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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Schulwahnsinn
Eingestellt am 24. 07. 2002 16:25


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MaxiWolf
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Apr 2001

Werke: 14
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Das Klingeln des Weckers drang tief durch Janas Schlaf. Sie griff mit geschlossenen Augen neben sich und stellte den Wecker aus. Dann drehte sie sich noch mal um und schlief erneut ein.
„Jana, aufwachen meine Schlafmütze“, kam es von der Tür. Und plötzlich wurde ihre Bedecke weggezogen. Jana gähnte und richtete ihren müden Körper auf. Sie schaute auf ihren Wecker. Er zeigte 7:15 Uhr an und im selben Augenblick, als sie sich der Zeit bewusst wurde, traf sie eines ihrer Shirts am Kopf. Jana nahm es sich vom Kopf.
„Morgen, Mam“, rief sie gähnend. Ihre Mutter ging aus dem Zimmer ihrer Tochter. Jana sah auf dem Boden, auf der ihre Decke lag. Das war das sagenumwobene Weckkommando der Familie Weiß. Ohne Vorwarnung, ohne Gnade, ohne Reue.
Jana streckte sich und sprang aus dem Bett. Sie hob ihre Bedecke vom Boden auf und legte sie ordentlich, dorthin, wo sie hingehörte. Danach machte sie sich für die Schule fertig. Ihr Ranzen war in Nullkommanix gepackt und ihre Mutter hatte ihr Pausenbrot schon in der Küche für sie bereitgelegt. Sie brauchte es nur noch holen und einpacken. Meistens erwartet sie dann noch eine nette Kleinigkeit.
Jana nahm ihren Rucksack über die Schulter und machte sich auf den Weg zur Küche. Doch auf dem Weg dorthin blieb sie stehen. Irgendwas war heute komisch. Irgendwas war anders als sonst. Alles war so ungewohnt ruhig. Die lauten Schreie ihrer kleinen Schwester fehlten, die sonst immer früh das ganze Haus ausfüllten. Die kleine Nervensäge wäre sonst jetzt an ihr vorbei gerannt und hätte ihrem Vater in den Ohren gelegen, dass er sich doch beeilen sollte. Aber es kam niemand vorbei gerannt.
Jana stöhnte auf. Vielleicht waren sie schon unterwegs? Sie stürmte mit einem Lächeln auf den Lippen in die Küche und begann loszuplärren: „Ma…“ Als Jana sah, das niemand in der Küche war, verstummte sie im Wort. Sie durchquerte irritiert die Küche. Was war los? Wo war ihre Mutter? Sie ging doch immer hinter nach ihr aus dem Haus. Fragen über Fragen gingen durch Janas Kopf. Und eine Antwort …
Was wäre, wen sie schon unterwegs war? fragte Jana sich. Ja, dass muss es sein, sie mussten alle schon früher gegangen sein.
Mit einem lächeln auf dem Gesicht und etwas beruhigter nahm sie eine Schüssel aus dem Schrank, füllte Cornflakes hinein und übergoss diese mit Milch. Noch ein Löffel hinein und ihr Frühstück für diesen Morgen war fertig. Jana setzte sich an den Frühstückstisch und begann zu essen.
Ihr Blick schweifte ĂĽber ihre Wanduhr. Der kleine Zeiger zeigte auf die 8 und der groĂźe zeigte auf die 12.
„Shit“, kam es über ihre Lippen. Der leere Löffel entglitt Janas Händen, viel in die noch fast volle Schüssel und die Milch benässte ihr Shirt. „Verdammt“, fluchte sie. Das war ein Start in den Tag, nasse Klamotten und sie verpasste die 1. Sunde.
Jana schnappte sich ihre Pausenbrote und steckte sie in ihren Rucksack. Dann stürmte sie aus dem Haus zur Schule. Sie hatte zwar nicht gegessen, aber das konnte man ja noch nachholen. Jetzt zählte erst mal, dass sie zur Schule kam. Aber es war ja Gott sei Dank so, dass ihre Schule gleich in der Näh stand und sie nur 10 Minuten bis dorthin brauchte.
Vollkommen außer Atem stand sie vor ihrem Klassenzimmer und wieder war es ungewohnt ruhig. Was war mit ihrer Klasse los? Was war mit den Rabauken der 9 b? Wieso warn sie so stumm? Hatte Jana einen Schulfreien Tag versäumt? Unmöglich!
Sie klopfte an der Tür. „Herein!“, kam es mürrisch von drinnen. Das war eindeutig die Stimme des Lehrers, den sie von allen am meisten hasste. Und das beruhte auf Gegenseitigkeit. Mit gesenktem Kopf betrat sie ihr Klassenzimmer.
Der Blick aller aus ihrer Klasse war auf sie gerichtet. Ihr Lehrer sah sie zornig an. Verdammt, fluchte sie innerlich, wieso musste mir das passieren. „Entschuldigen Sie“, begann Jana, ihr Lehrer sah sie verwundert an. Was konnte ich sagen? frage sich Jana. Wie konnte ich mich aus dieser peinlichen Situation herausreden? Sie grübelte und grübelte und brachte nur ein was heraus. „Also, da … äh … war so eine alte Frau“, begann Jana ihre eher unglaubwürdige Ausrede. Verflixt, wieso viel mir nichts ein? fluchte Jana innerlich. Sie war doch sonst immer ein Meister im Erfinden von Ausreden. Ihr Lehrer wurde ungeduldig. „Ja, der ist die Tasche herunter gefallen und ihr ganzer Einkauf wurde auf der Straße verteilt.“
„Und so hilfreich, wie sie sind, Fräulein Weiß, haben sie der armen alten Dame geholfen“, fiel er ihr ins Wort. Er sah Jana ziemlich streng und zornig an.
„Genau“, nickte sie.
„Dabei stört es Sie scheinbar überhaupt nicht, das die Geschäfte erst in einigen Minuten aufmachen“, sagte er. Ein Gelächter erhellte die Stille in ihrer Klasse. Mist, mist, mist! fluchte Jana in Gedanken. Was war mit ihr los? Und wieso lachten alle über sie?
„Setzen Sie sich!“, rief er streng und Jana gehorchte. Sie wurde von den Blicken aller verfolgt und von ihrem Gelächter. „Ruhe!“, rief ihr Lehrer zur Ordnung und lies den Zeigestock auf seinem Lehrerpult knallen. Sofort war alles leise. Jana atmete auf. Dann packte sie ihr Schulzeug aus und hang ihre Jacke über die Lehne ihres Stuhles. Janas Lehrer reichte ihr ein Blatt und als sie darauf sah hätte sie am liebsten laut aufgeschrieen. Sie sah genau auf eine Matheklassenarbeit. Eine Klassenarbeit, von der sie nichts wusste, in einem Fach, das sie hasste.
Dieser Tag hatte gerade mal angefangen und schon verfluchte Jana es aufgestanden zu sein.

Die Klassenarbeit war schnell vorbei. Noch eh sich Jana entsinnen konnte, wurde ihr das Blatt von ihrem Lehrer weggenommen. Dabei dachte sie, es wären nicht mal 15 Minuten vergangen, dabei waren es über 30 Minuten. 30 Minuten, in der sie nicht mal die Hälfte aufs Blatt brachte. Es war zum verzweifeln. Sie lies ihren Kopf mit einem lauten Stöhnen auf die Tischplatte sinken.
„Mach dir nichts draus, Darling, es hat jeder mal einen miesen Tag“, versuchte sie ein Junge aus ihrer Klasse aufzumuntern. Als Jana den himmlischen klang seiner Stimme hörte waren sofort alle Missgeschicke vergessen.
Jana sah zu dem Jungen auf und in seine warmen braunen Augen. Sein wundervolles Lächeln verleitete sie auch zum lächeln. Sie sehnte sich danach in seine starken Arme genommen zu werden, sein kurzes braunes Haar durchzuwuscheln oder seine Lippen zu küssen. Letzteres hatte sie jetzt sofort vor.
Sie sprang vom Stuhl auf, um schlang mit ihren Armen seinen Hals und näherte ihren Lippen seinen. Doch irgendwas störte sie in seinem Vorhaben. Sein Blick war nicht auf sie gerichtet.
„Ähm, Süßer, hier bin ich“, machte sie ihn auf sich aufmerksam.
„Hä“, kam es von ihm und er sah Jana eine kurze Zeit irritiert an. Er gab ihr einen kurzen Schmatzer auf ihre vollen roten Lippen und befreite sich aus ihrer Umarmung. Dann rannte er zu seinen Freunden und lies Jana verwirrt stehen. Sie sah eine Zeit regungslos auf der Stelle, bis sie wieder jemand von der Seite ansprach.
„Und hat man bei deinem Süßen wieder Chancen?“, kam es von Jenny, einer ihrer Klassenkameradinnen.
„Du spinnst wohl“, ging Jana sie an. Jenny war zirka 1,80 Meter groß, hatte wallendes blondes Haar, eine Traumfigur und schnappte allen Mädchen die Kerle reihenweise weg. Aber ihren Tom, würde die nicht bekommen.
Zwar hatte Jana nicht solche optischen Qualitäten wie die Klassenschlampe Jenny – sie hatte kurzes schwarzes Haar und wog 70 kg – aber Tom liebte sie und das ist alles, was zählte. Obwohl er jetzt scheinbar lieber mit seinen Kumpels abhing als sich um sie zu kümmern.
Jana sah schmollend zu ihm hinüber während Jenny ihre Späße machte, wie schnell sie Tom herumkriegen könnte. Jana hätte am liebsten ihre Hand erhoben und Jenny eine gelangt, aber sie hatte schon einen Schulverweis. Und noch einen wollte sie sicher nicht riskieren.
Plötzlich klingelte es zum Unterricht. Alle Schüler setzten sich wieder auf ihre Plätze. Jetzt stand Bio auf dem Programm, mit einer Lehrerin, die Glück in der Enthaltsamkeit predigte. Sie hatte genau eine Zuhörerin. Das Fräulein Keinen-Sex-vor-der-Ehe Nebel.
Und als sich die Tür langsam öffnete und der so sittliche lange Rock um rund 70 Zentimeter gekürzt war, dass Fell an ihren Beinen verschwunden war, man herausfand, dass sie unter ihrer sonstigen konservativen Bluse immer ein nettes Dekolleté versteckt hatte, ihr straffer Haarknoten zu einer wallenden Mähne geöffnet war und ihre sonst natürlichen Lippen verführerisch rot angemalt waren, bekam Jana den größten Schock ihres Lebens. Und heute wurde das schöne Thema der Bienchen und Blümchen durchgenommen.
Ihr war es so, als würde diese Stunde nie vergehen. Fräulein Geßner nahm das Thema sehr tief ran und ihre ausführlichen Beispiele waren führ die männlichen Schüler sehr erregend. Jana war froh, als diese Horrorstunde vorüber war und sie in die Pause flüchten konnte. Sie schnappte sich ihren Tom, der sich ihrem drängen widersetzte, und stürmte mit ihm auf den Hof.
Draußen der nächste Schock. Das Schulmauerblümchen Sara Nebel hüpfte in einem weißen Bunnykostüm über den Hof und ihr Tom sabberte ihr hinterher.
War hier nur jeder durchgeknallt.
Jana lies sich auf eine Bank fallen und sah nur noch, wie ihr Tom hinter diesem durchgeknallten Osterhäschen hinterher hoppelte. Sie stöhnte laut auf. „Also ist doch wieder Jagdsaison auf süße Typen“, grinse Jenny und setzte sich zu Jana.
„Den knall ich gleich ab“, stöhnte Jana. Wie konnte Tom es wagen sie so stehen – na ja, jetzt saß sie ja gerade – zu lassen. Und wie konnte er es nur wagen hinter Sara Nebel hinterher zu geifern, über die er sich selbst oft lustig gemacht hatte.
Plötzlich traf sie etwas am Kopf. Das kalte Wasser, dass ihre Kleidung plötzlich durchnässte lies ihre Wut etwas abkühlen, aber nur für Kurz. Sie sah sich nach dem Schuldigen um, der ihr die Wasserbombe an den Kopf geworfen hatte.
„Ich Son-Gohan, werde dich Vegeta besiegen“, schrei ein 15-jähriger mit blondiertem Haar. Er hatte es mit Gel zustande gebracht, dass seine Haare in den Himmel ragten.
„Das ich nicht lache, Winzling“, schrie en größerer Junge mit kohlrabenschwarzen Haar. Auch er hatte eine solch komische Frisur und war ganz in blau gekleidet. Jana viel fast um, als sie in den beiden Jungs Toms kleinen Bruder Bobby erkannte und seinen besten Kumpel Johannes. Die sich scheinbar für Figuren aus Dragon Ball Z hielten. Und das wo Bobby nun wirklich nicht auf Blond stand und Johan sonst immer rote Haare hatte. Aber jeder machte halt mal einen Typwechsel durch. Aber gleich so krass?
Bobby und Johann fuchtelten mit Armen und Beinen wild in der Gegend herum. Scheinbar sollte das Kampfsport sein. Nebenbei flogen noch Wasserbomben durch die Luft, vorausgehend immer Kampfschreie, wie Kamehameha.
Jana beschloss diese beiden zur Räson zu rufen.
„Man, ihr beiden solltet doch schon lange aus den Kindersachen rausgewachsen sein“, schrie sie zu den beiden. Bobby und Johan sahen Jana komisch an. „Ihr könnt euch diesen DBZ-Scheiß sonst wohin stecken, aber hier ist das mega peinlich.“
Plötzlich sah sie sich einer großen Gefahr gegenüber. Bobby sah sie wütend an. „Buu!“, rief er. „Vegeta, das ist der Dämon Buu!“
„Schnappen wir ihn uns!“, rief Johan und dann stürzten beide auf sie los. Wasserbomben flogen ihr entgegen und benässten den betonierten Boden, auf dem sie stand. Sofort war Jana auf der Flucht. Wer weiß schon, was in den Hirnen solcher irrer vor sich geht.
Sie wurde über den gesamten Hof gehetzt und niemand schien sie retten zu wollen. Der heißeste Hasenbraten der Schule kreuzte ihren Weg, es hatte eine riesige Meute den Weg zu ihr gefunden und die dackelten ihr gemächlich hinterher. Und in dieser Masse trottete auch ihr Tom mit. Jana hoffte innerlich, das Bobby und Johan auch dieser über Nacht zum wandelnden Aphrodisiaka gewordenen Ente folgen würde. Aber die beiden sahen in ihr Buu. Dabei hatte sie nur ein rosa Shirt an.
Jana rannte weiter um ihr leben. Wasserbomben flogen ihr hinterher. Mann wo nehmen die nur die viele Munition her? fragte sie sich. Es gab nur eine Rettung. Einen Ort, an den die beiden nicht konnten. Jana rannte auf die Damentoilette und hörte nur noch ein was von den beiden: „Scheiße, Buu muss seine Aura gelöscht haben.“
Jana lehnte sich geschafft an die TĂĽr und lies sich auf den Boden sinken. Wann wĂĽrde dieser Irre Tag nur enden?
Es klingelte zur 3. Stunde. Musik war jetzt dran. Wenigstens ein harmloses Fach. Und das beste war, Janas Lieblingslehrer hatte diese Stunde. Jubelnd öffnete sie die Tür. Sie schaute nach links und nach rechts. Son-Gohan, wie ich Bobby nannte und Vegeta, Johan, waren nirgends zu entdecken. Die Luft war rein.
Jana ging nach draußen. „Hey Jana“, hörte sie plötzlich Sara. Dieses wildgewordene Hoppelhäschen stand direkt neben ihr. „Gefällt dir meine neue Kleidung?“ Sie lächelte Jana nett an. Aber eigentlich erübrigte sich die Frage. Sara brauchte nur hinter sich schauen. Das Jungs, die hinter Sara her waren, folgten ihr wie ein Rudel Schoßhündchen hinter einer läufigen Hündin.
Jana fasste in den Haufen und zog Tom am linken Ohr mit sich mit. Sie ging mit ihm zum Unterricht, wo gerade ein Junge der gesamten Klasse etwas vorträllerte. Es war ein Stück aus einer Oper und irgendwie sang der Junge wie ein Tenor. Dabei, war er sonst eher der schüchterne Typ, der nie eine Note raus brachte. Aber scheinbar hatte er sein Talent bisher versteckt.
Als er fertig war klatschten alle. Er verbeugte sich und ging auf seinen Platz. Ab dann war er wieder stumm, was Jana bedauerte.
„So jetzt schlagt bitte eure Bücher auf Seite 42 auf“, rief ihr Lehrer. Er ging etwas vor dem Pult entlang, alle Schüler gehorchten seinem Befehl. Plötzlich blieb er stehen. „Obwohl, wenn ich’s mir bedenke“, grübelte er. Er ging an einen Schrank und holte einige Musikinstrumente heraus, die er verteilte. „Wir werden heute alle einen netten Song spielen. Ich gebe euch die Noten sofort.“ Dann teilte er die Noten aus.
Nun bekam Jana den vollkommenen Schock. Ihr Lehrer schien auf Marilyn Manson zu stehen, obwohl er ihnen sonst immer mit Klassik ankam. Jana reichte es nun. Sie stĂĽrmte aus dem Zimmer. Ihr Lehrer rief ich nach, das wĂĽrde eine 6 geben. Aber das alle, das konnte doch nicht war sein. Das musste ein Traum sein. So irre Dinge waren an diesem Tag passiert.
Jana rannte auf den Hof und ab jetzt war klar, dass das alles ein Traum war. Der Himmel war rot gefärbt und ein Grollen war zu hören. Sie schaute in die Richtung, von der dieses grollen kam und entdeckte Godzilla.
Jana schluckte, wenn alles vorher noch etwas normal schien, das war nun zu 100 Prozent ein Alptraum. Godzilla verwĂĽstete ihre Schule, das war zwar mehr ein Wunschtraum aus Kindertagen aber das war ĂĽbertrieben.
Sie sank auf ihre Knie. „Das ist alles ein schrecklicher Traum“, sagte sie sich immer und immer wieder. Die riesige Pranke des Monstrums kam auf sie zu und …

Das mochte zwar alles ein Traum sein, aber diese riesige Pranke, war einfach zu furchteinflössend um weiter dumm rumzuhocken. Jana sprang auf und rannte um ihr Leben. S rannte, so schnell sie ihre Beine Tragen konnten. Das riesige Tier trat auf den Boden. Er bebte, der Beton öffnete sich unter Janas Füßen und sie stürzte in die Tiefe.
Schweißgebadet erwachte Jana. Plötzlich ging ihr Wecker an. Sie stellte ihn aus, wischte sich den Schweiß von der Stirn und stand auf. Sie ging an ihren Schrank und holte sich ihre Sachen heraus, die sie an diesem Tag anziehen wollte. Sie zog sie sich über und sah auf ihr Mathebuch. Sie überlegte. Ein bisschen Lernen konnte ja nichts schaden.
„Morgen meine …“ Ihre Mutter linste um die Tür und sah ihre Tochter verwirrt an. „Seit wann, stehst du gleich nach den Wachwerden auf? Und seit wann lernst du für die Schule.“
„Hab nur so ein dummes Gefühl, dass wir heute eine Mathearbeit schreiben“, antwortete Jana ihrer Mutter, die verwundert nach unten ging. Jana legte das Buch weg, schnappte ihren Rucksack und folgte ihr.
„Daddy, Daddy, wir kommen zu spät“, jaulte ihre kleine Schwester, die an ihr vorbei rannte und in ihrem Zimmer verschwand. Ihr Vater zog sich gerade die Schuhe an. Jetzt war alles OK.
Jana lächelte. Sie ging in die Küche. Auf dem Schrank stand ihr Frühstücksbrot und ein Überraschungsei. Jana legte ihren Rucksack beiseite und nahm sich ihr Essen. Sie sah auf die Uhr. 8:30 Uhr, alles OK. Sie war überglücklich. Ihre Mutter verabschiedete sich und ging auf Arbeit. Für Jana wurde es Zeit zur Schule zu gehen.
Und oh welches Wunder, ihr Traum hatte ein was gutes. Die Überraschungsarbeit war keine Überraschung mehr. Jana setzte sich fröhlich pfeifend an die Arbeit und schrieb das erste Mal in ihrem Leben eine Eins.
„Wow, bist du gut gelaunt“, kam es von Tom, als die Stunde zu Ende war. Jana gab ihm ein Lächeln als Antwort.
Dann folgte Bio und das nicht mit einer Lehrerin als Vamp. Sie hatte die Hölle hinter sich.
Tom musterte ihren Frohsinn mit Skepsis. „Irgendwas ist nicht in Ordnung mit dir Darling“, sagte er. Jana schnappte ihn sich und gab ihm einen dicken Schmatzer, den er sehr genoss.
Sie hoffte, so eine Nacht nie wieder erleben zu mĂĽssen.


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