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Leselupe.de > Ungereimtes
Schwelle
Eingestellt am 23. 01. 2010 21:02


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w├╝stenrose
Routinierter Autor
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die Firma wechselt den
Standort ein Schiff passiert das
Nadel├Âhr die Loire
m├╝ndet ins Meer

kalt und versch├Ąmt
h├Ąngt der Kokon
der Nacht in der T├╝r

ich komme an ihm
nicht vorbei

Version vom 23. 01. 2010 21:02
Version vom 11. 01. 2013 22:17

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Perry
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Aug 2004

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Hallo W├╝stenrose,

bei einem solchen Momentbilder ist es sicher schwer ein Gef├╝hl wie "delaziert" einzufangen.
Im ersten Vers st├Ârt mich der eisige Finger, denn den sehe ich f├Ârmlich brechen, beim Anklopfen. Mir w├╝rde hier zum Beispiel "klamme Finger" besser gefallen.
Im zweiten Vers nimmt vorallem das fast schon l├Ącherlich wirkende "k├Ânnt ich wer wei├č wo" das Tiefe aus dem Text.
Auch die Zeitebene w├╝rde bei so einem kurzen Text einheitlich besser wirken.
LG
Perry

PS: Hier meine Anregungen eingearbeitet:

Schwelle


kalt
stehe ich auf
klamme Finger klopfen
an die T├╝r des Tages

k├Ânnt ich zur├╝ck
k├Ânnt ich weglaufen
k├Ânnt ich woanders
nur nicht hiersein

denke ich
und trete ein

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w├╝stenrose
Routinierter Autor
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Hallo Perry,

deine Antwort ist f├╝r mich sehr brauchbar / anregend und deine Version empfinde ich auf Anhieb gelungener als meine.
Freut mich sehr, dass du nachsp├╝ren kannst, wohin ich mit den Zeilen gehen wollte. Diesen Moment zu beschreiben, finde ich nach wie vor sehr spannend; in der Ausf├╝hrung gibt es, wie ich sehe, f├╝r mich noch viel Spielraum nach oben, na denn: die erstbeste Version nicht einfach so hinwerfen, sondern misstrauisch sein, genauer hingucken / -horchen...

LG w├╝stenrose

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Karl Feldkamp
Routinierter Autor
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Liebe w├╝stenrose,
diese letzte Fassung ist schlicht und geheimnisvoll und gelungen.
Allerdings kommt sie mir wie die letzten beiden Strophen eines Gedichts vor, dem die erste Strophe fehlt.
Herzliche Gr├╝├če
Karl
__________________
Bei jedem Irrtum hat die Wahrheit eine neue Chance.

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Franke
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Hallo w├╝stenrose,

f├╝r mich macht diese "fehlende" Strophe das Gedicht interssant. So kann sich n├Ąmlich jeder Leser seine eigene Einleitung schaffen.

Nehmen wir mal folgende Stelle:

quote:
ich komme an ihm
nicht vorbei

F├╝r mich ist "ihm" hier nicht der Kokon, sondern ich mache es an einer Person fest, an der das lyr.ich nicht vorbeikommt.

Liebe Gr├╝├če
Manfred
__________________
Das Leben ist eine Krankheit der Materie (Thomas Mann)

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w├╝stenrose
Routinierter Autor
Registriert: Jan 2010

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Hallo Manfred,
danke auch f├╝r deine Sicht!
Da mir die von dir angebotene Lesart flugs eine G├Ąnsehaut auf den R├╝cken zaubert, kann ich nur sagen: diese Lesart funktioniert auch!
(und eben f├Ąllt mir noch ein, dass ich bei Peter Weiss mal ├╝ber die Wendung: Portalfiguren meines Lebens gestolpert bin; er wollte wohl damit sagen: Bei mir waren es die Eltern, die mein Eintreten oder auch meinen Nicht-Eintritt in diese Welt gepr├Ągt haben)

lg w├╝stenrose

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Franke
Routinierter Autor
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Hm... schwierige Sache.
Ich kann mich mit der zus├Ątzlichen Strophe nicht anfreunden. Sie wirkt m.E. sehr konstruiert und auch der Zusammenhang mit dem restlichen Gedicht will sich mir nicht wirklich erschlie├čen, h├Âchstens dass du von allt├Ąglichen Meldungen und Selbstverst├Ąndlichkeiten auf das spezielle Problem des lyr.ich fokusieren willst.
Ohne die Einleitung hatte das Gedicht eine st├Ąrkere Wirkung.

Liebe Gr├╝├če
Manfred
__________________
Das Leben ist eine Krankheit der Materie (Thomas Mann)

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