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Leselupe.de > Ungereimtes
Seelensuche
Eingestellt am 18. 02. 2004 19:13


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Kitty-Blue
Autorenanw├Ąrter
Registriert: Jan 2004

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Seelensuche

Ein loderndes Feuer ist in mir entfacht,
ich suche nach meiner Seele heut Nacht.
Ganz tief im Verborgenen liegt was versteckt,
den Weg zu mir selbst hab ich nie entdeckt.

Verdr├Ąngte Gef├╝hle seit zu langer Zeit,
ein dunkles Geheimnis und Hilflosigkeit.
Ein wilder Gedanke, der stets zu mir spricht,
ich such eine Antwort, und finde sie nicht.

Mit traurigen Augen und einsamem Herz,
so sitze ich hier und f├╝hle den Schmerz.
Gar bittere Tr├Ąnen auf meinem Gesicht,
verk├╝nden mir, dass meine Welt zerbricht.

Gefangen in Tr├Ąumen, in Kummer und Leid,
so suche ich etwas, das mich befreit.
In weiter Ferne seh ich pl├Âtzlich ein Licht,
oh nein, meine Hoffnung stirbt noch nicht.


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jester
Guest
Registriert: Not Yet

hallo kitty-blue,

kritik bei gedichten im betroffenheitslyrikforum zu ├╝ben, ist immer eine heikle sache, steht doch hinter den meisten texten eine pers├Ânliche betroffenheit des autors!
nun, was ich sagen will, ich m├Âchte nicht die gef├╝hle dahinter kritisieren (steht mir auch in keinster weise zu!), sondern nur die lyrische umsetzung!


quote:
Jemand hat in mir ein Feuer entfacht,
ich suche nach meiner Seele heute Nacht.
Tief im Verborgenen liegt etwas versteckt,
den Weg zu mir selbst hab ich nie entdeckt.

diese silbenk├╝rzungen w├╝rde ich vorschlagen, um beim versma├č zu bleiben.
"ein feuer entfachen", "seele suchen", "tief im verborgenen liegt was versteckt (tautologie: verborgen=versteckt)" sind f├╝r mich metaphern, die meiner meinung nach ihren reiz durch austauschbarkeit und h├Ąufigen gebrauch verloren haben.

quote:
Verdr├Ąngte Gef├╝hle seit zu langer Zeit,
ein dunkles Geheimnis und Hilflosigkeit.
Ein wilder Gedanke, der zu mir spricht,
ich such eine Antwort und finde sie nicht.

paarreim und metrum sind in ordnung, das ganze klingt f├╝r mich immer mehr nach einem liedtext (schon mal daran gedacht? in verbindung mit der entsprechenden rhythmischen und harmonischen mitteln, kann man auf musikalische weise den metaphern durchaus neue seiten abgewinnen)

quote:
Mit traurigen Augen und einsamem Herz,
sitze ich hier und f├╝hle den Schmerz.
Tausende Tr├Ąnen auf meinem Gesicht,
sagen mir, dass meine ganze(eventuell durch ein einsilbiges wort ersetzen) Welt zerbricht.

es ist zwar kein verbrechen "herz" auf "schmerz" zu reimen, aber es ist vorhersehbar und ├Ąrgert mich mittlerweile nur noch

quote:
Gefangen in Tr├Ąumen und Einsamkeit,
suche ich nach dem, was die Seele befreit.
In weiter Ferne seh ich ein Licht,
nein, meine Hoffnung stirbt noch nicht.

hier auch ein verbesserungsvorschlag f├╝r das versma├č. die reimeindung "nicht" wiederholt sich hier. ebenso "-keit".
dass hoffnung noch nicht stirbt, ist zwar inhaltlich gesehen ein erfreulicher schluss, allerdings nahe an der redewendung "die hoffnung stirbt zuletzt", was ich unter der rubrik "kluge spr├╝che, die keinem helfen" einordne (ist aber wie alles hier meine meinung und wird mit sicherheit von anderen anders verstanden!).

am anfang des gedichtes ist das lyrische ich auf der suche nach der seele, am ende soll die seele befreit werden? ist sie da etwa schon gefunden? woher wei├č man, dass sie gefangen ist? aus dem text geht hervor, dass der/die suchende "gefangen in tr├Ąumen und einsamkeit" ist, aber nicht die seele, oder?
metrisch und paarreimtechnisch fast perfekt geschrieben stellt sich die frage, ob die form zum inhalt passt.
der paarreim in verbindung mit jamben oder troch├Ąen kann dann eine "komische" sache sein, wenn der leser es streng betont liest. ich w├╝rde nicht so weit gehen und es als b├╝ttenrede lesen! nein, aber f├╝r diese "seelensuche" k├Ânnte ich mir eine freiere, verzweifeltere form besser vorstellen (obwohl die gefangenschaft nat├╝rlich auch in ein enges reim und versschema passt).

ich muss gestehen, ich habe eine vorliebe f├╝r neue wortsch├Âpfungen, originelle metaphern und starke verdichtung, einhergehend mit einem gewissen interpretationsspielraum f├╝r den leser (auch durch formale gestaltungsm├Âglichkeiten). davon finde ich leider nichts in deinem gedicht, was es f├╝r mich unbefriedigend macht
inhaltlich ist es jedoch absolut ein thema, was mir (besonders unter dieser rubrik) sinnvoll und passend und bearbeitenswert erscheint!

ich hoffe, du fasst meine kritik nicht als pers├Ânliche kritik auf, sondern so wie sie gemeint ist - als anmerkungen zum text!

liebe gr├╝├če,
jester

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Stoffel
gesperrt
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Registriert: Jun 2002

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Hallo Kitty,

ich habe mal paar Gedanken eingef├╝gt, nur lose, habe sicher nicht Silbenanzahl bedacht immer. Wenn ich reime, dann versuch ich immer diese einzuhalten,arbeite ja selbst noch dran. Vielleicht ist ja was dabei, was Du gebrauchen kannst.
Ich w├╝rde dem Kind einen Namen geben und nicht "Jemand" nehmen.

lG
Stoffel


Auf der Suche?
Ich suche mich?

Duhast in mir ein Feuer entfacht,
bin auf der Suche nach meiner Seele heut Nacht.
Tief in meinem Innernliegt etwas versteckt,
habden Weg dort hin noch nicht entdeckt.

Gef├╝hle verdr├Ąngtseit solanger Zeit,
sind dunkles Geheimnis und Hilflosigkeit.
Ein lauterGedanke ists,der zu mir spricht,
mich fragt,doch eine Antwort finde ichnicht.

Mit traurigen Augen seh ich meineinsames Herz,
ichsitze nur daund f├╝hle den Schmerz.
Tausend Tr├Ąnen bedecken mein Gesicht
und mein Gef├╝hl sagt,dass meine Welt zerbricht.

Gefangen in Tr├Ąumen fern ab der Realit├Ąt,
suche ich etwas, das meine Seele befreit.
Ein Licht in der Ferne, nichts ist zu sp├Ąt,
h├Âre ich die Hoffnung, die laut zumir schreit

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Kitty-Blue
Autorenanw├Ąrter
Registriert: Jan 2004

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Hallo,

ich danke euch beiden f├╝r die konstruktive Kritik und die M├╝he, die ihr euch gemacht habt mit meinem Text.

Ich muss zugeben, ihr habt Recht, mein Gedicht ist noch nicht perfekt.
Ich werde versuchen, mich zu verbessern, und etwas mehr ├╝bers Schreiben, ├╝ber Metrik usw. zu lernen.

Gru├č, Kitty

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