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Leselupe.de > Kurzprosa
Schnee
Eingestellt am 03. 02. 2006 15:59


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Morris
Festzeitungsschreiber
Registriert: Aug 2005

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Schnee

Einmal im Jahr fĂ€llt Schnee auf die Erde. Nur einmal im Jahr bedeckt der weiße Schnee die Wege und Straßen. Man kann eine Straße ein ganzes Jahr ĂŒber betreten, den Schnee, der die Straße bedeckt, kann man nur einmal im Jahr betreten. So will ich ĂŒber den Schnee gehen, der noch am Rande der Straße liegt und nicht ĂŒber den frei gerĂ€umten Streifen; das kann ich ja ein ganzes Jahr hindurch. Ich gehe ĂŒber den Schnee, der jetzt nur einmal im Jahr zum Betreten bereitliegt.
Ich erweise dem Schnee eine Ehre, indem ich ĂŒber ihn schreite; ich biete ihm die Aufmerksamkeit, wegen welcher er gefallen war. Der Straße mit ihrem schwarzen, deprimierenden Blick, will ich jede Beachtung verweigern. Unstrittig ist es, dass die Straße, die da zwischen den RasenflĂ€chen liegt, aus nichts weiter gemacht ist als aus Dreck. Es ist jener Dreck, den man, in der Wohnung gefunden, sofort beseitigen wĂŒrde; aber draußen zwischen den GĂ€rten und Beeten lĂ€sst man ihn ruhig stehen um darauf zu gehen. Es ist ein sehr eigenartiger Dreck, aber es ist Dreck. Und einmal in Jahr fĂ€llt der weiße Schnee drĂŒber um ihn zu verdecken. Einmal im Jahr ist die Möglichkeit, den Dreck nicht zu beachten; da rĂ€umen die ebenfalls eigenartigen Menschen Streifen in den weißen Schnee, als fĂŒhlten sie eine innere Zusammengehörigkeit mit dem Dreck der Straßen. Sie sehen tatsĂ€chlich die schwarze Straße lieber, als den Schnee, der sie fĂŒr einen kurzen Moment im Jahr bedeckt.
Der Schnee ist geradezu göttlich; er fĂ€llt vom Himmel; er verdeckt das Schwarze; er lenkt ab vom Üblichen, und fĂŒhrt zu Seltenem, zu Unerwartetem und Weißem. In einem Moment im Jahr versucht Gott uns des deprimierenden Anblicks der Straße zu erlösen. Aber die Menschen streuen Salz drauf und gehen mit Schaufeln umher, wie Friedhofspersonal. Gott lĂ€sst seinen weißen Schnee rieseln und die Menschen tun ihn sofort auf die Seite, anstatt ĂŒber ihn drĂŒber zu schreiten, die FĂŒĂŸe darin einzutauchen und Spuren darin zu setzen. Der Schnee möchte so viel fĂŒr die Menschen tun, aber die menschliche Natur ist eben eine, die Schaufeln und PflĂŒge erfindet um sich gegen Gottes GĂŒte zu verteidigen.
Warum fĂ€llt der Schnee auf die Erde? Ist es reiner meteorologischer Zufall? Ist es, weil Winter ist? Nein, es ist, weil einmal im Jahr der Himmel zur Erde sinkt. Einmal im Jahr macht Gott, dass die Straße, die nach des Menschen Vorbild schwarz ist und hart, zu dem Vorbild des Himmelreiches wird, das weiß ist und weich. So viel könnten die Menschen daraus lernen, doch eh auch nur ein himmlischer Gedanke den Menschen einnimmt, treibt ihm seine eigenartige Natur die Schaufel in die Hand. So zieht er los und salzt den Dreck, als sollte nichts mehr darauf gedeihen; aber mal ehrlich, es wird nie mehr was darauf gedeihen. Andersrum, was gedeiht denn schon auf Schnee? Wieso soll Schnee besser sein als gesalzener Dreck? Das ist eine sehr menschenartige Frage. Und man erkennt schon im Voraus, dass sie keinen Raum fĂŒr Schönheit lĂ€sst. Dabei ist es die Schönheit, die der Schnee an sich hat (einmal im Jahr). Die Straße hat keine Schönheit (ein ganzes Jahr). Die Straße inspiriert nur selten einen Gedanken; die meiste Zeit wird sie ja nur ĂŒberquert, befahren und manchmal aufgerissen. (Einmal im Jahr findet man sie sogar gesalzen.) Dagegen bringt der Schnee einmal die Schönheit der VerĂ€nderung in die schwarze harte Welt. Er macht sie weiß und weich und lĂ€sst an Schönheit denken, an Schönheit, die vom Himmel gefallen ist, fĂŒr eine kurze Zeit.
Ist es nicht der Schnee, der uns das Bild der Hölle vor Augen fĂŒhrt? Erkennen wir denn nicht, dass der Schnee, der vom Himmel fĂ€llt, zu dem, was wir von der Hölle wissen im genauen Gegenteil steht? Die Hölle, jener Ort, wo Feuer und Flamme ĂŒber Reuelose, SchĂ€nder und Mörder geblasen wird um sie zu foltern. Der Ort, an dem Hitze alles vernichtet, was an Schnee nur im Geringsten erinnern könnte. Der Himmel muss ein Ort sein, der ĂŒberall von Schnee bedeckt ist.
Nur wenn wir an Schnee denken, können wir uns etwas so schönes vorstellen, wie ein blasses, in MĂ€ntel und Schals eingesponnenes MĂ€dchen. Ihre hochgezogenen, winzigen Schultern schĂŒtteln sich ab und zu und ihre Ellbögen sind gebogen in ihre schlanken, zitternden HandflĂ€chen gelegt. Der Anblick ihrer langen, dĂŒnnen Finger ist so kalt, dass einem eine Hitze im Herzen aufsteigt und man möchte ihre fröstelnden, zarten HĂ€nde am liebsten in diese Glut halten um sie zu wĂ€rmen. Ganz leise hĂ€ngt ein kleiner, durchsichtiger Tropfen an der Spitze ihrer geröteten Nase; er schaukelt wie sich ihr neugieriger Kopf bewegt und fĂ€llt wie ein Schauer ihren zierlichen Körper durchfĂ€hrt. Das LĂ€cheln das sie blumenhaft in ihrem Gesicht aufgehen lĂ€sst, lĂ€sst einen Einblick in ihr Inneres gewĂ€hren. Es ist scheu aber durchaus ernst, als könnte sie nichts dafĂŒr, dass es sich in ihrem Gesicht zeigt. Deshalb senkt sie die Augen, löst eine Hand vom Ellbogen und lĂ€sst sie zittrig durch das Haar wandern, das sich an der Seite ihres sanften, elfenbeinfarbenen Gesichts, wie ein schöner Schmuck vom Wind verstreuen ließ. Und im selben Augenblick merkt sie auf, dass dieses Spiel ein noch scheueres und ernsteres ist und kehrt verlegen zum LĂ€cheln zurĂŒck.
Wie ließe sich nur eine solche Begebenheit an einem schwĂŒlen, trĂ€gen Sommertag vorstellen, dessen Hitze uns nur daran erinnert, wie die Flammen der Hölle ĂŒber unsere Reuelosigkeit und unsre Verbrechen gejagt wird? Mit schweren Köpfen hĂ€ngen wir in flimmernden Straßencafes und das Schwarz der Straßen prasselt uns mit SonnenbrandgefĂŒhl unsere nackten Beine voll. Das Einzige, das wir sehen ist, wie ein schwitzender, unnahbar heißer MĂ€dchenkörper in einem gepolsterten Stuhl zusammenbricht vor Hitze. In den kleinen Falten auf ihrem hĂŒbschen Hals hat sich in einer Stunde mehr Schweiß und Dreck eingesammelt als normalerweise an einem ganzen Tag. Überall lieg der Gastank der Verwesung in der Luft und sogar die Blumen beugen ihre Köpfe nieder, um nicht die vorwurfsvollen Blicke der eigenartigen Menschen zu sehen, die in ihrer aufgesetzten Zufriedenheit EistĂŒten in sich hineinstecken, um zu vertuschen, dass sie die eingekehrte Hölle etwa scheußlich finden. Der Sommer ist doch die Jahreszeit, in der die Hölle auf die Erde kommt, wie das der Himmel im Winter tut. Im Sommer, in der Hitze, die keinen Schnee erlaubt, sind die Straßen immer frei sichtbar, nur in der Zeit, wo kein Schnee möglich ist, sind alle Scheußlichkeiten der Hölle auf der Erde zu sehen. Wenn Schnee fĂ€llt, kommt Himmel und Göttlichkeit ĂŒber das Land und besonders ĂŒber die Menschen. Nur wenn einmal im Jahr der Schnee gefallen ist, mĂŒssen wir uns die Schönheit einer MĂ€dchengestalt selbst ausdenken, ohne Schnee wird sie uns geradezu aufgezwungen. Ohne Schnee gibt es ĂŒberall hervorquellende BrĂŒste, Schwarten und Wampen. Es gibt freie Schenkel, freie Schultern, freie BĂ€uche. Die innere Hitze ist außen und brennt, so dass man nicht nĂ€her kommen möchte. Man brennt schon von frĂŒh bis spĂ€t und auch in der Nacht. Im Winter braucht man zum Brennen ein wenig mehr, deshalb ist es ein schwierigerer Akt, im Winter zu brennen. Dass jener Akt zwangslĂ€ufig der reizvollere ist, lĂ€sst sich nicht bestreiten. Deshalb kehren wir wieder zurĂŒck zum winterlichen MĂ€dchen, das jenes ist, welches uns der Schnee gegeben und uns eine Phantasie geweckt hatte.
In ihrem LĂ€cheln hatten wir uns zuletzt verloren, das sie nicht halten konnte. Sie zieht die kalte Luft tief in ihren Körper ein, um ihre eigene Hitze zu kĂŒhlen, die nach ihrem LĂ€cheln in ihr plötzlich rasend gewachsen war. Sie beugt ihren kopf zur Seite und trĂ€umt wie ein Engel auf einem GemĂ€lde. Dann dreht sie sich langsam um, weil sie gemerkt hat, dass sie nicht mehr zittert, sondern vielmehr bebt.
Ihre warme Gestalt Àhnelt einem Streichholz; ein wenig innerer NÀhe und sie ginge in Flammen auf, dichten wir uns ein.
Nur ein Schritt nÀher und sie könnte wie ein Feuerwerk aufgehen.
Sie wĂŒrde daliegen und der Schnee wurde um ihren bebenden Körper herum schmelzen.
Nur auf diese Weise sollte Schnee geschmolzen werden.

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jon
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Das Werk missfÀllt mir.
GrĂŒndlich.
Nicht wegen der nicht Stolperstellen im Stil (wie die „gebogenden Ellenbogen“ oder das "in MĂ€ntel {nicht etwa "in einen Mantel"!} eingesponnene MĂ€dchen) oder im Bereich der Semantik (wie „den Dreck stehen lassen" oder "einen Gedanken inspirieren") – da hab ich viel öfter Schlimmeres gelesen, sogar viel öfter viel Schlimmeres. Deshalb gebe ich auch keine Wertung ab – "ausgemachter Schmus und Schmonsens" hat ja nur peripher mit "Handwerk" (, das wohl durchaus eine 5 oder 6 verdient,) zu tun.
Zum Handwerk könnte ich eventuell noch anmerken, dass die wenig abwechslungsreiche Zurordnung der Begriffe und die Wiederholung stĂ€ndig gleicher Bilder (Schnee = Himmel, Straße = Dreck, Sommer = Hölle; Schnee = weich, weiß, bedeckt die Straße/den Dreck) ermĂŒdend ist und den Eindruck, eine Predigt vor sich zu haben, krĂ€ftig unterstĂŒtzt.
Das ist – fĂŒr meinen Geschmack – nicht erbaulich oder stimmungsvoll, das treibt mir den „was fĂŒr ein bemĂŒhter, engstirniger, verklemmt-scheinheiliger hyper- und zugleich scheinreligiöser Dummfug!"-Ärger (, der vor allem auch auf dem unten Genannten fußt) ungebremst ins Hirn. Ich weiß, das ist hart formuliert und wird möglicherweise deiner Intension nicht gerecht – aber das trifft genau das, was sich in mir beim Lesen abspielte. Trotz meiner eigenen Abneigung gegen Sommerhitze, wohlgemerkt!


Ich will sagen, warum ich das Werk allerallerhöchstens als Mittelmaß empfinde: Im BemĂŒhen, möglichst "stimmungsvoll" zu schreiben, passiert eine Menge Unsinn in dem Text.
Zum Beipiel die wiederholte Behauptung, es schneie nur einmal im Jahr. (Von „Schnee hat nichts mit meteorologischen PhĂ€nomenen zu tun" oder "der Schnee möchte was fĂŒr die Menschen tun" mal ganz zu schweigen.)
Zum Beipiel die undurchdachte Forderung, die Menschen mögen im Schnee gehen. Gut, tun wir's also mal! Und nun stell dir deinen "himmlisch weißen, weichen Schnee" nach der Rush-Hour vor! Das sieht auch der Schnee nur noch wie Dreck aus – und zwar wirklich nur noch wie Dreck.
Zum Beispiel die (wiederholte) Behauptung, Straßen bestĂŒnden aus Dreck.
Zum Beispiel die "tiefschĂŒrfende" Erkenntnis, es sei irgendwie verwerflich, Schnee zu rĂ€umen – pfeif auf Sicherheit, PĂŒnktlichkeit und funktionierende Infrastruktur (, z.B. Energie, Abfallenstorgung, Belieferung der GeschĂ€fte etc. pp)!
Zum Beispiel die Behauptung, im Sommer sei alle Zufriedenheit der Menschen nur aufgesetzt, „nackte" Körper verdĂ€chtig nah am Höllentreiben und "Brennen im Winter der zweifellos reizvollere Akt". Abgesehen davon, dass ich durchaus zweifle, es ergo nicht zweifel-los ist: Was bitte ist an einer frierenden Teen-Age-Nutte im Schwindsucht-Look und Rotz an der Nase (Sorry! So hört sich fĂŒr mich die Passage ĂŒber das "MĂ€dchen im Schnee" an) „himmlisch"???


Um dieses Argument von vornherein auszurĂ€umen: Ich LIEBE den Winter und Schnee finde ich schön (, nur nicht auf der Straße, wenn ich fahren muss, denn meine körperliche Unversehrtheit liebe ich dann doch noch etwas mehr). Ich mag Sommer auch nicht und sonne-schwitzende Leiber wecken auch in mir weder Lust noch andere HochgefĂŒhle. Aber dieser Text ist – Sorry! – eher geeignet, zukĂŒnftig bei mir Grusel-GefĂŒhle mit "weißem Schnee" zu verbinden.
__________________
Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalÀsst (Klaus Klages)

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Morris
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Hallo jon,

verzeihen Sie mir bitte, dass ich erst jetzt antworte, aber ein Internetbesuch ist fĂŒr mich an viele Neurosen gebunden, so dass ich nur zu einem bestimmten Zeitpunkt ins Internet gehen kann.
Es ist nicht zu bezweifeln, dass das, was ich da geschrieben hatte, der reinste MĂŒll ist. Und es tut mir sehr Leid, Ihrem brillianten Intellekt eine solche Beleidigung aufgezwungen zu haben. Sie haben natĂŒrlich Recht, wenn Sie meine Fehler so deutlich aufzeigen, aber wenn ich ehrlich sein soll, muss ich gestehen, dass ich den Scheiß, den ich so veröffentliche, niemals ein zweites Mal durchsehe (das ist auch auf einige Neurosen zurĂŒckzufĂŒhren). Ich wollte in Ihnen also diese Empörung nicht mit irgendeiner Absicht hochkommen lassen; wissen Sie, ich bin ein Niemand, das hier ist eher Spaß und exhibitionistisches VergnĂŒgen fĂŒr mich (ich befĂŒrchte allerdings, dass, wenn ich es jedesmal zugĂ€be, mir die Mitgliedschaft irgendwann verwĂ€hrt wĂŒrde, ich habe nur einen flĂŒchtigen Blick ĂŒber diesen endlosen Netiquette Aufsatz gamacht, ich stehe da auf sehr dĂŒnnem Eis, muss ich zugeben, aber zum GlĂŒck entwickelte sich da keine Neurose bei mir). Desweiteren verstehe ich nichts von den fachlichen Normen und AusdrĂŒcken, die man als jemand mit Ihrem Profil besitzt und zum Schreiben beachtet und verwendet. Mein kĂŒmmerliches StĂŒckchen Verstand kommt Ihrem Geiste mit Seiner Lebenserfahrung mit Sicherheit nicht nahe, in diesem Zusammenhang ist Ihr Interesse und Ihre Meinung durchaus sehr lehrreich fĂŒr mich, wofĂŒr ich mich gleich bedanken möchte. Danke. NatĂŒrlich bedeutet es nicht so viel fĂŒr mich, dass ich irgendwas an dem Schund zu Ă€ndern bereit wĂ€re. Glauben Sie mir bitte, ich habe keine Ahnung vom Schreiben, dafĂŒr (oder deswegen) um so mehr davon Entsetzen auszulösen, das ich selbst nicht wollte. Ich fĂŒhle mich auch wirklich schon ziemlich klein und dumm, dass ich Ihnen keine angemessenere Antwort bieten kann und ich höre auch gleich auf. Aber noch will ich behaupten, dass in meinem katastrophalen Dingsbums nichts positiv gemeint ist, weder der Schnee, noch der Sommer, noch der Himmel mit seinen Herrlichkeiten oder gar die Teen-Age-Nutte im Schwindsucht-Look, denn es ist doch trotz allem eine Tatsache, dass der Schnee irgendwann taut und was er hinterlĂ€sst, ist ebenfalls nicht positiv. Was mir also bleibt ist, sich das Positive am Schnee, am Dreck, an Sommerhitze, am Himmelreich und an all den schwindsĂŒchtigen Teenie-Nutten selbst einzubilden. Ich weiß, es ist garade das, dass ich es nicht gaschafft habe den weiterfĂŒhrenden Gedanken anzubringen, welcher gerade ins Bewusstsein rufen wĂŒrde, dass der Schnee, eine so schwindsĂŒchtige Sache, eben den Dreck der Straße nicht mit Ehrlichkeit abdeckt, sondern, wie Sie sagten, nur noch mehr Dreck schafft, wenn man darĂŒber lĂ€uft (von den Alltagsgefahren ganz zu schweigen), was ihnen an dem Mist so sehr missfĂ€llt und meine UnfĂ€higkeit zum Vorschein bringt und ich bitte Sie wieder vielmals um Verzeihung dafĂŒr, dass Sie sich so entsetzen mussten, wo doch alles eigentlich ohne Bedeutung und wertloser, neurosenfreier Nachmittagsabfall ist.

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jon
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Entschuldigen Sie bitte, dass Ihr Text bei mir etwas auslöste. Entschuldigen Sie bitte, dass dies keine Euphorie war. Und entschuldige Sie bitte, dass ich durch Kundgabe dieser EindrĂŒcke inkl. ErklĂ€rungsversuch, woran es wohl gelegen haben mag, MinderwertigkeitsgefĂŒhle bei Ihnen auslöste – nichts liegt mir ferner als das. Verzeihen Sie, dass ich annahm, Sie hĂ€tten Interesse an Leserreaktionen. Zu meiner Verteidigung kann ich nur anfĂŒhren, dass ich mich nicht einem Selbsthilfeforum, das kreativen Eruptionen als Entspannungstherapie zur Neurosen-Linderung Raum bietet, wĂ€hnte. Ich werde Sie kĂŒnftig unbehelligt eruptieren (gibt's das Wort? Wenn nicht, ist es hiermit erfunden) lassen 

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Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalÀsst (Klaus Klages)

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