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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Selbstmord
Eingestellt am 16. 03. 2009 13:37


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Saibot
Wird mal Schriftsteller
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Die Nacht brach herein

Das Telefon läutete, doch sie wollte mir nichts sagen - nur schnell kommen, sollte ich. Vielleicht hatte sich das Kind die Pulsadern aufgeschnitten, dachte ich.

Zeit und Raum überschwemmten alles, als ich ins Auto stieg. Vollgas! Ich bretterte durch den Tag, der jetzt pfeilschnell an mir vorbeizog. Während der Fahrt klingelte ein zweites Mal das Telefon - ich ging nicht dran, zu viel Atemnot. Mein Fuß zitterte auf dem Gaspedal und ich nahm die Ausfahrt fast zu eng.

Einige Figuren standen auf der Straße vor dem Haus. Das Kind wohnte hier, soviel wusste ich noch. Mit quietschenden Reifen bog ich ein, parkte, sprang aus dem Wagen und rannte. Ich dachte etwas und fragte: „Ist sie tot?“ Das andere Kind nickte. Dann brach die Nacht herein – in mir.

Ein wenig mehr als Nichts ist von dem übrig, was man Erinnerung nennt. Ein Prozess begann da. Ich wurde entseelt, Schritt für Schritt. Das andere Kind schlug ich aus lauter Verzweiflung, glaube ich. Danach nichts mehr. Nur noch Fetzen von Erinnerungen. Kleine Ausschnitte meiner Seele, die jetzt umherflatterten. Mein Körper schaltete ab. Manchmal fragte ich mich nur: „Was soll das andere Kind von mir denken?“

Von da an suchte ich nach ihr – überall. Versuchte mich wach zu machen, aus diesem Alptraum. Dabei war sie es doch, die eingeschlafen war, oder? Dieser Traum bestand jetzt nur noch aus Vergangenheit: Geburtstag, Kerzen ausblasen, jetzt wohl nicht mehr. Die kommende Nacht war ohne Erinnerung.

Am nächsten Tag fuhr ich in die Stadt, in der das Kind früher lebte. Es gab da sozusagen einen Platz, wo es seine letzte Ruhe fand. Die Stätte interessierte mich, sie war vielleicht gut besucht? „Wie ein Museumsbesuch“, dachte ich, denn ich war jetzt ein Besucher – nein, vielmehr ein Beschauer, ein Totenbeschauer. Diese Vorstellung amüsierte mich und ich musste keinen Eintritt zahlen.

Am Eingang war eine große Tafel angebracht, die mir zeigte, wer hier zu beschauen war. Ich inspizierte die einzelnen Spalten. Vielleicht war ja das Gehege leer? Es würde zwar schon alles eingerichtet sein, aber keiner wäre da drin? Nach der ersten Spalte hatte ich kaum noch Hoffnung. Sie ist nicht da - so wie ich dachte. Dann, am Ende der zweiten Leichenspalte, stand da ein Name – ihr Name! Wieso?

Das Glas des einzigen Fensters bündelte die Sonnenstrahlen auf dem hölzernen Kasten. Ich blieb im Türrahmen stehen und beschaute es von weitem. „Der Finger Gottes“, kam mir so in den Sinn. Er zeigte mir die Stelle, wo das Kind noch war – noch. Langsam näherte ich mich der letzten Ruhe und staunte nicht schlecht, als ich das Kind so liegen sah. Vollkommen friedlich und schön frisiert, die Augenbrauen fast hochgezogen. Doch es fehlte etwas. Wo waren die hellen Türen, die mich immer so verzaubert haben. Ich wollte sie eintreten, mein Leben lang. Wollte wissen, was sich dahinter verbarg. Jetzt waren sie geschlossen – für immer.

Ich streichelte ihr über den Kopf, völlig leer. Schaute sie genau an und wollte sie zudecken, so wie früher. Die Arme, die Brüste, der Bauch, die Beine – alles war an seinen Platz sortiert. Die Wächter hatten gute Arbeit geleistet, jetzt war sie fast frei.


Ich hatte vier Tage Zeit und ich fuhr vier Mal die selbe Strecke, hin und her. Immer der Sonne entgegen und in aller Frühe. Kaum Menschen waren auf der Straße, nur ich. Dann kaufte ich Sonnenblumen und schnitt die Köpfe ab. Ich schmückte ihren Kasten damit und klebte sie überall hin, wo noch Platz war. Die Zeit rannte.

Ich lag auf, neben und schließlich in dem Sarg und sprach über die letzte Woche. Das Gemüse war wieder teurer geworden, und, stell dir vor, meine Nachbarin ist schon wieder schwanger. Onkel Karl aus Amerika lässt Grüße für Dich da und deine Haare sehen toll aus! Der neue Friseur hat ganze Arbeit geleistet. Du bist aber wieder ziemlich dünn geworden, Kind, dass macht mir Sorgen.

So vergingen die Stunden und die Tage, bis das der vierte Tag gekommen war. Jetzt hieß es Abschied nehmen – endgültig. Ich sah mich noch mehrmals um, als ich den Raum verließ.

------------

Als ich ihre Wohnung betrat war alles kalter Kaffe. Küche, Geschirr, Zigarettenstummel – alles schien an seinem Platz, nur eben ohne Leben. „Wie traurig“, dachte ich. Andere, die ihr etwas bedeutet hatten, waren auch noch mit dabei. Ich schloss mich nach dem Eintreten sofort im Badezimmer ein. Dann besah ich mir nochmal alles, ganz in Ruhe. Ich versuchte zu fühlen und strich über die Armaturen, das Waschbecken, den Wäscheschrank. Nach einem letzten Blick nahm ich mir den weißen Bademantel und den Teddy. Fluchtartig verließ ich die Wohnung. Warum? Ich weiß es nicht. Es ging alles so schnell.

Die Verbindung brach, als ich zu Hause ankam. Ich fand mich bettlägerig in einer Anstalt wieder. Was war passiert? Augenzeugen berichteten: Ein Geist schwebte durch die Straßen. Er hatte einen kleinen Teddy im Arm.

Dann wurde es schlimmer. Medikamente halfen nicht und machten nur noch taub. Die Hölle begann, an die ich nur noch so wenig Erinnerung habe. Meine Seele war unkenntlich, zerstört, gebrochen.

Viel Zeit musste vergehen, bis dass ich wieder Licht sah. Die ersten Sonnenstrahlen berührten mein Gesicht. Ich erwachte aus dem Seelenschlaf, der so nötig gewesen war. Langsam kam alles wieder in Gang, sozusagen neu gestartet. Ich war wieder bereit aufzunehmen, was um mich herum geschah. Ein erstes, gutes Gefühl - das war heftig.

Heute kann ich kaum mit Worten mehr beschreiben, wie unterirdisch ich mich fühlte. Was mir half war der Gedanke vom Neuanfang. Ich hatte wieder Kraft zu hinterfragen und die Zeit des Aufarbeitens begann, dabei quälte mich die Schuldfrage am meisten.

Wer war Schuld? ICH, denn ich sah etwas, ohne wirklich darüber nachzudenken. ICH, denn mich beschäftigte etwas, ohne es wirklich auszusprechen. ICH, denn ich bin eine Mutter, die nicht aufmerksam war. Meine Gefühle hätten mich anschreien sollen. Die Gefahr zu bannen, das wäre meine Aufgabe gewesen. Und jetzt? Jetzt muss ich für das Andere da sein – nicht die gleichen Fehler wieder machen. Anfangen zu reden, reden, reden…. Niemals mehr verschweigen, dass habe ich mir geschworen.

Nach dem Ganzen schaue ich heute hoch zum Firmament. Ich sehe einen Stern, der besonders hell ist, dann muss ich mich schnell umdrehen. Es passiert nicht selten, dass die Sehnsucht groß wird. Ich möchte dann fliegen und nicht mehr wieder kommen.

Sie ist stets in meinem Herzen, bleibt dort und wird es immer sein, jedoch muss ich weiterleben! Mein Weg ist noch nicht zu Ende.

Was bleibt ist Erinnerung.




Version vom 16. 03. 2009 13:37

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Retep
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Hallo Saibot,

du schreibst eine tragische Geschichte, die auch "nüchtern" erzählt werden kann.

Die kurze Einleitung hat mein Interesse geweckt, ich war gespannt, wie die Geschichte weiter gehen wĂĽrde.

Habe den Text dann auch bis zum Ende gelesen. Etliche Formulierungen stören mein Ein- und Mitfühlen.


Die Nacht brach herein

Das Telefon läutete, doch sie wollte mir nichts sagen - nur schnell kommen, sollte ich. Vielleicht hatte sich das Kind die Pulsadern aufgeschnitten, dachte ich.

- warum?

- Die sehr kurze Einleitung, finde ich gelungen. Sie weckt mein Interesse, weiter zu lesen.

Zeit und Raum überschwemmten alles, als ich ins Auto stieg. Vollgas! Ich bretter t e durch den Tag, der jetzt pfeilschnell an mir vorbeizog. Während der Fahrt klingelte ein zweites Mal das Telefon - ich ging nicht dran, zu viel Atemnot. Mein Fuß zitterte auf dem Gaspedal und ich nahm die Ausfahrt fast zu eng.

Einige Figuren standen auf der Straße vor dem Haus. Das Kind wohnte hier, soviel wusste ich noch. Mit quietschenden Reifen bog ich ein, parkte, sprang aus dem Wagen und rannte. Ich dachte etwas und fragte: „Ist S ie tot?“ Das andere Kind nickte.
Dann brach die Nacht herein – in mir.
- Finde ich gut formuliert,

Ein wenig mehr als Nichts ist von dem übrig, was man Erinnerung nennt. Ein Prozess begann da. Ich wurde entseelt, Schritt für Schritt. Das andere Kind schlug ich aus lauter Verzweiflung, glaube ich. Danach nichts mehr. Nur noch Fetzen von Erinnerungen. Kleine Ausschnitte meiner Seele, die jetzt umherflatterten. Mein Körper schaltete ab. Manchmal fragte ich mich nur: „Was soll das andere Kind von mir denken?“

Von da an suchte ich nach ihr – überall. Versuchte mich wach zu machen, aus diesem Alptraum. Dabei war sie es doch, die eingeschlafen war, oder? Dieser Traum bestand jetzt nur noch aus Vergangenheit: Geburtstag, Kerzen ausblasen, jetzt wohl nicht mehr. Die kommende Nacht war ohne Erinnerung.

Am nächsten Tag fuhr ich in die Stadt, in der das Kind früher lebte. Es gab da sozusagen einen Platz, wo es seine letzte Ruhe fand. Die Stätte interessierte mich, sie war vielleicht gut besucht? „Wie ein Museumsbesuch“, dachte ich, denn ich war jetzt ein Besucher – nein, vielmehr ein Beschauer, ein Totenbeschauer. Diese Vorstellung amüsierte mich und ich musste keinen Eintritt zahlen.
Am Eingang war eine große Tafel angebracht, die mir zeigte, wer hier zu beschauen war. Ich inspizierte die einzelnen Spalten. Vielleicht war ja das Gehege leer? Es würde zwar schon alles eingerichtet sein, aber keiner wäre da drin? Nach der ersten Spalte hatte ich kaum noch Hoffnung. Sie ist nicht da - so wie ich dachte. Dann, am Ende der zweiten Leichenspalte, stand da ein Name – ihr Name! Wieso?

Das Glas des einzigen Fensters bündelte die Sonnenstrahlen auf dem hölzernen Kasten. Ich blieb im Türrahmen stehen und beschaute es von weitem. „Der Finger Gottes“, kam mir so in den Sinn. Er zeigte mir die Stelle, wo das Kind noch war – noch.
- Warum denkt sie an "den Finger Gottes", sie hat das Kind doch selbst gefunden?
Langsam näherte ich mich der letzten Ruhe und staunte nicht schlecht, als ich das Kind so liegen sah. Vollkommen friedlich und schön frisiert, die Augenbrauen fast hochgezogen.
Doch es fehlte etwas. Wo waren die hellen Türen, die mich immer so verzaubert haben. Ich wollte durch sie eintreten, mein Leben lang. Wollte wissen, was sich dahinter verborgen hatte (verbarg?). Jetzt waren sie geschlossen – für immer.

Ich streichelte ihr über den Kopf, völlig leer. Schaute sie genau an und wollte sie zudecken, so wie früher. Die Arme, die Brüste, der Bauch, die Beine – alles war an seinen Platz sortiert. Die Wächter hatten gute Arbeit geleistet, jetzt war sie fast frei.

- Der Satz gefällt mir, aber passt er hier?

Ich hatte vier Tage Zeit und ich fuhr vier Mal die selbe Strecke, hin und her. Immer der Sonne entgegen und in aller Frühe. Kaum Menschen waren auf der Straße, nur ich. Dann kaufte ich Sonnenblumen und schnitt die Köpfe ab. Ich schmückte ihren Kasten damit und klebte sie überall hin, wo noch Platz war. Die Zeit rannte.

Ich lag auf, neben und schlieĂźlich in dem Sarg

- in einen normalen Sarg passen nicht zwei Menschen nebeneinander.

und sprach über die letzte Woche. Das Gemüse war wieder teurer geworden, und, stell dir vor, meine Nachbarin ist schon wieder schwanger. Onkel Karl aus Amerika lässt Grüße für Dich da und deine Haare sehen toll aus! Der neue Friseur hat ganze Arbeit geleistet. Du bist aber wieder ziemlich dünn geworden, Kind, dass macht mir Sorgen.

- Das Gespräch mit der Toten finde ich gelungen.

So vergingen die Stunden und die Tage, bis das der vierte Tag gekommen war. Jetzt hieß es Abschied nehmen – endgültig. Ich sah mich noch mehrmals um, als ich den Raum verließ.

------------

Als ich ihre Wohnung betrat war alles kalter Kaffee.

- ich finde, diese Formulierung versaut die Stimmung, die du aufgebaut hast.
Küche, Geschirr, Zigarettenstummel – alles schien an seinem Platz, nur eben ohne Leben. „Wie traurig“, dachte ich. Andere, die ihr etwas bedeutet haben (hatten?), waren auch noch mit dabei. Ich schloss mich nach dem Eintreten sofort im Badezimmer ein. Dann besah ich mir nochmal alles, ganz in Ruhe. Ich versuchte zu fühlen und strich über die Armaturen, das Waschbecken, den Wäscheschrank. Nach einem letzten Blick nahm ich mir den weißen Bademantel und den Teddy. Fluchtartig verließ ich die Wohnung. Warum? Ich weiß es nicht. Es ging alles so schnell.

Die Verbindung brach, als ich zu Hause ankam. Ich fand mich bettlägerig in einer Anstalt wieder. Was war passiert? Augenzeugen berichteten: Ein Geist schwebte durch die Straßen. Er hatte einen kleinen Teddy im Arm.

Dann wurde es schlimmer. Medikamente halfen nicht und machten nur noch taub. Die Hölle begann, an die ich nur noch so wenig Erinnerung habe. Meine Seele war unkenntlich, zerstört, gebrochen.

Viel Zeit musste vergehen, bis dass ich wieder Licht sah. Die ersten Sonnenstrahlen berührten mein Gesicht. Ich erwachte aus dem Seelenschlaf, der so nötig gewesen war. Langsam kam alles wieder in Gang, sozusagen neu gestartet. Ich war wieder bereit aufzunehmen, was um mich herum geschah. Ein erstes, gutes Gefühl - das war heftig.

Heute kann ich kaum mit Worten mehr beschreiben, wie unterirdisch ich mich fühlte. Was mir half , war der Gedanke vom Neuanfang. Ich hatte wieder Kraft zu hinterfragen und die Zeit des Aufarbeitens begann, dabei quälte mich die Schuldfrage am meisten.

Wer war Schuld? ICH, denn ich sah etwas, ohne wirklich darüber nachzudenken. ICH, denn mich beschäftigte etwas, ohne es wirklich auszusprechen. ICH, denn ich bin eine Mutter, die nicht aufmerksam war. Meine Gefühle hätten mich anschreien sollen. Die Gefahr zu bannen, das wäre meine Aufgabe gewesen. Und jetzt? Jetzt muss ich für das Andere da sein – nicht die gleichen Fehler wieder machen. Anfangen zu reden, reden, reden…. Niemals mehr verschweigen, dass habe ich mir geschworen.

Nach dem Ganzen schaue ich heute hoch zum Firmament. Ich sehe einen Stern, der besonders hell ist, dann muss ich mich schnell umdrehen. Es passiert nicht selten, dass die Sehnsucht groß wird. Ich möchte dann fliegen und nicht mehr wieder kommen.

Sie ist stets in meinem Herzen, bleibt dort und wird es immer sein, jedoch muss ich weiterleben! Mein Weg ist noch nicht zu Ende.

Was bleibt ist Erinnerung.

Vielleicht willst du einige Formulierungen ändern?

Mist, ich muss jetzt weg, hätte gerne noch einmal meine Anmerkungen gelesen.

GruĂź

Retep

P.S.: Es liegt nicht immer am Autor, wenn eine Geschichte nicht verstanden wird.

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Saibot
Wird mal Schriftsteller
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Vielen Dank für Deine ausführlichen Kommentare, Retep. Ja, ja, Tempusfehler zählen leider noch zu meinen Schwächen in der literarischen Arbeit. Außerdem tritt nach dem Korrekturlesen eine Art "Betriebsblindheit" ein, also, man sieht einfach auch nicht mehr die eigenen Fehler. Deswegen ist es wichtig, seine Geschichten einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Die Kurzgeschichte "Die Nacht brach herein" ist bewusst so nüchtern und kurzatmig gehalten. Dieser Schreibduktus ist in diesem Fall charakteristisch für den Schreibzustand, in dem ich diese Geschichte geschrieben habe. Sie basiert nämlich auf einer wahren Begebenheit, die mir kurz bevor ich diese Zeilen niedergeschrieben habe, erzählt wurde. Ich denke, der Schockzustand, in dem ich mich befunden habe, wird an diesem Schreibstil deutlich.

Manche Formulierungen, wie den "kalten Kaffe", sind Stilisierungen. Es sind Versuche, innere Zustände des Protagonisten zu unterstreichen. Gerade weil diese Textstellen erstmal zu Irritationen führen, erreichen Sie genau das, was ich möchte, nämlich das Hervorheben eben dieses Moments iim Text.

Ich hoffe, meine Intentionen sind klarer geworden! Vielen Dank nochmal fĂĽr Deine Kritik! LG Saibot

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suzah
Guest
Registriert: Not Yet

Selbstmord

hallo saibot,

eine tragische geschichte, gut erzählt, reteps anmerkungen kann ich nur unterstreichen.

"Das Kind wohnte hier, soviel wusste ich noch. "
"Am nächsten Tag fuhr ich in die Stadt, in der das Kind früher lebte."
das ist fĂĽr mich unklar, ich wĂĽrde annehmen, dass es sich um die gleiche stadt handelt.

"Diese Vorstellung amĂĽsierte mich und ich musste keinen Eintritt zahlen."
diesen satz finde ich unpassend.

nach kleiner ĂĽberarbeitung wird die geschichte noch besser.

liebe grĂĽĂźe suzah

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