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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Schlüpfer (Sloggi 2)
Eingestellt am 26. 03. 2005 20:25


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Mumpf Lunse
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Schlüpfer (Sloggi 2) von Mumpf Lunse

Sie sah mich von der Seite an. Kontrollblick. Immer sorgte sie sich. In diesem Blick lag all ihre Teilnahme an den Leiden dieser Welt - die Basis unsere Liebe. Wir waren seit mehreren Stunden in den Dritte Welt- und Öko-Läden der Stadt unterwegs.

"Ich habe nichts zum Anziehen", hatte sie mit einem kummervollen Blick auf den immer kleiner werdenden Stapel Wechselwäsche im hinteren Teil des Zimmers gesagt.
"Hemmungsloser Konsum erschöpft unsere Ressourcen!" hatte ich mahnend geantwortet. "Denk an die Generation der Enkel!"
"Aber wir haben doch nicht mal Kinder!" Ich glaubte, einen leichten Vorwurf in ihrer Stimme gehört zu haben. "Wovon auch", schob sie leise nach.
Ich hatte Wittgensteins "Tractatus Logico-Philosophicus" zur Seite gelegt und war zu ihr hinübergegangen.
Die Hände von hinten auf ihre Schultern legend hatte ich enttäuscht gesagt: "Du weißt, dass die unreflektierte Appropriation deiner Vulva zumindest sehr schwer wieder gut zu machende Traumata auslösen kann." Sie hatte meine Hände abgeschüttelt und aufgebracht an ihrem knöchellangen Tporo Tporo - Bokonami zu zerren begonnen. Der Stoff riss an mehreren Stellen. Das hatte mich überzeugt.

"Nur vom Ansehen findest du nichts, probier doch mal was an", sagte ich beiläufig um meinen guten Willen zu bekunden und um zu beweisen, dass ich durchaus in der Lage war, sachlich begründeten Konsum zu respektieren. Ich reichte ihr einen langen Rock aus handgesammelten Haaren burundischer Springkrolche und zeigte mit einer Kopfbewegung zu der Nische hinter den Dinkelsäcken, in welcher die Kunden ihre Textilien anprobieren konnten.

Vor der Nische wartend sah ich aus den Augenwinkeln, wie sie sich bückte, um den Saum ihres Tporo Tporo - Bokonami anzuheben. Eigentlich konnte ich nur ihren Hintern sehen, über dem sich beim Bücken der Stoff spannte.





Ich ging näher heran, um dem ausgemergelten Späthippie, der griesgrämig hinter der Ladentheke herumlungerte, die Sicht zu versperren. Nun war ich direkt mit ihrem prallen Gesäß konfrontiert und konnte dem Drang es zu berühren nicht widerstehen. Sie hielt inne in ihrem Tun und verharrte, die Knie nur ein wenig gekrümmt - weit nach vorn gebeugt, das Gesicht dicht über einem vor ihr stehenden, offenen, nur noch zu einem Viertel gefüllten, Dinkelsack - und drehte langsam ihren Kopf zu mir. Wir sahen uns schweigend an.
Ich fühlte mich ertappt und wendete, die Hand auf ihrem Gesäß belassend, den Blick ab. Mit einer kaum wahrnehmbaren Bewegung schob sie ihren Hintern ein wenig näher zu mir. Auf das Regal mit den französischen Berglinsen und dem, mit tasmanischen Schnabeltiereierschalen aromatisierten, madagassischen Kürbisschalentee blickend, bemerkte ich aus den Augenwinkeln, dass sie mich, noch immer regungslos, beobachtete. Dann begann sie, ganz langsam, Zentimeter für Zentimeter, den Stoff ihres Tporo Tporo - Bokonami nach oben zu streifen. Ich drehte den Kopf zu ihr und beobachtete gelähmt, wie sie ihr Gesäß vor meinen Augen enthüllte. Ohne, dass ich hätte sagen können warum und ohne, dass ich es wirklich wollte, rückte ich näher, bis ich mit meinem Unterleib ihren Hintern berührte. Sie seufzte, als mein Körper auf den ihren traf. Dann hörte ich ein Geräusch und ehe ich begriff, was vor sich ging, hatte sie sich den brüchigen Stoff ihres verschlissenen Schlüpfers vom Gesäß gerissen.
Sie wegstoßend brüllte ich: "Spinnst du? Den hättest du noch gut zwei Monate tragen können!"
Da sie die Hände nicht frei hatte, war sie steif wie ein Stuhl einfach nach vorn gekippt. Durch die Wucht meines Stoßes verschwand ihr Kopf völlig in den Körnern des vor ihr stehenden offenen Dinkelsackes. Plötzlich stand der Späthippie neben mir, starrte auf ihr noch immer aufgerecktes Hinterteil und sagte: "Alles paletti Alter?" Geistesgegenwärtig bedeckte ich ihr entblößtes Geschlecht mit meiner Hand. Sie hatte sich mittlerweile aus den Dinkelkörnern befreit und zischte, meine Hand auf ihrer Scham festhaltend den Verkäufer an: "Verschwinde! Penner!"
Und zu mir: "Los jetzt oder du kannst auch abhauen!"

5 Monate später. Wir waren wieder in den Dritte Welt- und Öko-Läden der Stadt unterwegs. Als der Späthippie uns hereinkommen sah, huschte ein Lächeln über die Reste seines faltigen Gesichtes.
"Gestern gekommen", sagte er und zog einen Karton unter der Ladentheke hervor. Wir hatten ihn gefragt, ob er der Pate unserer zukünftigen Tochter werden wollte und so gab er uns den erdgrauen Strampelanzug aus den Fasern der bolivianischen Nesselliane, gefüttert mit den Federn des australischen Kookaburra, den wir für sie kauften, zum Vorzugspreis. Für 242,98 €, ein echtes Schnäppchen, zumal der Hersteller garantierte, dass er 15 Jahre seine frische Farbe bewahren würde!
"Habt ihr schon einen Namen?" rief er uns beim Hinausgehen nach.
"Triticia Spelta Conceptionara"


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Warum ich diesen Text in dieses Forum gestellt habe:
Der Text ist eine Variante von "Sloggi". Wer Lust hat zu vergleichen wird feststellen, dass ich versucht habe dicht an der ersten Geschichte zu bleiben.
Ich habe nichts dagegen, wenn er verschoben wird.




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Ralph Ronneberger
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Verschieben??? Einen Teufel werde ich tun!

Hallo mumpf lunse,

die Grundidee von Sloggi 1 und Sloggi 2 mögen gleich sein. Die Ausführung wohl nicht.
Nein - ich hab nicht schallend gelacht, aber richtig schön geschmunzelt. Dabei ist mir jegliche Lust an Textarbeit vergangen. Ich habe den Text lediglich in mich hinein rieseln lassen und hab ihn genossen. Ich hoffe, das ist Kritik genug.

Gruß Ralph

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Mumpf Lunse
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Hallo Ralph,
Vielen Dank für die Rückmeldung.
Ich war mir halt nicht sicher, wo ichs reinpacken soll.
Freut mich sehr, dass ich hier geduldet werde.

einen schönen Tag

Mumpf

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Stern
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Hallo Mumpf Lunse,

Also, ich hab mir einen abgelacht - und war vorher ziemlich schlechter Laune.
Schön! Und hat auch was Erotisches, wenn auch (für mich) der Lacher überwiegt. Herrlich karikiert.

Stern *

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Mumpf Lunse
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Hallo Stern,
es freut mich sehr, dass ich zur Verbesserung deiner Laune beitragen konnte.
Und du findest es auch irgendwie erotisch? ... he he!
Darüber muss ich nachdenken.

Vielen Dank
Mumpf

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Lillia
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Nicht schallend, aber doch gelacht habe ich. Gerade durch den ernsten Hintergrund und dadurch dass die Geschichte Sloggi 1 folgt, hat sie fuer mich etwas Traurigkomisches, was gut tut. Die Prot. sind irrsinnig sympathisch.

Den Schlusssatz finde ich schwach im Vergleich zu einigen Knallern mittendrin - wuesste aber keinen wirklichen Alternativvorschlag. Ausser...ich bin soweit gegangen die Bedeutung der Namen nachzuschlagen weil ich hoffte, fuer Cosima und Appolonia was zu finden, was zur Story passt - wenn da nun ein Name stuende, der exotisch klingt und auch noch irgendwas bedeutet, waere ich als Leserin begeistert.

Gruesse
-lilli-
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Ich brauche keine Bequemlichkeiten. Ich will Gott. Ich will Poesie und Freiheit und Tugend. Ich will Sünde.

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