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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Schokolade
Eingestellt am 28. 04. 2010 10:02


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Lesemaus
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Aug 2009

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Ruth war ratlos. Wieder hatte sich ein Lover vom Acker gemacht. Hinterlassen hatte er eine Nachttischschublade voll Kondome und jenes GlĂ€schen, das ihr die Schwester zur Bereicherung ihres Liebeslebens geschenkt hatte und das bisher noch nicht zum Einsatz gekommen war: Body painting Nougat/Schoko. Ein Pinsel war auch dabei. Das einzige Problem war das Haltbarkeitsdatum. Es lief noch in diesem Monat ab. Sollte sie sich das Zeug aufs Butterbrot streichen? Mit dem Löffel abends beim Fernsehen zuschlagen? DafĂŒr war es sicher zu teuer gewesen. Dabei wĂŒrde es sie schon interessieren, was es fĂŒr ein GefĂŒhl war, wenn ihr jemand mit dem Pinsel braune Muster auf die Haut malte. Und hinterher wieder ableckte.

Das Telefon klingelte. Es war Tina, eine Freundin, keine besonders enge, aber man traf sich in grĂ¶ĂŸeren ZeitabstĂ€nden und zog so richtig ĂŒber die unsensible resp. ungerechte resp. grausame MĂ€nnerwelt her. Man vereinbarte einen Termin fĂŒr Samstag Abend. Und in Ruths Hinterkopf hatte lĂ€ngst ein Gedanke Gestalt angenommen.

Nachdem die Wochen „abgearbeitet“ waren, in denen sie sich nicht gesehen hatten, Tina sie beinahe davon ĂŒberzeugt hatte, dass es besser fĂŒr sie war, dass der Typ das Weite gesucht hatte und die erste Flasche Wein fast geleert, rĂŒckte Ruth mit ihrer Frage heraus: „Hast du schon einmal mit einer Spiegelreflexkamera fotografiert?“ Tina sah sie an, als hĂ€tte sie gerade in der Muttersprache ihres letzten Lovers gesprochen: arabisch. Ruth erklĂ€rte ihr die Sache mit der Körperfarbe. „Und da habe ich mir gedacht, ich könnte mich bemalen und du mich danach fotografieren.“ Tina kicherte. „Auf was fĂŒr Ideen du immer kommst!“ Aber sie war Feuer und Flamme.

Durch gemeinsame Freibadbesuche kannten beide den Körper der anderen recht gut. Sie waren fast wie Spiegelbilder, was bei ihrer stolzen GrĂ¶ĂŸe von 1,80 m keineswegs zu erwarten war. Auch ihr Gewicht stimmte bis aufs Kilo ĂŒberein. Beider Busen war ebenso klein wie ihr Becken ausladend war. Ruth entkleidete sich schnell und legte zwei weiße Tischdecken ĂŒber das Sofa. Schließlich sollte das gute StĂŒck nicht mit Schokolade beschmiert werden. Dann rĂŒckte sie zwei Stehlampen in die NĂ€he der Couch und zĂŒndete einige Kerzen an. Sie wollte nicht das grelle Licht der Halogenlampen, sondern ein weiches schummriges Licht, das die Problemzonen dezent wegzauberte.

Die Art der Bemalung hatte sie sich auch schon ĂŒberlegt. Ein Ranke, die zwischen den BrĂŒsten ihren Ausgang nahm und sich seitlich ĂŒber die HĂŒfte in Richtung Po schlĂ€ngelte. Eine Ranke mit BlĂ€ttern und vielleicht Knospen, je nachdem, was die Farbe und der Pinsel fĂŒr Feinheiten zulassen wĂŒrden. Von einem Handabdruck auf ihrem einen Pobacken hatte sie auch getrĂ€umt.

Als sie sich ans Werk machen wollte, stellte sie fest, dass die Farbe in dem Glas zu fest war. Was tun? Tina kam auf die Idee mit dem Wasserbad. Sobald die braune Masse geschmeidig und warm war, begann Ruth zwischen ihren BrĂŒsten. Es war schwieriger, als sie erwartet hatte. Tina nahm ihr den Pinsel mit einem keinen Widerspruch duldenden „Lass mich mal“ aus der Hand. Welch ein Unterschied! Tina konzentrierte sich vollkommen auf ihr kĂŒnstlerisches Werk. Ihre Zungenspitze glitt dabei immer wieder zwischen ihren Lippen nach vorn und alle paar Minuten pustete sie sich eine vorwitzige HaarstrĂ€hne aus dem Gesicht. Das GefĂŒhl, das die BerĂŒhrung des Pinsels auf ihrer Haut zwischen Ruths Beinen hinterließ, Ă€hnelte dem, das sie hatte, wenn Ahmed, der Marokkaner, sie so lange geleckt hatte, bis sie ihn winselnd um seinen Schwanz angefleht hatte. Wie konnte so etwas möglich sein? Bei einer Frau? Die sie noch nicht einmal dort, an ihrem empfindlichsten Ort berĂŒhrt hatte?

Tina schien von alledem nichts mitzubekommen. Von Zeit zu Zeit trat sie einen Meter zurĂŒck, um ihr Werk kritisch aus der Ferne zu begutachten. Ruth rieb mehrmals verstohlen ihre Schenkel aneinander, um dem unangenehm werdenden Pochen und Jucken Einhalt zu gebieten. Endlich schien Tina mit dem Ergebnis ihres Tuns zufrieden. „Schau dich mal draußen im Spiegel an“, forderte sie die Freundin auf. Gelegenheit fĂŒr Ruth, eine Hand dort zu reiben, wo die NĂ€sse aus ihr heraus zu fließen drohte. Was war nur mit ihr los?





Nachdem Ruth ihre Begeisterung ĂŒber Tinas Bemalung zum Ausdruck gebracht hatte, ließ sich diese kurz die Bedienung der Kamera erklĂ€ren und dirigierte Ruth dann in verschiedene Stellungen, ganz wie ein professioneller Fotograf. Hatte sie so etwas schon öfter gemacht? Manche der Posen, die sie sie einnehmen ließ, waren so nah an der Grenze zum Pornografischen, dass Ruth sich fragte, ob Tina dieses HinĂŒbergleiten in einen eindeutig sexuellen Bereich bewusst war. Oder wollte sie gar das Spiel bis an seine Grenzen ausdehnen? Wie wĂŒrde sie auf eine GrenzĂŒberschreitung reagieren?

Das Thema lesbische Liebe hatte fĂŒr Ruth bis dahin lediglich theoretischen Charakter gehabt. Sie konnte sich nicht einmal vorstellen, dass es fĂŒr sie möglich wĂ€re, eine befriedigende sexuelle Beziehung mit einer Frau zu haben. Auf Dauer befriedigend, nicht bloß als Bereicherung und Horizonterweiterung neben ihren MĂ€nneraffĂ€ren. Und nun war da diese Frau, die sie einigermaßen zu kennen glaubte und in Ruths Kopf war nichts anderes als dieser sie ganz ausfĂŒllende Hunger, Tina möge sie nicht nur mit dem Pinsel, sondern auch mit ihren HĂ€nden, ihrem Mund, ihrem ganzen Körper berĂŒhren. Nicht nur auf der Haut, sondern auch tief in ihr drin. Ihr fielen plötzlich die ganz feinen blonden HĂ€rchen ein, die sie im Freibad bemerkt hatte. Überall auf ihrer braunen Haut, im Gesicht, auf den Armen und Beinen, dem Bauch und dem RĂŒcken, wuchs dieser feine goldene Flaum, der sie immer wieder fasziniert darauf schauen und in sich schon damals den Wunsch unterdrĂŒcken gelassen hatte, darĂŒber zu streichen. Wie wĂŒrde sich das wohl anfĂŒhlen?

„Wo bist du denn mit deinen Gedanken?“, riss sie Tina aus ihren TrĂ€umen. „Ich hĂ€tte Lust, mir von dir auch eine Bemalung verpassen zu lassen!“ Überrascht sah Ruth sie an. Hatte Tina sie durchschaut? Ihre heimlichen WĂŒnsche und SehnsĂŒchte erraten? Die sie bislang selbst kaum gekannt hatte.

Ehe sie darauf antworten konnte, zog Tina sich schon aus. Nach wenigen Augenblicken stand sie nackt vor ihr. So hatte Ruth sie noch nie gesehen. Im Freibad war da ĂŒber den interessantesten Stellen immer noch ein StĂŒck Stoff gewesen. Ihre Haut war immer noch braun, auch wenn der Sommer nun schon Monate zurĂŒck lag. Vielleicht ging sie ins Solarium. Die BrĂŒste waren nicht so straff wie ihre, sondern hingen ein wenig nach unten. DafĂŒr hatte sie wunderschöne ausgeprĂ€gte Nippel mit einem dunkelbraunen Hof darum, wĂ€hrend ihre eigenen Brustwarzen sich immer nach innen verzogen und mĂŒhsam heraus gesaugt werden mussten. Dann jedoch waren sie empfindsam und Ruth reagierte vor allem kurz vor dem Höhepunkt auf leichtes Drehen und Zwirbeln unweigerlich mit einem grandiosen Orgasmus.

Tina drĂŒckte ihr das Glas und den Pinsel in die Hand. „Bitte, lass deiner Fantasie freien Lauf!“, forderte sie die Freundin auf. Zuerst strich Ruth ein wenig Farbe rund um die prĂ€chtigen Nippel, die sie magisch anzogen. Sie konnte förmlich beobachten, wie sich diese daraufhin versteiften. Tina sah interessiert zu und schien ansonsten eventuelle GefĂŒhle gut unterdrĂŒcken zu können. Dann zeichnete Ruth verschiedene geometrische Figuren auf ihren Bauch, bis der Pinsel ihr Schamhaar erreichte. Auch den RĂŒcken verzierte sie mit Dreiecken und Kreisen. Dem Po widmete sie sich besonders hingebungsvoll. WĂ€hrend der ganzen Zeit sprach keiner von ihnen ein Wort.

Anschließend betrachteten sie ihr Werk im Badezimmer im großen Spiegel. „Jetzt musst du mich noch fotografieren!“, erinnerte Tina sie. Und nahm sogleich auf der lakenbedeckten Couch verschiedene Posen ein. Reckte und rĂ€kelte sich, als hĂ€tte sie ihr Leben lang nichts anderes getan. Doch irgendwann war auch der letzte Film verknipst und eine weitere Flasche Wein geleert. Und Ruth verspĂŒrte in sich einen kaum zu zĂŒgelnden Drang, Tina zu berĂŒhren, sich von ihr berĂŒhren zu lassen. Doch wie könnte sie es anstellen, ohne Gefahr zu laufen, sich eine Abfuhr zu holen?

Wieder war es Tina, die die Initiative ergriff. „Jetzt ist wohl eine Dusche angesagt“, meinte sie mit Blick auf ihren Körper. „Langsam klebt das Zeug unangenehm.“ Und mit einem verschmitzten Seitenblick auf Ruth setzte sie noch eins drauf: „Ich nehme ja nicht an, dass wir uns gegenseitig ablecken wollen – wĂ€ren auch zu viele Kalorien!“, ergĂ€nzte sie lachend. Hatte sie gesehen, wie sich eine verrĂ€terische Röte in Ruths Gesicht geschlichen hatte, bevor sie sich von ihr weg drehte?

Eigentlich wollte Ruth ihr nur die Dusche erklĂ€ren, die ein Highlight in ihrem durchgestylten, nur in Schwarz und Weiß gehaltenen gerĂ€umigen Badezimmer war. Mehrere Funktionen und Strahlarten konnten an diversen Knöpfen eingestellt werden. Den Massagestrahl der Handbrause benutzte Ruth hin und wieder, um sich die Klitoris massieren und sich bis zum Orgasmus stimulieren zu lassen. Doch Tina zog Ruth kurzerhand mit in die Kabine, die ohnehin fĂŒr eine Benutzung durch zwei ausgelegt war. Kichernd wie kleine MĂ€dchen drehten sie an den Knöpfen und kreischten auf, als das Wasser kalt aus der Kopfbrause kam, bevor es die richtige Temperatur erreicht hatte. Dann seiften sie sich gegenseitig großzĂŒgig mit Duschgel ein. Noch nie hatten die HĂ€nde einer Frau Ruths Haut berĂŒhrt. Und wenn sie die Augen schloss, spĂŒrte sie keinen Unterschied zu den MĂ€nnerhĂ€nden, die sie davor schon eingeseift hatten. Nur in ihrem Kopf war etwas anders. Das Wissen darum, dass es Tina war, deren HĂ€nde jetzt ihre Schamhaare bearbeiteten und dabei wie unabsichtlich etwas tiefer glitten als nötig, dorthin, wo garantiert keine Schokolade abzuwaschen war, dieses Wissen erregte sie mehr, als es alle MĂ€nnerhĂ€nde zuvor vermocht hatten. Ruth schloss die Augen und gab sich ganz diesen HĂ€nden hin. Ein leises Stöhnen entschlĂŒpfte ihren Lippen und plötzlich zitterten ihre Beine so stark, dass sie glaubte, sofort die Dusche verlassen zu mĂŒssen. Fliehen vor diesem unbekannten Etwas, das sich da so unverhofft in ihr Leben eingeschlichen hatte. Doch dann war die Hand weg und ließ eine Wunde zurĂŒck, die nach Heilung schrie.

Jetzt wagte auch Ruth, Tinas BrĂŒste zu berĂŒhren, diese geilen Warzen, die mittlerweile unter dem warmen Wasser auf NormalgrĂ¶ĂŸe geschrumpft waren. Wie weich sich das anfĂŒhlte. Vorsichtig wog sie die rechte Brust in ihrer linken Hand, ließ die andere ihren RĂŒcken hinunter gleiten bis zu den prallen Melonen, durch deren Mitte das Wasser lief. Ihr Finger grub sich hinein in diese Furche, glitt druckvoll nach unten, forschte ungeduldig weiter in diesem weichen zerklĂŒfteten Fleisch, bis auch Tina stöhnte. „Lass uns ins Bett gehen“, flĂŒsterte nun Ruth, erschrocken ĂŒber ihren Wagemut und Ă€ngstlich ĂŒber eine mögliche Ablehnung der ĂŒber alles begehrten Frau.

Doch Tina schien dasselbe zu wollen wir sie. Im Bett kam es fast zu einem Kampf, denn keine wollte passiv sein. Beide schienen mit ihren HÀnden, ihren Lippen, ihren Zungen den anderen Körper erkunden zu wollen, als hÀtten sie ein Leben lang darauf gewartet und könnten nun diese Erfahrung keine Minute lÀnger entbehren. Es war ein Tanz und ein Ringen, ein stÀndiges Hin- und Herwogen zwischen Streicheln und Zupacken, Liebkosen und DrÀngen. Niemals war es so gewesen mit einem Mann. Jede verstand und wusste genau, was die andere wollte und brauchte. Im richtigen Moment, an der richtigen Stelle.

Als sie erschöpft voneinander abließen, nachdem sie ihre Lust auf dem Höhepunkt hinaus geschrieen hatten, war beiden klar, dass ihnen soeben ein Wunder widerfahren war. Es brauchte keine Worte, keine ErklĂ€rungen und schon gar keine Rechtfertigungen oder Entschuldigungen. Sie schliefen Hand in Hand ein in der Gewissheit, dass ihnen im Licht des neuen Tages das Geschenk dieser Nacht immer noch als etwas Kostbares und Seltenes erscheinen wĂŒrde.


















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Ein Schriftsteller sollte nicht schreiben wollen, sondern schreiben mĂŒssen. (Erwin Strittmatter)

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Ofterdingen
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Liebe Lesemaus,

Manchmal ist es besser, man schaltet seinen Computer ab und masturbiert in einer stillen Ecke. Oder man schreibt eine Geschichte ĂŒber eine eklige, fette Frau, die die MĂ€nner erst k.o. schlagen muss, bevor sie sie bumsen.

Irgendwas jedenfalls muss passieren. Viel Erfolg dabei wĂŒnscht dir

Ofterdingen
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Man soll keine Dummheit zweimal begehen, die Auswahl ist schließlich groß genug. J. P. Sartre

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