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Leselupe.de > Anonymus
Schlecht geträumt
Eingestellt am 10. 04. 2007 19:24


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Anonymous
Unbekannter Verfasser
Registriert: irgendwann

Ich habe wieder schlecht geträumt
„Da ist ein staubiger Acker, er liegt brach, und ein schlanker, junger Mann mit dunklen Haaren fährt mit einem Motorrad einige Runden darauf, scheint Spaß zu haben, und der Ackerstaub wirbelt in schweren Wolken über den Boden. Dann sehe ich in einer niedergehenden, dunklen Staubwolke einen alten Mann. Ich kann sein Alter nicht richtig einschätzen! Sein Körper sieht aus, als wäre er eine Statue aus Marmor, oder als wäre er in einem weißen Anzug gekleidet. Er steht einfach unbeweglich, und kerzengerade wie eingefroren auf dem Acker und stützt sich auf einem Stock, dabei kann er noch nicht so alt sein. Sein Gesicht sieht aus wie eine deutlich gezeichnete, starre, weiße Maske, sie trägt meine Züge; ichn erkenne die buschigen Augenbrauen, meine geschwungene Nase, und auch das markante Kinn mit der tiefen Kerbe. Das einzig Lebendige an ihm sind seine leuchtenden, blauen Augen, die mich verfolgen, und sein Blick macht mich nervös.
Ich sehe, dass der junge Mann dem Alten sehr ähnlich sieht, weshalb ich ihn für seinen Sohn halte. Dieser hält in der Nähe des Alten seine Maschine an, und der alte Mann spricht ihn mit einer tiefen, aber kräftigen Stimme an: „…deine Gefühle, Vertraue auf!“
Der Junge lacht dem Alten ins Gesicht, und noch einmal ertönt seine Stimme, obwohl er seinen Mund nicht bewegt: „…sehe zu deinen Gefühlen! Stehe zu deinen Gefühlen!“
„Und was ist, wenn ich es nicht mache?“, spricht der Junge im neckischen Tonfall dem Alten an, doch er schweigt.
„Was ist, wenn ich es nicht mache?“, fragt er ernsthafter, und er sieht ihn, wie auch ich, in die Augen.
„Sieh selbst!“, antwortet er, und der Junge, sowie ich als personenloser Zuschauer lösen unsere Blicke von seinem Angesicht. Zu seinen Füßen erhebt sich aus dem Acker ein großer, wuchtiger Grabstein, und obwohl ich nur undeutlich Buchstaben darauf erkennen kann, ist es mir unangenehm, diese Traumstelle zu betrachten, als läge ein Teil von mir dort unter dem Stein.
Auch der Junge löst seinen Blick von der Stelle, um zum weißen , alten Mann zu blicken.
„Wie?“, fragt der junge Mann, doch der Weißgekleidete bleibt ihm eine Antwort schuldig, und abermals wiederholt der Junge seine Frage, auf die ihm erwidert wird:
„Das möchte ich dir ersparen! …“ Der Junge wendet sich von dem Alten ab, und startet seine Maschine.
„Es wird dich ins Land ziehen“, spricht der Alte.„…Zwei Möglichkeiten! Es gibt nur zwei… Möglichkeiten“ ruft er ihm hinterher, und der Junge fährt in immer enger werdenden Kreisen im Uhrzeigersinn um den Alten und den Grabstein herum… darauf zu.

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