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Leselupe.de > Gereimtes
Schwarze Ringelblume
Eingestellt am 01. 06. 2006 22:46


Autor
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Aminmelalle
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Mar 2006

Werke: 19
Kommentare: 7
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Immer noch
Erwacht in mir der Zitronenbr├╝stigen Bild.
Wenn in goldenen Tinten das bl├╝hendwe Bild.
Aller Sterne ob ihrem Antlitz zieht
Und ihr Leib ganz in Flammen bl├╝ht,
Der Liebe Speer in der Wunde gl├╝ht,
O du Frischeste, du mein Liebesleid.
Dann brennt gl├╝hend mein Herz, l├Ąg's auch begraben im Schnee.

Immer noch
K├Ąme mein lotos├Ąugiges M├Ądchen mir wieder,
Von Liebe schwer ihre sanften Glieder,
Immer noch b├Ât' ich ihr dar
Meiner Arme d├╝rstendes Zwillingspaar
Und tr├Ąnke von ihrem Munde den schweren Wein,
Wie summend die Biene im fl├╝sternden Hain
Raubt der Seerosen Honigseim.

Immer noch
L├Ąge ich da mit Augen weit offen,
Aus den Wangengr├╝bchen steigt Freude, Erhoffen
Malt rosig ihr Ohr und bleich ihre Stirn,
Denn mein Fieber ist ferne wie fernster Firn.
W├╝rd' meine Liebe doch zu ihr hinfinden,
Sie fesseln mit ihren Blumengewinden,
Wie Nacht an die Br├╝ste des Tages sich saugt.

Immer noch
Kreisend in meinem Blick, der vergeht,
Ihr schwindend Gesicht immer neu entsteht.
O golden Gelock, an der Wangen Folie
Geschmiegt, ein Bl├╝tenblatt der Magnolie.
In das schmiegsamste Pergament schreibe ich,
Was auf den Lippen brennt, dichte ich dir
Sonette von K├╝ssen, bis ich ersch├Âpft vom Reimen.

Immer noch
Malt sich mir Liebestod im Lidergeflacker dieses Weibes,
In dem scheuen Schauen und der Hinf├Ąlligkeit des Leibes,
Wenn gebrochen ich von dem Weh der Lust
F├╝hlte der Br├╝stlein roten Blust,
Wie ahnte ich mich da geborgen,
Am urewigen Quell gestillt meine Sorgen
Wie an den Purpurlippen, da sie mich noch tr├Ąnkten.

Immer noch
Sickerte mir zu ihre Schw├Ąche aus diesen zwei Bronnen
Wie ihre St├Ąrke vorher. Tief versonnen
Gleich in Silber verketteten Koboldssklaven
Klinkern die Lider. Aber es hat
Doch keinen Prinz aus einer versunkenen Stadt
Wie in feindlichen Hafen sie in sein grimmes Bette gef├╝hrt.

Ferne Einsame du, nur im Traum ersp├╝rt,
Umschlie├čt du mich wie ein Gewand, mein Kind.

Immer noch
Lieb' ich das seidige Kosen deiner schwarzen Blicke,
Ihrer wechselnden Wellen wechselnde Geschicke,
Ihrer s├╝├čen Schatten huschendes Steigen,
Auf und Nieder bezaubernder Reigen,
Den frischen Mund, ihren duftenden Hauch,
Das Haar, das wirr ist wie webender Rauch,
Und die Finger, die wie ├╝ber Wellen tasten.

Immer noch
Gedenk' ich, wie es schmeichelnd mir Antwort war,
Wenn die Seelen sich einten. Deine Hand tauchte in
meinem Haar,
Und ich sog Erinnern von deinen Lippen,
So sank der Mond hinter Meeresklippen,
Und sah die Priesterin von Rati liebessatt
Unter g├╝ldener Lampe auf schwellender Lagerstatt
Hinsinken, um zu schlafen
__________________
Das Gl├╝ck besteht nicht darin, dass du tun kannst, was du willst, sondern darin, dass du immer willst, was du tust

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