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Leselupe.de > Ungereimtes
Sentimentales...
Eingestellt am 01. 12. 2002 21:12


Autor
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K.F.Bean
Hobbydichter
Registriert: Nov 2002

Werke: 3
Kommentare: 2
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Sentimentales...

Trunken, benommen, taumelnd vor Gl├╝ck
Tanzende Seele und rasendes Herz ;
Zartrot die Wangen, ohne Zweifel : Verr├╝ckt.
Weit entfernt von depressivem Schmerz.
Durch K├Ârper und Geist flie├čt Leben aufs Neue,
Einsames Sehnen scheint nie passe...
Gedanken geschw├Ąngert von Furcht und Reue
Doch kein Zur├╝ck, und noch kein Res├╝mee.
Melancholie - welch s├╝├čes Leiden!
Sich sonnen im Schmerz des wankenden Herzens...
Sich in Gew├Ąndern des Verlangens kleidend,
St├╝rzt man ab, entz├╝ndet verbotene Kerzen.
Im endlosen Fall von Liebe gefangen
Vergisst man Verstand, Gesetz und sich selbst
Tr├Ąumt fiebrige Tr├Ąume, so unbefangen.
Schreckt hoch nachts im Schlafe, und f├╝rchtet das Hell.
Die laute Musik verdr├Ąngt meine Worte,
die ich dir sage, du kannst nicht verstehen...
Und trotz alldem, oder gerade deswegen, wirst du bald
wieder von mir gehen.

__________________
K.F.Bean 2002

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Tabasco
gesperrt
???

Registriert: Mar 2001

Werke: 53
Kommentare: 60
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...

Habe ja eben schon auf deine Kurzgeschichte geantwortet, die mir so gut gefallen hat. Aber das Gedicht ist auch klasse. Vielleicht kommt es gerade deswegen so wirksam r├╝ber, weil es ohne Strophenumbruch geschrieben ist. W├╝rd ich auf keinen Fall ├Ąndern. Vom Inhalt, den ich auch nur allzu gut auf mich selbst projizieren kann, mal ganz abgesehen, finde ich auch, dass du einen echt guten Schwung in den Reimen hast. Also es liest sich sehr gut. Nicht holperig oder so, wie es bei vielen Gedichten hier in der Leselupe der Fall ist.
Allerdings ist es wohl auch so, dass ein mancher Zeilen anders liest, anders betont als ein anderer, was hei├čt, dass nicht jeder den "Flow" in einem Gedicht unbedingt wirklich mitbekommt. Deswegen les ich meine auch immer am liebsten selbst vor, auch wenn ich's mir so gut wie nie zutraue. *gg*

Aber bei deinem klappt das echt gut. Dadurch versteht man auch sofort, was du zu sagen versuchst und kann viel mehr die Worte auf sich wirken lassen, als sich mit der Textgestaltung als solche befassen zu m├╝ssen.

Sehr sch├Ân geschrieben...

Und wieder muss ich auch hier mal wieder noch ein eigenes Beispiel anf├╝hren *g* (da komm ich irgendwie nicht drum rum)
Ich hab mich auch des ├Âfteren mal daran gewagt, ein Gedicht ohne direkte Strophe, oder besser als eine einzige Strophe, zu schreiben. Irgendwann hab ich das dann noch versch├Ąrft, und aus einem strophenlosen Gedicht einen einzigen Satz gemacht. Ob's mir gelungen ist, wei├č ich nicht, aber ich wollt's dir einfach mal zeigen:
Also:


Alptraum

Wird fragend, hinter Gittern jaulend
eine Antwort ausgesperrt,
so ist die selbe f├╝r mein Wesen
l├Ąngst mit Tr├Ąnen abgekl├Ąrt
und wird die Sehnsucht nach Vergessen
niemals stillen, wenn der Herd
der gl├╝hend-hei├čen Leidenschaft
meine Hand zum Brennpunkt zerrt,
ohne den Moment des Denkens
hier zu lassen, hier bei mir,
damit ich f├╝hlen kann,
wie all die Schmerzen
fl├╝sternd jagend, stiller Gier
nach dem Sinn der Einsamkeit
lustvoll keuchen, bis auch wir
zum Teil des Spiels geworden sind,
das keiner mit nach Hause nimmt,
nur lachend spielt am Stammestisch,
weil Angst so gern die Karten mischt,
wobei man nie gewinnen mag,
durch den Geruch von Knochenmark,
der lauernd bis zum Nachtanbruch
bedrohlich auf dem Tage lag.

Tabasco 2002


Der l├Ąngste Satz, den ich je geschrieben hab, denke ich. *g* Obwohl man zugegebener Ma├čen auch Punkte anmanchen Stellen h├Ątte setzen k├Ânnen, wenn man wollte.

Aber abschlie├čend kurz nochmal zu deinem Gedicht...

>>Melancholie - welch s├╝├čes Leiden!
Sich sonnen im Schmerz des wankenden Herzens...<<

...ich wei├č ganz genau was du meinst ;-) :-/


nochmals Gr├╝├če,

tab



__________________
L├╝g

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