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Leselupe.de > Ungereimtes
Schlussfahrt
Eingestellt am 21. 09. 2008 15:55


Autor
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Inu
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Schlussfahrt


wohin verschwinden
die ausgesch├╝tteten Buchstaben
der Millionen B├╝cher
weltgewichtige Wunderworte
Z├╝ndreden begnadeter M├Ąnner?

was geschieht
mit dem jahrtausende-alten Erkenntnisringen
der Meister und Weisen?

wo bleibt die Leuchtspur
ihrer hohen Gedanken ?

wer bewahrt den Geist der Menschheit
wenn die Schlussfahrt kommt?

das ALL
wird ALLES
in seinen schwarzen Schlund rei├čen
unbesehen
f├╝hllos
ohne Sinn?

wahrhaftig
ein grandioses Finale


*



Copyright Irmgard Sch├Ândorf Welch




Version vom 21. 09. 2008 15:55
Version vom 22. 09. 2008 06:44

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Inu
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Hallo outliner

quote:
Sehr interessanter Gedanke
den es lohnen w├╝rde zu verfeinern.
Der Gedanke an sich eignet sich gut f├╝r Lyrik.
Ihn zu entdecken ist schon Kunst.


WArum verfeinern?
Eine tiefsch├╝rfendere Auslassung ├╝ber DAS Urthema unserer Existenz ist m i r nicht gegeben. Ich bin h├Âchstens ratlos. Aber es ist doch auch legal, Ratlosigkeit in wie auch immer gearteter poetischer Form zu ├Ąu├čern.

LG
Inu

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Joh
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Hallo Inu

Alles was so m├╝hsam abgerungen, angeh├Ąuft in B├╝cher und Festplatten gestopft wurde, mit einem Knall vernichtet. Ich denke da hilft nur zu versuchen sich zu sagen, da├č das Ende eben auch das Ende allen Nachdenkens (zumindest9 der Menschen ist. Und vielleicht der Gedanke, da├č wissen eben nicht nur durch Buchstaben vermittelt wird, zudem nicht alles ist, was menschliche Kuklturen Wert - voll macht. Ein Gedicht, der das denken in Flu├č versetzt, Fragen in jede Richtung aufwirft.

ein Abendgru├č, Johanna

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bluefin
Guest
Registriert: Not Yet

texte wie dieser, @inu, die einen nicht zuschei├čen mit statements ├╝ber das eigene unwohlsein, mit pr├Ąpotenter weltanschauung oder moralin-pampe, sondern die uns sacht anschubsen und dabei ein fragezeichen machen, liebe ich.

sie erwarten vom leser, dass er sich mit ihnen besch├Ąftigt und etwas von sich selbst dazu tut - so wie ein hauchbild den atem des betrachters braucht, um sich zu bewegen.

bluefin z. b. stellt sich jetzt vor, dass alles, was adam im lauf der jahrthunderttausende so von sich gegeben hat, der liebe geschuldet war und einer (in @inus text ausgesparten) eva in den scho├č gepflanzt wurde. es ruht also wesentlich dort, und nicht blo├č als matritze in der bibliothek oder auf der festplatte.

im kosmos herrscht entropie; ideen sind seine elementarteilchen. mag sein, dass sie transformiert werden: verloren geht dabei nichts.

liebe gr├╝├če aus m├╝nchen

bluefin

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Inu
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Lieber bluefin

quote:
im kosmos herrscht entropie; ideen sind seine elementarteilchen. mag sein, dass sie transformiert werden: verloren geht dabei nichts.

Dieser Gedanke ist sch├Ân und auch ziemlich naheliegend.

Ich dachte in meinem Gedicht an all das Materielle, Sichtbare, Lesbare, Tastbare, das Menschen sich im Lauf der Jahrtausende aufgebaut haben. Das wird ja dann erst einmal verloren sein.

Vielen Dank f├╝r Deine gute Kritik.

Ein sch├Ânes Wochenende Dir

Inu

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bluefin
Guest
Registriert: Not Yet

heile welt, @inu, war vor dem urknall.
ihre scherben zu kitten,
bleibt uns nur
fantasie.


lg
bluefin

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bluefin
Guest
Registriert: Not Yet

du missverstehst mich, @inu.

vom "glauben" hab ich nichts gesagt. ich sprach von jedermann und von dessen paradies. f├╝r den verhungernden kann das eine tafel schokolade, f├╝r den ungl├╝cklich liebenden ein einizger kuss und f├╝r den leidenden ein gn├Ądiger tod sein.

man muss nicht immer gleich die religion bem├╝hen, wenn's um platte selbstverst├Ąndlichkeiten geht. mag ja sein, dass wir alle nur staub sind. aber auch der bewegt was und ist was anderes als nichts, auf's ganze bezogen. und das, denkt sich bluefin, ist doch schon was.

den streit dar├╝ber ├╝berl├Ąsst er den darwinisten und den kreationisten - die brauchen den.

wir beide nicht.

liebe gr├╝├če aus m├╝nchen

bluefin

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