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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Schrecken des Sonntagabend- Montagmorgen
Eingestellt am 17. 02. 2004 16:53


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Keks
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Dec 2003

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(hoffe ich hab die augenaggressssifsten Fehler besser versteckt

Der Wecker klingelt- zu laut. Hartn├Ąckig h├Ąmmert sein sirenenartiges Gebr├╝ll gegen meine Ohren. Mein Schweinehund sucht gequ├Ąlt das Weite und ich fahre aus meinen s├╝├čen Tr├Ąumen. Ade Jonny, ade Orlando.
Aus dem Bett steigen- anstrengend. Meine Decke nimmt mir die ├ťberwindung ab und wickelt sich um meine Beine. ├ächzend rolle ich ├╝ber die Bettkante und mit einem Bmpf plumpse ich auf den viel zu harten Boden.
Ins Badezimmer gelagen- in 80 Tagen um die Welt. Ich finde mich mit meiner derzeitigen Position, eingewickelt neben meinem Bett, als gottgewollt ab und robbe ├╝ber den Flur ins Badezimmer. Verdammt sind die Fliesen kalt! Ich nehme mir vor sp├Ąter den Vermieter f├╝r den harten, kalten Boden zu verfluchen.
├ťber mir prangt das Waschbecken. Mir waren noch nie die Zahnpastastreifen auf seiner Unterseite aufgefallen. Interessant.
Was wollte ich hier eigentlich? Ach, kaltes Wasser- bestes Mittel gegen Morgenkater (der mir trotzt Schweinehund Gesellschaft leistet).
Zehn Minuten und siebzehn Sekunden betrete ich wieder den Flur. Vier Minuten zum Entrollen und Anderwandhochschieben, anderthalb Minuten um den Wasserhahn zu finden (der Hahn scheint sich nicht mit dem Kater zu vertragen), halbe Minute um das Wasser auf die richtige Temperatur zu bekommen, zwei Minuten zur ├ťberwindung mir dieses Kalt-Lauwarme Wassergemisch ins Gesicht zu spritzen und eine Minute, siebzehn Sekunden um nach der ├ťberwindung zu prusten. In die Kleidung geschl├╝pft (nat├╝rlich habe ich vergessen meine Bluse zu b├╝geln) tapse ich in die K├╝che.
Fr├╝hst├╝ck- Gesunde Ern├Ąhrung ist das A und O. Kaltes Wasser, zwei L├Âffel Kaffe, drei L├Âffel Zucker. Ein Blick auf die Uhr- ein Blick in mein Inneres. Ergebnis: ich bin in Eile, mein Adrenalinpegel steigt. Ein Zahnpflege-Bleichungs-Kaugummi in den Mund geschoben, Schl├╝ssen finden (zehn deprimierende Minuten) und Schuhe anziehen. Ich nehme mir vor den Schuhverk├Ąufer f├╝r die Breitfu├čdiskriminierung der Schuhindustrie anzuzeigen.
Jacke an, Schal um, M├╝tze ├╝bersehen (man denkt an die nicht gemachte Frisur, die gewollt aussehen muss) und Kragen aufstellen.
Ab in die Schule. Die Kinder werden sicher genauso m├╝de sein wie ich. Hoffnung war mir geblieben- bis ich die Klasse betrat. Die Uhr war umgestellt worden- eine Stunde zu fr├╝h. F├╝nfzehn Minuten schreien, f├╝nfzehn Minuten schluchzen, f├╝nfzehn Minuten ├╝ber brennende Augen und rauen Hals jammern. Sechs Stunden in die Gesichter gelangweilter Sch├╝ler blicken.

__________________
"Wer Lyrik schreibt, ist verr├╝ckt
wer sie f├╝r wahr nimmt wird es."
Peter R├╝hmkorf

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