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Leselupe.de > Ungereimtes
Schwarze Tauben...
Eingestellt am 07. 06. 2002 09:53


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Ironic
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Schwarze Tauben...

Gl├Ąnzend gelb das letzte Sonnenlicht,
im Auge sich der wei├čen Taube bricht.

Sie will der Sonne endlich nahe sein,
den fernen Horizont beruehren.
Wind im Gefieder, himmelsheller Schein.
- und grenzenlose Freiheit spueren.

Der Weg erscheint gar unerreichbar weit.
Doch hoffnungsvoll zum ungewissen Ziel.
Kein Blick zur monotonen Dunkelheit
- die langsam erstickt das Farbenspiel.

Gl├Ąnzend gelb das letzte Sonnenlicht,
im Auge sich der wei├čen Taube bricht.

Noch pocht das Herzlein im Takt der Fl├╝gel.
H├Ârst du es: Der gro├če Sturm beginnt.
Sie nahen herbei - gleich hinterm H├╝gel.
Scharen st├╝rmen bald heran geschwind.

Glutaugen und teufelsschwarze Schwingen
schneiden den Himmel, die Zeit entrinnt
gleich den Strahlen, die durch Wolken dringen,
da bald das Dunkel die Macht gewinnt.

Schimmernd gelb noch letztes Sonnenlicht,
im Auge sich der wei├čen Taube bricht.

Rings herum nun Mauern schwarzer Tauben.
Tausend Fl├╝gelratten ohne Seele,
kommen um auch ihre noch zu rauben.
Hacken und zerkratzen ihr die Kehle.

Was schneewei├č war - nun rot vom Lebenssaft.
Sie sinkt zu Boden wie ein totes Blatt,
von K├Ąlte ausgesogen alle Kraft.
die Augen starr, der Federmantel matt.

Der Himmel ist inzwischen blass und k├╝hl.
Das Leben hat sie schon verlassen.
Frei von eigenem Geist und von Gef├╝hl,
- gleich jenen schwarzen Taubenmassen.

Allein gelassen -vom letzten Sonnenlicht.




__________________
Um nicht vom Leben selbst erdr├╝ckt zu werden, sollte man ihm mit seinen Tr├Ąumen Fl├╝gel verleihen.

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Haget
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MoinMoin Ironic,
Dein Gedicht gef├Ąllt mir. Habe es aber bisher nur einmal schnell gelesen und werde baldigst mehr dazu schreiben.
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Haget w├╝nscht Dir Gutes!
Selbst d├╝mmste Spr├╝che machen oft Sinn
- auch krumme Pfeile fallen irgendwo hin!

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Haget
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MoinMoin Ironic,

ich habe Dein wundersch├Ânes Gedicht nach Deinem Wunsche einmal ganz pingelig und nach meinem Geschmack durcharbeitet.
Mit den ungereimten Doppelzeilen habe ich mich angefreundet ÔÇô wenn mir dort ein Reim auch lieber w├Ąre. Bedenken habe ich gegen ÔÇ×EngelsgelbÔÇť. Ich denke bei Engelsfarben mehr an WEISS oder GOLD. Wenn andere Leser auch dar├╝ber nachdenken sollten (keine Ahnung!), w├╝rde sie dieses vom ├╝brigen Lesegenuss ablenken. Vielleicht Ersatz: Flammendgelb?

Falls Dir Reim auch lieber (vergeblich gesucht?), Vorschlag, wobei das „rot-ÔÇśÔÇś nur wegen der Silbengleichheit sein muss ÔÇô die hier aber f├╝r den Rhythmus auch entbehrlich w├Ąre!

Flammend rot-gelb noch letztes Sonnenlicht
in Augen sich der wei├čen Taube bricht.

(im Auge sich...?) (rot-gold?)

Schwarze Tauben

Engelsgelb das letzte Sonnenlicht,
in den Augen der schneewei├čen Taube.

Sie will der Sonne endlich nahe sein,
den fernen Horizont beruehren.
Wind im Gefieder, himmelsheller Schein.
- und grenzenlose Freiheit spueren.

Der Weg erscheint gar unerreichbar weit.
Doch hoffnungsvoll zum ungewissen Ziel.
Kein Blick zur monotonen Dunkelheit
- die langsam erstickt das Farbenspiel.

Engelsgelb das letzte Sonnenlicht,
in den Augen der schneewei├čen Taube.

Noch pocht das Herzlein im Takt der Fl├╝gel.
H├Ârst du es: Der gro├če Sturm beginnt.
Sie nahen herbei - gleich hinterm H├╝gel.
Scharen st├╝rmen heran bald geschwind.

Glutaugen und teufelsschwarze Schwingen
schneiden den Himmel, die Zeit entrinnt
gleich den Strahlen, die durch Wolken dringen,
da bald das Dunkel die Macht gewinnt.

Engelsgelb das letzte Sonnenlicht,
in den Augen der schneewei├čen Taube.

Rings herum nun Mauern schwarzer Tauben.
Diese Fl├╝gelratten ohne eine Seele,
kommen um auch ihre noch zu rauben.
Hacken und zerkratzen ihr die Kehle.

Was schneewei├č war - ist nun rot vom Lebenssaft.
Sie sinkt zu Boden wie ein totes Blatt,
von K├Ąlte ausgesogen alle Kraft;
die
Augen starr, der Federmantel matt.

Der Himmel ist inzwischen blass und k├╝hl.
Das Leben hat sie schon verlassen.
Frei von eigenem Geist und von Gef├╝hl
- gleich jenen schwarzen Taubenmassen.

Engelsgelb war das letzte Sonnenlicht.

(Verschwunden des Sonnenlichts Glut
- im Dunkel rings die Welt jetzt ruht.)

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Haget w├╝nscht Dir Gutes!
Selbst d├╝mmste Spr├╝che machen oft Sinn
- auch krumme Pfeile fallen irgendwo hin!

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Klopfstock
Guest
Registriert: Not Yet

wundersch├Ân.....

Hallo,Ironic,

Dein Gedicht finde ich einfach wundersch├Ân!
Ganz besonders ber├╝hrt mich die wieder-
kehrende Doppelzeile:
"Engelsgelb das letzte Sonnenlicht,
in den Augen der schneewei├čen Taube."
Gut finde ich auch, da├č Du zum Schlu├č
nur die eine Zeile genommen hast:
"Engelsgelb war das letzte Sonnenlicht".
Es wirkt wie abgebrochen und pa├čt meiner
Meinung nach besonders gut zum Tod.

Lieben Gru├č von

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Ironic
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danke

Hallo Haget...
...erstmal vielen Dank, dass du dich mit meinem Gedicht so intensiv auseinander gesetzt hast...
...hab deine Hinweise die Form betreffend auch gleich ver├Ąndert...
auch die Zeile "nun rot von Lebenssaft" hab ich ge├Ąndert...hatte dort selbst schon gegr├╝belt...
...w├╝rde mich freuen, wenn du mir mal erkl├Ąren k├Ânntest, warum du die zwei anderen ├änderungen "heran bald" bzw. "Diese Fl├╝gelratten" vornehmen w├╝rdest...
...├╝ber die zwei ungereimten Zeilen und das Engelsgelb denk ich inzwischen noch ein wenig nach...

Hey Klopfstock...
Danke f├╝r deine Reaktion...ja, die wiederkehrenden Zeilen wirken somit fast wie eine Art Refrain bei einem Lied...
...dass das abgebrochene an der letzten Zeile den Ihnalt gut abschlie├čt, denke ich auch und werde deshalb den sch├Ânen letzten Doppelzeiler von Haget vorerst nicht ├╝bernehmen...

Liebe Gr├╝├če,
Ironic
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MoinMoin ironic,
fahre gerade einige Tage weg. Erkl├Ąre meine Ansicht sp├Ąter ausf├╝hrlich.
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