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Leselupe.de > Humor und Satire
Schwierigkeiten eines Abiturienten!
Eingestellt am 04. 03. 2003 18:16


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JennyP.
Hobbydichter
Registriert: Nov 2002

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Schwierigkeiten eines Abiturienten!

Ich bin eine Abiturientin. Allerdings lassen sich die allgemeing√ľltigen Probleme auch auf alle anderen Stufen der Weiterbildung beziehen. Ob Berufssch√ľler oder Studenten, es mangelt immer an der selben Stelle.
Das Hauptproblem ist vor allem Geld. Warum haben Sch√ľler nie genug Geld? Das Taschengeld reicht f√ľr gew√∂hnlich nur bis zum n√§chsten Wochenende, wenn √ľberhaupt. Egal um wie viel es sich dabei handelt, ob Kleingeld oder gro√üe Scheine. Der Fakt ist, dass es so schnell wie m√∂glich ausgegeben und sp√§ter darum getrauert wird. Denn fasten jeden Tag z√§hle ich, bis zum F√ľnfzehnten des Monats. Im schlimmsten Fall ist dann Wochenende und das Geld ist erst zwei Tage sp√§ter auf dem Konto. Das wird meistens eng, wenn ich gerade f√ľr dieses Wochenende etwas kostspieliges geplant habe.
Meistens f√ľhrt mich der Weg in kulturelle Cocktailbars. Was der Alkohol nicht alles anrichten kann. Kaum noch Schnapsleichen, aber oftmals arme Schlucker. Und wenn man die kleinen Scheine nicht f√ľr Spirituosen wegwirft, dann f√ľr den Eintritt in die Diskotheken.
F√ľr eine Frau wird es in einer Diskothek manchmal teuer. Bekomme ich ein paar Drinks von einem scheinbar netten gutaussehenden Mann spendiert, werden sogleich bezeichnende Dienstleistungen gefordert. Da diese aber nicht von jeder durstigen Frau angeboten werden, m√ľssen Ohrfeigen an die Kostver√§chter verteilt werden. Ein einstudiertes Vorprogramm, dass auf die Hilfe eines Fitnesscenters zur√ľckzuf√ľhren ist, kann dabei manchmal wunder bewirken und l√§sst so manchen M√∂chtegern Don Juan zur Schnecke werden. Da sich aber nicht gerade die Cr√®me de la Cr√®me der intelligenten Society in den Diskotheken herumtreibt, reichen oftmals schon zweideutige oder sarkastische Bemerkungen. Diese kommen nur selten im Geh√∂rgang des Gespr√§chspartners an, oder stellen f√ľr ihn ein komplexes Hindernis in Sachen Grammatik und Orthografie dar.
Ein weiterer Punkt, der sich aus dem Geldproblem ableiten l√§sst, ist das fehlende Auto. Dann hat man sich schon mal dazu aufgerafft und einen Teil der F√ľhrerscheinkosten in Selbstfinanzierungen get√§tigt, war all die Anstrengung zum Ende umsonst. Ich habe mich aus diesem Grunde mehrmals gefragt, warum ich mich dazu entschlossen habe, einen F√ľhrerschein zu machen. Ich hatte dadurch eine Verdopplung der Ausgaben auf meinem Konto zu verbuchen. Ein eigenes Auto ohne festes Einkommen w√§re sch√∂n, z√§hlt aber zu den surrealen Illusionen eines Teenagers. Mit der Selbstlosigkeit meiner Eltern zu rechnen und mir ein Auto zu besorgen, halte ich f√ľr etwas dreist.. Der errungene F√ľhrerschein dient nun lediglich dazu, die Familie mit Nahrungsmitteln und Zigaretten zu versorgen oder weitere nutzlose Fahrten in die W√§scherei oder in den Baumarkt zu machen. Ein wesentlicher Aspekt, wenn man wenigstens ab und an hinter dem Steuer sitzen m√∂chte. Dann bleibt nur Muttis kleiner Corsa.
Hat man dann endlich ein wenig Vertrauen seiner Eltern gewonnen, kann mit dem Betteln erst recht voran geschritten werden. Was z√§hlt, sind die Vorw√§nde. Da das wertvolle Fahrzeug ausschlie√ülich nachts zum Einsatz kommen soll, ist es wichtig, zuvor andere Bef√∂rderungsm√∂glichkeiten ausschlie√üen zu k√∂nnen. Damit sind unzuverl√§ssige Buslinien, teure Taxifahrten, fahrunt√ľchtige Autos von Freunden und fahrunf√§hige Freunde und die Gefahr, im Dunkeln allein durch W√§lder oder Stra√üengassen zu gehen, gemeint. Um nun von dem gewonnenen Vertrauen der Eltern zehren zu k√∂nnen, kann man an die stets get√§tigten Eink√§ufe f√ľr die Eltern erinnern und ihnen ein wenig Besch√§mung eintrichtern.
Aber wenn man es dann geschafft hat, die Fahrzeugpapiere und den Autoschl√ľssel zu ergattern, geht der √Ąrger erst richtig los. Man selbst √ľbernimmt als Fahrer stets die Rolle eines Taxiservices. Freunde werden abgeholt, nach Hause gebracht und man selbst hat wenig M√∂glichkeiten, die Fahrt, geschweige denn den Abend zu genie√üen. Nur selten wagt sich jemand der Mitfahrgesellschaft dazu bereit zu erkl√§ren, die Parkgeb√ľhren zu finanzieren. Auch sonst sieht kaum jemand einen Grund, sich an den Kosten f√ľr den Benzinverbrauch zu beteiligen.
Die fehlende eigene Wohnung ist allerdings das gr√∂√üte √úbel. Lediglich ein kleines stickiges K√§mmerlein erm√∂glicht ein Mindestma√ü an Privatsph√§re, obwohl selbst diese zum gro√üen Teil nicht gew√§hrleistet ist. Der √úberwachungsdrang der Eltern, der sich als Besch√ľtzerinstinkt zu tarnen versucht, hinterl√§sst deutliche Spuren in der Psyche eines jungen Menschen. Zur Pr√ľfungsvorbereitung auf das Abitur ist die Gesellschaft eines st√∂renden Hausherren des √Ėfteren √ľberfl√ľssig. Die Notwenigkeit den M√ľll hinauszutragen oder das Geschirr zu sp√ľlen ist verst√§ndlicherweise immens. Illustre Wortgefechte sind daraufhin die Folge famili√§rer Zuneigung und pers√∂nlicher Aneignung. Sie ist zwangsl√§ufig und verhindert durch die permanenten Unterbrechungen ein strukturiertes Lernprogramm f√ľr die Reifepr√ľfung.
Auch m√§nnlicher Besuch wird durch fehlende Ersatzschl√ľssel vom T√ľrschloss zum Desaster. Die m√ľtterliche F√ľrsorge treibt es dann zu einem periodischen Nervenkitzel, der alle f√ľnf bis zehn Minuten erfolgt. Dieser √§u√üert sich in der Form des ungebetenen Hereinst√ľrmens der Privatkellnerin und der unabl√§ssigen Frage nach Getr√§nken oder H√§ppchen, dabei sind H√§ppchen ganz anderer Art gefragt. Als Notl√∂sung gibt es das Stundenhotel, wenn man nicht unbedingt bei Muttern ein Sch√§ferst√ľndchen halten will oder die R√ľckbank zu unbequem ist.
Wenn sich allerdings M√∂glichkeiten er√ľbrigen, wie zum Beispiel auf die Wohnung eines Bekannten oder Verwandten aufzupassen, damit die Pflanzen nicht vertrocknen und die Haustiere nicht verhungern, werden diese sogleich in Anspruch genommen. Ab und an hole ich mir den ein oder anderen zu Besuch vorbei, der mir den Abend vers√ľ√üen kann. Was nicht hei√üen soll, dass ich die M√∂glichkeit ausnutze. Andererseits muss ich die seltene Gelegenheit beanspruchen, damit es sich auch f√ľr mich rentiert.
Um diese haupts√§chlichen Probleme aus dem Weg zu r√§umen, gibt es nur eine L√∂sung. Der Nebenjob. Er stellt das gr√∂√üte Problem von allen dar und ist eine Horrorvorstellung f√ľr jeden Schulpflichtigen. Allerdings ist der Nebenjob auch die einzige M√∂glichkeit aus dem allt√§glichen Chaos zu entfliehen und vielleicht etwas gegen diese Missst√§nde zu unternehmen.
Viele M√∂glichkeiten gibt es nicht, sich als Sch√ľler einen Job auszusuchen. Da w√§ren haupts√§chlich die Angebote im Dienstleistungsbereich, wie Kellnern, Pizzaservice, Gogo-girl, Zeitungsaustragen, Baby-sitting oder Medikamente an Rentner ausfahren. Damit w√§re das Angebot aber auch leider schon fast ersch√∂pft. Im Prinzip bleibt nur die M√∂glichkeit, das blonde M√§dchen f√ľr alles zu sein und sich von jedem alles gefallen zu lassen. Der Beste Ort daf√ľr ist die Gastst√§tte. Man l√§sst sich billige Spr√ľche von Rentnern und provokative Gesten von Arbeitslosen Freizeittrinkern gefallen, kassiert daf√ľr aber ein ansehnliches Trinkgeld, neben dem k√§rglichen Stundenlohn. Mit anderen Worten geh√∂rt dazu, einen Knochenjob f√ľr einen Mindestlohn zu leisten und dabei immer nett zu l√§cheln. Money Talks.
Wie auch immer, zum Ende des Monats ist sowieso kein Geld auf dem Konto. Man ist froh, wenn sich alle Ausgaben und Einnahmen auf plus minus null reguliert haben. Denn die Zukunft zu planen, ist letzten Endes teurer als alles andere.

__________________
w√ľrde mich √ľber Kommentare und jedwede Kritik freuen.

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hoover
Guest
Registriert: Not Yet

halli hallo jenny,
da biste ja wieder, kindchen, ist ja jetzt schon ¬īne ganze ecke her *ggg* okay. was kann ich sagen, soll ich sagen?
wie bei den (meisten) anderen texten vorher beschreibst du wieder ziemlich allgemein ... hier erz√§hlst du etwas aus einer allgemeinen sichtweise, was eigentlich nicht so allgemein gehalten werden d√ľrfte.
zum einen beschreibst du ja nicht "die schwierigkeiten eines abiturienten" zumal dein abiturient ein mädchen ist und sich ein kerl durch die allgemeine erzählweise wohl schlecht in dem text wiederfinden kann. na ja, ich glaube auch nicht, dass sich jedes mädchen, also jede abiturientin darin wiederfindet, weil du vermutlich nur deine erlebnisse beschreibst. das problem hatten wir glaub ich schon ein paar mal ... hmmm ... ist schwierig sich davon zu lösen oder? weiß nicht ... aber ich glaube, du solltest mal aus deiner sicht heraus erzählen.
die sprache finde ich gut, stellenweise klingt sie etwas gezwungen. versuch doch mal einfach deine erlebnisse und deine sichtweisen aufzuschreiben. was du w√§hrend dem abi so durchgemacht und erfahren hast ... ohne gro√üartig nachzudenken ... wie einen tagebucheintrag, zum beispiel ... das sag ich nur, weil ich das gef√ľhl hab, dass deinen texten und auch dem etwas lebendigkeit fehlt ... so seh ich das. also, wenn du willst, schreib einfach auf, was du so erlebt hast und stell es in kurzgeschichten, da ist es besser aufgehoben.

vielleicht kannst du mit dem ein bisschen was anfangen. wenn dir mein geschwafel nichts sagt, ist das okay, ich sag nur, was ich denke ...
... oki, das wars schon

schönen abend noch oder ... eher gesagt, guten morgen ... oder gute nacht (fast vier uhr???) ...
*ggg*
gr√ľ√üle
thilo

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