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Leselupe.de > Gereimtes
Schmetterling
Eingestellt am 17. 02. 2007 19:50


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Walther
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Schmetterling


Die Fl├╝gel bl├Ąttern sich zu einem Hauf.
Das Leibchen ruht da, schillernd schlicht und matt.
Die F├╝hler liegen an, so schwarz und platt.
Die Beinchen stehen starr in ihrem Lauf.

Zerschmettert ist der ÔÇôling, der nichts mehr hat:
Sein Auge tr├Ąumt sich in die Luft hinauf,
Sein Herzchen n├Ąhme seinen Tod in Kauf,
Sein M├╝ndchen ist das Z├╝ngeln einfach satt:

Sein Seelchen will sich wirbelnd schwingen
Und an den Bl├╝ten S├╝├če, Liebspeis, kosten.
Es will die sch├Âne Welt, sich selbst, bezwingen,

Nicht aufgeh├Ąufelt Fl├╝gelleiche spielen,
Und an der Sonne hei├čem Strahl verglosten,
Verbrennen, ganz das H├Âllenfeuer f├╝hlen.

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Walther
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Hallo Hannah,

so ganz ohne Inhalt, wie Du es schreibst, ist das Gedicht nicht. Ich habe, durchaus hinterh├Ąltig, mit dem Schmetterling als Synonym der Seele gespielt. Da habe ich allerdings etwas in der Schublade der Lyrik und der Kunst gegraben und diese Metapher zum Leben erweckt.

Kinder rei├čen Insekten gerne Fl├╝gel heraus. So hier dem armen Schmetterling. Man kann seiner Seele auch selbst die Fl├╝gel stutzen, oder andere ├╝bernehmen diese Aufgabe netterweise.

Wer den Rest des Textes mit der n├Âtigen S├╝ffisanz liest, der bemerkt, was der Text will. Es ist also immer hilfreich, sich einem Text - und seinem Autor - vielleicht dadurch zu n├Ąhern, indem man nach den Bildern st├Âbert, die verwandt werden.

Dabei schadete es noch nie, sich mit der Literatur - der Frankfurter Anthologie beispielsweise, hier deren Nr. 28, da steht etwas sehr Aufschlu├čreiches zum Themengebiet Schmetterling und Seele drin - um die Lyrik herum zu besch├Ąftigen. Allein das w├╝rde ausreichen, um zu erkennen, da├č es sich bei diesem Gedicht mehr als nur um eine Finger├╝bung handelt. Und da├č es in keinem Falle flach ist, sondern das glatte Gegenteil davon.

Womit ich jetzt nicht meine, da├č es Dir - oder anderen Lesern - gefallen oder es gar f├╝r gut befunden werden mu├č. Weit gefehlt. Ich habe zwar ein ausgepr├Ągtes Selbstbewu├čtsein, aber dazu will und werde ich mich hier und anderswo niemals versteigen. Aber vielleicht sollte man dem Gegen├╝ber einfach mehr zutrauen. Auch das hat noch nie geschadet.

Liebe Gr├╝├če W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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