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Leselupe.de > Gereimtes
Seelenurlaub
Eingestellt am 29. 04. 2002 18:23


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D
Autorenanw├Ąrter
Registriert: Feb 2002

Werke: 11
Kommentare: 8
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Ach,das dumpfe Volk der Welt,
h├Ąlt mich stets in seinen Schranken.
Darum leb' ich, wie's gef├Ąllt,
nur in Tr├Ąumen und Gedanken.

Und so mag, aus Langeweile,
mir der gro├če Wurf gelingen,
mich in eine bess're, heile,
Schein und Zauberwelt zu bringen.

Wenn ich dann in ihren Reihen,
sitze schau ich aus dem Fenster,
mich von ihnen zu befreien,
mal' ich mir im Traum Gespenster.

Tauche ein in Licht und Schatten,
trete ├╝ber St├╝ck f├╝r St├╝ck,
lass' derweil den ewig matten,
K├Ârper in der Welt zur├╝ck.

War ich auch wie angekettet,
streif' ich nun mein Leben ab,
von dem Seraphim gerettet,
der mir seine Fl├╝gel gab.

Sto├če durch die Wolkendecke,
├╝berschaue meine Welt,
in der ich das Leben wecke,
eine ohne Neid und Geld.

Ohne Stolz und ohne Kummer,
ohne heuchlerischen Glanz,
niemand ist die gro├če Nummer,
daf├╝r gibt's Gesang und Tanz,

statt die Teilung aller Gaben,
Anspruch auf umz├Ąuntes Land,
Aushebung von Sch├╝tzengraben,
H├Ąuser, wo ein W├Ąldchen stand.

Alles ist mit sich im Reinen,
jeder freut sich, weil er ist,
es gibt keinen Grund zu weinen,
keinen,der den andern frisst.

Auch kein Platz f├╝r hohle Reden,
Liebe, die nur einer f├╝hlt,
weder Sturm, noch Eis, noch Regen,
nichts, was dir das Herz verk├╝hlt.

Doch auf einmal ist's verdorben,
meine Fl├╝gel fallen ab,
der Gedanke ist gestorben,
und ich sink' zur├╝ck ins Grab,

jener hoffnungslosen Enge,
die wie Fesseln mich umschlingt,
die mich jede Tagesl├Ąnge,
n├Ąher an mein Ende bringt.

Und, was ist der Sinn von allem,
die Moral von der Geschicht'?
Tr├Ąume k├Ânnen zwar gefallen,
doch der Welt entrinnt man nicht.

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