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Leselupe.de > Ungereimtes
Schlachtbank
Eingestellt am 29. 07. 2006 23:41


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Duisburger
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Schlachtbank

gesetzm├Ą├čig frisst das ├╝berleben
an den fettpolstern guter zeiten
wohlstandsfassaden mit senkrissen
erfahren geborgtes flickwerk
gutb├╝rgerliches zerreibt sich
in verwalteten m├╝hlr├Ądern
hoffnung sickert durch
sozialbr├╝chige auffangbecken

hinnahme heisst akzeptanz
des vermeintlich notwendigen

__________________
Unter den Kastraten ist der eineiige K├Ânig (unbekannter Gas- und Wasserinstallateur).

Version vom 29. 07. 2006 23:41

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nachtlichter
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Duisburger,

das macht nicht nur betroffen, sondern schn├╝rt schon fast die Kehle zu. Was fatal w├Ąre, denn dann erreichen keine Worte des Protestes mehr den Gesetzesspender.

Mit dem Strom schwimmen, blo├č nicht auffallen, sch├Ân ducken, den Kopf einziehen, der Obrigkeit gehorchen - dann bleibt die Gutb├╝rgerlichkeit im Halse stecken, nachdem sie den piefigen Volksmund passiert hat. Hauptsache, die Fassade bleibt sauber. Das ├ťberleben nagt schon l├Ąngst an den noch nicht vorhandenen Fettpolstern unserer Kinder - sind f├╝r sie auf diese Weise gute Zeiten ├╝berhaupt denkbar?

Das von Dir so treffend bezeichnete "sozialbr├╝chige Auffangbecken" ist ein Sieb mit viel zu gro├čen L├Âchern - die Bed├╝rftigsten fallen durch.

Dein Gedicht stimmt sehr nachdenklich - Du zeichnest ├╝beraus ├╝berzeugend ein kaputtes Bild unserer Gesellschaft, ├╝berall br├Âckelt es, niemand will es wahrhaben, denn was man nicht ausspricht und unter den Teppich kehrt, darf nicht sein. Ist ganz einfach...

Besonders stark finde ich die letzten beiden Zeilen - solange sich niemand wehrt, sondern alle passiv dulden, wird das, was der Staat als erforderliche Tatsache seinen Untertanen vorkaut, vom Volk geschluckt.
Es ist Zeit, aufzustehen, zu widersprechen und gegen den Strom zu schwimmen.

Das war mal wieder keine Textarbeit, sorry Redakteure.
Eins m├Âchte ich diesbez├╝glich aber doch noch erw├Ąhnen:
Das Wort "vorgeblich" in der letzten Zeile gef├Ąllt mir nicht und ich wei├č auch gar nicht, ob es existiert - meinst Du vielleicht "vermeintlich", Duisburger?

Starkes Werk.

Liebe Gr├╝├če
nachtlichter

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