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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Schöne neue Frau - Sex der Zukunft
Eingestellt am 01. 05. 2015 10:44


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Stefan Sternau
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Registriert: Jan 2015

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Dieser Text ist fiktiv, er hält sich nicht unbedingt an die reale, geschichtliche Entwicklung.



George Talar drückte die rechte Hand auf den Fingerabdruck-Sensor seiner Wohnungstür; nahezu geräuschlos glitt die Tür zur Seite, um sich dann hinter ihm automatisch wieder zu schließen.

"Hallo Samantha", rief er, "ich bin zurück."

Samantha kam aus dem Livingroom gelaufen und umarmte ihn zärtlich. Sie war ein Bild von einer Frau: schlanke Figur, aber mit vollen weiblichen Rundungen, ein absolut ebenmäßiges Gesicht mit großen ausdrucksvollen Augen, und ihre Bewegungen zeigten Natürlichkeit und Anmut.
"Tag Schatz", sagte George, und küsste sie auf ihre weichen Lippen. "Machst du mir einen Kaffee? Ich ruhe mich erst mal ein bisschen aus."

George ließ sich auf seinen bequemen Computer-Sessel fallen, der sich elektronisch ständig an die Körperhaltung anpasste, und folgte Samantha mit den Augen, als sie das Zimmer verließ.
Es erstaunte ihn noch immer und immer wieder; aber wirklich kein Mensch konnte Samantha ansehen, dass sie …

Wann hatte das eigentlich alles angefangen? Und wie hatte es angefangen? George lehnte sich gemütlich in seinen Sessel zurück und sann nach.

Nun, es war wohl etwa in den sechziger oder siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts gewesen, als die ersten künstlichen Frauen als Sex-Gespielinnen auf den Markt kamen. Was heißt künstliche Frauen! Das waren höchst simpel konstruierte, aufblasbare Gummi-Puppen, mit so schönen Namen wie z. B. "Muschi-Baby", die kein anderes Vergnügen boten als eine halbwegs elastische Gummi-Vagina, manchmal mit eingebautem Vibrator. Nebenbei gesagt bei war die Reinigung solcher Puppen nach Gebrauch auch eine ziemlich unästhetische Angelegenheit.

George hatte nie so ein Ding besessen. Es galt doch als ziemlich abartig, sich eine solche Sex-Puppe zuzulegen, und auch als Zeichen dafür, dass man bei echten Frauen kaum Chancen hatte.

Er hielt für einen Moment inne. Nein, da hatte es wohl doch vorher schon so kleine 'Apparate' gegeben, isolierte künstliche Vaginas, ebenfalls mit Vibrator, ungefähr so erotisch wie ein Abfluss Gulli.
George erinnerte sich an ein Modell, das er einmal in einem Sex-Katalog gesehen hatte. Er musste lachen und schüttelte sich zugleich. "Seemannsbraut" hieß diese Vibrator-Möse wohl. Ein Glück, dass er so etwas nie nötig gehabt hatte.
Später wurden dann regelrechte Wichs-Maschinchen angeboten, bei denen sich ein Rohr auf und nieder bewegte; ein Freund hatte George aber mal erzählt, diese erzeugten eher den fatalen Eindruck, gemolken zu werden, anstatt sexueller Hochgefühle.

Samantha kam mit seinem Kaffee und setzte sich auf die Sessellehne. "Wie war‘s im Büro?" "Ach Sammy, ich weiß wirklich kaum noch, warum ich da hingehe. Die Computer kämen ohne mich fast genauso gut aus."
Samantha trug eine knappe Bluse, die weit ausgeschnitten war, so dass man einen freizügigen Blick auf ihre wohlgeformten, rosigen Brüste werfen konnte.
George streichelte zärtlich über ihren Brustansatz. „Willst du, Georgie?“, fragte sie.
„Lass mal, ich gehe im Moment meinen Erinnerungen nach. Sieh doch etwas TV, ich glaube im 184. Programm läuft ein schöner alter Film; ich komme später rüber."


Die ersten Sex-Roboterinnen: Ruck-zuck


George überließ sich wieder seinen Erinnerungen. Ja, später gab es dann sogenannte Real Dolls, das waren mehr oder weniger hochwertige Puppen, meistens aus weichem Plastik, die durchaus wie reale Frauen aussahen, jedenfalls auf den ersten Blick. Sie besaßen ebenfalls diverse Körperöffnungen für den sexaktiven Mann. Es gab aber auch Männer, die regelrechte Liebesbeziehungen zu ihren hübschen Puppen pflegten. Sehr redselig waren die zwar nicht, aber das war manchem Mann ganz angenehm. Und immerhin konnte einige so nette Sachen sagen wie „Fick mich“ oder lustvoll stöhnen. Und mehr wollten viele Männer ohnehin nicht hören.

Viele Jahre, ja Jahrzehnte gab es dann kaum eine nennenswerte Weiterentwicklung. Der erste Durchbruch der Sex-Technik erfolgte erst, als sich die Hersteller von Sex-Puppen mit Computer- und Robot-Technik zu befassen begannen. Erstmals kam 2015 eine Sex-Roboterin auf den Markt. Diese konnte sich zwar eigenständig bewegen, war aber eine recht rohe Gespielin. Mit ungelenken, fast ruckartigen, eben typisch robotartigen Bewegungen. Wenn man genau hinhörte, konnte man ab und zu ein Klirren oder Scheppern in ihr hören. Oder glaubte man das nur?

Zwar sprachen die Konstrukteure dieser Sex-Roboterin von einer Sternstunde der künstlichen Intelligenz. Aber wenn man ehrlich war, auf dieses Anfangsmodell passte besser die Bezeichnung „künstliche Dummheit“, da es wie ein Hampelmann oder besser eine Hampelfrau herumzappelte.

Auch war dieses erste Modell nicht ganz ungefährlich. So kam es hin und wieder vor, dass ein Benutzer einer solchen Robot-Frau einen elektrischen Schlag in sein empfindlichstes Organ bekam.
Diejenigen, die das überlebten, behaupteten zwar, der Schlag habe einen absoluten Super-Orgasmus ausgelöst; aber dennoch, George beneidete sie nicht um diese Erfahrung.

Noch schlimmer erging es einigen Männern, die sich das zweite Modell auf dem Markt, ein Import-Modell aus Fernost, anschafften: Sie wurden eingeklemmt und einer stundenlangen Fickerei ausgesetzt, da gleichzeitig auch noch der Aus-Schalter versagte; einer soll dabei regelrecht zu Tode gefickt worden sein. Diese Fälle gingen sogar durch alle Medien, obwohl das Thema Robot-Sex damals noch ziemlich tabuisiert war.

George ließ sich vom Haus-Computer einige Zeitungsartikel hierzu aus seiner Datenbank heraussuchen und auf den Bildschirm projizieren. Richtig, jetzt fiel es ihm wieder ein. Da man seinerzeit nicht eindeutig aufklären konnte, wie es zu den Fehlfunktionen der Roboterinnen gekommen war, entstanden die wildesten Gerüchte, z. B. dass ein Sadist oder ein religiöser Fanatiker die Modelle manipuliert hätte. Aber dies alles führte nur zu kurzfristigen Rückschlägen der Nachfrage nach Robot-Frauen.

George erhob sich und ging zu Samantha, die vor der 3D-Telewand lag und sich einen 'Total-Sensus-Film' ansah, einen Film, der alle Sinne - auch Geruch und Geschmack – mit einbezog.
"Hey Robbinchen!" Er legte sich neben sie und betrachtete sie. Wie schön Samantha doch war! Sanft strich er mit der Hand über ihre Haut, eine ganz weiche, glatte und angenehm warme Haut.

Nicht nur die Technik, auch das Aussehen war anfangs ein großes Problem bei den künstlichen Frauen. Zwar gelang es recht bald, ihnen ein hübsches Gesicht und ansprechende Formen zu verpassen. Aber sie sahen einfach nach Plastik aus, rochen wie Plastik und fassten sich an wie Plastik. Wie lang es allein gedauert hatte, eine menschenähnliche Haut zu entwickeln! Das Äußere war aber für die meisten Männer sehr wichtig.
George erinnerte sich an eine Firma, die mit viel Werbung ein Billig-Modell angeboten hatte. Obwohl dieses Modell - wie man hörte- technisch durchaus befriedigend war, wurde es ein Verkaufs-Misserfolg. Die Firma hatte einfach zu sehr am Aussehen gespart, die Roboterin war nicht nur billig, sondern sah auch so aus; vor allem aber ging sie am Bauch leicht kaputt, wo dann Drähte herausguckten, und das wirkte völlig desillusionierend!


„Thanks – you are the greatest“


Auch mit der Sprache taten sich die Robot-Frauen zu Beginn schwer. Das erste amerikanische Modell beherrschte nur einen Satz: "thanks - you are the greatest", den es nach jedem Erguss des Benutzers zum besten gab. Das besagte Fernost-Modell besaß überhaupt keine Sprache, ließ dafür aber beim Orgasmus einen Gong ertönen (gottseidank abstellbar).

Später wurde den Roboterinnen ein größeres, aber starres Sprachrepertoire eingetrichtert, von dem sie dann bei passender - oder meistens unpassender - Gelegenheit Gebrauch machten.
Eine echte Verbesserung wurde erst durch eingebaute Sprachcomputer und elektronische Sprecherzeugung erreicht; allerdings irritierten die Anfangs-Modelle dieser Bauart durch die bekannte abgehackte und gefühllose Sprechweise.

George goss sich etwas Kaffee nach. "Du auch, Samantha?" "Danke Georgie, vielleicht noch einen Schluck", und sie trank ihn aus. Da wurde George plötzlich bewusst, wie selbstverständlich es für ihn war, Samantha Kaffee anzubieten. Er machte sich gar nicht mehr klar, dass sie doch ganz anders funktionierte als er. Zwar konnte sie den Kaffee trinken, verfügte - als modernes Spitzenmodell - auch über gewisse Geschmacksrezeptoren, ja simulierte sogar die Kaffeewirkung wie Angeregtheit, und dennoch, der Kaffee nahm in ihrem künstlichen Körper einen völlig anderen Verlauf als in dem seinen.

Die Robot-Frauen waren inzwischen ebenso sehr Bestandteil der gesellschaftlichen Wirklichkeit geworden, dass man normalerweise gar nicht mehr besonders über sie nachdachte. Das war nicht immer so gewesen. Während die ursprünglichen Sex-Puppen und Onaniermaschinen weitgehend totgeschwiegen wurden, fand das Aufkommen der Sex-Roboterinnen allmählich große Beachtung, musste sie finden. Denn immer mehr Männer erwarben eine solche Gespielin und gaben dafür auch viel Geld aus; schon ein preiswertes Modell der ersten Generation kostete mindestens tausend Euro, die dann im Familien-Budget fehlten.

Aber die Männer gaben das gerne aus, denn von Anfang an wurden die „sexy Robots“ auf bedingungslosen Sex programmiert. Denn war das erste Gesetz bzw. das Grundgesetz der Programmierung der Sex-Roboterinnen: Sie hatten immer Lust auf Sex, sie waren wie ein guter Pfadfinder allzeit bereit, für sie gab es keine Tabugrenzen, und sie hatten nie Migraine. Man könnte sie auch „naturgeil“ nennen, aber dieser Begriff passt doch nicht so gut auf eine künstliche Frau.


Feministinnen loben „Robot-Miezen“


Es war so um 2020, als das Phänomen „Robot-Frau“ zu einem beherrschenden Gesprächs- und Diskussionsthema wurde. In der damaligen Zeit hatte die Emanzipationsbewegung der Frau einen neuen Höhepunkt erreicht, die große Mehrheit der Frauen vertrat feministische Auffassungen, gerade auch im sexuellen Bereich. Von den Führerinnen der Emanzen-Bewegung wurde die Verbreitung der Robot-Fickerinnen (wie sie sie nannten) zunächst begrüßt. Zwar benutzte man dieses Phänomen, um die Männer nun erst recht anzuklagen: Da zeige sich mal wieder, dass sie Frauen nur als Lustobjekt betrachteten. Sie wären ja sogar bereit, mit einer seelenlosen Maschine Sex zu treiben. Es ginge ihnen eben nur um "das Eine". Die gefühlsmäßige Seite von Sexualität, ja Liebe, sei ihnen völlig unwichtig.

Im Grunde fand man bzw. frau aber gut, dass die Frauen dadurch sexuell entlastet wurden. Die Feministinnen betrieben damals gerade einen erbitterten "Anti-Penetrations"-Feldzug, und da passte ihnen die Zunahme der Lust-Roboterinnen durchaus ins Zeug. George erinnerte sich noch genau an den Ausspruch einer Ober-Emanze: "Lasst sie doch in ihren Robot-Liebchen herumstochern, solange sie nur uns nicht mit ihrem penetranten Organ belästigen."

Er grinste plötzlich: "Samantha, was weißt du eigentlich von den Emanzen?" Ihr hübsches Gesicht wurde nachdenklich. "Emanzen? Das waren doch diese wilden Frauen, die ständig gegen die Männer kämpften. They were funny."
Sicher, Samanthas Urteil war wohl nicht ganz objektiv und unparteiisch. Aber jedenfalls in der Wahl des Präteritums hatte sie recht. Denn es gab heute kaum noch derartige Frauenrechtlerinnen, die alte Frauenbewegung existierte nicht mehr. Was war passiert?


Die Geilheits-Skala


Etwa im Jahr 2025 - George wusste es nicht mehr genau - brachte ein multinationaler Konzern ein völlig neues Robot-Modell auf den Markt. Diese Robot-Frau war mit den bisherigen kaum zu vergleichen. Sie konnte weit mehr als im Bett etwas herumzappeln, sondern sie beherrschte rhythmisch-konvulsive Bewegungen, die erheblich luststeigernd wirkten. Auch bot dieses Modell erstmals eine einigermaßende überzeugende Fellatio-Technik.

Als Sensation wurde aber vor allem eine sogenannte "Leidenschaftsskala" angesehen, auf der man Werte von 1 bis 10 "geil" einstellen konnte; je nach Einstellung wurden die Gesamtreaktionen der Roboterin koordiniert verändert, z. B. die Bewegungen schneller, das Stöhnen lauter, der Körper heißer usw.





Nach dem enormen Verkaufserfolg dieses Modells ging es Schlag auf Schlag. Unablässig wurden jetzt neue verbesserte "Sexobots" (wie man abkürzend sagte) herausgebracht, und durch die große Konkurrenz sanken die Preise beträchtlich.
Außerdem gab es inzwischen auch verschiedene Leihfirmen, die mit Werbespots wie "Rent a Robabe" ihre Modelle an den Mann brachten.

So bahnte sich allmählich eine Veränderung an, die zur absoluten sexuellen Revolution führen sollte. Nicht nur, dass die meisten Männer der „zivilisierten“ Welt jetzt sexuellen Kontakt mit Robot-Frauen pflegten, sondern immer mehr Männer zogen die Robot-Frauen den natürlichen Frauen vor, wollten schließlich fast nur noch mit den Roboterinnen Sex machen.
Was Wunder: Diese waren immer bereit, erfüllten jeden Wunsch, verlangten keine Gegenleistungen und wurden nicht eifersüchtig.

George dachte zurück an sein erstes Erlebnis mit einer Sex-Roboterin. Obwohl er doch wusste, dass er es nur mit einer Roboterin zu tun hatte, kostete es ihn etwas Überwindung, sie ganz einfach zur Fellatio aufzufordern und sich dem passiv zu überlassen. Auf Grund seiner Erfahrungen mit natürlichen Frauen fühlte er irgendwie eine Forderung, erst der Frau einen Gefallen zu tun oder sie nachher um so toller zu befriedigen.
Als ihm dann ganz klar wurde, dass die Robot-Frau keinerlei Gegenleistung für ihren Liebesdienst erwartete, ergriff ihn ein bisher unbekanntes Wohlgefühl von sexueller Freiheit und unbeschwerter Befriedigung.


Gesellschaftliche Umwälzung durch Robot-Frauen


Die ersten Frauen, die wirklich verstanden, was ihnen drohte, waren die Prostituierten. Ihre Geschäfte gingen immer schlechter, denn kaum ein Mann war noch bereit, viel Geld dafür auszugeben, sich auf einer - oft genug gelangweilten oder abweisenden - Hure mehr oder weniger selbst einen runter zu holen, und für jeden Zusatzdienst extra bezahlen zu müssen.
George fiel ein, wie sein Freund Henry gesagt hatte: "Okay, die Roboterinnen haben zwar keine Seele, aber so kalt wie eine geschäftstüchtige Dirne können sie gar nicht sein." Wie wahr!

Mehr und mehr bekamen aber auch die normalen Frauen Bedenken. So hatten sie sich das nicht vorgestellt. Sie wollten ja schon noch mit (ihren) Männern sexuell verkehren, nur eben dann und auf die Weise, wie es ihnen gerade passte. Und sie wollten mit ihrer sexuellen Enthaltung allgemein Macht über die Männer ausüben. Auf einmal waren die Männer aber kaum mehr sexuell an ihnen interessiert und damit auch nicht mehr unter Druck zu setzen.

Dies bedeutete eine enorme sexuelle, aber auch gesellschaftliche Umwälzung. Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit wurden die Männer sexuell unabhängig von den Frauen, waren nicht mehr auf diese für ihre Befriedigung angewiesen, sondern hatten in den Roboterinnen zumindest vollwertigen Ersatz gefunden. Das führte bei den meisten Männern zu einem euphorischen Befreiungsgefühl, es war die Stunde ihres Triumphes über die Frauen, und es wurde auch zur Stunde ihrer Rache.

Viele Männer wandten sich jetzt erst recht und demonstrativ von den Frauen ab, und das nicht nur in sexueller Hinsicht. Sie verwahrten sich gegen jede Einmischungen von Frauen, beschnitten ihnen ihre typisch weiblichen Privilegien und beurteilten sie ungerührt nur nach ihren Arbeitsleistungen. So verloren die Frauen mehr und mehr an gesellschaftlichem Einfluss und Macht.

Dadurch wurden natürlich die Feministinnen auf den Plan gerufen. Nun auf einmal waren sie gegen die Roboterinnen und verlangten deren Verbot; sie sprachen von "Robot-Chauvinismus" und forderten die Frauen auf, jetzt gerade gegen die Männer zu kämpfen. Aber sie hatten keinen Erfolg, im Gegenteil, der Hass der Frauen entlud sich auf sie. Denn die Frauen begriffen plötzlich, dass sie von den Emanzen auch ausgenutzt worden waren; man hatte sie - ohne dass sie das wirklich wollten - gegen die Männer aufgehetzt, sonst wäre es kaum zu dieser Entwicklung gekommen. Nein, die Frauen schworen dem Feminismus ab. Sie begannen zu kämpfen, aber nicht gegen die Männer, sondern darum, die Männer zurückzuerobern.


Was ist mit Robot-Männern?


Es klingelte. George schreckte hoch und blickte auf den Tür-Videoschirm. Ah, es war John, der Roboter seiner Schwester Daisy. George drückte auf die Fernbedienung und John trat herein. Er war ein blendend aussehender Mann, sehr kräftig, aber schlank, mit männlich-markanten Gesichtszügen.
"Hi George, ich bringe dir nur einen Computer-Bauplan von Daisy, du weißt schon, für ihr neues Ferienhaus; sie bittet dich, ihn einmal zu prüfen." "Okay John, willst du etwas bleiben?" "Danke, aber Daisy erwartet mich zum Essen." George konnte es sich nicht verkneifen, 'guten Appetit' zu wünschen.

Er war ganz froh, dass John nicht bleiben konnte. Irgendwie nahm er ihn nicht ganz ernst, wie überhaupt männliche Partner-Robots (so nannte man sie heute meistens). Nicht zu vergleichen etwa mit Samantha. George überlegte: War das vielleicht wirklich eine Art männlicher Chauvinismus? Warum Robot-Frauen voll akzeptieren und Robot-Männer nicht ? Bedeutete es eine narzisstische Kränkung für ihn als Mann, quasi durch einen Roboter ersetzt zu werden?

Tatsache war aber einfach, dass sich die 'männlichen' Roboter viel weniger durchgesetzt hatten als die 'weiblichen'. Obwohl Frauen - was die Sextechnik betraf - im Grunde leichter zu befriedigen waren als Männer; die ganze Entwicklung der Sex-Technologie hatte ja wohl auch ursprünglich mit Vibratoren für Frauen angefangen, wie ihm jetzt wieder einfiel, und nicht mit Geräten für den Mann.

Aber anscheinend konnten Frauen ihre seelischen Bedürfnisse eben doch viel schlechter mit einem Robot befriedigen als ein Mann. Denn obwohl sie ja dann mit den Männern gleichgezogen hätten, die meisten Frauen wollten von einem Sex-Roboter nichts wissen.
Dabei spielte vielleicht auch eine Rolle, dass die Robot-Frauen den Robot-Männern mindestens eine Generation voraus waren und somit ein wesentlich differenzierteres Gesamtverhalten besaßen.

Die Industrie hatte sich eben stark auf die Entwicklung von weiblichen Robotern konzentriert, insbesondere weil die Nachfrage nach diesen schon länger bestand und viel größer war.
Oder musste das auch als Rache der Männer angesehen werden, die den Frauen keine besseren Modelle gönnten?

Jedenfalls wenn George zwischen John und Samantha verglich, kam ihm das vor wie ein Vergleich zwischen einer halbwegs kultivierten Bumsmaschine und einem Liebes- und Lust-Engel. Oder zwischen einem emporgekommenen Neandertaler und einer Frau von heute. Na gut, zugegeben, das war eine sehr subjektive und polemische Beurteilung.


Robbi und Robba – die Kinder-Roboter


Natürlich gab es auch Robot-Kinder. Die hatten viele Vorteile: sie schrien nachts nicht, sie kamen nie in die Pubertät und nahmen auch keine Drogen. Trotzdem setzten sich die Robot-Mädchen und -Jungen nicht wirklich durch, ähnlich wie die Robot-Männer. Auch George hatte zwar mal kurz über ein „Rob-Kindchen“ nachgedacht, aber den Gedanken letztlich verworfen.

Das eine Problem war das Wachstum: bisher war es den Wissenschaftlern nicht gelungen, wachsende Robot-Kinder zu konstruieren. Sondern man kaufte sich ein Abo und konnte dann jedes halbe Jahr sein Robot-Kind durch das nächst größere Modell zu ersetzen, was irgendwie emotional unbefriedigend war – denn man hatte doch eine gewisse Bindung zu dem „Robot-Bambino“ aufgebaut.

Zwar konnte man das Robot-Kind genau nach seinen Wünschen formen lassen, aber generell ließ sich die vielleicht altmodische Vorstellung, dass ein Kind „aus eigen Fleisch und Blut sein sollte, nicht ganz verdrängen.
So wurden Kinder bis heute überwiegend biologisch erzeugt, allerdings durch eine künstliche Befruchtung, und normalerweise wuchsen sie auch von Anfang an in einem Brutkasten, einer künstlichen Gebärmutter auf. Einen sogenannten Bio-Koitus lehnten vor allem die meisten Männer inzwischen ab.


Die Frauen kämpfen gegen die Sex-Roboterinnen


Nach dem vollen Durchbruch der "Robot-Wende" versuchten die Frauen alles, um die Männer wieder für sich zu gewinnen. Sie warben intensiv um die Männer, lasen ihnen die Wünsche von den Augen ab, verwöhnten sie sexuell wie nie zuvor. Und erst recht die Prostituierten kämpften um ihre Existenz: Sie boten 'Freificks' an und warben mit Sprüchen wie "Natur-Sex macht mehr Spaß als Technik-Sex".

Allerdings kam es auch zu gezielten Sabotageakten an Robot-Frauen, z. B. dass diese kurzgeschlossen wurden. Aber es war zu spät. Die Frauen hatten ihre Chance schon verpasst. Sie konnten die Roboterinnen sexuell nicht mehr überbieten, und die Robot-Entwicklung ging ja ständig weiter.

Die neuesten Robot-Modelle besaßen völlig natürlich wirkende Vaginas, einschließlich computergesteuerter Feuchtigkeit und Intimgeschmack (in 20 Varianten wählbar), so dass auch jeder Cunnilingus-Freund voll auf seine Kosten kam.
Überhaupt verfügten diese Roboterinnen über eine hochkomplizierte Elektronik. Diese ermöglichte es ihnen jetzt auch, perfekt einen Orgasmus zu imitieren, und eben so oft und so lange, wie der Mann es wünschte.

Ebenso war die Fellatio-Technik vervollkommnet. Z. B. konnte der Mann die Zeit einstellen, wie lange es bis zu seinem Orgasmus dauern sollte. Mittels Mikrosensoren in Zunge und Mund maß die Robot-Frau dann am Penis den jeweiligen Erregungszustand, gab diesen an den Rechner weiter, der die Fellatio-Aktivität ständig - dem exakten 'Timing' entsprechend - regulierte.
Sicher, es gab auch schon mal Versager. So wurde ein Modell registriert, dass - angesichts einer drohenden vorzeitigen Ejakulation - in „Panik“ geriet und durch einen Schlag in den Unterleib dieses unzeitige Ereignis abzustoppen versuchte.

George stöhnte bei der Vorstellung schmerzhaft auf.
"Hast du was, Georgie-Boy?" fragte Samantha mitfühlend und strich ihm liebevoll eine Haarsträhne aus der Stirn.
Er lehnte seinen Kopf an ihre Schulter und genoss es, ein bisschen bemuttert zu werden. Seine Gedanken glitten wieder in die Vergangenheit.


Die Robot-Revolution


Stimmt! Es war ganz entscheidend, dass auch das nicht-sexuelle Verhaltensrepertoire der Robot-Frauen immer umfangreicher, differenzierter und besser steuerbar wurde. Nicht nur, dass sie jetzt ausgezeichnet kochten, den Haushalt führen konnten, die Sekretärin ersetzten, sondern es ließ sich auch unproblematisch mit ihnen ausgehen, sogar tanzen.

Dabei spielte eine wesentliche Rolle, dass die Roboterinnen gewissermaßen immer intelligenter wurden, so dass durchaus ein unterhaltsames oder sogar etwas anspruchsvolles Gespräch mit ihnen möglich war. Vor allem aber besaßen die neuesten Modelle einen ausgeprägten individuellen Charakter, eine Persönlichkeit.

Die natürlichen Frauen riefen zwar: “Was wollt ihr Männer denn, das haben und können wir doch alles auch!“ Aber Robotfrauen waren nicht eifersüchtig, sie verlangten nicht ständig neue Kleider, wollten nicht mit Diamanten behängt werden … Und wenn sie nervten, schaltete man sie einfach auf Ruhemodus.
Außerdem konnte jeder Mann beim Kauf den Charaktertyp auswählen, den er bevorzugte; manche ließen sich sogar eine Maßanfertigung mit ganz bestimmten Eigenschaften herstellen - das war allerdings sündhaft teuer.

Die fast vollständige Hinwendung der Männer zu den Roboterinnen, das machte die eigentliche Revolution aus. Das Sexuelle trat dabei mehr und mehr in den Hintergrund; man sprach nicht mehr von Sex-Roboterinnen oder Robot-Miezen, nein, es handelte sich jetzt wirklich um Robot-Frauen.

So verloren die natürlichen Frauen mehr und mehr an gesellschaftlicher Bedeutung; denn in Politik, Wissenschaft und Kultur besaßen sie ohnehin viel weniger Einfluss als die Männer, und in traditionell weiblichen Bereichen wurden sie jetzt von der Robot-Konkurrenz weitgehend verdrängt.


Maskulinisten und Naturalisten


Die letzte Bastion, die ihnen noch blieb, war das Kinder-kriegen. Aber wie lange noch? Schon gab es erste Versuche mit Baby-Robotern, die sich organismusähnlich vergrößern sollten.
Und das Klonen war technisch ausgereizt: Ein Mann konnte sich allein aus seinen Zellen einen Nachkommen züchten lassen, wobei der Embryo von Anfang an in einem Brutkasten aufwuchs, also ganz ohne biologische Frau.

Eine starke Männerbewegung, die sogenannten "Maskulinisten", hatte sich die völlige Ausbootung der natürlichen Frauen zum Ziel gesetzt. Sie forderten: Nachdem wir uns endlich aus der weiblichen Sex-Unterdrückung befreit haben, gilt es, auch das letzte Monopol der Frauen, das Kinderkriegen zu brechen. Wir wollen die totale Unabhängigkeit von den Frauen!

George überlegte. Nein, diese krassen Forderungen waren ihm fremd. Er hatte eher Mitleid mit den natürlichen Frauen, es machte ihm sogar ein etwas schlechtes Gewissen, dass auch er eine Roboterin vorzog. Aber so war es nun mal, und die Frauen hatten sich das ja letztlich selbst zuzuschreiben, wie es ihnen heute ging. So redet er sich das schön, und sie argumentierten die meisten Männer.

Mit zärtlichen Augen sah er zu Samantha. Er hätte schon gerne ein gemeinsames Kind mit ihr, wenn das technisch einmal möglich sein sollte …

Es gab allerdings auch unter den Männern Gegenbewegungen, vor allem die "Naturalisten". Diese behaupteten, auch die perfekteste Robot-Frau bliebe doch immer ein seelen- und gefühlloses Technikwesen, nicht vergleichbar mit einer Frau aus Fleisch und Blut. Sie forderten eine Art "Rückkehr zur Natur", eine Wiederversöhnung der Geschlechter, und entwickelten dafür einen sogenannten "Adam-und-Eva-Plan".

George fand aber ihre Argumente nicht wirklich überzeugend: Worin sollte eigentlich der wesentliche Unterschied zwischen natürlichen und künstlichen Wesen bestehen? Waren nicht auch Organismen im Grunde biologische Roboter, mit einem biologischen Computer, nämlich dem Gehirn? Übrigens experimentierten die Wissenschaftler inzwischen bereits mit Kombinationen von Chips und biologischen Zellen … Aber bisher waren alle Versuche, eine Verbindung von Mensch und Roboter, ein Mensch-Maschine-Misch-Wesen zu schaffen, unbefriedigend verlaufen. Es erwies sich als technisch, aber auch moralisch und juristisch einfacher, direkt einen Roboter herzustellen.

Zwar gab George den Naturalisten damit recht, dass rein sexuelle Beziehungen nicht wirklich ausfüllten und befriedigten. Nur, die meisten Männer unterhielten inzwischen längst persönliche, ja Liebes-Beziehungen zu ihren Robot-Freundinnen. Sie nannten sie mit Kosenamen, verreisten mit ihnen, kauften schöne Kleider für sie, beschenkten sie sogar mit teurem Schmuck, und um so lieber, weil es eben nicht von ihnen gefordert wurde.

Überhaupt schätzten viele Männer an den Robot-Frauen, mehr noch als ihre Sex-Künste, gerade ihre Zärtlichkeit und Sensibilität, die sie bei echten Frauen oft vermisst hatten. Allgemein kann man sagen: Die Männer suchten in den Roboterinnen weniger eine neuartige künstliche Frau, als vielmehr eine perfekte Ausgabe der 'alten' biologischen Frau.


Öfter mal was Neues, auch beim Sex


Dafür spricht auch, dass sich auf Dauer nur Modelle durchsetzten, die eine große Ähnlichkeit mit der 'Bio-Frau' aufwiesen. Natürlich experimentierten die Robot-Firmen nämlich mit den verschiedensten Modelleigenschaften. So kamen 'Frauen' auf den Markt mit mehreren Vaginas, z. B. einer 'Bauchnabel-Muschi'; oder solche, die übergelenkig waren und dadurch die extremsten Stellungen erlaubten.

Es gab Robot-Frauen in den unterschiedlichsten Farben, z.B. auch ein Luxus-Modell mit echtem Goldlack und brilliantenbesetzt; oder welche mit ganz raffinierter Beleuchtung. Außerdem wurden Modelle angeboten, die noch ganz andere Zusatzfunktionen erfüllten, etwa mit eingebautem Digitalrekorder; ein 'Multi-Modell' bot sogar Koch- und Essgelegenheit.
Auch George hatte sich einmal ein Sonder-Modell zugelegt. Er dachte ungerne daran zurück, es war ihm etwas peinlich, denn es handelte sich um eine Roboterin vom Typ 'Affenfrau'; mit der wollte er mal echten Urwald-Sex erleben. Aber nach einiger Zeit war er es herzlich leid, von der Robot-Äffin durch die Wohnung gejagt zu werden.

Es ging ihm wie den meisten anderen Männern: Sie probierten zwar schon mal gerne etwas Neues aus, kehrten jedoch bald zu 'Normalfrau-Roboterinnen' zurück. Die einzige sexuelle Variante, die sich wirklich gut behauptete, waren ejakulationsähnliche weibliche Orgasmen; in diesem einen Falle setzte sich eine Korrektur der Natur durch.

Entsprechend der Nachfrage der Männer konzentrierte sich die Robot-Industrie darauf, immer perfektere Normalfrau-Modelle zu entwickeln. Und während es beim gemeinsamen Kampf gegen die biologischen Frauen eine gewisse Solidarität zwischen den Robot-Herstellern gegeben hatte, entstand jetzt, nachdem dieser Kampf siegreich beendet war, ein um so härterer Konkurrenz-Streit zwischen ihnen. Dadurch wurde natürlich die Neu-Entwicklung von Modellen noch gefördert.
Einen wichtigen Fortschritt bedeuteten Roboterinnen mit veränderbaren Eigenschaften bzw. Programmen. In gewissen Bereichen gab es das allerdings schon länger, z. B. veränderbare Hautfarbe, Haarfarbe und Augenfarbe.

Aber jetzt kamen Modelle mit variierbaren Körpermaßen, einer variierbaren Figur auf den Markt; wer wollte, konnte etwa tagsüber eine schlanke, grazile Roboterin um sich haben, und sie für die Nacht auf vollschlank-füllig umstellen.


Wem fehlt seine streitsüchtige „Alte“?


Neu waren auch Charakteraustausch-Programme. Manche Männer bekamen regelrechte Entzugssymptome nach ihren streitsüchtigen Ehefrauen, so sehr hatten sie sich an den ständigen Krach gewöhnt. Sie ließen deshalb ihre Roboterin eine Zeit lang auf einem Streit-Programm laufen, um dann aufatmend wieder auf einen friedlichen Charakter umzuschalten. Wie schön, wenn der Schmerz nachließ!

Ein Erfolg waren auch Nachbildungen berühmter Schauspielerinnen, besonders aus der Vergangenheit; jetzt konnte jeder Mann seine Marilyn Monroe, Sophia Loren oder Brigitte Bardot für sich allein haben. Für jüngere Männer gab es z. B. Modelle von Rihanna, Miley Cyrus, aber kurioserweise auch von Angela Merkel – aber alles nur auf dem Schwarzmarkt. Denn bei noch lebenden Personen bestanden rechtliche Probleme, manche Promis verboten ihre robotige Nachbildung, andere ließen sich das gut bezahlen.

Mehr ein Gag war dagegen die Roboterin mit dem Aussehen der bekanntesten Emanzen-Führerin aus der Zeit des großen Geschlechterkampfes. Diese verzichtete übrigens darauf, die Herstellerfirma zu verklagen; sie hatte schon genug Spott einstecken müssen, als herauskam, dass sie selbst eine Robot-Geliebte besaß.

Auch Leute mit sexuellen Sonderwünschen fanden inzwischen volle Befriedigungsmöglichkeiten im Robot-Angebot. So wurden S/M-Programme mit stufenlos einstellbarem Härtegrad offeriert.
Und gestörte Männer mit bizarren und absonderlichen Sex-Gelüsten, z. B. Gewaltphantasien,
durften sich – ohne Gefahr für die Öffentlichkeit – an ihren entsprechend programmierten Roboterinnen austoben.


Mentale Steuerung – Sex auf Gedanke


George konzentrierte sich auf den Gedanken: 'Samantha, leg bitte den Arm um mich.' Tatsächlich, es funktionierte, sie umfasste seine Schulter und streichelte seinen Arm.
Samantha war eines der ersten Modelle, die teilweise auf Gedanken, im Grunde auf Hirnwellen reagierten. Dies war die neueste Entwicklung der Steuerung, nachdem es ursprünglich angefangen hatte mit Schaltknöpfen an der Roboterin, später dann Fernbedienung eingeführt wurde und zuletzt Sprach-Steuerung vorherrschte.
Die mentale Regulation von Robotern besaß zwar noch verschiedene Mängel und betraf nur einige Funktionen, dennoch zeugte sie vom hohen Niveau der heutigen Robot-Technologie.

Wie sah es heute insgesamt aus mit den Robot-Frauen? Nun, sie hatten sich fast vollständig durchgesetzt und dadurch die Gesellschaft stark verändert.
Die Geschlechter, biologische Männer und Frauen, lebten normalerweise voneinander getrennt. Nahezu alle Männer besaßen Robot-Frauen; dagegen hatte nur etwa die Hälfte der Frauen sich einen Robot-Partner genommen, viele andere wohnten in Frauen-Kommunen zusammen.

Ein Mann, der noch gemeinsam mit einer biologischen Frau lebte, galt, bei den Männern, als Sonderling oder Exzentriker; erst recht wurde sexueller Kontakt mit einer solchen Frau nicht nur als anachronistisch angesehen, sondern fast als obszön oder auch unhygienisch. Man nahm einen "Bio-Koitus" allenfalls in Kauf, um ein Kind zu zeugen, denn trotz künstlicher Befruchtung, Klonen usw., für die Zeugung gab es noch immer keine wirklich befriedigende technische Alternative.

Die Robot-Frauen waren jetzt voll in das gesellschaftliche und kulturelle Leben integriert. Verschiedenste Berufe, z. B. Krankenschwester, wurden vorwiegend von Roboterinnen ausgefüllt, ihre Domäne blieb allerdings Kunst und Unterhaltung; so gab es ausgezeichnete Robot-Sängerinnen oder auch -Tänzerinnen. Einmal im Jahr wurde die "Miss Robota" gewählt, der dann ein lukrativer Filmvertrag winkte.

George blätterte in der neuesten Ausgabe des PLAYBOY, vom Mai 2028. Auch hier fand man fast nur noch Robot-Frauen abgebildet, und jeden Monat waren Tests über neue Modelle zu lesen.

Mit der rapide gestiegenen Intelligenz und ausgeprägten Individualität der Roboterinnen entstanden aber manche Probleme; derzeit wurden vor allem rechtliche Fragen heiß diskutiert, z. B.: Ist eine Ehe mit Roboterinnen erlaubt? Kann ein Roboter straffällig werden? Ist ein Angriff auf eine Robot-Frau noch Sachbeschädigung?


Schöne neue Frau?


George lachte. Ja, die Robot-Frau, sie war wirklich die "schöne neue Frau". Er dachte an den - ironisch gemeinten - Titel "Schöne neue Welt" des klassischen Zukunftsromans von Aldous Huxley. Zwar hatte sich Huxley in vielen seiner Voraussagen geirrt, dennoch, er würde wohl die heutige Welt sehr kritisch beurteilen.

Auch jetzt gab es noch vereinzelte Kritiker, die die Robot-Hersteller „Elektronik-Frankensteins“ schimpften und den Männern vorwarfen, sie seien egozentrisch, unreif und machthungrig; deswegen könnten sie nicht mit einer gleichberechtigten, natürlichen Frau zusammenleben, sondern nur mit einer unterlegenen, anspruchslosen und völlig steuerbaren Maschinenfrau. Tja, vielleicht hatten die Kritiker nicht ganz unrecht, aber George war jedenfalls mit den Verhältnissen zufrieden.

Er begann Samanthas Bluse aufzuknöpfen und küsste ihre hervorquellenden wunderschönen Brüste."Okay Robba-Baby, nun habe ich aber weiß Gott lang genug in meinen Erinnerungen gekramt. Jetzt machen wir beide etwas Besseres." Und er knöpfte ihre Bluse weiter auf.

"Georgie."
"Ja, Samantha."
"Du, ich habe im Moment keine große Lust zum Sex, und meine Freundin von der Robot-Frauen-Vereinigung hat mir gesagt, dann soll ich auch nicht mit dir schlafen. Wenn du mir allerdings einen neuen Gesangscomputer einbauen lässt, ja dann mache ich gerne mit …“

George schrak zusammen, wie war das möglich? Das widersprach doch dem Grundgesetz der Programmierung von Roboterinnen! Eine böse Ahnung stieg in ihm auf: Sollte alles wieder von vorne beginnen? Nein, das konnte und durfte nicht sein. Bestimmt war es nur eine Fehlfunktion. Bestimmt! Der Robot-Schnelldienst würde die sicher schnell beseitigen können … hoffentlich!







Version vom 01. 05. 2015 10:44

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Ralph Ronneberger
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Hallo Stefan,

Tja – wo gehört er hin – dieser Text? Schwer zu beantworten. Er ist satirisch, hat die "Zukunfts-Erotik" zum Hauptthema , gewährt einen Einblick in zu erwartende Geschlechter-Probleme und ist obendrein so lang wie eine Erzählung.
Ich denke, man kann den Text ohne weiteres hier stehen lassen. Er passt eh nirgends hin. Vielleicht unter Kolumnen oder Features, die ja sowohl Merkmale einer Reportage als auch einer Dokumentation enthalten? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur eines: Der Text gehört eigentlich nicht in die erzählende Prosa. Hier wird ein, wenn auch fiktiver, Abriss über die Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte der Robot-Frauen – und zwar vom Urschleim bis in die nahe Zukunft-auf ungefähr 25 Taschenbuchseiten abgehandelt. Ähnlich gut geschrieben , hätte ich mir auch einen Exkurs über das Werden und Vergehen der Dampfmaschinen gefallen lassen.
Ich will damit sagen: Am Stil liegt es nicht, dass hin und wieder meine Klüsendeckel dichtzumachen drohten. Der Text ist sauber und flott geschrieben. Es gibt jede Menge Schmunzeleinlagen. Nichtsdestotrotz ist es keine Geschichte. Handlung – fast Null. Von Spannungsbogen demzufolge keine Rede – mitunter kam bei mir sogar Langeweile auf, nämlich immer dann, wenn der Autor jede Kleinigkeit mit dem Nudelholt auszuwalzen versucht.
Von der Stelle an:

quote:
Er begann Samanthas Bluse aufzuknöpfen und küsste ihre hervorquellenden wunderschönen Brüste."Okay Robba-Baby, nun habe ich aber weiß Gott lang genug in meinen Erinnerungen
gekramt. Jetzt machen wir beide etwas Besseres." Und er knöpfte ihre Bluse weiter auf.
"Georgie."
"Ja, Samantha."
"Du, ich habe im Moment keine große Lust zum Sex, und meine Freundin von der Robot-Frauen-Vereinigung hat mir gesagt, dann soll ich auch nicht mit dir schlafen. Wenn du mir allerdings einen neuen Gesangscomputer einbauen lässt, ja dann mache ich gerne mit …“
George schrak zusammen, wie war das möglich? Das widersprach doch dem Grundgesetz der Programmierung von Roboterinnen! Eine böse Ahnung stieg in ihm auf: Sollte alles wieder von vorne beginnen? Nein, das konnte und durfte nicht sein. Bestimmt war es nur eine Fehlfunktion. Bestimmt! Der Robot-Schnelldienst würde die sicher schnell beseitigen können … hoffentlich!


hätte sich eine spannende, witzige und auch erotische Geschichte entwickeln können. Zu spät. Hier endet der Text nämlich schon.

Gruß Ralph

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Stefan Sternau
???
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Hallo Ralph,

du hast Recht, mein Text enthält nicht viel Handlung, jedenfalls kaum Handlung zwischen den beiden Hauptfiguren George und Samantha.
Eine gewisse Spannung sehe ich schon, es wird den ganzen Text darauf hingearbeitet, dass es zum Sex zwischen George und Samantha kommt – aber dieser Sex findet nicht statt, es gibt gewissermaßen eine negative Schlusspointe. Ich enttäusche die Erwartungen des Lesers, und das gehört zur ironischen Komponente des Textes, der eben auch eine Satire ist – worauf ThomasQu zurecht hingewiesen hat.

Ich wollte nicht die 1001. Schilderung sexueller Handlungen liefern. Zwar habe ich nichts dagegen, aber das ist nicht so mein Sujet, und ich glaube, andere können das besser als ich. Mir geht es mehr um eine andere Sicht, eine andere Perspektive, einen anderen Aspekt von Sexualität und Erotik – wie auch in meiner neueren Geschichte „Bis dass der Tod uns vereinigt …“.

„Schöne neue Frau“ ist von der Zeitstruktur her eine Science-Fiction-Story. Allerdings geht es nur vordergründig um eine persönliche Geschichte, es geht vielmehr in erster Linie um die Geschichte einer technischen Entwicklung, der Sex-Robotik. Die wird in der Rückschau von George beschrieben. Aber mir sind auch die psychischen und sozialen Veränderungen, ja Umwälzungen wichtig, die damit verbunden sind.

Es wird eine Gesellschaft beschrieben, die der unseren ähnlich ist, aber nicht mit ihr identisch, allerdings eine mögliche Zukunft unserer Gesellschaft darstellt.
Also wirklich Science und Fiction. Science, weil es um eine technische Innovation geht, Fiction, weil es diese Entwicklung in unserer Gesellschaft (noch) nicht gibt oder erst ansatzweise.

Aber meine Absicht war aber auch, diese gesamte sozio-psycho-techno-sexuelle Revolution zu kritisieren, sowohl das chauvinistische Verhalten der Männer, als auch das feministische Kampfgebaren der Frauen.

Dies geschieht aber alles in einem ironischen Ton, bis hin zu der Schlussszene, die eben die ganze Entwicklung von der Onaniermaschine bis zur allzeit bereiten Hightech-Robotfrau wieder in Frage stellt und damit die narzisstischen Männerträume von der „schönen neuen Frau“ scheitern lässt, auch wenn der Mann (im Beispiel George) das noch nicht wahrhaben will.

Da aber nun einmal Sexualität und Erotik das Leitthema des Textes sind, konkret die Technisierung des Sexes bzw. die Liebe zwischen realen Menschen und Robotern/Roboterinnen, finde ich die Einordnung in die Kategorie „Erotik“ angemessen, auch wenn nicht ausführliche sexuelle Schilderungen oder komplizierte erotische Verwicklungen vorkommen. Aber ich stimme dir zu, der Text „sitzt“ zwischen allen Stühlen, man hätte ihn auch in verschiedene andere Foren einstellen können.

Viele Grüße

Stefan

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Ralph Ronneberger
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Wie wäre es (irgendwann einmal) mit einem längeren Werk, wo du das Meiste von dem, wovon du bislang relativ trocken (aber in flüssigem Stil - paradox, nicht wahr?) berichtet hast, als Kulisse verwendest, in der deine Figuren munter drauf los agieren?
Könnte ich mir interessant vorstellen. Ich fände es schade, wenn du es lediglich bei der jetzigen Abhandlung belässt. Schließlich stecken ne Menge Phantasie und weiterer Gehirnschmalz drin, die unter Umständen sogar für einen Roman (oder zumindest eine Novelle) reichen.
War nur mal so eine Idee.

Gruß Ralph
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Stefan Sternau
???
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Hallo Ralph,
„verdammt lang her“, dass du mir geschrieben und den freundlichen Vorschlag gemacht hast, einmal eine längere Geschichte mit mehr Action zu veröffentlichen.
Irgendwie war deine Nachricht bis jetzt nicht bei mir angekommen, manchmal fehlt auch die Zeit, in die LL zu gucken, oder die Lust, weil man von manchen Rezensionen (nicht deinen) genervt ist. Ich weiß nicht, ob das auch Foren-Redakteuren passiert oder nur Normal-Sterblichen.
Zu deinem Vorschlag: Ich habe sogar 3 Projekte für einen längeren Fortsetzungstext im Kopf, einer könnte in die Rubrik „Erotik“ passen, aber alle 3 haben auch eine satirische Ausrichtung. Für diese Projekte habe ich bereits einige Texte geschrieben, aber ich sehe bei jedem Projekt auch Probleme, z. B. könnte ein Text als angeblich „nicht korrekt“ bei gestrengen Kritikern Anstoß erregen. Und so ein Fortsetzungstext kostet auch viel Zeit, schon deswegen bin ich noch nicht sicher, ob ich wirklich durchstarten soll. Aber jedenfalls danke für die Anregung!

Gruß Stefan

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Karinina
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Robotfrau oder Robotmann

Lieber Stefan, ich bin ja wirklich glücklich, schon 75 zu sein, da brauche ich keine Angst mehr vor so einer technisierten Zukunft zu haben, in der ich mir überlegen müsste, welche Attribute für den Robotmann meiner Wahl zu wünschen wären.
Deine Gedankengänge sind witzig, frisch, neuartig und stilsicher geschrieben, trotzdem gind es mir stellenweise wie Ralph, ich guckte sehnsüchtig auf den Cursor und hoffte, er würde sich etwas schneller bewegen...
Mich stört es weniger, wohin das Ganze gehört, alles in allem finde ich es gut und lesbar. Seit ich mich selbst auffordere, nach einer Möglichkeit für erotisches Schreiben zu suchen, merke ich, dass alles auf ein paar dutzend Wörter hinausläuft, und gerade diese Wörter mag ich allesamt nicht, da geht es mir wie Dir. Also was machen? Die Geschichte von Susi mit der Übersetzung und Rückübersetzung ist wohl das einzig Interessante, was ich je darüber gelesen habe. Leider ist mir das nicht eingefallen... Also lieber Stefan, solltest Du in der Hinsicht eine neue Entdeckung machen, dann lass es bitte auch mich wissen. Viel Spaß dabei...L.G. Karin

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