Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92225
Momentan online:
387 Gäste und 16 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Kurzgeschichten
Sex, Wawa und 1 Hund
Eingestellt am 08. 05. 2001 23:05


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
Kyra
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Mar 2001

Werke: 64
Kommentare: 74
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

Bei aufwachen merkte Wawa dass sie einen ungewohnten Geschmack im Mund hatte. Langsam bewegte sie die Zunge an der Innenseite der Z├Ąhne und am Gaumen entlang. Ihr Mund war so trocken als w├Ąre sie grade den ganzen Weg bis zur Bushaltestelle gelaufen. Aber das war es nicht alleine, ein fremder bitterer Geschmack lag wie eine Oblate auf ihrer Zunge. Wawa sah durch das dunkle Zimmer zum Fenster, die Morgensonne schien durch die Ritzen der verzogenen Holzjalousie. Es war also nicht mehr Nacht, aber warum war sie so m├╝de?
Wawa schlo├č die Augen und lie├č ihre Zunge weiter im Mund herumwandern. Was war gestern gewesen, alles war etwas anders als sonst. Selbst die Stimmen in ihrem Kopf, die sonst in der Stille immer ihren nie endenden Streit austrugen, waren verstummt. Zwei schreiende Frauenstimmen die ihren Kopf besetzten, wann immer es um sie herum ruhig war. Wawa erinnerte sich wieder. Gestern Abend wollte ihre Mutter noch weggehen, aber sie hatte sie nicht weggelassen. Immer wieder hatte sie die Mutter zur├╝ckgerufen weil sie Angst hatte alleine zu bleiben. Schlie├člich hatte ihre Mutter sich ein gro├čes Glas Bier eingesch├╝ttet und f├╝r Wawa ein Weinglas mit Bier gef├╝llt,
ÔÇ×wenn Du das trinkst, hast du keine Angst mehr, ich verspreche es dir. Au├čerdem bin ich nicht lange weg, ganz bestimmt nicht.ÔÇť
Wawa nahm einen kleinen Schluck, sie mochte kein Bier, es war so bitter. Z├Âgernd wollte sie das Glas wieder zur├╝ckstellen, aber ihre Mutter hielt ihre Hand fest und meinte,
ÔÇ×Trink es mir zuliebe aus, trink es einfach weil du mich lieb hast. In ein paar Jahren darfst du sowieso trinken. Dann gehen wir abends immer zusammen weg.ÔÇť
Wawa hatte sie zwar nicht sehr lieb, trank aber trotzdem brav das Glas leer. Sie wurde schnell m├╝de vom Bier und nahm die Tablette, die ihre Mutter ihr dann gab, ohne Protest. Sie muss sehr schnell eingeschlafen sein, jedenfalls hatte sie nicht geh├Ârt, als ihre Mutter zur├╝ckkam. Jetzt h├Ârte sie das langsame Schnarchen ihrer Mutter aus der anderen Ecke des Zimmers. Wawa hielt den Atem an, da war noch ein anderes Ger├Ąusch, ein zweites, leises Schnarchen, das sich wie im Schatten des Schnarchens ihrer Mutter bewegte. So leise sie konnte schl├╝pfte Wawa unter ihrer Decke hervor und schlich zum Bett ihrer Mutter. Vorsichtig umging sie knarrende Dielen und stand schlie├člich davor. Das andere Bett stand unter dem Fenster, einige Streifen Sonnenlicht fielen auf die herunter getretenen Decken und die beiden reglosen K├Ârper. Beide lagen sie auf dem R├╝cken, die M├╝nder ge├Âffnet, jeder f├╝r sich. Die Arme ihrer Mutter lagen grade und dicht am K├Âper. Sie hielt mit beiden H├Ąnden den Saum ihres kurzen Nachthemdes fest. Neben ihr lag ein Mann. Wawa sah ihn genauer an. Er war kaum gr├Â├čer als ihre Mutter, hatte eine beginnende Glatze und sehr viele Haare auf der Brust, an Armen und Beinen. Er war noch jung, sein Gesicht passte weder zu der Glatze noch zu den Brusthaaren. Er trug eine ausgebeulte Unterhose und eine Socke. Wawa sah die Beule in der Unterhose genau an. Aber sie konnte nicht feststellen ob darunter nur Luft war, oder dieses geheimnisvolle Fleisch, dem sie immer auf die Spur kommen wollte.
Pl├Âtzlich bewegte sich der Mann, drehte sich zu ihrer Mutter und begann sich im Halbschlaf an ihr zu reiben wie ein B├Ąr an einem Baumstamm. Aber er rieb sich nicht wie ein B├Ąr den R├╝cken, sondern den Bauch. Als ihre Mutter anfing sich zu regen, zog Wawa sich zur├╝ck. Leise ging sie zur T├╝r und ├Âffnete sie in dem Augenblick, als ihre Mutter begann gurrend wie eine Taube, zu lachen.
Wawa ging durch die stille Diele, heute am Sonntag stand keiner so fr├╝h auf, au├čer der Gr├Ąfin vielleicht. Wawa ging in die d├Ąmmrige K├╝che und lie├č sich von ihrem Hund begr├╝├čen.
Der kleine graue Spitzmischling war gerne bereit seine Decke mit ihr zu teilen, als Wawa sich auf seinem Hundeplatz niederlie├č. Schwanz- wedelnd kroch er auf ihren Scho├č und leckte ihre streichelnden H├Ąnde. Er wehrte sich auch nicht, als Wawa ihre Nachthemd hob und seine Schnauze zwischen ihre Beine steckte. Wawa spreizte die Beine als die k├╝hle Hundenase zwischen ihren Beinen entlangfuhr und schloss genussvoll die Augen als der Hund anfing sie sorgf├Ąltig zu lecken.

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Kyra
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Mar 2001

Werke: 64
Kommentare: 74
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

Hallo Sanne,

es w├╝rde mich ja wirklich freuen, wenn Du mir auch mal antworten w├╝rdest, wenn es nicht um Sex geht ;-))
Ob es wahr ist spielt bei einem Text keine Rolle. In dem anderen Fall wollte ich nur ausschlie├čen dass ich f├╝r einen etwas gest├Ârten Mann gehalten werde.

Viele Gr├╝├če

kyra

Bearbeiten/Löschen    


Ralph Ronneberger
Foren-Redakteur
Autor mit eigener TV-Show

Registriert: Oct 2000

Werke: 64
Kommentare: 1400
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Ralph Ronneberger eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo kyra,

mit all deinen "Wawa-Geschichten" habe ich ein grunds├Ątzliches Problem. Mir sind sie einfach zu kurz. Diese Wawa ist in meinen Augen eine hochinteressante Gestalt. Man (ich) m├Âchte mehr von ihr wissen. Wie und vor allem warum wurde sie so, wie sie sich in deinen Geschichten pr├Ąsentiert? Wie ging es mit ihr weiter? Deine Geschichten sind wie Blitze, die kurz und grell eine Szene beleuchten, um mich dann im Dunkeln zur├╝ck zu lassen. Ich glaube, ich habe dir schon einmal die Frage gestellt: "Hast Du noch nie an einen Roman gedacht?"
Ich denke, Wawa hat es verdient, da├č man sie in ihrer ganzen Entwicklung kennen lernt, sie ein gr├Â├čeres St├╝ck ihres Weges begleitet und ihr Handeln (sicherlich oft nur als Reaktion auf pr├Ągende Umst├Ąnde) begreift. Mit deinen Mini-Geschichten l├Ąufst Du meines Erachtens Gefahr, immer nur Reaktionen auf die recht spektakul├Ąr erscheinenden "Taten" deiner Wawa zu bekommen. Dieser junge und wie mir scheint, nur schwer einzuordnende Mensch hat mehr verdient, als nur auf Bildern betrachtet zu werden. Sie kommt mir immer so schrecklich allein gelassen vor - auch von der Autorin.

Gru├č Ralph
__________________
Schreib ├╝ber das, was du kennst!

Bearbeiten/Löschen    


Kyra
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Mar 2001

Werke: 64
Kommentare: 74
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

Hallo Ralph

danke f├╝r Dein Interesse, es hat mich nat├╝rlich doch getroffen, dass Du sagst ich w├╝rde Wawa auch alleine lassen. Die Sache ist aber einfach die, ich hatte vor das als Roman zu schreiben, musste aber nach kurzet Zeit feststellen, dass ich diese gro├če Form einfach noch nicht beherrsche. Jetzt n├Ąhere ich mich in Form dieser Geschichten. Vielleicht werden sie ja nach einiger Zeit zusammenwachsen, das hoffe ich jedenfalls. Schade ist jedenfalls, dass viele (bei einem Forum ganz klar) nur Bruchst├╝cke lesen. So wei z.B. Sanne B. die sich immer nur die "spektakul├Ąren" Geschichten herausgreift. Aber das kann ich ja auch keinem ver├╝beln. Denkst Du dass eine Sammlung der ganzen Geschichten ein besseres Bild geben ? Oder denkst Du dass f├╝r dieses Thema ein Roman zwingend ist ??
Vielen Dank f├╝r Deine klugen Kommentare, die sind mir sehr wichtig.

Viele Gr├╝├če Kyra

Bearbeiten/Löschen    


Ralph Ronneberger
Foren-Redakteur
Autor mit eigener TV-Show

Registriert: Oct 2000

Werke: 64
Kommentare: 1400
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Ralph Ronneberger eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo kyra,

ja, ich habe mir schon gedacht, da├č Du betroffen sein wirst, wenn ich schreibe, Du als Autorin w├╝rdest Wawa allein lassen. Wie habe ich das gemeint? Nun - Du pr├Ąsentierst sie uns in vielen kleinen gelungenen Skizzen. Was mir fehlt, ist deine Wertung. Dies in Kurzgeschichten unterzubringen halte ich aber f├╝r fast unm├Âglich, weil sie dann ihren Charakter als solche verlieren w├╝rden. Es gibt viele Autoren, die der Meinung sind, Wertungen sollte man dem Leser ├╝berlassen. Eine solche Auffassung kann ich nur bedingt teilen. Autoren haben etwas zu sagen. Sie beziehen Standpunkte, die sie auch begr├╝nden und erl├Ąutern sollten. Dabei bleibt meines Erachtens immer noch gen├╝gend Spielraum f├╝r gegenteilige oder auch nur unterschiedliche Interpretationen durch den Leser. Und deshalb mein Wunsch nach einem Roman. Aber die von dir gew├Ąhlte Form geht nat├╝rlich auch. Du darfst dich nur nicht von den (mitunter auch negativen)Kommentaren, die sich ja in der Regel nur auf Teilst├╝cke beziehen, aus dem Konzept bringen lassen.
Mit deinen Geschichten geht es mir so ├Ąhnlich, wie mit flammarions Memoiren. Immer wenn ich einen Kommentar schreiben wollte, lie├č ich es meist sein. Statt dessen habe ich die Beitr├Ąge nach und nach gesammelt (├╝ber 60 Seiten sind es mittlerweile) und dann mal versucht, die Mosaiksteine irgendwie zusammen zu f├╝gen. Das gibt zwar noch kein abschlie├čendes Bild, aber man sieht bereits viel klarer als bei nur einer Einzelgeschichte. Ich werde von nun an auch deine Geschichten sammeln und ├Ąhnlich verfahren. Irgendwann melde ich mich dann ausf├╝hrlicher. O.K?
├ťbrigens - da ich dich auch bei Kolja entdeckt habe, kann ich notfalls ganz gezielt vorgehen. Ach ja - man m├╝├čte viel mehr Zeit haben.

Gru├č Ralph
__________________
Schreib ├╝ber das, was du kennst!

Bearbeiten/Löschen    


Zur├╝ck zu:  Kurzgeschichten Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!