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Leselupe.de > Gereimtes
Schniedelspielers schlimmstes Abenteueuer I
Eingestellt am 12. 03. 2011 23:45


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Talarmar
Festzeitungsschreiber
Registriert: Apr 2003

Werke: 88
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Schniedelspielers grösstes Abenteuer I

Die Ernte

Schniedelspieler ist am Ende,
kommt gar nichts mehr zum Guten?
Was hat er noch zu besehen,
außer einem Schrebergarten.
BiogemĂŒse selbst gezĂŒchtet,
Ja, sagt er sich, das wÀre was.
Alle können es wachsen sehen,
jetzt muss was getan werden.

Ich will es mal allen zeigen.
Er studiert die Kleinanoncen,
in der Zeitung, viele Stunden.
endlich hat er was entdeckt.
Kauft sich viele TĂŒten Samen.
Von GemĂŒse, ihm ganz unbekannt.
Sind ihm noch nie untergekommen,
doch der HÀndler schwört darauf.

Er grÀbt um und rackert, rackert,
unzÀhlige Meter umgegraben.
Viele Stunden Schweiß und Schuften,
gesÀt, gepflanzt und viel gegossen.
Ab und an beim Saat bewÀssern,
sieht er auch schon etwas sprießen.
Leute die des Weges kommen,
bleiben oft bewundernd stehen.

Eines Tages wollt er Ernten,
im Garten tat er sich nett bĂŒcken,
doch das, was er da noch fand,
machte ihn gÀnzlich irre.
Kein Salat, kein GemĂŒse,
wo war nur die ganze Saat,
die er gesĂ€t hat im FrĂŒhjahr?
Jetzt hier in dem Sommer spÀt,

schaut er in die Quer und Kreuz,
sein GemĂŒse gab's nicht mehr.
Unumwunden von heut auf morgen,
war die Ernte glatt verschwunden.
Hie und da nur noch ein Strunk.
Er fragte sich wie das geschah.
Kaum noch BlÀtter an Baum und Strauch.
WĂŒhlmĂ€use machten sich hier satt.

Die bösen Diebe mussten's sein!
Sonst wĂŒsste er keinen TĂ€ter.
Die Analyse fiel nicht schwer.
Ringsumher sah er ErdhÀufchen.
Wie einst Busch bei Witwe Bollte,
zwei Schlingel wollten HĂŒhner klauen,
suchte er sich einen langen Strick,
nicht zu dick, doch schön geschmeidig.

Dicke Maden an den Enden,
die seinem Salat nur schaden.
Auch zwei WĂŒrmer dick und fett
und sehr nett drapiert er es.
Legte alles aus in seinem Garten
und wollte warten auf die TĂ€ter.
Auf der Lauer lag er sehr lange.
den halben Tag, bis in die Nacht.

Das ihn bald Hunger plagte
und er sagte es jedem gerne,
der hier dieses Weges ging.
Er fing nicht einen einzigen TĂ€ter.
Auch keiner der sich interessierte,
und er brĂŒskierte sich schon bald.
Er ertrÀgt sie nicht mehr lÀnger,
der MĂŒĂŸiggĂ€nger Ignoranz.

Die hochnÀsig vorbei spazieren,
er zeigt ihnen seinen blanken Arsch.
Das machte er nur zwei Minuten,
da rauscht die Polente schon heran.
Er jammerte laut: „Du meine Kacke!“
Zwangsjacke zieht man ihm gleich an,
obwohl er gar nicht renitent.
Die trug er aber gar nicht lange,

nur bis er in der Anstalt war.
Dort erklÀrt man ihm sogleich,
Entweder Gummizelle oder Geld,
sonst wÀre er weg vom Fenster.
„Dann schließt fĂŒr immer sich das Tor.“
ErklÀrt ihm der Professor sachlich.
Da er ganz ohne Anverwandte,
nicht Tante, Onkel, oder Neffen,

vermisst wĂŒrde er von niemandem.
Da sei er krÀftig angepisst.
Er habe gar keine andere Wahl,
hier bleiben hier oder berappen.
Doch fĂŒr einige tausend Euro,
nicht zu wenig wie man meine,
sehe er ja wieder die Außenwelt.
Wenn alles auf dem Konto wÀre.

Könnt er aber nicht bezahlen,
keine Panik, wird schon klappen,
gĂ€be es fĂŒr ihn als Alternative,
eben nur noch einen festen Strick.
Der Pfleger Heinz der ist so nett
und bringt ihn gleich vorbei.
Rumms das fiel die TĂŒre ins Schloß,
außer einigen Schreien war jetzt Ruh.

Diese kamen fast von ĂŒberall her.
Damit ließ sich nicht bestreiten,
er war in einer brennzlichen Situation.
Höchste Stufe wurde ihm langsam klar.
Die TĂŒr ging auf und Heinz der Pfleger,
ein vierschrötiger Schwarzer aus Kenia,
brachte ihm derweil schön drapiert,
auch schon sein festes Aufgehangenseil.

Er meinte fĂŒr den Zweck wird's reichen.
Sonst könnt man WĂŒhlmaus damit fangen.
Als Köder guten HackfleischbÀllchen,
damit sollt er es mal versuchen.
Hier hab ich noch gute Zigaretten,
Haschisch, Tabletten und Schnaps.
Wie man schon in der Kindheit lernt,
hat im Leben alles seinen Preis.

Er sollte es sich mal ĂŒberlegen,
nur um es hier ertrÀglich zu machen.
Gegen Aufpreis könnte er ihm
auch eine gute Plempe besorgen.
Nicht so kompliziert wie ein Tampen,
damit gibt’s oft ein Missgeschick.
Er kÀme gleich noch mal vorbei,
hÀtte dann die Drogen im Angebot.

Obwohl, er wĂŒrde sich erschiessen.
Wieder fiel die TĂŒr ins Schloss.
Mit den Gedanken jetzt fĂŒr sich.
Das konnte doch alles gar nicht sein.
Ernten wollt er nur sein GemĂŒse,
jetzt ging ihm der Arsch auf Grundeis.
Wahl zwischen Strick und Kugel,
welch fatales Missgeschick.

Er döste vor sich hin, seit Sunden,
im Sinn, hatte er eines nur.
Wie komme ich aus dieser Lage?
Es gab fĂŒr ihn kein anderes Problem.
Die karge Mahlzeit war ohne Geschmack.
Er dÀmmert schon seit vielen Stunden.
Plötzlich wacht er in einem Pflegebett auf.
Alles Weiß bezogen, sauber und adrett.

Ringsum Apparate. Alle piepsten laut.
Lampen, SchlÀuche und Instrument.
GerÀte ticken, brummen und sie Pfeifen,
langsam versteht er gar nichts mehr.
Stechende Schmerzen hat er ohne Ende.
In Armen, Beinen und im Bauchbereich.
Eine Schwester tritt an sein Bett.
Ihr Aussehen ist ihm Scheiß egal.

Was ihm auch total gleichgĂŒltig ist.
Fragt sie: "Was ist jetzt passiert?"
Sie lÀsst ihn ein paar Pillen schlucken.
bestimmt zum stillen der Schmerzen.
„Wo ist Heinz der Krankenpfleger?
Sie wissen doch das ist der Schwarze!“
Sie schaut ihn an und ohne Wort,
dreht sie sich um und rauscht davon.

Als er wieder mal zu sich kommt,
der Herr Professor ihn anlacht.
„Da nichts war mit ihren Pinunsen,
mussten wir es anders holen.
WĂ€hrend sie hier kostenlos logierten,
haben wir sie etwas ausgeschlachtet.
Nieren, Magen, Leber, Galle und Milz
haben wir ihnen inzwischen entfernt.

Auch ihre Beinprothese ist noch topp,
das Gehirn aus ihrem SchÀdel.
Kommt wirklich erst zuallerletzt,
es wird ĂŒberschĂ€tzt von den Meisten.
Machen sie sich mal keine Gedanken,
heute ist ein recht guter Morgen.
Denken sie doch mal einfach positiv,
wie viel Menschen sie da retten.

Mit so einem Arsch wie ihresgleichen,
lÀsst sich immer noch was verdienen.
Ist ihr Gehirn auch großer MĂŒll,
doch dazu bin ich nun mal wie Gott,
um auch daraus noch was zu machen.“
Der Prof. fÀngt böse an zu kichern.
„Es gibt noch viel dĂŒmmere wie sie,
so eine Stufe ĂŒber den Schafen.

Schniedelspieler sie können glauben,
ich schlachte sie ja nur ungern aus.
Auch verstehe ich ja ihre Qualen,
doch was bleibt mir denn ĂŒbrig?
Sie mĂŒssen dafĂŒr VerstĂ€ndnis haben,
die Bullen wollen ihre Knete sehen.“
Der Professor kichert vor sich hin.
„Ja die, die sie hierher gebracht.

Gleich ist’s vorbei mit ihrem Schmerz.
Wir werden noch das Herz entnehmen.
Sie haben ja auch fast kein Blut mehr.
Unsere Ausweidung war wirklich gut.
Gleich Schniedelspieler sind sie schmerzfrei.“
Er ruft: „Alles fertig fĂŒr die OP!“
Der Prof schmunzelt: „Wie gewohnt,
unsere Ernte war ein voller Erfolg.“

©RT
__________________
"Die historische Wahrheit ist ein MÀdchen, das man vergewaltigen kann, Hauptsache man macht ihr schöne Kinder" Alexandre Dumas

Version vom 12. 03. 2011 23:45
Version vom 21. 03. 2011 15:09

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lapismont
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Moin Talarmar,

keine Ahnung, warum Du das im Prosabrett Horror und Psycho gepostet hast.


Insgesamt ist es jedoch kein besonders spannender Text geworden. Zuviele Themen fĂŒr ein Gedicht, meiner Meinung nach. Die Umsetzung ist zudem wenig ĂŒberzeugend.

LĂŒckenfĂŒllerstrophen wie die hier:

quote:
Das ihn bald schon Hunger plagte
und er es jedem gerne sagte.
Der hier dieses Weges ging,
wo er die TĂ€ter doch nicht fing.
Keiner der sich interessierte,
dass er bald sich schon brĂŒskierte.
Er ertrÀgt sie nicht mehr lÀnger,
die Ignoranz der MĂŒĂŸiggĂ€nger.

ermĂŒden.

cu
lap
__________________
Kunst passiert.

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Heidrun D.
Guest
Registriert: Not Yet

Werter Schniedelspieler,

immer dran denken: Zuviel zerreißt den Sack (Herr MĂŒller). Das gilt auch fĂŒr Gedichte.

Da ich aber den Titel so witzig finde, mache ich mich mal an eine radikale KĂŒrzung und metrische GlĂ€ttung, denn es holpert & poltert, dass einem der Schniedel, so man hat, aus den eifernden HĂ€ndchen fallen könnte:

quote:
Die Ernte

Schniedelspieler ist am Ende,
kommt sie doch noch mal die Wende?
Was gibt`s jetzt denn schon zu warten
außer einem Schrebergarten?
BiofrĂŒchte, selbst gezogen,
"Ja", sagt er sich, "ungelogen,
kannst sie selber wachsen sehen,
muss nun endlich mal geschehen!

Ich will’s itzo allen geigen"
(er studiert die Kleinanzeigen)
in der Zeitung viele Stunden.
Endlich hat er was gefunden -
kauft sich viele TĂŒten Samen
von GemĂŒsen, deren Namen
er noch nie zuvor gehört:
Doch der HÀndler darauf schwört.

Er grÀbt um und rackert, rackert
(viele Meter sind beackert),
viele Stunden unverdrossen
SĂ€en, Pflanzen, auch gegossen ...
Ab und an bei seinem Gießen
sieht er strotzend etwas sprießen.

Leute, die des Weges gehen,
bleiben nie bewundernd stehen!
HochgenÀst vorbeispazieren,
will sie mittels Arsch brĂŒskieren!
Macht dies so fĂŒr zwei Minuten
(sah sich schon die Bullen sputen),
jammert laut: „Du meine Kacke!“,
eingekleidet mit der Jacke,
die man anzieht nur zum Zwange.
trug sie aber gar nicht lange,
nur bis hin zur Anstaltsbar,
Dort macht man ihm dann klipp und klar
...

Den Rest kannst du dir selber kĂŒrzen, wenn du magst. Die Teile an sich sind alle ultrawitzig aber ... siehe oben.

Ein freundliches GrĂŒĂŸle
Heidrun

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