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Leselupe.de > Ungereimtes
Schneeschmelze
Eingestellt am 18. 01. 2011 15:07


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wirena
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Schneeschmelze

Lautlos schmolz er dahin
entzaubert die Welt

das Ende vor Augen
erkennt sich der Leib

hoffnungslos
verzaubert

__________________
Das Innere oder Innerliche ist um so wirklicher, als ich es mir immer wieder erobern muss.
"Was ich selbst erlebt habe, ist nur dann wahr, wenn es als verwandelter Vorgang wiederkehrt. Hans Bender, geb. 01.07.1919

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Pelikan
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo, Wirena,
ich lese Dein Gedicht schon zigmal und versuche
die beiden Endzeilen zu verstehen.
Ohne diese beiden könnte ich es besser begreifen
und zwar, dass alles auf Erden fauler Zauber ist
und im baldigen Vergehen begriffen,daher würde es mir
folgend genügen:


Schnee

Lautlos schmolz er dahin
entzauberte die Welt

das Ende vor Augen
erkannte der Leib
sich


aber vielleicht begreife ich nur nichts
was ja nicht ausgeschlossen sein muss


mit herzlichen Grüßen, Pelikan

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Franke
Routinierter Autor
Registriert: Mar 2009

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Hallo Wirena,

gerade dieses Geheimnisvolle in deinem Gedicht spricht mich an.
Denn wieso soll in einem Ende, einer Hoffnungslosigkeit nicht auch ein Zauber liegen.
Das ist ein interessanter Gedanke und wir Lyriker dürfen ihn in einem Gedicht aussprechen.

Liebe Grüße
Manfred
__________________
Das Leben ist eine Krankheit der Materie (Thomas Mann)

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Heidrun D.
Guest
Registriert: Not Yet

Liebe wirena,

ich bin auch ganz von den Socken. Nach meinem "Es wird schon" wird tatsächlich Lyrik, obwohl ich mich natürlich nicht mit dem lieben Gott verwechsle ...

Manchmal bedarf es tatsächlich nur der Ermunterung und alle Quellen fließen.

Um noch eins druff zu setzen, könntest du lediglich einen Vers einsparen, den vorletzten. Und vielleicht den Präsens für das Gesamtgedicht wählen:

quote:
Schneeschmelze

Lautlos schmilzt er dahin
entzaubert die Welt

das Ende vor Augen
erkennt sich der Leib

verzaubert

so hättest du einen schönen Bogen gespannt: Schneeschmelze - verzaubert.

Jedenfalls sehr fein, Wirena, (8).


Heidrun



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wirena
Autorenanwärter
Registriert: Sep 2009

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Hallo Pelikan, Manfred und Heidrun, Walther


Herzlichen Dank für das Lesen, sich damit befassen, die ermunternden Rückmeldungen und nicht zuletzt auch für die erfreulichen Bewertungen.

Pelikan: Deine Variante war mein Ursprung:

Lautlos schmolz er dahin
entzaubert das Ende vor Augen
erkennt sich der Leib


Mit der veröffentlichten Variante ging ich mutig noch einen Schritt weiter.

Heidrun: danke für die Anregung, doch nein :-) ich möchte auf das „hoffnungslos“ nicht verzichten, damit verlöre ich die dritte Bedeutung, das was auch noch zwischen den Zeilen liegt


Gerne versuche ich mein Erleben verständlich zu machen - möchte allerdings niemandem seinen ganz persönlichen Zauber nehmen - hoffe, dass mir dies gelingt:

hoffnungslos
verzaubert

hat hier drei Bedeutungen:
reiner Matrialismus/der Leib ist hoffnungslos – er nimmt sein Ende im Spiegelbild des Schnees wahr, der geschmolzen und nicht mehr vor seinen Augen ist.
Dualität/der Leib ist verzaubert – erkennt den Zauber in sich.
Mystik/das individuelle Erleben zwischen den Zeilen: z.B. aufleuchtendes Gefühl „hoffnungslos verzaubert“ wie Verliebte dies sind, oder auch Manfreds Erleben "der Zauber im Ende"


Und nun, hoffnungsvoll verzaubert wie ich durch Eure Feedbacks bin, bedanke ich mich herzlich und hoffe auf neues fruchtbares Fliessen aus der noch sprachlosen Quelle


Lg wirena

__________________
Das Innere oder Innerliche ist um so wirklicher, als ich es mir immer wieder erobern muss.
"Was ich selbst erlebt habe, ist nur dann wahr, wenn es als verwandelter Vorgang wiederkehrt. Hans Bender, geb. 01.07.1919

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