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Leselupe.de > Gereimtes
Sehnsucht
Eingestellt am 31. 08. 2006 13:31


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amateurschreiberling
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Sehnsucht

Ihr Blick, er hat ihn im Herzen getroffen
Wer ist diese Frau? Darf er denn hoffen?

Nun ist sie fort, sie ist nicht mehr hier
Vor ihm ein leeres Blatt Papier
Er schwebt in den Erinnerungen
Tr├Ąume haben ihn verschlungen
Er kann im Hier-und Jetzt nicht leben
Er will, er muss nach vorne streben
Er wartet auf ein Wiedersehn
Viel schneller m├╝sst die Zeit vergehn
Dort das Telefon- unber├╝hrt
H├Ątte sie ihm zugeh├Ârt?
Die Zeit verrinnt, die Zeit wird alt
Sein Ruf nach ihr, noch nicht verhallt

Da sitzt er nun, so greis und grau
Ganz ohne sie, diese eine Frau
Die Zeit, sie ist zu schnell vergangen
Ach, w├Ąr er ihr doch nachgegangen!

So leer war die Welt- und bald soll er sterben?
Den Brief schnell zur Post, er will endlich LEBEN!

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Walther
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Moin,

klares Problem, altes Thema f├╝r die Dichtung: Liebe, hach! Hach ja, das bedichte ich auch am liebsten.

Einige gute Ans├Ątze, da l├Ąuft das Versma├č rund. Andere Teile aber bed├╝rfen der dringenden Bearbeitung, und daf├╝r gibt es die Schreibwerkstatt.

Alles Gute und viel Spa├č beim Dichten!

Gru├č W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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amateurschreiberling
Wird mal Schriftsteller
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Was genau bedarf denn der "dringenden Bearbeitung", wie du es nennst?

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Walther
Routinierter Autor
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Moin,

schlage vor, da├č Du das Gedicht Dir selbst laut vorliest und die Holperer vermerkst. Meine Tipp:

* Verse eins und zwei: Wieviel Hebungen sollen es denn sein?
So ists:

quote:
Ihr Blick, er hat ihn im Herzen getroffen
Wer ist diese Frau? Darf er denn hoffen?
So klingts/swingts besser:
quote:
Ihr Blick, er hat im Herzen ihn getroffen:
Wer ist die Frau? Und darf er vielleicht hoffen?

Jetzt haben wir zweimal 5 Hebungen.

* Verse drei und vier:
So ists:
quote:
Nun ist sie fort, sie ist nicht mehr hier
Vor ihm ein leeres Blatt Papier
So klingts/swingts besser:
quote:
Nun ist sie fort, ist nicht mehr hier
Und vor ihm liegt leer ein Papier
Jetzt haben wir zweimal 4 Hebungen.

Der Rest der Verse im Mittelteil sollte dann so knitteln (vierhebiger Jambus), die letzten Verse sollten dann wieder f├╝nfhebig (f├╝nfhebiger Jambus) sein, damit ein rundes Gedicht draus wird. Sonst rumpelts und holperts und ger├Ąt damit ohne Not aus der Fasson. Und das w├Ąre doch wirklich schade.

Bitte sieh mir die Korrekturen nach, es war nicht als Angriff gemeint und sollte nur helfen und nicht abqualifizieren. Dein Gedicht hat mich anger├╝hrt und zum Kommentar "verf├╝hrt". Manchmal sollte man wohl besser gar nix sagen, damit man niemanden wehtut, denn Dichter sind im Allgemeinen sehr zart besaitet.

Danke f├╝r Deine Geduld und Dein Verst├Ąndnis.

Gru├č W.






__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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amateurschreiberling
Wird mal Schriftsteller
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Ich bin doch sehr dankbar, wenn man mir sagt wie man es besser machen kann, deshalb habe ich doch gefragt!
Also vielen Dank f├╝r die M├╝he.
Allerdings hab ich┬┤s nicht so sehr mit den "Hebungen" usw, denn f├╝r mich klingt das Gedicht, so wie ich es geschrieben habe, rhythmisch.
F├╝r erfahrene Schreiber wie dich mag das vielleicht ganz einfach sein, etwas zu dichten, was dann auch von den "Hebungen" her stimmig ist, aber ich finde es hart etwas in irgendwelche Formen zu pressen...falls du verstehst was ich meine?
Deshalb ist mein Gedicht wohl auch etwas missgl├╝ckt *g*

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Walther
Routinierter Autor
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Hallo ASL,

Dein Nick ist mir zu lang, au├čerdem ist er eher eine Bezeichnung f├╝r uns alle hier - abwesende Ausnahmen ausgenommen -, also kurz ASL.

Zuerst: Dein Gedicht ist nicht verungl├╝ckt, ganz im Gegenteil. Es steckt viel drin, nur dran gearbeitet werden, damit's auch rauskommt, mu├č noch ein wenig. Im ├ťbrigen: Selbst wenn man bei anderen das leichte Holpern anmerkt, hei├čt das noch lange nicht, da├č man selbst davon frei w├Ąre. Bei fremden Texten tut man es sich immer leichter, die eigenen kommen ja von innen auf das Blatt, da meint man, alles sei paletti. Was es manchmal wie ein Wunder ja auch ist. Das sind dann h├Ąufig die wenigen gro├čen W├╝rfe, die man so hat. Obwohl: Ich habe auch schon Gedichte gesehen, da hat sich der Autor 30 Jahre einen abgebrochen, und nun kommt der Text in einer Leichtigkeit daher, da├č alles von Anfang wie vorgegeben scheint.

Die Formalien einhalten, das ist hart, sagst Du. OK, das will ich nicht in Abrede stellen. Aber wer die Form w├Ąhlt, der mu├č ihr Regime danach auch anerkennen. So sind die Regeln des lyrischen Wortspiels.

Keiner zwingt Dich, Deine Texte rhythmisch und reimseitig durchzukomponieren. Dichtung heute ist fast ohne Begrenzungen m├Âglich, sagen die meisten. Ob ihr das wirklich gut tut und gut getan hat, das bezweifle nicht nur ich. Das ganz nebenbei.

In den Foren "Ungereimtes" und "Experimentelles" finden sich Beitr├Ąge, die eher freie Formen haben. Allerdings zeigt sich, da├č auch die ungereimten Werke in der Regel Metren haben, wenn sie gut sein sollen. Das gute Gedicht ist und bleibt eben ein Kind des Lieds.

Liebe Gr├╝├če W.


__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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