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Leselupe.de > Horror und Psycho
Schrei im Vakuum
Eingestellt am 10. 12. 2009 20:22


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TimKlueck
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Schrei im Vakuum


Ich h├Âre die federnden Abs├Ątze Frau Dr. R├Âtels auf den Flie├čen, das Knirschen von Metall des sich drehenden Schl├╝ssels. Das Klacken des ersten Riegels, das Klacken des zweiten.
Frau Dr. R├Âtels, schlank, mit fest zur├╝ckgebunden Haaren, kommt mit wehendem, wei├čen Kittel auf mich zu und quittiert meinen Blick mit einem sanften Druck auf die Schulter. Die menschliche Ber├╝hrung tut gut, nach all den entbehrungsreichen Monaten hier in der Anstalt, in denen sie mich unabl├Ąssig behandeln, wie sie es nennen.

Sie geben mir drei mal t├Ąglich Elektroschocks in anschwellenden, pulsierenden Dosen, Infusionen, Beruhigungsmittel und psychosensible Substanzen. Sie messen dabei meine Gehirnstr├Âme. An meinem kahl rasierten Sch├Ądel wimmelt es von Saugn├Ąpfen, Kabeln und Dioden. Es juckt wie eine Kompanie L├Ąuse. Doch ich kann mich nicht wehren, liege angeschnallt auf dem R├╝cken. Mit Licht- und Dunkeltherapie versuchen sie meine biologische Uhr zu manipulieren.
Die Medikamente erschweren es mir, meinen K├Ârper zu verlassen. Sie packen mich in einen Ballen aus klebriger Watte.
Wie unter Wasser gepresst h├Âre ich sie sprechen.
Sie reden von Schizophrenie, doch ich wei├č, ich bin gesund!

Ich habe den Entschluss gefasst, diesem Zustand ein Ende zu setzen.

In halbwegs klaren Phasen denke ich ├╝ber Fluchtm├Âglichkeiten nach.
Frau Dr. R├Âtels ist mein Schl├╝ssel dazu.
Ich rieche ihr blumiges Parf├╝m. Es schwappt ├╝ber mich und verdr├Ąngt f├╝r Sekunden den Geruch von Desinfektionsmittel und Katheder.
L├Ąchelt sie mich an?
Hastig lenkt sie ihren Blick ├╝ber die Schulter auf den Aufseher und nickt ihm knapp zu. Worauf der sich umdreht und schweigend den Raum verl├Ąsst, ohne zu vergessen, die wei├č lackierten Metallt├╝ren wieder zu verriegeln.

Es fing alles harmlos an, damals - mit einer Anzeige.
"Menschen mit ├╝bersensibler Wahrnehmung f├╝r wissenschaftliche Studie gesucht. Aufwandsentsch├Ądigung!"
Die paar Kr├Âten, die es daf├╝r gab, konnte ich gut gebrauchen. Doch seitdem hatte ich sie am Hals.

Mein Name ist Benjamin Hillen und ich bin ein einfacher Mann.
Ich kann meinen K├Ârper verlassen und in die Totenwelt reisen.
Nicht nur dort hin, auch in andere Himmel, die sich dahinter befinden und doch mitten unter uns sind.
Ich bin nicht verr├╝ckt, das wei├č ich, obwohl sie mich in diese Zelle eingesperrt haben. Und nein, mit ihren Maschinen k├Ânnen sie nicht herausfinden, wie es funktioniert.
Ich glaube, sie haben Angst davor, dass es alle machen, bevor sie wissen, wie es geht. Deshalb sperren sie mich weg!

Es ist nicht besonders schwer in die anderen Welten zu gelangen und bedarf keiner besonderen Technik. Es braucht lediglich ein reines Herz. Ich kann es steuern. Es passiert fast wie von selbst. Ich liege einfach da und konzentriere mich auf meinen Atem. Im Frieden mit mir und der Welt warte ich auf das helle Flackern, welches dem Zucken eines Stroboskops unter meinen geschlossenen Liedern gleicht und das Austreten meines feinstofflichen K├Ârpers ank├╝ndigt. Es zieht mich hinaus aus meinem Rumpf. Ich drehe mich zur Seite und bin drau├čen. Meist warte ich unter der Zimmerdecke, blicke noch einmal auf meinen sanft schlafenden Leib. Nun gen├╝gen einfache Gedanken und ich bin dort, wo ich sein m├Âchte.

Es gibt unz├Ąhlige Welten. Mein irdisches Leben w├Ąre zu kurz, um alle zu schauen. Oft bin ich in der Totenwelt unterwegs, der Welt, vor der sich viele Menschen so sehr f├╝rchten. St├Ądte, W├Ąlder und Fl├╝sse - alles ist dort in mattes Licht geh├╝llt.
Die Toten oszillieren als Geister in den H├Ąusern und Versammlungsr├Ąumen ihrer Hinterbliebenen, lungern um die Lebenden, saugen von deren Energien und Gef├╝hlen, spannen auf Toiletten und in den Betten der Liebenden und k├Ânnen doch nicht mehr daran teilhaben. Sie sind emotionale Junkies. Voller Selbstmitleid ├╝bersehen sie dabei die T├╝r zu den hellen Dimensionen dahinter. Meine Aufgabe scheint es zu sein, sie daran zu erinnern. Ich blicke sie tief und voller Achtung an und glaube eine Ver├Ąnderung in ihren verhuschten Gesichtern zu bemerken.

Ich wei├č, dass der feinstoffliche Austritt jedem Menschen m├Âglich ist. Er ist ein nat├╝rlicher Vorgang aller menschlichen Gesch├Âpfe. Allerdings nicht f├╝r Verblendete, die lieber saufen, Fleisch essen, l├╝gen und betr├╝gen. Heute wei├č ich viel mehr. Es gibt Menschen und andere Wesen, die diese nat├╝rlichen Anlagen und ihre Verbreitung verhindern wollen. Sie versuchen die Begabung im Dunkeln des menschlichen Bewusstseins zu halten.

Sie schimpfen mich besessen.
In Wahrheit f├╝rchten sie sich vor der Realit├Ąt und davor, dass sie f├╝r all ihre Taten verantwortlich sind.

Deshalb sitze ich hier in dieser Anstalt.

Dr. R├Âtels und ich sind nun alleine.
Das Neonlicht legt sich ├╝ber ihr spitzes Gesicht.
Ihr menschlicher Kern ist durchl├Ąssig, das sp├╝re ich. Sie l├Âst meine Fixierungsb├Ąnder an den Armen. Jetzt brennen die wunden Stellen darunter.

"Ich bewundere und bemitleide sie," sagt sie pl├Âtzlich.
"Ich m├Âchte kein Mitleid", antworte ich schwach aber klar, "ich m├Âchte ihr Mitgef├╝hl."
Ich sehe sie an, fast scheu erwidert sie meinen Blick.
"Ich bitte sie, heute das Doxepin auszusetzen."
Sie presst die Lippen aneinander, so als m├╝sse sie ├╝berlegen.
"Woher wissen Sie?"
"Sie haben mit Dr. Beringer dar├╝ber gesprochen."
Unsere Blicke verhaken sich kurz.
"Wir haben es nie in Ihrem Dabeisein erw├Ąhnt?"
"Damit - war ich tats├Ąchlich nicht anwesend."
Ich hebe meine wunden Arme, soweit es die gelockerte Fixierung zul├Ąsst. Sie schaut auf die offenen Druckstellen, ihre strengen Gesichtsz├╝ge werden f├╝r einen Atemzug unklar.
Schnell fasst sie sich wieder, streift ihren Kittel glatt und hakt den Infusionsbeutel ├╝ber dem Bett aus, um ihn in den M├╝lleimer zu werfen und einen frischen aus dem Wandschrank zu nehmen.

W├Ąhrend sie zu ├╝berlegen scheint, schlitzt sie mit dem spitzen, lackierten Daumennagel die Verpackungsfolie auf und pellt sie ab.
Sie stiert mich an, als vermute sie irgendwo tief in mir den feinstofflichen K├Ârper. Ein Austritt gelingt jedoch damit schon seit Wochen nicht mehr, seit sie mich mit Medikamenten voll pumpen.
Sie h├Ąngt wortlos die Infusionsflasche auf und stellt die Dosierung nach. Sie z├Âgert, nimmt das Desinfektionsspray, spr├╝ht damit auf meine Druckstellen. Sie wird Doxepin spritzen.
Ich zucke zusammen, ziehe die Arme zur├╝ck und meinen Atem zischend ein. Stattdessen reibt sie eine Salbe auf die Wundstellen. Langsam klingt der Schmerz ab. Sanft dr├╝ckt sie meine Arme zur├╝ck, zieht die Schnallen wieder an. Ich bin ├╝berrascht.

Fr. Dr. R├Âtels h├Ąmmert dreimal gegen die Metallt├╝r. Der Schl├╝ssel dreht sich, dann verl├Ąsst sie schweigend den Raum. Das Rumpeln der Riegel hallt in meinem Kopf nach. Das Licht geht aus. Ich liege in absoluter Schw├Ąrze. Sie hatte Mitgef├╝hl mit mir!
Die sirupartige Dunkelheit flie├čt in mich hinein, ich tauche nach innen und gleite in eine schlaf├Ąhnliche Stimmung ab.
Pl├Âtzlich werde ich von einer Welle leuchtender Blasen fortgesp├╝lt. Ich lasse mich treiben und empfinde eine geistige Entspannung, die die Torturen ├╝berdeckt. Es gelingt mir jedoch nicht in den Zustand des Austritts zu wechseln. Schuld daran sind die Doxepinreste. Sie kriechen in meinen Zellen, wie Zecken im Fell ihres Wirtes. Ich muss Geduld haben.

Als ich mich wieder orientieren kann, erkenne ich - Emma? Mein Traumk├Ârper scheint augenblicklich zu zerfasern, so sehr pulsiert er. Ich blicke voller Ehrfurcht auf diese zarte Person, betrachte ihre funkelnden, dunklen Augen und die Sommersprossen auf ihren Schultern, die sie oft mit einem verschmitzten L├Ącheln unter den wallenden, braunen Haaren versteckt! "Emma, du lebst!"
Es ist das erste Mal seit Wochen, dass ich sie so klar sehen kann. Gott, endlich beginnt die Wirkung des Medikaments nachzulassen.

"Emma!" Ich lege mit aller Macht meine Sehnsucht in diesen Gedanken!
Sie l├Ąchelt mich an! Ich m├Âchte sie ber├╝hren, doch meine Hand greift ins Leere. Sie kann mich nicht h├Âren. Ich liebe sie und wei├č um dieses Geschenk.
Da rei├čt es mich zur├╝ck, meine Seele schreit stumm in ein Vakuum, Emmas Umrisse flackern, bis sich auch noch das letzte W├Âlkchen aufl├Âst. Mich fr├Âstelt.
Ich ├Âffne die Augen, h├Âre das Knistern elektronischer ├ťberwachungsger├Ąte, bin wach. Ich strecke die Beine und Arme, st├Âhne leise auf und sp├╝re wieder Knochen, Druckstellen und Wunden meines geschundenen K├Ârpers.

Der Plan, den ich fasse, ist gef├Ąhrlich. Das Risiko zu scheitern, den Kontakt zu meinem irdischen K├Ârper dabei f├╝r immer zu verlieren und damit zu sterben, ist gro├č. Noch nie habe ich mich von meiner Physis so weit entfernt.
Um den Tod zu imitieren, so dass sie es glauben werden, muss ich bis an die Grenzen dieser Welt gehen, sie vielleicht sogar ├╝berschreiten.
Ob ich Emma jemals wieder sehen kann, wei├č ich nicht.
Ein unermesslich starkes Gef├╝hl innerer Verbundenheit wallt erneut in mir auf. Tr├Ąnen f├╝llen meine Augen, ich schluchze, schmecke Schleim. Ein pochendes, schmerzhaftes Zittern sch├╝ttelt mich und dr├╝ckt als schwarzer Klumpen auf meine Mitte.

Ein Lichtpunkt erscheint in der Ferne, w├Ąchst und formt sich zu dem Umriss einer Person. Ich erkenne darin eine Frau mit Sch├╝rze und einem sorgsam gebundenen Dutt. Das Bild ist nun klar. Es ist Mutter. Sie schiebt dampfende T├Âpfe ├╝ber den Herd und legt neue Holzscheite nach, damit das knisternde Feuer nicht erlischt. Vater kann ich auch sehen. Er zerhackt nebenan das frisch geschlachtete Schwein in gro├če St├╝cke und kocht das Blut zu Metzelsuppe.
Jetzt kann ich mich erinnern - bin vier Jahre alt, sitze in kurzer Latzhose auf der K├╝chenbank und spiele mit einem selbst geschnitzten Holzpferd.
Weil es mich interessiert, was Mutter so treibt, ist es mir ein nat├╝rliches, ganz nah heranzukommen, das kochende Wasser direkt von oben zu betrachten, obwohl ich doch gleichzeitig in der Ecke auf der Bank spiele. Es zischt und brodelt und die W├╝rste reiben sich wie tanzende Aale.
Ich schwebe ├╝ber den T├Âpfen, denke mir nichts dabei, denn ich kann auch einfach durch die Wand zu Vater in die Metzgerstube fliegen oder, wenn ich will, einfach in der Wand stecken bleiben und die Schichten und Hohlr├Ąume aus Holz, Ziegel und Putz betrachten. Ein Gedanke gen├╝gt und ich bin da. Ich bin mir noch unsicher, wie oder warum es geschieht, aber die Wirklichkeit des Erlebten bezweifele ich nicht mehr.
Das Bild wechselt. Die Zeit bedeckt mein Herz, wie Unkraut ein sich selbst ├╝berlassenes Beet.
Der Film rei├čt pl├Âtzlich ab, ich atme gleichm├Ą├čig weiter und bin entspannt, Lichtblitze umh├╝llen mich. Ich l├Âse mich wie aus einer Schlangenhaut und dann bin ich drau├čen.


***

Patient 3 des 'Munich Engineering Anomalies Research Institut' kollabiert um 22.54 Uhr.
Sofort sind Dr. R├Âtels und Dr. Beringer als Leitender Chefarzt der Forschungsabteilung des Institutes f├╝r au├čersinnliche Wahrnehmung anwesend und leiten die Reanimation ein! Die Elektroschocks, die sie durch den Defi schicken, rei├čen den Brustkorb des Mannes fast auseinander. Doch er springt auch nach dem dritten Versuch nicht an. Der Herzschlag bleibt auf Nulllinie. Gottverflucht, sie verlieren ihn!
Schwei├čnass ist Beringer unter seinem Kittel.
"20 mg Amiodaron! - R├Âtels! Verdammt, was ist los?"
R├Âtels starrt mit aufgerissenen Augen auf den Patienten. Was ist in sie gefahren?
"R├Âtels!", schreit Beringer.
Sie zuckt zusammen, stellt sich d├Ąmlich an und schaufelt Luft in die Spritze.
"Schnell, frisch aufziehen!", donnert er. Sie vermasselt gerade die letzte Chance auf WB, bis sie endlich die Spritze setzt.
Kurz flackert die Linie auf dem Defibrillator auf, dann schnurrt blo├č noch ein flacher Strich ├╝ber den kleinen Monitor. Dr. Beringer atmet schwer, R├Âtels glotzt ihn mit hochrotem Kopf an! Schei├če, sie haben ihn verloren. Die Arbeit eines halben Jahres ist futsch!


***

Krematorium Ulm im Auftrag des Milit├Ąrforschungszentrums S├╝d, 7 Tage sp├Ąter.
Ich schaue von oben auf die mit grauen T├╝chern bedeckten, fein s├Ąuberlich nebeneinander aufgebahrten Leichen. Ich komme von weit her, dort wo Zeit und Raum keine Rolle spielen, f├╝hle mich matt und ausgelaugt. Doch ein unsichtbares Band h├Ąlt mich noch immer an meinen grobstofflichen Leib.
F├╝nf K├Ârper liegen da, meiner ist der zweite von links. Er ist nackt, hat eine Wunde am Bauch und eine am Sch├Ądel, die provisorisch zu geklammert wurden.
Ob ich die Schmerzen ertragen kann, wird sich gleich zeigen. Ich habe keine andere Wahl.

Ich sp├╝re, wie mich mein K├Ârper ansaugt und fahre hinein.
Mit einem Schlag bin ich drin. Luft, hei├č wie Lava, str├Âmt in die Lunge und verbrennt mein Ich. Das Herz lodert, es explodiert, ein nie da gewesener Schmerz macht mich rasend. Ich schreie, rei├če das Tuch von mir, strample, die Augen zugepresst. Es ist jetzt nur Schmerz, sonst nichts.
Ich dr├╝cke mich von der Bahre ab.
Taumle. Knicke ein. St├╝rze zu Boden. Qual.
Ich nehme all meinen Glauben zusammen. Alles, was mir noch geblieben ist, nach meiner langen Reise: Meine Seele und die Liebe zu Emma!

Irgendwie erreiche ich die T├╝r, zerre am Griff. Sie l├Ąsst sich ├Âffnen, Gott. Ich torkle hinaus. Taste mich den langen Gang entlang. Noch eine T├╝r. Die letzte schon?
Das unvorstellbar grelle Sonnenlicht verbrennt meine Augen.
Klare, frische Luft k├╝hlt meinen entz├╝ndeten K├Ârper. Ich laufe hinaus. Bin zu geblendet, um etwas zu sehen, geschweige denn mich umzublicken, zu vergewissern, ob sie folgen. Das einzige, was jetzt z├Ąhlt ist meine Freiheit - und Emma!

__________________
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Version vom 10. 12. 2009 20:22
Version vom 10. 12. 2009 20:39
Version vom 11. 12. 2009 15:07
Version vom 12. 12. 2009 14:49
Version vom 13. 12. 2009 12:56

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TimKlueck
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Schrei im Vakuum

Hallo ihr Lieben,

Bin gespannt auf Reaktionen und freue mich ├╝ber jeden noch so kurzen Kommentar.

Gerne k├Ânnt ihr mir auch euren Eindruck zu Stil, Verst├Ąndlichkeit, Logik, Interpunktion (habe ich zuviele Kommas verwendet?), Spannung, L├Ąngen und Perspektivwechsel mitteilen.


Danke und LG

Tim
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TimKlueck
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Hallo Mogli,
danke f├╝rs Lesen und deinen Kommentar.
Sch├Ân, dass du die Geschichte spannend fandest.

Grins, die Aufl├Âsung auf deine Fragen lautet:
Die Geschichte greift "thrillerartig" das Thema 'Astralreisen', feinstoffliches Reisen in fremde Welten und Nahtoderlebnisse auf.
Sie spielt Mitte der 80er Jahre, und das heute (Gott sei Dank) keine Elektroschocks praktiziert werden, wusste ich nicht. ;-)

Das materialistischen Forschungsteam m├Âchte dem Ph├Ąnomen mit rein naturwissenschaftlichen Methoden auf die Schliche kommen.
Ich habe diese Thematik mit Berichten von Nahtoderlebnissen verbunden. Und klar, ein Erkl├Ąrungsansatz ist dabei f├╝r die konservative Wissenschaft Schizophrenie. Au├čerdem erhoffen sich die "Hinterm├Ąnner" dieser Forschungen einen milit├Ąrischen Mehrwert. (Forschungen in diesem Bereich wurden (werden?) ├╝brigens in Amerika und der Sowjetunion durchgef├╝hrt.)

Leser, die sich mit der Thematik Astralreisen und Nahtoderlebnissen auskennen, erkennen hoffentlich viele "bekannte" Dinge.
Andere Leser vielleicht eher eine Art "Fantasy-Geschichte".

Das doppelte 't├Ąglich' und den Rotz (du bist schon der zweite, der dies moniert) habe ich ausgetauscht. ;-)

Danke dir nochmals und viele Gr├╝├če
Tim
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Michael Schmidt
Manchmal gelesener Autor
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Hallo TimGlueck,

wie ich finde, hast du eine tolle Geschichte vorgelegt. Intensiv erz├Ąhlt und viel Spielraum f├╝r Interpretationen. Das gef├Ąllt mir generell sehr gut.

Ein paar Kritikpunkte habe ich aber auch:
Der Teil, als er von anderen Geistern erz├Ąhlt, bricht mit dem Erz├Ąhlrhythmus. ├ťber diesen Abschnitt w├╝rde ich noch einmal dr├╝ber gehen.

Der Lebensrettungsversuch w├╝rde ich in der dritten Person schreiben. Warum zweimal die Ich-Perspektive?

Das Ende scheint mir ein wenig ├╝berst├╝rzt. Emma kommt aus dem Nichts, das ging mir ein wenig zu schnell. Warum erz├Ąhlst du nicht ein wenig mehr von Emma? Jetzt keine lange Erkl├Ąrung, das w├╝rde die Mystik zerst├Âren. Aber ein wenig mehr erkl├Ąren, welchen Bezug sie hat. Ist sie tot?

Der R├╝ckblick auf seine Kindheit mti dem darauf folgenden Sprung nach dem Krieg und in die Jetztzeit ging mir ebenfalls ein wenig schnell und es wird nicht ganz klar, was du damit bezwecken willst.

Das Ende ist dann wieder erstklassig und l├Ąsst gen├╝gend Raum zur Spekulation.

So, jetzt hoffe ich, du kannst mit meinen Anmerkungen was anfangen. "Schrei im Vakuum" ist eine tolle Geschichte, der aus meiner Sicht nur noch ein wenig Feinschliff fehlt.

Bis bald,
Michael
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Der ErnstFall Michael Schmidt

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TimKlueck
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Danke Michael,

f├╝rs Lesen und deine R├╝ckmeldung.
Es freut mich, dass dir Teile der Story Spa├č gemacht haben :-)

quote:
Der Teil, als er von anderen Geistern erz├Ąhlt, bricht mit dem Erz├Ąhlrhythmus. ├ťber diesen Abschnitt w├╝rde ich noch einmal dr├╝ber gehen.
Kannst du mir da nochmal auf die Spr├╝nge helfen, was du mit 'der Teil... bricht mit dem Erz├Ąhlrhythmus' meinst?
Meinst du damit, dass dieser Teil zu sehr und zu lange vom Hauptplot (Held will entkommen) abschweift?

quote:
Das Ende [der Emma-Szene] scheint mir ein wenig ├╝berst├╝rzt. Emma kommt aus dem Nichts, das ging mir ein wenig zu schnell.
Urspr├╝nglich war diese Geschichte auf Zeichenbegrenzung geschrieben. Danke f├╝r den Hinweis. Arbeite daran ;-)

quote:
Der Lebensrettungsversuch w├╝rde ich in der dritten Person schreiben. Warum zweimal die Ich-Perspektive?
Witzig, dass du das anmerkst. Dies war in der Urfassung so, bevor ich es in LL einstellte. Dachte, es w├Ąre einheitlicher, wenn ich alles in der 1.Person schreiben w├╝rde. Aber ich finde den Reanimations-Teil auch schl├╝ssiger in der 3. Person. Is ja ein Perspektivwechsel und vielleicht passt das auch besser zum Verlauf. Mir kommt grad der Gedanke, ob ich diesen Teil sogar auktorial erz├Ąhle. Also quasi der Autor als AlterEgo Benjamin Hillen. D. h. der Held, der gerade seinen K├Ârper verlassen hat beschreibt die Szene distanziert als Erz├Ąhler. Mal sehn, wie es wirkt.

quote:
Der R├╝ckblick auf seine Kindheit mit dem darauf folgenden Sprung nach dem Krieg und in die Jetztzeit ging mir ebenfalls ein wenig schnell und es wird nicht ganz klar, was du damit bezwecken willst.
Ja ok, irgendwie wollte ich damit zeigen, wie der Held zu dieser F├Ąhigkeit kam und sie wieder verlor, auch dass er wohl schon eine gewisse Erfahrung mit Astralreisen haben muss. Ich will damit der Story mehr Tiefe geben. Das ist jetzt vielleicht nicht absolut notwendig f├╝r den Plot, aber irgendwie gefallen mir die darin enthaltenen Bilder. ;-) Ein bisschen habe ich jetzt an dem Traumteil rumgemacht ;-)

Vielen Dank nochmal, Michael, f├╝r deine hilfreiche R├╝ckmeldung.
LG
Tim


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Michael Schmidt
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Hallo Tim,

die Geistbetrachtungen klingen sehr nach "Erkl├Ąrungsmodus" und das passt nicht zum Rest der Geschichte. Vorher ist klar "erleben" der Trumpf, in dem Absatz dann "erl├Ąutern".
Entweder/oder anders formulieren bzw. k├╝rzen.

Bis bald,
Michael
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Der ErnstFall Michael Schmidt

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