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Leselupe.de > Science Fiction
Schrottsammler (gelöscht)
Eingestellt am 25. 11. 2006 10:08


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FrankK
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Seshmosis
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Hallo FrankK!

Der Plot gefällt mir, die Story ist spannend geschrieben und die Wendung am Schluss kommt überraschend.
Ein paar Kleinigkeiten zum "Schleifen" sind noch übrig, z.B. ist Sicko sicher eine Süße (groß geschrieben).
Mich hat die Geschichte gut unterhalten. Danke.

Ein nomadischer Gruß von Seshmosis

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Rumpelsstilzchen
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Da steckt Leben drin!

Deine funkensprühenden Dialoge locken uns Leser auch gleich mitten hinein. Um uns dort an der Nase herum zu führen, mit menschlichen Namen und Reaktionen. Gib`s zu, Du konntest einfach nicht widerstehen, das Springteufelchen Fremdrasse in der Kiste zu halten, bis wir so nahe standen, dass uns die Ameisenkönigin mitten ins Gesicht springen musste.

Ich jedenfalls bin erschrocken zurück gewichen und hab` die Königin auf ihrer tanzenden Feder dreimal rauf und runter gelesen, ehe die Protagonisten in meinem Kopf zu ihren Kindern mutierten.

Jetzt fühle ich mich verschaukelt. Was mich nicht unbedingt stören würde, wenn Dein Text mir wenigstens die Chance auf einen kleinen Erkenntnistriumph gegeben hätte – ein Hauch von Fremdheit bei den Dreien, gerade soviel, dass es für eine kleine Irritation reicht, ohne gleich darauf zu stoßen. Es gibt dem Selbstwertgefühl von Lesern enormen Auftrieb, wenn sie sich hinterher sagen können: „Ich habe es geahnt, da war was faul.“

Ist ein Drahtseilakt, ich weiß.
Um die Balance zu halten, solltest Du vielleicht an beiden Teilen arbeiten, denn der drastische Perspektivwechsel vom stark vermenschlichten ersten Teil zur Königinnensicht erfordert im letzteren ein paar Erklärungen (natürlich hübsch verpackt ;-)), die uns Lesern helfen, den Fokus schneller einzustellen. Ich beispielsweise glaubte mich zunächst in das unbekannte Wrack versetzt, merkte, ne, falsche Richtung, wusste gar nicht waswiewo und erst nach erratischen Lesesprüngen vor und zurück fand ich mich im Ameisenstaat und identifizierte die Prots des ersten Teils als dem Volkswohl geopferte Mitglieder desselben.

Dazu trägt auch wesentlich die im ersten Teil durchschimmernde Wirtschaftsstruktur bei, mit einem Marktgeschehen, bei dem die Prots pleite gehen können. Das passte überhaupt nicht auf meine Vorstellung von einem Ameisenstaat, so wenig, wie die Idee eines freien Unternehmers, der als Schrotthändler sein Brot verdient.

Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr drängt sich mir der Eindruck auf, hier seien zwei Geschichten verkuppelt worden, die eigentlich jede für sich einen tragfähigen Plot enthalten. Aber zusammen schmecken sie mir, wie ein Zitronensorbet auf argentinischem Filet.
Ich esse übrigens beides für sich ganz gern ;-)

Verschwand mit Überlicht, als gäb`s ihn nie und nicht

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FrankK
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@ Seshmosis
Danke für den Tip, klar, die Süße ist ja auch schon ein großes Mädchen, da darf man auch ruhig groß schreiben.
Es freut mich, daß dich die Geschichte gut unterhalten hat, gerne geschehen.

@ Rumpelsstilzchen
Ich habe eigentlich von Anfang an einen dezenten Hinweis auf die Fremdartigkeit geliefert. Achte mal auf die Namen der Prots, „Jimm“ und „Marcos“ sind bewußt etwas verfremdet.
Aber auch das „überrumpeln“ war volle Absicht. Es gibt dem Selbstwertgefühl des Schreiberlings einen enormen Auftrieb, wenn er sich hinterher sagen kann: „Ich habe es geschafft, ich habe sie alle reingelegt.“

Ich weiß nicht, ob ein Ameisenstaat, der die Raumfahrt betreibt, ohne ein Wirtschaftssystem auskommt. Auf jeden Fall müssen aber auch Ameisen von irgendwas Leben. Jimm war halt ein Schrottsammler, siehe Titel.

Einen Übergang vom Schiffswrack zum Ameisenstaat, nun ja, nicht unbedingt ein Drahtseilakt. Ich habe da schon eine Idee, mal sehen ob sie dir gefällt. Werde mich gleich mal an die Änderung machen und vor dem zweiten Teil einen einleitenden Satz bringen.
Vielen Dank für die Anregungen.

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Rumpelsstilzchen
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Nee FrankK, das lasse ich Dir nicht durchgehen:

quote:
Ich habe eigentlich von Anfang an einen dezenten Hinweis auf die Fremdartigkeit geliefert. Achte mal auf die Namen der Prots, „Jimm“ und „Marcos“ sind bewußt etwas verfremdet.
Beide Namen sind absolut menschlich und irdisch. Schon einmal was von Jimm Knopf gehört? Nur so als populäres Beispiel. Und Marcos ist - wenn auch als Familienname – mit blutiger Diktatur in die jüngere fernöstliche Geschichte eingraviert.

quote:
Es gibt dem Selbstwertgefühl des Schreiberlings einen enormen Auftrieb, wenn er sich hinterher sagen kann: „Ich habe es geschafft, ich habe sie alle reingelegt.“
Nix dagegen, aber Du solltest Dir die Frage stellen, ob Du für Dich oder die Leser schreibst. Ein Triumph auf Kosten des Lesers schmeckt schal im Vergleich zum Hochgefühl, den Lesern einen rundum befriedigenden Lesegenuss verschafft zu haben. Ist wie beim Sex: am schönsten, wenn beide befriedigt werden.

Natürlich kenne ich auch keine raumfahrende Ameisenrasse. Aber der Begriff „Ameisenstaat“ ist bei den weitaus meisten Menschen mir einer sozialen Struktur assoziiert, die Individualität und freie Willensentscheidung ausschließt und völlig vom Kollektiv und dessen Mittelpunkt (der Königin) bestimmt ist. Und das geht einfach nicht mit „freiem Unternehmertum“ und unternehmerischem Risiko zusammen.
Wenn Du diesbezüglich im ersten Teil zweideutiger bliebest, würde das der „Überraschung“ nichts nehmen, aber die Geschichte „glaubwürdiger“ machen.

Hat sich drastisch reduziert bis er sich im Nichts verliert

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Rumpelsstilzchen
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Nachschlag:

Noch ein paar Stellen, wo die Aliens zu sehr menscheln um als ameisenartig durchzugehen:

quote:
„Hier, siehst du meine Hand? – Verdammt!“
Die Hand mag ja noch angehen, aber der Fluch ist eindeutig zu irdisch-christlichen Ursprungs.
quote:
Jimm fluchte lautstark ...
Siehe vor.
quote:
Jimm seufzte:...
Kein Wesen mit kerbtierartiger Physiologie wäre in der Lage zu seufzen.
quote:
Marcos schüttelte den Kopf:
Ebenfalls eine menschliche Geste, die noch nicht einmal in allen Kulturkreisen der Erde die gleiche Bedeutung hat.
quote:
Jimm grinste: „Tut mir leid Süße, wenn ich dich geweckt haben sollte, ...
Wie grinst eine Ameise, frage ich mich, besorgt um die Unversehrtheit des chitinösen Antlitzes. Die sexistisch angehauchte Redensart „Süße“ ist in einer zentralsexuell ausgerichteten Struktur völlig unglaubwürdig. Hier gibt es nur eine „Süße“, das ist die Königin. Und da darf noch lange nicht jeder ran...
quote:
Man konnte hören, wie Sicko einmal tief durchatmete:...
Pfiffen die Tracheen? Oder knarrte das Exoskelett?
quote:
Auch Marcos hatte einen Kloß in der Kehle:...
Ameisen mit Kehle? Und Klöße kennen die auch, zumindest als Redensart...

Obige Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern firmiert als Denkanstoß.

Der neue Überleitungssatz erfüllt seinen Zweck schon ganz ordentlich, auch wenn im Detail noch ein wenig daran gefeilt werden könnte. Jedoch die angeführten Menscheleien heilt er alleine leider nicht.

Hat die Klappe aufgerissen, konnt` den Schlaf nicht länger missen

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