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Leselupe.de > Ungereimtes
Sechzig
Eingestellt am 23. 08. 2004 19:25


Autor
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Herzog
???
Registriert: Apr 2004

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Sechzig!



Alt werden doch
Sich niemals fĂŒgen.
Stets aufrecht sein!
Sich nicht belĂŒgen.

RĂŒckblicken niemals
voller Qual.
Dankbar sein:
Es war einmal.

Und mitgestalten
FĂŒr die Jungen
Freiwillig nur
Nie aufgezwungen.

Mit Neugier
Unvoreingenommen
Der Dinge harren
Die noch kommen...

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Franz
Guest
Registriert: Not Yet

Sechzig!

Hallo Euer Hochwohlgeboren,
vor einiger Zeit hast Du Dich in einer Antwort auf meinen (von mir inzwischen gelöschten) Beitrag "Morgengrauen" als "jemand, der auch 61 und ein paar Tage alt ist" bezeichnet. Ich kann also nur nachtrÀglich zum Geburtstag gratulieren - und zu Deinem Gedicht! Von Lyrik verstehe ich zwar herzlich wenig, trotzdem (vielleicht gerade deshalb) bringt "Sechzig" bei mir etwas zum Klinge(l)n - Kant und der kategorische Imperativ fÀllt mir ein, es meldet sich Widerstand gegen die Anspruchshaltung, die da durchscheint, so stelle ich mir den heutigen Ethikunterricht vor. Und doch ist da auch leises Bedauern ob der Unmöglichkeit, diesen Maximen auch nur annÀhernd folgen zu können.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Inhalt Deines Gedichts als Prosatext Ă€hnliche Wirkung hĂ€tte - weiß nur nicht, woran das liegt.

MfG Franz

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Herzog
???
Registriert: Apr 2004

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Die Kunst und das Leben ...

... sind bekanntlich zwei Paar Schuh, so auch das lyrische Ich und die Biographie eines Autors... (Abgesehen davon: Ist es denn nur erlaubt, aktuelle Texte unter die Leselupe zu legen?)

Was deine Frage nach den Wirkmechanismen von Lyrik angeht - ich denke, lyrische PrÀzision ist von anderer Art als die in einem erzÀhlerischen (oder dramatischen) Text. Vielleicht spricht sie den Leser/Hörer schon allein wegen der Knappheit der Form direkter an, fordert Identifikation oder Ablehnung auf engerem Raum...

Deine Anmerkung hinsichtlich Anspruchsdenken habe ich möglicherweise nicht ganz verstanden. Ich meine nur, dass wir gerade im fortgeschrittenen Alter verpflichtet sind, AnsprĂŒche an uns selbst zu richten, um nĂ€mlich von den JĂŒngeren nicht schulterzuckend aufs Altenteil geschoben zu werden!

Freundlicher Gruß, Herzog

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Franz
Guest
Registriert: Not Yet

Re: Die Kunst und das Leben ...

Lieber Herzog,
danke fĂŒr Deine Antwort.
NatĂŒrlich meinte auch ich den Anspruch an uns selbst. Ich habe versucht, die Wirkung des Gedichts auf mich auszudrĂŒcken - und da spielte tatsĂ€chlich die Frage der Identifikation eine Rolle. Insofern trifft Deine ErklĂ€rung der Wirkmechanismen von Lyrik den Nagel auf den Kopf. Das hilft mir jetzt schon etwas weiter, ich habe da noch einiges zu lernen. Vielleicht sollte ich mir doch mal ein Fachbuch ĂŒber Lyrik zu GemĂŒte fĂŒhren ...

MfG Franz

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Dorothea
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Registriert: Jul 2004

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Altern leicht gemacht?

Hallo Herzog,
der Text ist rhythmisch und semantisch sehr schön geschrieben. Aber er beschreibt wohl mehr den perfekten Senior (offen, abgeklÀrt, immer noch neugierig und flexibel) als den realen und unterschlÀgt ein wenig die Problematik des Alterns, die viele Menschen nicht so glatt bewÀltigen.
Meint jedenfalls, bei allem Respekt fĂŒr das handwerklich gut gemachte Werk,
Dorothea.
__________________
Dorothea Gebauer
----------------------
Sein ist mehr als Haben.

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