen sollte, sei erw├Ąhnt, da├č der Roman unter: Hier klicken zur Ansicht als auch zum Download bereit steht.


Vielleicht schaust Du ja doch noch in die Teile 3-5 ┬┤rein?

Liebe Gr├╝├če,
Viktoria.

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ElsaLaska
Guest
Registriert: Not Yet

entschuldige, vic

manchmal geht mein reich-ranicki-haftes wesen mit mir durch, der sagt ja auch ├Âftermal, das ihn etwas einfach nicht interessiert.
ich bin dir aber sehr dankbar und sehr froh dar├╝ber, dass du offenbart hast, dass es sich hier eigentlich um einen roman handelt. als roman wiederum kann ich mir deine story wirklich sehr gut vorstellen.
ich hatte sie als "kurzgeschichte" gelesen und unter diesem aspekt kommentiert.
werde auf jeden fall noch die anderen teile anschauen.
und: ich bin hier nicht alle.
andere user m├Âgen andere gedanken dazu haben.
also betrachte das experiment doch noch nicht gleich als gescheitert
liebe gr├╝sse
elsa

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visco
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Hi Elsa!

danke f├╝r die Aufmunterung. Ist echt lieb von dir.

W├╝rde mich nat├╝rlich freuen, auch ┬┤mal die Meinungen anderer zu h├Âren - wenn sie sich doch nur ┬┤mal ├Ąu├čern w├╝rden . Ich hab┬┤s doch ┬┤reingesetzt, damit es kritisiert wird. Dachte eigentlich, da├č wer der Sinn des Ganzen .

Und wenn ich auch sonst nicht so viele Smilies setzte, hier kommt noch einer: vermutlich bin ich nicht die Erste, die fragt, aber darf man denn darauf hoffen, auch ┬┤mal ├╝ber ┬┤was von DIR herziehen zu k├Ânnen?

Allerliebste Gr├╝├če,
Viktoria.

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