Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, mĂŒssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5439
Themen:   92266
Momentan online:
86 Gäste und 1 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Gereimtes
Semper idem
Eingestellt am 20. 07. 2006 21:25


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Gerd Geiser
Routinierter Autor
Registriert: Apr 2006

Werke: 243
Kommentare: 1553
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Gerd Geiser eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Es gibt ein Gespenst, das noch keiner je sah,
geschweige denn hörte, und doch ist es da.
Sein Unwesen treibt es hinter dem Auge
der Waschmaschine in heißer Lauge,
folgt mir des Nachts bis hinein in den Traum,
dann kÀmpf ich mit ihm, und ich seh doch nur Schaum.

Du garstiger Alp du, du widerlicher,
fĂŒhlst dich im Seifenschaum heimisch und sicher,
hÀltst dich auf meine Kosten gesund
und sorgst dich um nichts, du sorgst nur fĂŒr Schwund.
Wann immer sich drehn in der Trommel die Socken,
weiß ich dich heimlich schon wieder frohlocken.

Zehn werf ich rein, und fĂŒnf hol ich raus,
der Rest ist verschwunden, das halt ich nicht aus.
Ich sag dir, dein Tun ist so mies und so Àrmlich,
doch eins find ich schamlos und völlig erbÀrmlich:
Dass du dir von jedem gezockten Paar
einverleibst nur e i n Exemplar.

Aber irgendwann, du elender Schrat,
koch ich die Socken auf 100 Grad,
und dann schleuder ich sie im Morgenrot
eine ganze Stunde. Und dann bist du tot.




Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


nachtlichter
Guest
Registriert: Not Yet

(Über-)Lebenshilfe im Haushalt

Super, lieber Gerd Geiser!

Das von Dir beschriebene PhĂ€nomen kennt jeder, der einen Waschmaschinenvollidiomaten in seinem Haushalt beschĂ€ftigt - aber bisher wußte keiner Abhilfe hinsichtlich des Sockenschwundes.

Ich bin aber nach wie vor der Überzeugung, dass es sich weder um ein Gespenst, einen Kobold oder einen Klabautermann handelt - es sind definitiv Aliens, die zum einen intelligenter als wir sind und zum anderen auf Socken als vitaminreiches NahrungsergĂ€nzungsprĂ€parat angewiesen sind. Da auch im Universum abwechslungsreiche Kost empfohlen wird, um einer einseitigen ErnĂ€hrung vorzubeugen, trennen sie die Sockenpaare - das weibliche Exemplar wird verschlungen, der Witwer bleibt schluchzend in der Waschmaschine zurĂŒck, um nie wieder einen Fuß bekleiden zu dĂŒrfen. Es sei denn, sein Mensch ist farbenblind.

Jetzt plaudere ich wieder, anstatt seriöse Textarbeit zu betreiben. Allora:

quote:
hÀlst dich auf meine Kosten gesund

"hÀlst" kommt nicht von Hals, denn Socken werden weiter unten getragen - es fehlt ein Tee (besonders bei der aktuellen Witterung) und schon hat der Strumpf Halt und sein Rachen kratzt nicht mehr so.

quote:
Ich find dein Verhalten so Àrmlich,
doch eins find ich gÀnzlich erbÀrmlich,

Diese Passage ist die einzige, die ich fĂŒr nicht so gut gelungen halte - zum einen wegen der Wiederholung des "find", zum anderen holpert der Reim, der 1. Satz hat zu wenig Silben, glaub ich - von Versmaß verstehe ich leider immer noch sehr wenig bis nicht viel, muß ich gestehen.

Vorschlag meinerseits:

Dein Verhalten wirkt auf mich so Àrmlich,
doch eins halte ich fĂŒr gĂ€nzlich erbĂ€rmlich...


Danke fĂŒr die Lebenshilfe!

Liebe GrĂŒĂŸe
Regina

Bearbeiten/Löschen    


nachtlichter
Guest
Registriert: Not Yet

Moin moin Gerd,

beim nÀheren Hinsehen erscheint mir mein Vorschlag auch nicht gut, da ist zu viel "lich" drin...

quote:
Dein Verhalten wirkt auf mich so Àrmlich,
doch eins halte ich fĂŒr gĂ€nzlich erbĂ€rmlich...

Also, wie wÀre es mit:

Dein Verhalten wirkt auf mich so Àrmlich,
doch eins erscheint mir ganz erbÀrmlich ...


Ich wĂŒnsche Dir ein kĂŒhles LĂŒftchen,

Regina

Bearbeiten/Löschen    


Gerd Geiser
Routinierter Autor
Registriert: Apr 2006

Werke: 243
Kommentare: 1553
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Gerd Geiser eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Liebe nachtlichter,

es stimmt. In Gesellschaft von langen Zeilen sind kurze Zeilen zu frĂŒh zu Ende. Ich bin mal selbstĂ€ndig angefangen zu basteln. Nichts gegen deine Version, ich finde aber, an dieser Stelle muss mehr Empörung zum Ausdruck gebracht werden.

Und dann habe ich das mit dem Kochen probiert und siehe da, es hat geklappt. Die Sockenpaare bleiben vollstÀndig. Jetzt frage ich mich, ist das von mir vermutete Gespenst tot oder haben deine Aliens kein Interesse mehr, weil durch das Kochen ja die Vitamine kaputt gehen? Ist aber auch zu blöd, dass mit jeder Lösung gleich neue Fragen auftreten.

Nachdenklich
GG

Bearbeiten/Löschen    


ZurĂŒck zu:  Gereimtes Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!