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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Selbstmord ok, aber wie?
Eingestellt am 10. 09. 2002 22:18


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pleistoneun
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Apr 2002

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Jakob beschloss, sich eines Tages selbst zu richten, nur mal um zu sehen, wie das so sei (abgekupfert). Nur wusste er ĂŒberhaupt nicht, wie er das anstellen sollte.
So fragte Jakob seinen Freund Ezechiel den IV, was er als Vorschlag aufwarten konnte. Der sagte freundlich: "Ach, weißt du Jakob, halt einfach das Maul und gib den Löffel ab." Auf die Frage, wo er welchen Löffel abgeben sollte, warf Ezechiel der IV Jakob raus.

So gab dieser vom Schöpflöffel bis zum Teelöffel alle Löffel ab und das nicht nur an einem Ort. Er versuchte es bei Kirchen, Friedhöfen, PostĂ€mtern, Bestattungsunternehmen und sogar Moscheen, obwohl er ja ohne Bekenntnis zu sein glaubte, doch Jakob fĂŒhlte sich kein bisschen toter.

Er suchte erneut seinen Freund auf, um ihm das Geheimnis der Selbsttötung zu entlocken. Dieser erwiderte nett: "Halt die Fresse und sieh dir einfach die Radieschen von unten an." Jakob riss hunderte von Radieschen aus, um sie sich von unten anzusehen, aber von tot sein keine Spur. Darauf glaubte er, Ezechiel den IV falsch verstanden zu haben, und baute einen Tunnel unter ein Radieschenfeld, um dort erfolgreich zu krepieren. Nichts.

Na gut, erneuter Anlauf beim Freund.
"Halt endliche den Rand und geht vor die Hunde du Sack", klĂ€rte ihn dieser zuvorkommend auf. Jakob wurde vor die TĂŒr geschoben, bevor er nach der Rasse fragen konnte und verbrachte die nĂ€chsten vier Jahre, um sich vor Rudel sĂ€mtlicher Rassen zu stellen. Die Hunde wandten sich aber nur angewidert von ihm ab. Wieder erfolglos.

NĂ€chster Freundschaftsbesuch.
"Hast du noch immer nicht ins Gras gebissen", empfing ihn Ezechiel höflich wie immer. Wieder konnte Jakob nicht nach der Spezies Gras fragen und musste so etliche GrĂ€ser beißen, bevor er mit zerschnittenen Mundwinkeln aufgab. Da wĂŒrde sich sein Magen doch vorher in einen Pansen verwandeln, bevor er verreckte.

ZurĂŒck zu Ezechiel den IV.
"Halt die Luft an und geh jetzt endlich ĂŒber den Jordan." Ezechiel machte diesesmal einen weniger freundlichen Eindruck, aber die Auskunft war super. Doch Jakob hatte ein Problem. Er fand keine BrĂŒcke um ĂŒber den Jordan zu gehen. Und wenn er es ohne versuchte, ging er durch und nicht darĂŒber. Das Luft anhalten, welches ihm Ezechiel der IV geraten hatte, ließ ihn eher dem Tod entkommen, als zu sterben.

Ezechiel der IV riet Jakob noch, die Klappe zu halten und ĂŒber die Klinge zu springen, es gibt viele Klingen, kann man sich vorstellen, ruhig zu sein und warten, bis das Zeitliche ihn segnet, das Zeitliche kam aber nicht trotz geduldigen Wartens und von Segnung keine Spur, ihn in Ruhe zu lassen und draufzugehen, man kann auf viele Dinge drauf gehen, vor allem Berge, abzuhauen und
von uns zu gehen, was Jakob nur kurz befolgte, weil er nicht wusste, wer mit "uns" gemeint war.

Eines Tages bat Jakob den Berufskiller Ezechiel den IV, seinen besten Freund eben, ob er ihn nicht töten könne und es aber wie Selbstmord aussehen lassen könne, was ja dessen SpezialitĂ€t war. Er wollte noch hinzufĂŒgen, dass er nicht bezahlen könne, da er knapp bei Kasse war, als er schon eine Kugel zwischen den Augen hatte und Ezechiel der IV seine Leiche in den nahen Fluss warf.

Eigentlich hatte sich Jakob tot zu sein cooler vorgestellt und ĂŒberlegte, wie er dies rĂŒckgĂ€ngig machen konnte. Die ganze MĂŒhe fĂŒr so ein Furz Erlebnis lohnte sich nicht, so meinte Jakob.

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AMELIE
AutorenanwÀrter
Registriert: Aug 2002

Werke: 14
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Selbstmord

Hallo,
Deine Geschichte ĂŒber den Selbstmord ok-aber wie? find ich super gelungen, ein ernstes Thema witzig verpackt und zum Schmunzeln.
Liebe GrĂŒĂŸe von Amelie
__________________
Amelie

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winko
AutorenanwÀrter
Registriert: Aug 2001

Werke: 3
Kommentare: 6
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Gut gelungen!

Hallo Du!

War von deinem Text doch sehr beeindruckt. Es ist ja eigentlich ein ernstes Thema dass du da aufgegriffen hast und dennoch konnte ich mir ein schmunzeln nicht verkneifen. Freue mich bald wieder was von dir zu lesen!

__________________
[c] Alexander Winkler
**********************************
"Manche TrÀnen erreichen die Augen nie - sie finden den weiten Weg aus dem Inneren nicht!"

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Andrea
???
Registriert: Aug 2000

Werke: 21
Kommentare: 375
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Schon ziemlich geniale Geschichte. Einziger Verbesserungsvorschlag: Wenn Ezechiel Jakob zum Schluß alle möglichen "Tötungs"weisen vorschlĂ€gt, solltest du dir ĂŒberlegen, ob es nicht eine layout-technisch bessere Möglichkeit gibt. Ach, und vielleicht den letzten Teilsatz streichen.
__________________
Andrea Rohmert

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Zefira
???
Registriert: Jan 2001

Werke: 14
Kommentare: 1113
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>Eigentlich hatte sich Jakob tot zu sein cooler vorgestellt und ĂŒberlegte, wie er dies rĂŒckgĂ€ngig machen konnte. <

... da hab ich 'nen Tip: Bearbeiten --> RĂŒckgĂ€ngig

Witzige Geschichte, habe mich amĂŒsiert.
*grins*
Zef

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