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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Schuld und Sühne
Eingestellt am 19. 05. 2004 16:06


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gareth
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Ich, der ich stets behauptet habe und behaupte, dass man bestenfalls beim Schreiben in halbwegs korrekten Sätzen denken kann, sitze nun hier auf dieser harten Bank und bemerke, dass es doch überraschend gut geht. Aber ich hab ja schon immer gern noch etwas dazu gelernt.
Ich kann den Organisten auf der Empore nicht sehen. Es hätte mich nur interessiert, wie alt der ist. Er macht nicht den sichersten Eindruck. Vielleicht hat er auch nur klamme Finger in der Kälte. Die meisten Leute hier sitzen in warmen Mänteln in den Bankreihen und halten Abstand voneinander. Ausgiebiges Husten und Räuspern, besonders in den Klangpausen. Das kenne ich gut. Seit ich wieder alleine bin, habe ich mir neben meinen erotischen Büchern auch meine Klassiksammlung vorgenommen. Gestern den ganzen Abend. Richter, Wohltemperiertes Klavier, Live-Aufnahmen, Anfang der sechziger Jahre. Schamlos zerhustet und zerniest. Auf der einen Seite der Pianist mit seinem bis in die kleinste Nuance ausgearbeitetem Vortrag – auf der anderen ein unverzagtes Häuflein Arschgeigen, ohne Respekt und Taschentuch. Wahrscheinlich bin ich jetzt wieder ungerecht.

Auf jeden Fall werde ich nicht lange bleiben, in meiner dünnen Jacke, sonst fang ich auch noch an zu niesen.
„Vorher denken“, hat meine Mutter immer gesagt. Manchmal hat sie mir dann mit der flachen Hand mehrfach gegen die Stirn getippt, wenn ich den Kopf nicht schnell genug weggekriegt habe.
Aber ich hatte ja auch eigentlich gar nicht vor gehabt, mich hier herein zu setzen. Im Vorbeigehen hatte ich die Orgel gehört. Ein Stück, das mir bekannt vorkam. Das hat mich reingelockt. Aber es zieht mich ohnehin immer wieder in diese Kirche. Sie ist ein Teil meines Lebens. Von Anfang an. Sie hat schon im Leben meiner Eltern und Großeltern eine Rolle gespielt.

Die Orgel hat aufgehört. Einige Leute gehen. Es ist sehr ruhig geworden. Ob diejenigen, die geblieben sind, jetzt beten? Oder möchten sie sich einen Moment lang ungestört an Geschehnisse oder Menschen erinnern - so, wie ich jetzt? Es wäre auch eine günstige Gelegenheit, um etwas zu bereuen. Vielleicht bitten sie still um Vergebung oder sie klagen an, oder sie wärmen sich hier gar ihre Seele, von Orten kommend, an denen es wahrhaftig kalt ist.

Ich blicke auf zu den vertrauten, hohen Bogenfenstern. Durch die bunten Scheiben fällt milde, herbstliche Nachmittagssonne auf die Holzbänke und die schlanken Sandsteinsäulen. Sie weckt jetzt warme und traurige Erinnerungen in mir.

Hier, in dieser schönen, gotischen Kirche hat man mich getauft, und hier habe ich mich verlobt. Am Heiligabend habe ich ihr einen Silberring mit einer kleinen Halbkugel aus Rosenquarz auf den Ringfinger ihrer linken Hand gestreift. Nichts Besonderes, ich weiß. Es war ein ganz kleiner Riss in diesem Stein. Schwer auszumachen.
„Das ist in Ordnung“, hatte der Juwelier milde lächelnd gesagt, als er meinen skeptischen Blick bemerkte.
Hier, im Angesicht des in Sandstein gehauenen Christus, der da segnend, mit ausgebreiteten Armen steht, habe ich sie dann ein paar Jahre später geheiratet. Anne-Marie, meine Jugendliebe, die mit dem Rosenquarzring. Die Frau, die ich liebte, wahrhaftigen, reinen und heißen Herzens. Mit ihr habe ich, nach dürren Jahren ungenauer Sehnsüchte, Vorstellungen und Erwartungen, erstmals die einfachen, irdischen Wunder der körperlichen Liebe erlebt.
„Ich liebe dich, ich liebe dich, ich liebe dich, und ich werde jetzt für immer in dir bleiben, weißt Du das?“
Ihre Lippen und ihre Zunge haben meine Küsse, die nachgiebige Festigkeit ihrer Brüste die Erwartungen meiner Hände und ihr Schoß die Bedürfnisse meines Phallus´ geprägt.

Ein stilles, ernstes Gebet habe ich damals von dieser Stelle aus zum Himmel geschickt: „Lieber Gott, Du weißt, dass ich nicht wirklich an dich glauben kann. Ich habe es aber immerhin versucht, das weißt Du auch. Wenn es dich also gibt, Gott, dann lass dies hier Bestand haben. Ich bitte dich.“
Es war danach eine große Ruhe und Zuversicht in mir.

Viele Jahre später hat mir meine Großmutter in den letzten Wochen ihres Lebens - tröstlich in ihre Kindheitstage zurückversetzt - einmal erklärt, dass Gebete sich immer reimen müssen. „Die gelten nämlich sonst nicht!“ hatte sie eindringlich gesagt. Es mag sein, dass sie damit Recht hatte.
Ich hätte so gerne Orgel spielen gelernt, oder wenigstens Klavier. Ich habe es sogar versucht. Da war ich schon vierzig und wieder verheiratet. Ich dachte: ‚Später, im Alter, so mit 60 vielleicht, da kannst Du dann nachts irgendwo in einer Kneipe sitzen und ein bisschen Barmusik spielen. Und schon kannst Du nicht mehr verhungern.“
Aber anscheinend ist man mit vierzig Jahren doch schon zu alt und die Finger sind zu unbeweglich geworden. Die Umstände waren wohl auch eher ungünstig, mit den Kindern und dem starken beruflichen Engagement.
„Neulich“, hätte mein Vater jetzt gesagt, „haben sie einen erschlagen, dem ist keine Ausrede mehr eingefallen!“




Aber jetzt hab ich wenigstens ein hübsches, kleines, richtig wertvolles Klavier zu vererben.

Nach und nach füllt sich die Kirche wieder. Es klackt und schlurft und flüstert und hallt. Kann sein, dass es hier üblich ist, dem Orgelspiel einen Gottesdienst folgen zu lassen. Ich glaube, ich hätte so etwas an der Tür gelesen. Ich muss also sehen, dass ich rechtzeitig wieder los komme.

’Mit Fried und Freud ich fahr dahin’ - Bach, Orgelbüchlein. Jetzt ist es mir wieder eingefallen, das Stück, dem ich hierher gefolgt bin. Hat er doch gar nicht so übel gespielt. Aber ich bin jetzt dermaßen unglücklich. Dass mir das immer wieder passiert, wenn ich über mein Leben nachdenke. Worte wie ‚unglücklich’ kamen in meiner Familie gar nicht vor. Niemals. „Lachhaft, stell dich nicht so an“.

Wo war ich? Ach so, ja. Eines Tages hat mich Anne-Marie dann verlassen. Plötzlich und unerwartet, wie man sagt. Und ich hatte mir so sehr Kinder gewünscht. Betrogen hat sie mich. Na ja, betrogen kann man so eigentlich nicht sagen. Sie hat mich verlassen, weil sie mich eben nicht betrügen wollte. Fairer Weise hat sie mich also verlassen. So kompliziert ist das Leben. Meine schöne, gradlinig denkende, aufrechte Frau. Kastanienbraune Haare und graugrüne Augen.

Gerade bemerke ich, dass ich kein Taschentuch einstecken habe.

Ich will nicht behaupten, ich hätte gar nichts damit zu tun gehabt. So ein zweifelnder, zerrissener und dann auch noch ehrgeiziger Kerl, der nie weiß, was er eigentlich genau will, ist nicht jedermanns Sache. Ich habe ohnehin oft gedacht, dass sie vielleicht nur meinem jahrelangen Werben nachgegeben hat, ohne für mich ebenso zu empfinden, wie ich für sie. Niemals hat sie im Bett die Initiative ergriffen. Du lieber Gott. Immer wieder bin ich nach unserer Trennung durch tiefe, schwarze Täler gewandert. Und jedes Mal, wenn ich wieder die Anhöhe erreicht hatte, fand ich sie tiefer liegen, als vordem, und auch ich war weniger geworden. Anne-Marie hat so gelitten, als sie es nach wenigen Jahren bereute. Aber da ist es zu spät gewesen. Ich konnte nicht einmal mehr mein Ego daran aufrichten.
Solche Sachen sind oft Auslöser für latent vorhandene Krankheiten, hört man. Depressionen und Schlimmeres. Demutsfördernd auf jeden Fall, lehrreich und charakterbildend. Für diejenigen, die es überleben.
In den nach und nach wieder eintretenden Phasen der Ruhe nahm ich mir vor, nie mehr eine solche tiefe Bindung zuzulassen.
Wie habe ich damals, in zeitlosen Tagen und Nächten meine Bekannten beneidet. Die mit den intakten Ehen, meine ich, um die selbstverständliche Stabilität ihrer Beziehungen. Monat für Monat habe ich mich dann mehr in meine Arbeit hineingewühlt und an den wenigen freien Tagen allmählich alte Kontakte wieder hergestellt. Unterm anderem zu meinem Freund Gerd. Er war freier Architekt. Wir kannten uns seit der Schule. Er wohnte zu dieser Zeit bereits seit Jahren mit seiner bezaubernden Freundin Claudia in einem abgelegenen Dorf. Beide besuchte ich nun öfter. Das offene, freundliche Wesen dieser Frau und der liebevolle Umgang, den die Beiden miteinander pflegten, waren mir ein Trost in jenen Tagen.

An einem Donnerstag war Gerd nicht zuhause, als ich einfach auf Verdacht vorbei kam. Ich hatte Claudia gegenüber meine Hemmungen nie ganz ablegen können und redete mit ihr nur kurz unter der Tür, die Wagenschlüssel die ganze Zeit in der Hand. Dann verabschiedete ich mich, Grüße an Gerd hinterlassend.
„Fahr vorsichtig“, sagte sie.
“Und wenn nicht?“ gab ich leichthin zurück, „Wem sollte das etwas bedeuten?“
Und sie sagte: „Wer weiß?“ Und dann sah sie mich an. Klar und offen und ernst sah sie mir in die Augen.

Milde, herbstliche Nachmittagssonne fällt auf die warmen, braunen Holzdielen meines stillen Zimmers. Eine schöne junge Frau steht vor mir. Wo die Sonnenstrahlen ihre schulterlangen, blonden Haare erreichen, leuchten diese in einem unwirklichen Goldton auf. Unter ihrem Blick haben sich meine furchtbaren Selbstzweifel der letzten Jahre in männliche Stärke verwandelt. Sie wird sich mir hingeben, jetzt. Und ich werde mit ihr das erste Mal erfahren, was es heißen kann, wenn eine Frau wirklich lustvoll liebt. Ihre Hände sind in meinem Nacken. Leichte, zärtliche Hände. Ich nehme ihr Gesicht in die Meinen, blicke in klare graugrüne Augen und betrachte ihre sensiblen, von weichen Locken umrahmten Züge. Das Gesicht war mir immer das Wichtigste an einer Frau. Kein Lippenstift. Zwei feine Linien von den Nasenflügeln zu den Mundwinkeln in diesem jungen Antlitz prägen sich mir für immer ein. Ich küsse ihre sanften, rosa Lippen, die sich öffnen und meine Zunge einlassen. Uralte, ewig gleiche Rituale. Meine Hände schließen sich um ihre Brüste. Ihre Zunge kommt weich und warm zu mir. Sanft bewege ich meine Daumen auf der weichen Wolle ihrer dünnen Strickweste, bis ich ihre Brustwarzen spüre, die bald als kleine Erhebungen sichtbar werden. Später werde ich sie sehen und an meinen Wangen, meinen Handflächen, meinen Lippen und meiner Zunge spüren und sie nie mehr vergessen. Erregt, klein und hart, aufgerichtet, herausfordernd leicht nach oben stehend, von zarter hellrosa Farbe auf weißer Haut. Sie sieht mir in die Augen und drückt sanft ihren Schoß gegen meinen, und ich öffne ihren Gürtel.

Stark bin ich, kraftvoll und ausdauernd in dir. Nur für dich und nur durch dich. Meine Geliebte mit dem sanften Gesicht. Meine Hände sind auf deiner warmen Haut und nehmen dich in Besitz. Dein nackter, kraftvoll schlanker Körper auf dem weichen Teppich, weiß und goldblond auf einem dunklen orientalischen Blau, arbeitet unter mir. Dein Schoß erwidert meine tiefen Stöße. Der sonst so stille Raum füllt sich mit erregend nassen Geräuschen. Rhythmisch und gleichmäßig. Unser Atem, unser Keuchen, unsere Worte. Deine Arme und deine weit offenen Schenkel schließen sich jetzt um mich und klammern sich zitternd an mir fest, während Du kommst und mich mitnimmst. Ich sehe deine Augen, dein schönes Gesicht in staunendem Schmerz auf dem Höhepunkt, und ich liebe es, so wie ich dein Stöhnen und Zittern liebe, dein kraftvolles Anklammern und diese leise hervorgestoßenen Worte, die Du mit weit offen Augen immer wieder sagst. Und ich liebe deine weiche Zärtlichkeit danach.

Bleib bei mir! Für immer! Jetzt darfst Du mich nicht mehr verlassen! Es waren einige Frauen in diesem Zimmer mit mir, die für eine kurze Zeit meine Einsamkeit geteilt haben, aber keiner von ihnen habe ich erlaubt, meine Seele zu berühren. Zu stark war meine Angst vor neuer Nähe. Nein, es war die Angst vor neuer Trennung. Doch Du hast mich angerührt, meine Geliebte. Meinen Körper und meine Seele. Ich brauche deine Hände, die mich zu dir holen. Ich brauche den Duft deiner Erregung, deinen Mund und deinen begehrenden Schoß. Ich will dir jene unerhörten Dinge sagen, die Du hören willst und dich lächeln sehen. Ich will zärtlich die feuchten Strähnen aus deiner Stirn streichen, deine erhitzten Wangen und ermatteten Lider küssen, um dann im sanften Hauch deines Atems einzuschlafen. Ich will deine Augen sich öffnen sehen - an jedem Morgen.

’Du musst es nicht wissen’, Gerd, dachte ich. Ich werde es dir nicht sagen. Niemand weiß es und darf es nie wissen. Aber wenn Du es doch erfährst, wenn wir einen Fehler machen, oder wenn sie es dir sagt, dann komm zu mir. Läute nachts bei mir, und wenn ich die Türe öffne, töte mich. Es wäre gerecht. Ich weiß, wie es ist, wenn man von denen, die man liebt, verraten und betrogen wird. Aber ich werde nicht von ihr lassen.

Es wird jetzt wieder unruhig. Es kommen viele Leute herein. Noch mehr hallende, schlurfende Schritte und vielstimmiges Flüstern. Ich muss gehen.

Du hast mich dann auch verlassen, natürlich, als sich die Gelegenheit ergab.
Am letzten Tag saßen wir in einem kleinen Restaurant, in dem wir uns so oft heimlich getroffen hatten. Ich nickte ab und zu, hörte auf ihre Stimme, aber kaum auf ihre Worte. Sie hatte sich schwarze Linien um die Lidränder gemalt. Und während sie im warmen Licht der tief über dem Tisch hängenden Lampe von Dingen sprach, die ich doch wusste, so lange schon, wie ihre Gefühle für mich nachgelassen hätten, ja, dass sie eigentlich schon immer viel geringer gewesen seien, als meine für sie und davon, dass sie sich schon lange Sorgen darüber gemacht habe, wie sie mir das sagen könne, musste ich die ganze Zeit auf diese schwarzen Linien sehen. Und ich dachte bei mir, dass sie aussieht wie eine kleine billige Hure.
Das bereue ich. Aber ich bin nun auch froh, nicht getötet worden zu sein.

Meine zweite Frau habe ich kurz danach getroffen. Dreißig Jahre liegt das nun zurück. Mit ihr habe ich ein neues Leben begonnen. Eine langsam reifende Liebe. Sie hat mir die Kinder geschenkt, die ich mir so ersehnt hatte und damit die erfülltesten Jahre meines Lebens. Ich hätte mir keine bessere Frau wünschen können. Und ich bin ihr ein treuer Ehemann gewesen. Und doch hat mich mit den Jahren immer häufiger ein Gefühl des Nichtgenügens gequält und ein Sehnen war in mir, dass auch sie einmal ihre Hand begehrend nach mir ausstrecken möge, und die unerfüllten Wünsche haben mich unaufhaltsam immer weiter von ihr weg geführt.

Das ist nun alles Vergangenheit. Ich lebe seit dem Ende meines Berufslebens wieder allein und erwarte nichts mehr. Keine Frau soll mehr von mir erobert und danach enttäuscht werden. Ich will nichts mehr erwarten, ersehnen, vermissen und auch nichts mehr erklären.

Die Orgel hat wieder angefangen zu spielen. Ich habe gewusst, dass ich nicht rechtzeitig weg kommen würde. Befiehl Du deine Wege.
Mir ist kalt.


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Wie hässlich ist ein schräges Treiben,
da lob ich mir mein träges Schreiben.

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lapismont
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Hallo A.,

wenn der Anfang nicht so berauschend lesbar wäre!
Und der Schluss nicht so elend früh käme.
Hätte ich wahrscheinlich nicht den Verdacht, daß alles um die eine Szene herumkonstruiert wurde.

Aber selbst die kleine unnötige Sexszene gefällt mir.

Erotik, prickelnde leidenschaftliche und sehnsuchtweckende fand ich aber hier:
" ‚Fahr vorsichtig’, sagte sie. ‚Und wenn nicht?’ gab ich leichthin und gewohnheitsmäßig zurück, ‚wem sollte das was bedeuten?’ Und sie sagte: ‚wer weiß?’. Und dann sah sie mich an. Ganz klar und offen und ernst sah sie mir in die Augen."

ja,
sagt lap


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gareth
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ich bin so sehr zufrieden

mit Deinem anerkennenden Kommentar, lapismont, dass ich nur der Wahrheit zuliebe hier noch erwähne, dass die Liebesszene sehr spät in diesen Text hinein gekommen ist und dein Verdacht nicht begründet ist. Aber sie ist mir wichtig. )

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Duisburger
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Aber ja doch.
Mit einem kleinen Lektorat hervorragend.
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Unter den Kastraten ist der eineiige König (unbekannter Gas- und Wasserinstallateur).

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Justina
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Märchenfee, danke, dass Du diesen Text noch einmal hervorgeholt hast.
Die Mischung aus Musik, Lauf des Lebens und Erotik gefällt mir sehr gut. Leider gibt es einige Stellen, die - wie bereits bemerkt - des Lektorats bedürfen;
z.B.

1.)"Gerade bemerke ich, dass ich kein Taschentuch einstecken habe.",

2.) "Es waren einige Frauen in diesem Zimmer mit mir, die für eine kurze Zeit meine Einsamkeit geteilt haben, aber keiner von ihnen habe ich erlaubt, meine Seele zu berühren."
- dabei hat dieses Treffen doch in der Wohnung des Freundes stattgefunden, in der der Protagonist wahrscheinlich bislang eher weniger Abenteuer erlebt hat. Kleiner Fehler!


Insgesamt ein schöner Text, der nachdenklich stimmt.

LG
Justina

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gareth
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Freut mich auch sehr, Märchenfee und Justina,

dass der Text noch einmal das Tageslicht erblickt :o)

Was aber das Lektorat angeht, Justina, so muss es nicht wirklich sein, wenn es nach mir geht. Auch wenn Duisburger das seinerzeit mal so ins Unbestimmte hinein gesprochen hat.

Nun kurz zu den beiden angesprochenen Punkten:

Das mit dem "einstecken haben" ist eine bewusste Umgangssprachlichkeit und

das Treffen der beiden Liebenden findet keineswegs in der Wohnung des Freundes statt. Nachdem sie ihm an der Tür in die Augen gesehen hat, vergeht einige Zeit, ohne dass dies ausdrücklich gesagt wird.

Im nächsten Satz aber erfahren wir, dass sie mit zu ihm gegangen ist:

Milde, herbstliche Nachmittagssonne fällt auf die warmen, braunen Holzdielen meines stillen Zimmers.

Der Erzähler spricht von seinem Zimmer. Das sei hiermit klargestellt.

Mit freundlichen Grüßen
gareth

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