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Leselupe.de > Humor und Satire
Schweinkram
Eingestellt am 05. 04. 2002 13:52


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Haget
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Registriert: Dec 2001

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Dieses autobiografische Gedicht (eigentlich weder witzig noch satirisch gemeint!) steht auf PLATT („Swienkram“) unter SONSTIGES - leider nicht durchgehend wörtlich machbar:

S c h w e i n k r a m
Haget 221

Ich leb im Dorf - mein Leben lang
und KĂĽhe, Pferde, Schweinsgestank
- wie der Geruch von Heu und Stroh -
sie fehlen mir halt anderswo!

Nach Kriegsend’ stand - wie überall -
bei uns zur Mast ein Schwein im Stall,
so groß, wie man’s nun nicht mehr kennt,
es hieĂźen Ferkel, was heut man Schweine nennt!

Wir sagten immer was es ist:
Naturdung hieĂź bei uns nur Mist,
der Unterschied von Bulle, Ochse, Kuh,
gehört’ zum Wissen schon als Kind dazu!

Was ein Schwein so täglich trinkt,
kommt flüssig wieder - wobei’s gewaltig stinkt!
Die Jauche durft’ versickern - dem Brunnen viel zu nah,
doch draus gepumptes Wasser - erschien uns gut und klar!

Solch Schwein fraĂź GrĂĽnzeug, Schrot und Tischabfall,
was dann verdaut lag matschig - ĂĽberall im Stall,
der Kram, vermengt mit ein paar Hand voll Stroh,
heißt Mist und musst’ gelagert werden - irgendwo!

Nur Schritte vor der AuĂźentĂĽr
- war extra auch ein Platz dafĂĽr,
per Forke mit 4 Zinken
- musst’ ich entmisten, mocht’s auch stinken!
Im Herbst vergruben wir’s im Garten
- als Dung fĂĽr die GemĂĽsearten.

Ob den Gartenduft die Sau gerochen,
nur einfach Freiheitsdrang bei ihr grad ausgebrochen:
Sie hob den Kopf und so die Nase bis zum Topp,
dann durch die TĂĽr zum Garten hin - im Schweinsgalopp!

Wenn lebende vier Zentner so durch die Beete fegen,
ist’s nicht für Buben ratsam, sich damit anzulegen!
Fünf Männer mussten helfen, wir jagten es zwei Stunden,
bis dieses Schweinevieh, den Weg zum Stall gefunden!

Der Garten, einst gepflegt mit ganz exakten Beeten,
war umgepflügt und jed’s Gemüse-Grün zertreten;
es lag das Erbsenkraut, wo einst Tomaten standen,
Kartoffeln ĂĽberall - die Bohnen kamen ganz abhanden!

Noch jahrelang erzählte Johann - ungelogen -
mit Lächeln sei das Schwein an ihm vorbeigeflogen,
der Jochen vergisst noch heut’ nicht zu erwähnen,
die Sau hab’ geknurrt und gefletscht mit riesigen Zähnen.

Und ich? Ich musst’ die erschöpfte Sau pflegen;
sechs Tage ist sie nur im Stall rumgelegen!
War auf Schweinsgalopp nun nicht mehr versessen,
der Muskelkater blieb ihr lebenslang - unvergessen!




__________________
Haget wĂĽnscht Dir Gutes!
Selbst dĂĽmmste SprĂĽche machen oft Sinn
- auch krumme Pfeile fallen irgendwo hin!

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