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Leselupe.de > Humor und Satire
Schneewittchen
Eingestellt am 12. 07. 2001 14:41


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Fahnert
BlĂŒmchendichter
Registriert: Feb 2001

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Schneewittchen und die sieben Zwerge

Warum hat der Förster Schneewittchen nicht ermordet ?

Diese Frage beschĂ€ftigt mich bereits seit der Kindheit. Nun habe ich mich wohl kaum meiner finsteren Ambitionen zu rechtfertigen, als viel mehr der Frage nach den BeweggrĂŒnden dieses tapferen Mannes, der im AngestelltenverhĂ€ltnis der bösen Schwiegermutter stand und dafĂŒr seine Salair bezog, die zu damaligen Zeiten noch nicht auf Karte gingen.

BeilĂ€ufig wird bemerkt, daß hier Leidenschaft im Spiel sei, schließlich handelt es sich beim Schneewittchen, deren voller Name nichtmal bekannt ist, um eine junge Frau, die diesen, bezauberte, was in MĂ€rchen ja nichts besonderes ist. Bedauerlicherweise hatte er schlechte Karten, schließlich war er Angestellter und Schneewittchen stammte aus gutbĂŒrgerlichem Hause. Das machte eine heimliche Liebschaft nahezu unmöglich. Dessen bewußt schloß er, der Förster, einen Kompromiss und hĂ€ndigte der Arbeitgeberin eine Schweineleber aus, wohlwissend, daß diese anatomisch kaum ĂŒber Kenntnisse verfĂŒgte; zudem sollen ja die Innereien der Sau denen des Menschen tĂ€uschend Ă€hnlich sein.

Soweit so gut. Die Schwiegermutter, selbstgerecht und narzißtisch, ertrĂ€gt es kaum, daß irgendein Spiegel zum besten gibt, es gĂ€be eine ihr in der Äußerlichkeit ĂŒberlegene Person, dĂŒrfte sich wohl kaum mit den herkömmlichen Gepflogenheiten der Natur auseinandergesetzt haben. Sie entbrennt vor Wut und veranlaßt einen Mord, der durch den stillen Liebhaber vereitelt wird. Was fĂŒr ein GlĂŒck fĂŒr das naive Schneewittchen ! Sie ist doch die, die fĂŒr alles nichts kann, wird Opfer einer Intrige, welche dann doch noch gut ausgeht und zum Schluß auch noch Queen an der Seite eines paiettieren Prinzen.

Stellen Sie sich vor, wie das ganze weitergeht. Schneewittchen, das naive Kind, das in dreifacher Weise auf die fiesen PlĂ€ne der bösen Schwiegermutter hereingefallen ist, sich mit einem Kamm und einem Apfel vergiften lĂ€ĂŸt und dann auch noch bald erstickt wird höchste Staatsangestellte ! Ausschließlich allerlei seltsamer ZufĂ€lle sei Dank hat diese ĂŒberlebt und begibt sich erneut in die HĂ€nde eines Liebhabers, der glĂŒcklicherweise nicht nur jung, sondern auch noch reich ist ...

In solchen FĂ€llen wĂ€re es sicher besser gewesen, der Förster hĂ€tte seine Skrupel nicht zu Hause gelassen, von der Schußwaffe Gebrauch gemacht, Schneewittchens Leber sĂ€uberlich entfernt, deren Leiche den Tieren des Waldes ĂŒberlassen und die Klamotten auf dem Jahrmarkt fĂŒr ein paar Kreuzer verĂ€ußert, damit er sich eine Dirne beschaffte und seinen Spaß gehabt hĂ€tte.

Da der Ausgang des MĂ€rchens bekannt ist, kommen wir nicht umhin, diesen zu akzeptieren und mit dem Kopf zu schĂŒtteln ...

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flammarion
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Jan 2001

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jaja,

zwischen lachen und entsetzen spielt sich das normale leben ab . . . gut geschrieben! lg
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Old Icke

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