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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Sebastian
Eingestellt am 10. 06. 2001 17:16


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Kyra
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Mar 2001

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Sorgf├Ąltig streifte Sebastian mit den H├Ąnden das Wasser von seinem K├Ârper, bevor er auf Zehenspitzen aus der Dusche auf die gr├╝ne Badematte trat. Er angelte nach dem schwarzen Handtuch neben dem Waschbecken und zog sich wieder in die W├Ąrme der Duschkabine zur├╝ck, wo er sich sorgf├Ąltig, bei seinem millimeterkurz geschnittenen Haar beginnend, abtrocknete. Bei seinem Schwanz verharrte er ein Weilchen, zog die Vorhaut zur├╝ck, tupfte auf die Eichel und umschloss anschlie├čend seine Eier mit einem genussvollen Griff. Sein Sack schien etwas zu gro├č f├╝r den Inhalt geraten zu sein. Sebastian fand seinen Schwanz wundersch├Ân, gro├č, dick und vor allem sehr lang - ganz wie ein Schwanz aus einem Schwulenporno, den er mal bei einem Freund gesehen hat. Sein Sack bereitete ihm weniger Freude, die Eier schienen sich darin zu verlieren. Er musste grinsen, verlorenen Eier, war das nicht irgendetwas zum EssenÔÇŽ
Er stieg aus der Dusche und trocknete pingelig jeden einzelnen Zeh ab, er hatte schon einmal Fu├čpilz gehabt, das war ekelhaft gewesen, wie sich die Haut von seinen F├╝├čen l├Âste und juckende L├Âcher hinterlie├č. Als er sich anschlie├čend noch einmal ├╝ber das Gesicht wischte, schn├╝ffelte an dem Handtuch und warf es angewidert auf den Boden. Er beroch direkt seine Arme und H├Ąnde, verzog den Mund leicht, beschloss aber, nicht noch einmal zu duschen. Aus einem reichhaltigen Sortiment von Flaschen w├Ąhlte er ein herbes Eau de Toilette, das er gro├čz├╝gig ├╝ber Hals und Oberk├Ârper verteilte. Eigentlich musste er sich ├╝ber seinen Geruch keine Gedanken machen, er hatte heute Nachmittag nicht vor, jemandem besonders nahe zu kommen.
Dann widmete er seine ganze Aufmerksamkeit seinem Schwanz, er nahm ein wenig Baby├Âl, verteilte es in seinen Handfl├Ąchen und massierte ihn so lange, bis er leicht anschwoll und gl├Ąnzte, wie ein fetter Albinoaal.
Schlie├člich noch reichlich K├Ârperpuder, leider schwitzte er immer sehr stark, wenn er sich aufregte, dann verlie├č er mit ein paar angedeuteten Tanzschritten das Bad.
Er ging durch die gro├čz├╝gige Diele in sein Schlafzimmer, drehte sich einmal anmutig l├Ąchelnd, mit erhobenen Armen vor den Spiegelt├╝ren des Kleiderschranks, bevor er sie beiseite schob und seine Garderobe begutachtet. Sebastian w├Ąhlte eine schwarze, d├╝nne Leinenhose, ein hellblaues Hemd mit wei├čem Kragen, eine dunkelblaue Krawatte und geflochtene Lederslipper. Die Hose musste dunkel sein, sonst kam sein Schwanz nicht zur Geltung - er versuchte er sich m├Âglichst konservativ zu kleiden, dann war der Schock bei den Frauen noch gr├Â├čer. Probehalber zog er den Rei├čverschluss der Hose auf und lie├č seinen Schwanz heraush├Ąngen und trat ein St├╝ck vom Spiegel zur├╝ck. Was er sah fand er so erregend, dass sein blanker Schwanz direkt ein wenig anschwoll.
Hier stand ein gepflegt angezogener Herr von Ende Drei├čig, alles schien normal, au├čer dass, ganz beil├Ąufig, sein Pimmel aus der Hose hing.
Seit Sebastian vor fast f├╝nfzehn Jahren dieses eine Foto gesehen hatte, lie├č ihn die Vorstellung nicht mehr los. Er war in einem Kunstmagazin darauf gesto├čen, der Unterk├Ârper eines Mannes, dem ein dicker, schlaffer Schwanz aus der Hose hing. Auf diesem Bild war es ein Schwarzer, die haben ja angeblich oft so lange Dinger. Viele Jahre hat er diese Phantasie verdr├Ąngt, schlie├člich war der Gedanke allein schon pervers, seinen Penis aus der Hose h├Ąngen zu lassen, damit andere ihn sehen.
Er hatte nur einmal einem andern Menschen davon erz├Ąhlt, das war an seinem drei├čigsten Geburtstag gewesen, an diesem Tag hatte er sich mit seiner langj├Ąhrigen Freundin Candida offiziell verlobt. Sebastian hatte viel getrunken und als alle G├Ąste gegangen waren, hatte er sich mit Candida auf das Sofa gesetzt, um noch ein letztes Glas Sekt zu trinken und eine letzte Linie zu ziehen. Sie hatten beide keine Lust noch aufzur├Ąumen, so l├Ąsterten sie ├╝ber ihre Freunde, planten die Hochzeit und waren ├╝berdreht und fr├Âhlich ÔÇô bis Sebastian pl├Âtzlich auf die Idee kam, ihr von dem Foto und seinen Phantasien zu erz├Ąhlen. Candida hatte zwar noch einmal bei ihm ├╝bernachtet, weil sie zu betrunken war, um noch zu fahren, aber am n├Ąchsten Morgen zeigte sich, sie war doch nicht betrunken genug gewesen, um alles zu vergessen. Ohne b├Âses Wort verschwand sie einfach aus seinem Leben, ignorierte Anrufe, verweigerte Gespr├Ąche, bis er schlie├člich aufgab und sich mit seinem Junggesellenleben abfand.
Als Sebastian sich jetzt vor dem Spiegel ├╝ber seine Designerkrawatte strich, dachte er dankbar daran, dass er einen guten Job hatte, der ihm ein recht gro├čz├╝giges Leben gestattete. Die sch├Âne Altbauwohnung hatte er voriges Jahr von seiner Mutter geerbt. Sebastian hatte seine Mutter sehr geliebt, aber es war damals schon gut, dass sie gestorben ist, ihr Leiden hatte ihn sehr bedr├╝ckt und seinem Leben, wie ein Parasit, die Fr├Âhlichkeit entsogen. Als es mit ihr dem Ende zuging hatte er sie kaum noch besucht, weil er sonst den ganzen Tag deprimiert war.
Komischerweise hatte sie ihn dann doch nicht ganz verlassen, ihr Atem schien ihm geblieben zu sein. Obwohl er alles neu gestrichen, fast alle ihre M├Âbel verkauft hatte, blieb doch ein eigent├╝mlicher Geruch in der Wohnung - der Geruch einer alten Frau. Sebastian konnte ihn schwer beschreiben, es war wie eine Mischung aus einem g├Ąrenden Obstsalat, versetzt mit etwas Schimmel, einer Spur Staub und einer Portion Kr├Ąnklichkeit. Jedes Mal, wenn er die Wohnung betrat, schnaubte er den ersten Atemzug angeekelt wieder aus. Nach wenigen Minuten hatte er sich daran gew├Âhnt und roch es nicht mehr. Sicher w├╝rde auch diese letzte Anwesenheit seiner Mutter bald verschwinden. Er h├Ątte gerne die Wohnung mit einem herben, m├Ąnnlichen Aroma erf├╝llt, leider rauchte er nicht mehr ÔÇô dann w├Ąre es schneller gegangen.
Sebastian trat ans Fenster, das Wetter war ideal ÔÇô bedeckt und ├╝ber zwanzig Grad. Obwohl heute Samstag war, w├╝rde der Stadtwald nicht ├╝berv├Âlkert sein, einige L├Ąufer, die Hundebesitzer und seine Lieblinge: Freundinnen, mit gesenkten K├Âpfen in Gespr├Ąche versunken, die ihn erst bemerkten, wenn sie dicht an ihm vorbeigingen. Aber er wollte nicht ungerecht sein, auch ├Ąltere Damen die mit ├Ąngstlich-neugieriger Entr├╝stung ihre kleinen Hunde an ihm vorbeizerrten, konnten ungemein erregend sein.
Sebastian verlie├č das Haus mit an ├ťbelkeit grenzender, doch gl├╝cklicher Spannung - als w├╝rde er gleich seine lange ersehnte Liebste treffen.
Er parkte sein Auto an einer kleinen Haltebucht am Park und nahm die ÔÇ×ZeitÔÇť vom R├╝cksitz. Die nahm er immer zu seinen sonnt├Ąglichen Ausfl├╝gen mit, zum einen las er sie gerne, aber vor allem bot sie einen intellektuellen Schutzschild.
Von seinem Parkplatz f├╝hrte nur ein kleiner Trampelpfad zu den breiten Wegen, falls er doch einmal schnell verschwinden m├╝sste, k├Ânnte er Verfolger so leicht absch├╝tteln. Zum Gl├╝ck war dies noch nie wirklich der Fall gewesen. Nur einmal musste er einen kurzen R├╝ckzug antreten, als ein Fahrradfahrer versuchte ihn zu verfolgen.
Aber Sebastian ist damals nur rasch in einen anderen Weg eingebogen und hatte sich mit der Zeitung und seiner goldgefassten Lesebrille auf die n├Ąchste Parkbank gesetzt. Als der Radfahrer mit verschwitzten Unterhemd und lila Radlerhosen um die Ecke bog, hatte er ihn zwar misstrauisch be├Ąugt, konnte aber Sebastians strengem Blick ├╝ber den Zeitungsrand hinweg nicht standhalten und fuhr mit gemurmelten Beschimpfungen weiter.
W├Ąhrend Sebastian sich durch das Geb├╝sch einem der Hauptwege n├Ąherte, dachte er nach, wo er sich heute postieren sollte. Er entschied sich f├╝r eine seiner Lieblingsstellen, ein kurzes St├╝ck ansteigender Wiese, an das sich ein Dickicht anschloss. Sollte ihm hier jemand zu nahe kommen, konnte er zwischen den B├╝schen verschwinden, dann w├╝rde er nach etwa hundert Metern auf einen Parallelweg sto├čen und w├Ąre in Sicherheit.
Dieser Platz bot ihm einen wunderbar weiten Blick ├╝ber den See mit den Enten und Schw├Ąnen und die angrenzende Wiese mit der alten Baumgruppe. Der Weg f├╝hrte am See entlang, sein Standort hatte genau die richtige Distanz, etwa zwanzig Meter entfernt.
Sebastian bezog seinen Posten wie ein Verliebter, mit wackligen Knien, Herzklopfen und feuchten H├Ąnden - er hatte vergessen, seine H├Ąnde einzupudern, schoss es ihm durch den Kopf.
H├Ątte er nur jemanden gehabt, dem er davon erz├Ąhlen k├Ânnte, wie aufregend, wie intensiv und erregend diese Augenblicke waren. Oft sprach er in Gedanken mit Candida dar├╝ber. Obwohl sie seit Jahren keinen Kontakt mehr miteinander hatten, war sie in seinen Phantasien noch immer seine Vertraute.
Eine Familie mit Kindern lie├č er unbehelligt vorbeiziehen, aber von der anderen Seite n├Ąherte sich schon eine ├Ąltere Dame mit einem Pudel. Sebastian drehte sich um, ├Âffnete seine Hose und brachte seinen Schwanz rasch in Stimmung. Als Sebastian einen Schritt auf die Frau zuging, stellte er erfreut fest, dass sie viel j├╝nger war, als er gedacht hatte, h├Âchstens vierzig, nur sehr unvorteilhaft gekleidet. Jetzt kam der sch├Ânste Moment f├╝r ihn, die Frau hob den Blick, sah ihn an, stutzte eine Sekunde, konnte aber ihren Blick nicht sofort von seinem rasch anschwellenden Schwanz wenden. Die Lust, die Sebastian in diesem Augenblick durchfuhr war unbeschreiblich, es gab keine Gew├Âhnung. Seine Begierde war grenzenlos, er musste sich wegdrehen um nicht sofort einen Orgasmus zu bekommen. Er wollte die Frau nicht ber├╝hren oder besitzen, allein seinen Schwanz in ihren Augen, ihrem Kopf und damit in ihr zu wissen, machte ihn wahnsinnig. Einmal hatte er nicht aufgepasst, ein junges M├Ądchen war einfach stehen geblieben und hatte ihn angestarrt, vielleicht war sie kurzsichtig gewesen, jedenfalls die Dauer und Intensit├Ąt ihres Blickes hat ihn vor ihren Augen abspritzen lassen, obwohl er sich das eigentlich lieber f├╝r den Abend im Bett aufhob.
Heute war es noch gut gegangen. W├Ąhrend er der Frau den R├╝cken zuwandte, dr├╝ckte er seinen Schwanz so fest er konnte zusammen, langsam zog sich seine Erregung wieder etwas in den Bauch zur├╝ck.
So blieb Sebastian eine Weile stehen, bis seine Erregung wieder zur L├╝sternheit geschrumpft war. Als er sich dann umdrehte, lie├č er die Hose zwar ge├Âffnet, aber hielt sich die Zeitung l├Ąssig vor den Bauch. Pl├Âtzlich erschien ihm der Park wie ausgestorben, die Frau mit dem Pudel hatte sich mit schnellen Schritten entfernt, er sah auf die Uhr, kurz vor f├╝nf, die Nachmittagsspazierg├Ąnger waren wohl schon durch, die Abendg├Ąnger w├╝rden noch kommen. Unentschlossen ├╝berflog er die gefaltete Zeitung, als ein Jogger sich n├Ąherte. Mit denen wollte er nichts zu tun haben, rasch drehte er sich weg und tat, als w├╝rde er pissen.
Er wollte sich schon gelangweilt ins Gras setzten, als er am Endes des Weges zwei junge M├Ądchen auftauchen sah. Er f├╝hlte seinen Herzschlag bis zur Schwanzspitze pulsieren. Wie er dieses Vorspiel liebte, dieses Hinausz├Âgern was ihn bis zur Unertr├Ąglichkeit geil machte. Die M├Ądchen blieben stehen und sahen sich die Schw├Ąne an, einen Augenblick schien es sogar, als w├╝rden sie auf die Liegewiese abbiegen, bis sie schlie├člich zu seiner Erleichterung den Weg fortsetzten und langsam auf ihn zukamen.
Eines der beiden M├Ądchen war sogar wirklich h├╝bsch, daf├╝r hatte die andere eine Brille auf. Sebastian mochte Frauen mit Brille, zum einen war er dann sicher, dass sie seinen Schwanz wirklich sahen, au├čerdem verst├Ąrkte eine Brille die Wirkung eines Blickes, machte ihn unanst├Ąndiger, ja geradezu obsz├Ân.
Sebastian versuchte an etwas anderes zu denken, w├Ąhrend sich die beiden n├Ąherten; er sollte am Montag einen ├ľlwechsel bei seinem Auto machen lassen, der war schon l├Ąngst f├Ąllig, versuchte er sich abzulenken. Er mochte es gar nicht, schon einen richtig Steifen zu haben, bevor der erste Blick ihn ber├╝hrte. Der gr├Â├čte Genuss war, wenn sein Glied noch halb weich herabhing und erst durch das Saugen der Frauenaugen so heftig anschwoll, als w├╝rde es gleich platzen.
Gleich waren die beiden auf seiner H├Âhe. Sebastian lie├č die Zeitung sinken und wedelte heftig mit ihr herum; sonst w├╝rden sie ihn m├Âglicherweise gar nicht bemerken, so vertieft wie sie in ihr Gespr├Ąch waren. Erst bemerkte ihn die mit der Brille, sah allerdings schnell weg und schubste ihre Freundin an und tuschelte ihr etwas zu. Dann flogen beide K├Âpfe zu ihm herum, zwei Augenpaare auf seinem brennenden Pimmel. Er atmete tief durch und versuchte jeden kostbaren Augenblick im Ged├Ąchtnis zu behalten. Beide versuchten so zu tun, als w├╝rden sie nichts bemerken, aber er konnte genau sehen wie der H├╝bschen der Mund aufklappte, die andere biss sich auf die Lippen; dies verlieh ihr, zusammen mit der Brille, in Sebastians Empfinden, einen ungeheuer gierigen Ausdruck. Er kniff sich schmerzhaft in die Oberschenkel, um nicht sofort abzuspritzen. Sp├Ąter sollte er daran denken, wie komisch es wohl ausgesehen hatte, als hielte er seine H├Ąnde, wie ein Soldat in Habtachtstellung, milit├Ąrisch an die Hosennaht. Ein gehorsamer Befehlsempf├Ąnger seiner Begierde.
Leider n├Ąherte sich ein Gruppe Jugendlicher auf ihren Mountainbikes, trotzdem versuchte Sebastian seinen Abgang hinauszuz├Âgern, die M├Ądchen gingen weiter, aber nach einigen Metern konnte es sich die H├╝bsche nicht verkneifen, noch einmal ├╝ber die Schulter zu ihm hinzusehen. Offenbar hatten die jungen M├Ąnner auf den R├Ądern ihn auch ersp├Ąht, gr├Âlend traten sie in die Pedale.
Sebastian floh ins Geb├╝sch, Zweige schlugen in sein Gesicht, eine Brombeerhecke umschlang sein Bein und gab es erst mit einem h├Ąsslichen Rei├čen des Stoffes frei. Einmal fiel er hin und schlug schmerzhaft mit dem Knie auf eine Wurzel. Schlie├člich erreichte er den anderen Weg, stoppte hier seinen Lauf um nicht aufzufallen und ging z├╝gig zu seinem Auto zur├╝ck.
Nachdem er eingestiegen war, legte er erst einmal den Kopf in den Nacken und versuchte sich zu beruhigen, alles war in Ordnung, keiner hatte ihn erkannt, er hatte es wieder einmal geschafft.
Auf der R├╝ckfahrt hielt Sebastian bei einem italienischen Restaurant und g├Ânnte sich ein ausgiebiges, fr├╝hes Abendessen mit einem halben Liter Wei├čwein. Auf die scherzhafte Bemerkung des Wirtes ├╝ber sein derangiertes Aussehen entgegnete er mit k├╝nstlicher Heiterkeit, er habe das neue Fahrrad eines Freundes ausprobiert.
Sp├Ąter, als er beschwingt seine Wohnungst├╝r ├Âffnete, schlug ihm wieder der altj├╝ngferliche Geruch entgegen. Heute st├Ârte er ihn nicht wie sonst, er empfing ihm so vertraut und sicher, wie einen Umarmung seiner Mutter.
Sebastian ging in die K├╝che, holte aus dem K├╝hlschrank eine angebrochene Flasche Champagner und ein Glas. Dann sank er mit einem zufriedenen Seufzer auf sein Ledersofa, schaltete den Fernseher an und lie├č sich von einer langweiligen Show den Schreck aus seinem K├Ârper sp├╝len.
Sp├Ąter ging er ins Schlafzimmer, zog sich aus und besah seine Blessuren im Spiegel. Eine Absch├╝rfung zog sich ├╝ber seine linke Wange, beide H├Ąnde und Unterarme waren durch die Dornen von vielen kleinen Stichen und Kratzern ├╝bers├Ąht, das Knie mit dem er aufgeschlagen war, schien etwas angeschwollen zu sein.
Gl├╝cklich und ersch├Âpft legte Sebastian sich auf sein Bett, streckte sich behaglich aus und lie├č jedes Augenpaar noch einmal auf seinen Schwanz treffen, sp├╝rte der Lust hinterher, kaute sie gen├╝sslich so lange wie ein St├╝ck Schwarzbrot bis er die S├╝├če schmeckte.

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caspar
Guest
Registriert: Not Yet

sp├╝rte der Lust hinterher, kaute sie gen├╝sslich so lange wie ein St├╝ck Schwarzbrot bi

meine fresse,
dein text gef├Ąllt mir
und ich bekam angst als ich ihn las.

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Marc Mx
Autorenanw├Ąrter
Registriert: Nov 2000

Werke: 3
Kommentare: 66
Die besten Werke
 
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Macht Spa├č, das zu lesen!

Die Geschichte hat mich schon durch die detailierten Beschreibungen am Anfang angezogen, doch als ich dann merkte, da├č da noch mehr hinter steckt, habe ich noch ein bi├čchen schneller gelesen... Klasse Text. Gratuliere!
Allerdings: Ich kenne Frauen, denen solche Begenungen schon passiert sind (z.B. einer Freundin, als sie neuen Jahre als war) und diese Geschichte verharmlost das Ganze auf eine gewisse Weise. Das w├╝rde ich sicher als erstes kritisieren, wenn ein Mann der Autor w├Ąre!
Viele Gr├╝├če
MarcPlanet.de

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ElsaLaska
Guest
Registriert: Not Yet

mann-frau-autor

hallo kyra,
genau wie marc mx schon schrieb, habe ich weitergelesen, weil die details am anfang so echt waren, habe an anderer stelle auch noch weiter dazu geschrieben...
ich versuche mir nur gerade krampfhaft zu ├╝berlegen, wie ich auf den text reagiert h├Ątte, wenn ein Kyrus der Autor gewesen w├Ąre, aber ich komme zu keinem ergebnis.
ich hatte schon zwei solcher erlebnisse, davon war eines nicht ganz so harmlos, wie es sonst eigentlich bei exhibitionisten ├╝blich ist, aber ich hatte nicht das gef├╝hl, dass das thema verharmlost wird. allerdings habe ich mich auch nicht f├╝r den rest meines lebens damit herumgetragen, dass mir irgendein gest├Ârter idiot mal seinen schwanz gezeigt hat. dadurch, dass kyra das ganze geschehen fast klinisch genau beschreibt (ich entsinne mich auch nicht an eine wertung, wenn ich den text revue passieren lasse) scheint doch erst auf, was f├╝r eine armselige existenz dieser typ doch ist. angst habe ich keine bekommen ;-)
liebe gr├╝sse
elsa

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flammarion
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Jan 2001

Werke: 278
Kommentare: 8208
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sehr

einf├╝hlsam geschriebene geschichte. armes schwein, der exhibitionist, aber wesentlich sympathischer als ein vergewaltiger. man liest sich. lg
__________________
Old Icke

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Kyra
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Mar 2001

Werke: 64
Kommentare: 74
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mein nicht vorhandener Schwanz ;-)

Hallo,

es freut mich, wenn Euch die Geschichte gefallen, oder zumindest nicht zu sehr abgeschreckt hat. Der Kern liegt wohl darin, dass ich sehr gerne selber einen Schwanz h├Ątte, naja, vielleicht im n├Ąchsten Leben
So gesehen war nicht nur die Geschichte "pervers" auch die Schreiberin ist es ein wenig....

Viele Gr├╝├če

Kyra

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