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Leselupe.de > Gereimtes
Schreibsal
Eingestellt am 20. 05. 2011 19:52


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Walther
Routinierter Autor
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Schreibsal


Ich mag es, wenn man mich erwandert!
Das sagt der Text, und er m├Ąandert
Durch die Zeit und durch den Raum.
Ja, man sieht ihn dabei kaum.

Er dreht ganz ruhig seine Runden.
Im Strom des Lebens d├╝mpeln Stunden,
Werden Tage, bilden Jahre.
Alles w├Ąchst. Das Gute, Wahre,

Vergeht mit dem, was je geschrieben
Versinkt in Wellen, klein gerieben,
Was gedacht und ausgesprochen.
Fl├╝sse sind dahin gekrochen

Und haben sich ins Meer ergossen.
Der kleine Text ist so verflossen
In die See des Allgedachten,
Schwimmt mit seinen Hoffnungsfrachten,

Ganz ohne etwas zu bewegen,
Als wollte er damit belegen:
Ohne Sinn ist alles Dichten!
W├Ąre ihm nicht beizupflichten?

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Heidrun D.
Guest
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quote:
Ohne Sinn ist alles Dichten!
W├Ąre ihm nicht beizupflichten?
In gewisser Hinsicht schon.
Zumindest hat es keine Wirkung auf die Zeit, greift kaum in den Lauf der Geschichte ein und ver├Ąndert wenig bis nichts.
Aber trotzdem ...
Eben dies hast du sehr sch├Ân in Worte gefasst.
Gr├╝├čle
Heidrun

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Vera-Lena
Routinierter Autor
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Lieber Walther,

wie gut, dass Du Deine These mit einem Fragezeichen versehen hast, denn ich kann Dir da nicht zustimmen.

Musik ist etwas, was die Macht hat, den Menschen am allertiefsten zu erreichen und vielleicht auch am st├Ąrksten zu bewegen.

Ein richtiges Wort zur richtigen Zeit kann die ganze Welt ver├Ąndern.

Oft ist Dichtung auch mit Sch├Ânheit gepaart und dann bietet sie eine Nahrung f├╝r die Seele.

Speziell die Lyrik ist daf├╝r tauglich, denn sie arbeitet nicht nur mit Worten, sondern auch noch mit dem Klang des gesprochenen Wortes.

Warum lernen Menschen Gedichte auswendig? "Gedichte sind Lebensmittel". Leider habe ich vergessen, wer das geagt hat, aber ich stimme dem zu.

"Schreibsal" erinnert an M├╝hsal und so hast Du es vielleicht auch gemeint. Manchmal ringt man sich des Nachts, weil es einem keine Ruhe l├Ąsst, einen Text ab und erst, wenn er fertig ist, kann man erl├Âst wieder einschlafen.

Interessant finde ich die unterschiedliche Betonung der Silbenanf├Ąnge in den Strophen. Ich denke, Du m├Âchtest damit deutlich machen, dass es nun mal nicht so einfach ist, etwas Geschriebenes als etwas G├╝ltiges hervorzubringen und dass es gilt, so mancherlei Hindernis zu ├╝berwinden.

Wie sch├Ân, dass Du Dich durch nichts entmutigen l├Ąsst und immer wieder nach neuen Wegen suchst, etwas auszudr├╝cken !

Liebe Gr├╝├če
Vera-Lena


__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

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Lb. Heidrun,

das Dichten ist so etwas, wie sich selbst zu sagen, da├č es nicht umsonst ist, etwas aufzuschreiben. Also ist der letzte Vers nicht ganz ernst gemeint. Oder doch?

Am Ende zeigen die beiden Eintr├Ąge, da├č dieses Gedicht selbst die Frage mit "Nein" beantwortet.

Danke f├╝r Eintrag und Wertung.

LG W.

Lb. Vera-Lena,

Dein geistreicher und feinf├╝hliger Eintrag ist wieder besser als das ganze Gedicht. Du machst mich immer wieder fast betroffen mit Deinen Kommentaren, weil in ihnen eben die Weisheit eines Lebens, des K├╝mmerns und der K├╝mmernisse, steckt.

Letztlich ist der Sinn unserer Eintr├Ąge, zweierlei zu erreichen:

* die Leser anzuregen
* selbst bessere Gedichte zu schreiben, die die Leser noch besser anregen

Und, so als Abfallprodukt, wollen wir manchmal die Welt ein wenig verbessern. Und da ist das Echo, eines wie Deines, unglaublich beruhigend und aufbauend.

Danke, vielen Dank!

LG W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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