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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Schneeweißchen und Rosenrot
Eingestellt am 16. 05. 2002 13:59


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Morrigan
Festzeitungsschreiber
Registriert: Apr 2002

Werke: 22
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Schneeweißchen und Rosenrot

„Guten Morgen! Hast du gut geschlafen?“
Eine weiche Hand schob sich unter ihren Nacken und sie lächelte verträumt.
„Mm wie könnte ich neben einer solchen Göttin wohl schlecht schlafen? Das wäre doch Blasphemie, denkst du nicht auch?“
Ihre Freundin reckte sich genüßlich und lachte befreit auf.
„Oh welch Kompliment am frühen Morgen! Darf ich es Euch wiedersagen, edle Nymphe?“
„Hm mir würde es im Moment schon helfen, wenn du mir sagen könntest, wo ich meinen BH hingeschmissen habe.“
„Vielleicht in der Glut der Ekstase aus dem Fenster? Komm, ich leihe dir einen von meinen.“
„Haha da passe ich zweimal rein! Außerdem trage ich keine rote Unterwäsche!“
Ihr Gegenüber beugte sich lachend zurück und zog ein schlichtes weißes Wäschestück unter dem Bett hervor.
„Ach sieh mal, das Weiß der Unschuld! Du kleine Pietistin! Da fang!“
Mit einem erschreckten Quietschen reckte sie sich nach der vorüberfliegenden Unterwäsche und konnte gerade noch verhindern, das sie aus dem Bett kugelte.
„Du solltest dich etwas mit dem Anziehen beeilen. Die erste Vorlesung ist um elf und wir müssen vorher noch was fürs Mittagessen einkaufen.“
Mit zerzauster Mähne und erstauntem Blick tauchte sie wieder aus den Decken auf, unter denen sie ihre Kleider vermutete.
„Ich dachte wir sind heute bei deinen Eltern zum Essen eingeladen?“
Das Gesicht ihrer Freundin war ein zerknirschtes Bild der Scham.
„Ach weißt du, ich habe gesagt wir kommen doch nicht.“
Sie stemmte energisch die Hände in die Hüften und ihr Blick wurde streng.
„Und warum nicht?“
Hilfloses Schulterzucken.
„Du weißt wie es ist! Ich wollte uns das ersparen! Immer diese Vorträge, ‘Wie wollt ihr jemals Kinder haben?’, ‘Habt ihr schon über eine Altersvorsorge nachgedacht?’, ‘Wie wollt ihr eure Geldangelegenheiten regeln? Wenn nun einer von euch was zustößt!“
Ihre Arme fielen herab und sie resignierte.
„Aber du kannst deinen Eltern nicht ewig aus dem Weg gehen, deswegen.“
Ein entschuldigendes Lächeln.
„Es ist ja nicht für immer. Nur für heute.“
Sie schüttelte stumm den Kopf. Dann straffte sie die Schultern und versuchte ihrer Stimme einen überzeugenden Klang zu geben.
„Außerdem haben sie recht! Ich finde es ist höchste Zeit, das wir über diese Dinge nachdenken. Wir sollten mal bei einem Anwalt einen Termin machen . . . und am besten noch bei deiner Bank.“
Ihre Freundin wich ihrem Blick aus.
„Muß das wirklich sein? Du weißt doch, diese ganzen Leute . . .?“
„Schämst du dich für mich?“
„Nein, das weißt du doch, aber . . .“
„Na also. Ich mache heute die Termine. Nun komm schon sein kein Frosch, man wird uns schon nicht gleich fressen!“
Zaghaftes Lächeln.
„Und was ist nun mit den Enkeln, die meine Mutter sich wünscht?“
„Hey es gibt doch auch Patrick Lindner. Und wenn es gar nicht anders geht, dann heirate ich dich eben!“
Sie duckte sich schnell, als ein Kissengeschoß über ihrem Kopf gegen die Wand flog.

__________________
Semper eadem - Anne Boleyn

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Sanne Benz
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Morrigan,
eine nett geschriebene Episode..
aus dem Leben der beiden..
Eigentlich wie überall..nur,das ich meinem Partner nicht den BH leihen würde..
(er ist einfach zu stark gebaut*g*)
Gefällt mir
lG
Sanne

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Morrigan
Festzeitungsschreiber
Registriert: Apr 2002

Werke: 22
Kommentare: 46
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HI Sanne!

Danke danke!
Ja das kann ich verstehen, Männer verlieren in den BHs ihrer Partnerinnen oft ihre Würde ;-)

Ach übrigens, deine email Adresse nimmt mein Yahoo nicht :-(
Falls du dich gewundert hast, wo meine Antwort bleibt. Hast du vielleicht noch ne andere Adresse?

Liebe Grüße Ela
__________________
Semper eadem - Anne Boleyn

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Sanne Benz
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Morrigan,
habe Dir dazu eine Mail gesendet..
ansonsten: ja,falls sie das nicht schon vorher taten..hihi..gibt ja welche,denen brauchst nur ne Flasche hinstellen..
lG
Sanne

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