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Leselupe.de > Gereimtes
Schluss!
Eingestellt am 30. 04. 2004 17:54


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Udogi-Sela

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Registriert: May 2003

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Applaus braust auf, der Künstler latscht
weit vor auf seiner Bühne.
Die Menge rast und tobt und klatscht!
Es strahlt des Dichters Miene.

Er meint, der Beifall gelte ihm,
doch so kann man sich täuschen.
Erlösung zeigt sich ungestüm
in Beifallklatschgeräuschen.

Sein Vortrag, der war grauenvoll,
und ohne Sinn sein Reden,
dass allen dick der Hals anschwoll,
es quälte schließlich jeden.

Man jubelt, von der Pein befreit,
begeistert patschen Hände.
Das Publikum zeigt sich erfreut

zu Moderators ENDE!

__________________
Dieses ganze Schreiben ist nichts als die Fahne des Robinson auf dem höchsten Punkt der Insel. (Kafka)

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george
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Gut getroffen, auch sprachlich.

Und vor allem nahe an der Wirklichkeit! Endlich kann die dichterische Freiheit sich in deinem Beispiel ungehindert von den Regeln der Grammatik, Höflichkeit und Bildung wieder ausbreiten. Nieder mit den Überbringern schlechter Botschaften. Auch wenn ich einsehe, dass im Unterschied zu einem normalen Tor ein moderater Tor ein klein wenig die bessere Karte hat. Dein Protagonist kann ja immer noch Tor-Wart werden. Die Anfangsqualifikation hat er ja schon.

Gruß
Jürgen


__________________
© Jürgen Locke

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aboreas
Routinierter Autor
Registriert: Nov 2002

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Der Horror eines jeden Vortragenden. Wohl dem, der frühestens am kommenden Morgen die Melodie des Beifalls durchschaut.

Klasse, das Gedicht!

PS: Ist es nicht wirklich so, dass man Kritik im täglichen Miteinander nicht äußert? Ob zurecht oder zu Unrecht bleibt oftmals subjektiv. Und könnte deshalb nicht auch die Pein des Publikums die Pein ahnungsloser Ignoranten sein? Beispiel: klassische Musik. Für einen Schlager-Fan und Spezialisten der seichten Muse nicht selten ein Horror. Gehört aber bei manchen Anlässen zum guten Ton. Ja, da kann man sie beobachten, die Klatscher.

Bei Gedichte-/Literaturveranstaltungen trifft man hingegen eher auf "Kenner" der Materie. Die wissen durchaus, was gut ist, auch wenn sie andere Präferenzen haben. Auch verstehen sie es, ihren Beifall zu dosieren. Na ja, ein dickes Fell empfiehlt sich schon, denn wer sich der Meute aussetzt, sollte mit ihr umzugehen wissen...

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Udogi-Sela

Häufig gelesener Autor

Registriert: May 2003

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Tor-Schluss...

George, wenn man ein Tor ist, muss die Frage erlaubt sein, ob man offen oder geschlossen ist. Mein Protagonist ist in jedem Fall ein geschlossenes, denn wäre er offen, hätte sich ihm der Beifall als das offenbart, was er letztendlich wirklich ist. Und so gesehen eignet er sich als Tor bestens zum Tor-Wart. Er lässt nichts an sich heran, geschweige denn einen Ball durch.

Aboreas, Kritik im täglichen Miteinander zu äußern hieße ja, sich mit seinen Mitmenschen auseinanderzusetzen. Das ist oft anstrengend und erfordert Zeit.
Und was sind ahnungslose Ignoranten? Alles ist letztendlich eine Frage des Standpunktes und alle Ansichten sind doch immer subjektiv. Es gibt unendlich viele Sichtweisen eine Sache zu betrachten.

quote:
Na ja, ein dickes Fell empfiehlt sich schon, denn wer sich der Meute aussetzt, sollte mit ihr umzugehen wissen...


Wie recht Du damit hast!

Danke für Eure Kommentare.
Herzlichst
Udo

__________________
Dieses ganze Schreiben ist nichts als die Fahne des Robinson auf dem höchsten Punkt der Insel. (Kafka)

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Urbinia
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Udogi, eins a echt! Du sprichst mir aus der Seele und das noch wirklich in perfekt satirischer Form... Tschüssi liebe Grüße von Urbinia

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Herr Müller
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Registriert: Mar 2003

Werke: 168
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Hallo Udo

was soll ich da noch sagen. Klasse!

Herr Müller klatscht
__________________
Wer das Wort sucht, wird den Reim ernten.

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