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Leselupe.de > Gereimtes
Schrottgedicht
Eingestellt am 19. 07. 2003 00:20


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george
Routinierter Autor
Registriert: Jan 2003

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Schrottgedicht

Der Sommer brennt in Sonnenglut,
bringt Hirne in die Schreibewut.
Im internet da steh'n dann heute
die Werke dieser Schreiberleute.

Gedichte, Inhalt gibt’s fast nimmer,
mein Bildschirm zeigt viel Textgeflimmer.
Und leider brauch' ich derzeit oft
die Lupe, grösser als erhofft.

Da reimt sich’s rauf, da reimt sich’ runter,
an Schlichtheit, Versmaß geht nichts drunter,
Egal, ob es jetzt passt, ob nicht,
es kommt sofort in ein Gedicht.

"Und wenn ich’s mal geschrieben hab’,
dann bleibt es so, bis in mein Grab!"
Es muss gleich in die Lupe rein,
es wird schon richtig Klasse sein.

Es schluchzt die Sehnsucht, sehnt die Liebe,
die Lupe voller Herzschmerztriebe.
Ja Leute wollt ihr ums Verrecken
gar jeden Scheiss in Reime stecken?

Ob Gros, ob kleiN, es iS Egal,
die RechtSchreibong ist eh’ nur Qual.
Die Kommas waren sowieso
nur was für Grufties, dort im Zoo.

Und Kritiker sind eh’ nur Scheisse!
Wahrscheinlich alles Tattergreise!
Zur Not bleibt ja die Plauderecke.
Da schiess ich dann! Drauf auf die Zecke!

Und wenn mir’s dann hier gar nicht passt,
dann säg’ ich halt am eignen Ast.
Beleidigt lösch’ ich die Ergüsse!
Sie sind’s nicht wert! Halt dumme Nüsse!

Denn anderswo stößt mein Genie
mit Sicherheit auf Sympathie.
Da komm’ ich dann als Reimefeste
durch Freunde leicht und schnell ins „Beste“.

Ich hoff’, es ist das Sommerloch,
vielleicht kommt ja das „Beste“ noch.
Mir reicht es jedenfalls zur Zeit.
Die Reimerei, die quält und schreit.


18.7.2003

__________________
© Jürgen Locke

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george
Routinierter Autor
Registriert: Jan 2003

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Alle Leser, Kritiker und Freunde (besonders die "Guten") mache ich auf folgende Punkte aufmerksam.

1. Dieser Forum heisst Humor, Satire, Ironie.
2. Natürlich bezieht sich dieser Text nicht auf Gedichte, die in der Leselupe stehen. Wie könnte er denn?
3. Es gibt auch keinerlei Bezüge zu aktuellen Vorgängen.
4. Dieser Text ist perfekt.
5. Ich werde ihn unverändert mit in mein Grab nehmen.
6. Zwar ist der Schreiber nicht genial, aber er weiss schliesslich besser als jeder Kritiker, was er gemeint hat, hätte sagen wollen. Jedenfalls steht alles entweder in oder zwischen den Zeilen. Hinweise auf Fehler oder gar Versuche, auch nur Teile umzuschreiben sind sinnlos. Schliesslich ist der Schreiber ein Original, keine Kopie. Er weiss es besser!
7. Alle Schreibfehler, Zeichenfehler, falsche Rhythmen, schlechte Reime etc. sind beabsichtigt und gehören zum künstlerischen Gesamteindruck. Selbst wenn sie ursprünglich ausnahmsweise nicht beabsichtigt gewesen sein sollten, dann zeigt doch gerade diese Tatsache, dass sie zu einem modernen, multivalenten Text passen. Der Leser ist als Entdecker der Vieldeutigkeit dieser Zeilen von vorne herein eingeplant. Schliesslich geht es um kreative Lyrik im Wechselspiel zwischen Autor und Leser.

8.=4. Dieses Werkt ist perfekt. Die Reime müssen sein. Jawoll.

Gruss

__________________
© Jürgen Locke

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Talarmar
Festzeitungsschreiber
Registriert: Apr 2003

Werke: 88
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Hallo george

Guten Morgen, mein lieber George,
Weißt Du was, ich mach mir Sorge.
Wirklich so mitten in der Nacht
Hast Du Dir einiges ausgedacht.
Nun ja, in solcher Sommerglut,
Wenn’s brodelt unterm Dichterhut.
Kann man es Schwaben kaum verdenken
Wenn sie Verse aus dem Hirne renken.
Sie sind fürs Reimen ja geboren
Nicht wie Kommen –Tatara –Toren
Der wieder auf der Schwelle steht
Verfolgt Genies, von früh bis spät
Ich muss sagen trotz der Hitze,
Ist Dein kleines Machwerk Spitze.
Dann hinterher die Paragraphen
Die ließen Dich noch lang nicht schlafen.
Hätt’st Du sie auch in Reim gebracht,
Sehr lang geworden wär’ die Nacht.
Du musstest ja noch woanders schreiben,
Doch lass mich hier beim Thema bleiben.
Bei eins steht mancher Text verkehrt,
Doch Dresche wer sich da beschwert.
Zu zwei und drei wie könnt es auch sein
Da fiel mir auch nichts Besseres ein.
Vier ist das A und O, sehr schlicht,
Wahrhaft genialeres gibt es nicht.
Zu fünf sag ich ganz ungeniert,
Ist’s auf dem Rücken tätowiert,
Wird Dir dieses auch gelingen
Solltest Du ins Grab rein springen.
Punkt sechs, so sag ich es mal dahin
Ergibt mit vier den richtigen Sinn.
Jetzt komm ich kurz noch zu Punkt sieben
Für wen hat man es denn geschrieben?
In acht, bestärkst Du noch mal vier,
Trinkst aus den Wein oder auch Bier.
Lehnst sehr zufrieden Dich zurück,
„Gut gemacht, wieder ein Stück.
Sie werden sein ganz schön betroffen,
Keine Lücke ließ ich offen.
Wo sie mit ihrer Feder schmieren
Um mein Geniestück zu kritisieren!“
Zum Abschluss sage ich ungezwungen,
Rundum ist es Dir gut gelungen.
Amüsiert habe ich mich wunderbar!
Schönes Wochenende – wünscht Talarmar


__________________
"Die historische Wahrheit ist ein Mädchen, das man vergewaltigen kann, Hauptsache man macht ihr schöne Kinder" Alexandre Dumas

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george
Routinierter Autor
Registriert: Jan 2003

Werke: 88
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Guten Morgen, Talarmar,

(ich antworte ohne Reime, die ich ja sonst auch kaum nütze.)
Der Text ist ohne einen Schluck Alkohol entstanden, vollkommen nüchtern, trotz der Zeit nach Mitternacht. Die Überschrift sagt ja auch, was ich denke.

Ich danke Dir für Deine herrlich in Reime gefasste Reaktion.
Da freut sich doch das Dichterherz und lacht hinaus in den Sonnenschein.

Herzliche Grüsse


P.S. der "george" liest sich anglo-amerikanisch. Deswegen ist der Name ja auch klein geschrieben ...

__________________
© Jürgen Locke

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silverbird
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Feb 2003

Werke: 35
Kommentare: 251
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hi george

du hast du dir wieder mal was sehr amüsantes einfallen lassen, aber was dahintersteckt, stimmt absolut. Bestimmt ist die Hitze schuld daran, dass die Gedanken raus müssen aus dem Kopf, denn ein Hitzestau im Gehirn könnte verheerende Folgen haben. Also, drück halt ein Auge zu bis die Hundstage vorbei sind. ok?
Liebe Grüsse
Ruth
__________________
es gibt immer Lichter in der Nacht, auch wenn die Augen sie erfinden müssen.
John Steinbeck

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george
Routinierter Autor
Registriert: Jan 2003

Werke: 88
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Hallo, liebe siverbird,

ich verlasse mich auf die Lichter in Deiner Unterzeile. Es gibt sie! Da bin ich sicher - auch in und trotz der Hitze der Nacht und des Tags.

Sonnige Grüsse
__________________
© Jürgen Locke

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