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Leselupe.de > Feste Formen
Schleiertanz
Eingestellt am 25. 08. 2011 15:59


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Walther
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Schleiertanz


Du spanntest Deinen roten Samtvorhang
Mir gerne ├╝ber meine m├╝den Augen.
Sie aus den tiefen H├Âhlen auszusaugen:
Du lachtest lauthals, als es Dir gelang.

Erz├Ąhle nicht, Du wolltest nicht betr├╝gen:
Verbr├Ąmung gibt der Wahrheit selten Schwung,
Sie dient als Milchglas der Erinnerung
Und hilft beim elenden Sich-selbst-Bel├╝gen.

Vergangen war doch l├Ąngst, was f├╝r uns sprach:
Die W├╝nsche h├Ąngen oftmals Tr├Ąumen nach
Und k├Ânnen den Verfall doch nicht bezwingen.

Du tanzt vor mir den gleichen Schleiertanz:
Ihm fehlen Jugendschmelz und alter Glanz.
Verlorenes kannst Du so nicht erringen.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

Version vom 25. 08. 2011 15:59
Version vom 26. 08. 2011 11:42
Version vom 26. 08. 2011 19:54
Version vom 28. 08. 2011 16:47

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HerbertH
???
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quote:
Vergangen war das l├Ąngst, was f├╝r uns sprach:
Die W├╝nsche h├Ąngen oftmals Tr├Ąumen nach
Und k├Ânnen den Verfall doch nicht bezwingen.

Du tanzt vor mir den gleichen Schleiertanz:
Ihm fehlt der Jugendschmelz und alter Glanz.
Du kannst Verlorenes nicht so erringen.


Lieber Walther,

in den Terzetten w├╝rde mir die oben angef├╝hrte Variante
besser gefallen: "l├Ąngst" sollte betont-lang sein. Und in der letzten Zeile liest sich f├╝r mich das Subjekt vorne leichter.

Vielleicht k├Ânnte man "Milchglas" durch "Tr├╝bung" ersetzen.

Ansonsten finde ich Dein Sonett sehr gut, auch inhaltlich.

Liebe Gr├╝├če

Herbert

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Walther
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Lb. Herbert,

die ├änderung im ersten Terzett habe ich wie oben im Wesentlichen ├╝bernommen. im 2. Terzett m├Âchte ich das Auftakt-"Du" in V1 und V3 vermeiden. Daher f├Ąllt es mir schwer, Deinen nicht unberechtigten Vorschlag zu ├╝bernehmen. In S1 ist ebenfalls bereits in V1 und V4 ein Du am Anfang.

Das Wort "Milchglas" enth├Ąlt Deine "Tr├╝bung" bereits, ist aber so gesehen "eindeutiger", weil sie eine bestimmte, von mir gewollte Tr├╝bung, n├Ąmlich eine milchige Linse vor einem Foto, aufgreift. Dieser milchige Schleier legt sich gerne ├╝ber alte Erinnerungsfotografien. Daher m├Âchte ich es bei meiner Wortwohl belassen.

Lieben Dank f├╝r Deine interessanten Vorschl├Ąge, die ich teilweise umsetzen konnte.

LG W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Bernd
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Lieber Walther, ist die merkw├╝rdige Gro├č- und Kleinschreibung im Inneren des Verses beabsichtigt?
"Und hilft beim elenden sich selbst Bel├╝gen."

__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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Walther
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Lb. Bernd,

da es um "das sich selbst Bel├╝gen" geht und das Verb "helfen bei wem oder was" ist, folgt daraus der Vers "und hilft beim elenden (= Adjektiv) sich selbst Bel├╝gen". Daraus wiederum leitet sich schl├╝ssig ab, da├č dieser Vers korrekt geschrieben und ausgef├╝hrt ist.

Danke aber f├╝r Deinen Hinweis. Mich verwirrt die deutsche Grammatik auch, besonders seit es das Neuschreib gibt. Da gew├Âhne ich mich wohl niemals ganz hinein.

LG W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Bernd
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In dem Fall wird es aber durchgekoppelt, soviel ich wei├č:
Sich-selbst-Bel├╝gen
Ganz sicher bin ich nicht. Zumindest war es fr├╝her so. Hat sich das durch die Rechtschreibreform ge├Ąndert?

"Und hilft beim elenden Sich-selbst-Bel├╝gen."
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