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Leselupe.de > Gereimtes
Schwarzer Vogel Zeit
Eingestellt am 03. 05. 2004 20:00


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Cirias
HĂ€ufig gelesener Autor
Registriert: May 2004

Werke: 49
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SCHWARZER VOGEL ZEIT


Es ist Zeit
die schwarzen Vögel
sind in fernen Himmeln versunken
das Licht in stillen GĂ€rten ertrunken
Gib mir deine Hand
ich will mit dir in heimliche Stunden gehen
in tiefe Wasser ohne Strand
wo die TrÀume aus dem Stundenglas wehen

Es ist Zeit
zieh dich aus
deinen Körper leg ich in den Schimmer der HĂŒgel
meine HĂ€nde malen dir sternenweiße FlĂŒgel
öffne mir deine Schenkel ganz leise
spĂŒrst du, ich bin wie das ungeborene Meer
unser Geheimnis verwandelt sich auf geliebte Weise
ein meeresstiller Schatten, so geht es immer vor uns her

Es ist Zeit
noch sind wir wie trÀumende Schwimmer
lass uns in das Dunkel tauchen
uns wie ein Echo aneinander verbrauchen
dann nenn mir einen verborgenen Ort
ach bitte, flĂŒster mir die Zeit in Scherben
denn die schwarzen Vögel sind schon dort
und die letzte Welle lÀsst uns sterben

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Venus
HĂ€ufig gelesener Autor
Registriert: Oct 2003

Werke: 99
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es zieht mich hin...

...doch irgendwie hĂ€tte ich hier gerne auf die Reimform verzichtet. Teilweise sind (fĂŒr mich) hier ganz wundervolle Gedanken (zwangslĂ€ufig) in ein Schemata gepresst, dessen Notwendigkeit fĂŒr mich verschlossen bleibt.

Beispiel:
gehen – wehen
das „schwĂ€chelt“ im Ausdruck und nimmt dem eigentlich Gesagten seine Kraft.

So hab ich dich gelesen.
So sind deine Worte bei mir zu Hause.
Bitte, ich hoffe sehr, du verzeihst mir den Aufenthalt in deinen Gedanken –

Gabi

es ist zeit
die schwarzen vögel
sind in fernen himmeln
das licht in stillen gÀrten
gib mir deine hand
ich will mit dir
in heimlichen stunden tiefe
wasser ohne strand
trÀume aus dem stundenglas

es ist zeit
zieh dich aus
deinen körper leg ich in den
schimmer der hĂŒgel
meine hÀnde malen dir
sternenweißes
öffne mir die schenkel
spĂŒr das ungeborene meer unser
geheimnis
geliebte weise
stiller schatten,
so geht es immer
vor uns her

es ist zeit
noch sind wir trÀumende
lass uns ins
dunkel wie ein echo aneinander
nenn mir verborgenes
flĂŒster mir die zeit in scherben
die schwarzen vögel sind schon dort
und die letzte welle lÀsst uns
sterben
(la petite mort?)

__________________
den wind im rĂŒcken, sterb ich mich ein
in den großpassat -
und lebe erst recht

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presque_rien
???
Registriert: Feb 2003

Werke: 200
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Aber bitte mit Reimen!

Hallo Cirias,

Ich finde dein Gedicht wundervoll, zerbrechlich schön, magisch, unbeschreiblich sanft und doch von ĂŒberwĂ€ltigender Kraft. Großartig.
Im gegensatz zu Venus finde ich gerade dein Reimschema sehr gelungen. Dadurch, daß du kein Versmaß benutzst, wirken die Verse eben nicht "in eine Form gepresst", sondern zwanglos, und doch liebevoll-melancholisch aneinandergeknĂŒpft: das unterstreicht die Aussage des Werkes auf die bestmögliche Weise. Die Leichtigkeit. Die VergĂ€nglichkeit. Das Festhalten, und doch Wissen, dass es nicht auf Dauer ist (ich hoffe, diese Interpretation ist nicht allzu weit hergeholt).
Wenn man Dein Gedicht liest, ist es fast, als fĂŒrde man die Brandung leise rauschen hören, die Wellen...

LG

presque_rien

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IKT
Guest
Registriert: Not Yet

VerfĂŒhrerisch...

... sinnlich, gefĂŒhlvoll und traurig zugleich! Ich muß presque_rien Recht geben, was die Reimform betrifft. Gerade durch sie bekommt das Ganze diesen zerbrechlichen Touch. So wie Gabi es vorschlĂ€gt,ist es auch nicht schlecht, aber ich finde, es wirkt nicht ganz so weich/anschmiegsam. Mir gefĂ€llt es so, wie es ist!
LG IKT

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Sandra
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo,

oft empfinde ich es, wie Venus beschrieben hat - dass der Reim dem Sinn nicht folgen kann, dass es reigepresst erscheint. Jedoch hier auf gar keinen Fall. Tief und doch leicht und zart. Es fließt in meinen Ohren und Worte werden zum Strom, die mich mehr und mehr in dein Gedicht ziehen. Lass es bitte so, wie es ist - nĂ€mlich wunderschön.

lg
sandra

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Cirias
HĂ€ufig gelesener Autor
Registriert: May 2004

Werke: 49
Kommentare: 113
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Liebe Venus,

du siehst- ich krieg mĂ€chtig Ärger, wenn ich den Reim herausoperiere... Ich finde deine Gedicht-Antwort aber wundervoll-whow!-könnte glatt von mir sein(zwinker). Nein, im Ernst, du hast das Gedicht mit ungeheurer SensibilitĂ€t von seinen ZwĂ€ngen(?) befreit, es gefĂ€llt mir so, dass ich es mir ausgedruckt habe und als zweite Version meinen "gesammelten Werken" einfĂŒgen werde. GrundsĂ€tzlich bin ich deiner Meinung, aber das Korsett des Reims fordert mich auch und presque-rien hat ja ganz zurecht darauf hingewiesen, dass der Reim frei bleibt. Ich glaube, dass deine Version mehr poetische Kraft entfaltet, dass meine aber musikalischer ist und ihre Bilder aus dem Inneren heraus entfaltet.
Danke dir sehr, Cirias

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