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Leselupe.de > Gereimtes
Seelenwagnis
Eingestellt am 23. 06. 2007 04:14


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Marcus Richter
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Seelenwagnis


Komm, mein Kind, und lass dich f├╝hren
Einen Schritt nur, bis zum Rand
Dort in schwarze Tiefen stieren
In ein ungesolltes Land

Trepp auf, Trepp ab, so geht der Weg
Die steilen W├Ąnde nieder
Auf einem schmalen Stelzensteg
Geht┬┤s fort und kehrt nie wieder

Das bunte Kleidchen h├╝pft im F├Ân
St├╝rzt bauschig fort vom Licht
Hier, von G├Âttern ungeseh┬┤n
Der falsche Schein zerbricht

Und trinken von den b├Âsen Taten
Und schl├╝rfen, was dich einst gereut
Von keinem guten Wort beraten
Von keinem lieben Blick betreut

Komm, Kind, und lass dich endlich f├╝hren
Zum tiefsten Grund der Finsternis
Wo Herz und Seele sich verlieren
Das d├╝st┬┤re Ziel ist ungewiss

Wo aber ist die H├Âlle,
wenn nicht in dirÔÇŽ

__________________
"Ein Wort aufs Papier und wir haben das Drama."
Durs Gr├╝nbein

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Marcus Richter
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Registriert: Jan 2003

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Hallo J├╝rgen2,

ja, der Bruch ist vorhanden. Br├╝chigkeit kann aber auch interessant sein. Jedenfalls steht der letzte Satz f├╝r sich und wird nicht vom Gedicht geschluckt. Er steht aussagekr├Ąftig im Raum, wird durch den Bruch hervorgehoben. Inwieweit dieser Bruch das Gedicht st├Ąrkt oder schw├Ącht, wei├č ich nicht. Da kann man sicher geteilter Meinung sein.
Aber danke f├╝r deinen Hinweis, schlie├člich geht es hier in die Definition des Textgesamtbildes hinein.

Freundl. Gr├╝sse,
Marcus


Hallo Herr M├╝ller,

ja, Trepp auf, Trepp ab - da habe ich auch kurz nachgedacht und ├╝berlegt, ob das nicht zwiedeutig erscheint. Aber ich erinnere mich an eine Beschreibung der d├╝steren Alptr├Ąume Edgar A. Poes, in denen dunkle Gew├Âlbe beschrieben wurden, in denen sich die Gel├Ąnder und Treppeng├Ąnge in schier alptraumhaften Verzweigungen ausdehnten - ein Labyrinth, aus dem es f├╝r den Alptr├Ąumer kein Entkommen gab.
Man kann es so sehen, der Weg in die Tiefe ist nicht zwingender Weise geradlinig.
Ich will das mal so ausdr├╝cken, ein Mensch glaubt von sich selbst immer, dass er ein "guter" Mensch ist. Aber erst in der Konfliktsituation findet er heraus, ob das tats├Ąchlich der Fall ist. Wie definiert er sich nach dieser Erfahrung? Vielleicht versucht er sich, nach dem Schockerlebnis einer selbst verursachten, unmoralischen Tat, auf den Weg der Tugend zur├╝ck zu bringen. Ob das aber von Dauer ist, bleibt die Frage. Es ist eben ein Auf und Ab von Gut und B├Âse.
Auf die ungef├Ąhre Richtung aber wollte ich hinweisen.

Dass das aber sprachlich nicht eindeutig ist, und das Auf und Ab sich mit dem in die Tiefe gehen bei├čt, ist nat├╝rlich klar.
Da muss nat├╝rlich auch der Leser ein bisschen abw├Ągen, inwiefern er diesem "Wortsprung" folgen kann.

Auf jeden Fall danke f├╝r diesen Hinweis,
Gruss, Marcus
__________________
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