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Leselupe.de > Gereimtes
Schock
Eingestellt am 09. 04. 2003 08:53


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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

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Schockzustand

Die Uhr tickt voller Unbehagen
als sollt es nicht mehr weiter gehn.
Erf├╝llt die Luft mit offnen Fragen.
Vorm Fenster k├╝hl die B├Ąume stehn,

Verh├╝lltsein, das ist ihr Verlangen,
die Bl├╝tenkelche zugekn├Âpft.
Ein Glitzern streift die dunklen Spangen
in deinem Haar. Den Atem sch├Âpft

dein Mund erneut und bleibt verschwiegen.
Das Glas k├╝hlt deine hei├če Stirn.
Gedankentr├╝mmer irr sich wiegen.
Erlebtes will sich tr├Ąg entwirrn.

Die Bilder kannst du dir nicht deuten,
zerflattert wirft ein kaltes Licht
Schattierungen auf die zerstreuten
Erinnrungssplitter. Mild verwischt

die D├Ąmmerung f├╝r eine Weile
die scharfen Kanten, grellen Laut,
du strauchelst, eine dunkle Meile
durchl├Ąufst du, dir selbst unvertraut.













__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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stemo
???
Registriert: Dec 2000

Werke: 64
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"zerflattert wirft ein kaltes Licht
Schattierungen auf die zerstreuten
Erinnrungssplitter" : meiner Meinung nach ein bisschen zu sehr "zer.."
Dein sprachlich an sich sehr sch├Ânes und stimmungsvolles Gedicht wirkt auf mich durch die gebrochenen Reime etwas gezwungen. Die Melodie gef├Ąllt mir, aber der Rhythmus ist nach der Eingangsstrophe schwer zu finden. Vielleicht gefiele es mir "entreimt" und daf├╝r fl├╝ssiger gestaltet besser. Den Titel "Schock" finde ich zu knallig. Der stellt sich ja dann so nicht ein.
Gruss! stemo
__________________
stemo

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Klopfstock
Guest
Registriert: Not Yet

Liebe Vera-Lena,
ein wundersch├Ânes und sehr stimmungsvolles Gedicht.
Also ich bewundere immer wieder Deine Wortwahl.
Mit dem Rhythmus habe ich keinerlei Probleme - aber gerade
Rhythmus ist reine Gef├╝hlssache. Man mu├č sich nur darauf
einlassen, ohne da├č ich es jetzt irgendwie erkl├Ąren k├Ânnte.
F├╝r mich flie├čt dieses Gedicht nur so hin. Ich habe es mir
gerade laut vorgelesen und es war ein Lesegenu├č.
Allein mit dem Titel habe ich meine Probleme, auch wenn
er f├╝r Dich seine Richtigkeit hat.

W├╝nsche Dir noch mehr solcher poetischen Einf├Ąlle
und einen wundersch├Ânen Tag!!!
Liebe Gr├╝├če

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Vera-Lena
Routinierter Autor
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Schock

Hallo, stemo,

danke, da├č Du Dich so ausf├╝hrlich auf diesen Text einl├Ą├čt! Nach ,meinem Gef├╝hl kann es darin gar nicht genug "zer" und auch gar nicht genug Br├╝che geben. Denn es handelt sich ja darum, da├č alle Zusammenh├Ąnge verloren gegangen sind. Mit dem Titel hast Du sicher recht. Darauf bin ich gar nicht gekommen, da├č der die Sache nicht richtig treffen k├Ânnte. "Schockzustand" w├Ąre treffender. Denn so ein Zustand zieht sich manchmal ├╝ber Stunden hin und f├╝hlt sich so an, wie ich es geschildert habe. Der eigentliche Schock ist ja dann schon vorbei.

Nochmals Danke!
Liebe Gr├╝├če Vera-Lena
__________________
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Vera-Lena
Routinierter Autor
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Schock

Liebe Irene,

danke f├╝r Deinen ausf├╝hrlichen Kommentar! Ja, ich habe dieses Gedicht gestern auch immer wieder laut gelesen und fand die Kl├Ąnge und auch, wie der Text l├Ąuft,sehr eing├Ąngig. Man braucht sich ja nur an die Interpunktion zu halten, dann gibt es keine Hindernisse beim Lesefluss.

Den Titel werde ich, wie oben schon erw├Ąhnt ├Ąndern, weil er den Schochzustand wiedergibt und nich den Schock selbst. Das war mir gestern nicht so klar.

Dir Auch einen wunderbaren Tag!!!
Ganz liebe Gr├╝├če
Vera-Lena
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silverbird
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Liebe Vera Lena
du bist eine wahre Meisterin der Dichtkunst und ich glaube, von dir kann ich noch eine Menge lernen.
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es gibt immer Lichter in der Nacht, auch wenn die Augen sie erfinden m├╝ssen.
John Steinbeck

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