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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Schmetterlingstraum *
Eingestellt am 12. 07. 2003 18:18


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Otto Lenk
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„Papa.“
„Ja Sternchen.“
„Ich habe am Strand ein Mädchen kennen gelernt.“
„Schön für dich….Ist noch was? Du schaust so merkwürdig.“
„Genau das ist es. Das Mädchen ist irgendwie merkwürdig.“
„Hmm…Merkwürdig? Wie meinst du das?“
„Als ich heute früh zum Strand ging, war sie schon da. Ich habe sie lange beobachtet. Die ganze Zeit lief sie den Strand auf und ab und sammelte Muscheln.“
„Na, jetzt hör mal. Wir sind gestern auch den halben Tag den Strand entlang um Muscheln zu suchen!“
„Ja…schon. Aber das Mädchen nahm eine Muschel, hielt sie ans Ohr, steckte sie dann ein oder schmiss sie wieder weg.“
„Und weiter.“
„Ich bin zu ihr gegangen und habe sie gefragt, was dass mit den Muscheln ans Ohr halten soll. Sie hat mich angeschaut, als käme sie aus einem anderen Land. Ich habe dann ein bisschen ausländisch mit ihr gesprochen:

„Du mich verstehen? Was du mache mit Muschel? Ich schaue Muschel an……Wenn sie schön, einstecke. Du Muschel ans Ohr halten. Dann du stecke Muschel ein oder werfe weg.“
„Kannst du nicht richtig sprechen?“
„Oh, Verzeihung. Du hast so merkwürdig geschaut. Da dachte ich, dass du aus einem anderen Land kommst.“
„Deine Frage war so seltsam. Ich muss doch die Muschel ans Ohr halten. Wie soll ich sonst feststellen, ob sich der Flügelschlag eines Schmetterlings in ihr verfangen hat?“
„Der Flügelschlag eines Schmetterlings?“
„Also in meinen Muscheln rauscht immer das Meer. Einen Schmetterlingsflügelschlag habe ich noch nie gehört.“
„Die mit dem Meeresrauschen kenne ich auch. Die gibt’s ganz oft. Meine Muscheln sind sehr selten und wertvoll.“
„Wie soll denn der Flügelschlag eines Schmetterlings in eine Muschel kommen?“
„Es ist der Flügelschlag der blauen Schmetterlinge. Hier am Meer beginnt ihr Leben. Am Ende ihrer Tage kehren sie zurück, um ihre Eier abzulegen. Kurz vor ihrem Tod fliegen sie auf eine dieser kaum sichtbaren Muscheln, flüstern ihr das Geheimnis des Fliegens zu und sterben. Und ihre Kinder, die Raupen, da hinten in den Bäumen, hören die Worte und vergessen sie nicht bis zu dem Tag, an dem sie als Schmetterling geboren werden.
„Wow! Und was willst du mit den Muscheln anfangen?“
„Ich weiß um das Geheimnis des Flügelschlags. Ich kann den Hauch des Flügelschlags aus den Muscheln lösen. Wenn ich genügend Muscheln gepflückt habe, fliege ich davon. Doch ich bin zu schwer, für einen Schmetterlingsflügelschlag…ich muss viele davon sammeln. Aber es dauert nicht mehr lange! Soll ich dir meine Sammlung zeigen?“

„In einem Gebüsch, nicht weit vom Strand, hatte sie Tausende von Muscheln liegen. Morgen möchte sie mit mir Muscheln sammeln. Darf ich?“
„Hmm…Ich weiß nicht recht. Hast du sie gefragt, warum sie davonfliegen will.“
„Ja! Erst hat sie mir Muscheln zum hören gegeben. Für mich klangen alle nach Meer. Dann hat sie erzählt, dass sie vor ihren dunklen Träumen davonfliegen möchte. Hinterm Horizont gebe es das Land der blauen Schmetterlinge…Dorthin wolle sie fliegen. Ich habe natürlich so getan, als könnte ich den Unterschied zwischen den Muscheln hören. Wir haben uns darauf geeinigt, dass sie die Schmetterlings-
flügelschlagmuscheln aufhebt und ich sie noch einmal kontrolliere.“
„Das hast du gut gemacht. Bringst du mir bitte eine der Muscheln mit. Einfach nur so….“

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flammarion
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hm,

eine hinreißende geschichte. aber wenn sie so fertig sein soll, wie sie da steht, würde ich die beiden letzten sätze entweder weglassen oder gaaanz anders formulieren.
ganz lieb grĂĽĂźt
__________________
Old Icke

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Otto Lenk
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Danke flammarion,
werde das Ende noch einmal ĂĽberdenken......

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