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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Sex mit einer Unbekannten ...
Eingestellt am 22. 02. 2011 00:38


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Miro
Festzeitungsschreiber
Registriert: Sep 2010

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Sex mit einer Unbekannten ...


TodmĂĽde bin ich nach der anstrengenden Fahrt schon beinahe unter der Dusche eingeschlafen, habe nicht einmal mehr das Licht im Hotelzimmer angemacht, sondern mich einfach nur nackt und noch ein wenig nass ins Bett fallen lassen. Irgendwie noch einen Teil der Bettdecke ĂĽber mich gezogen habend schlafe ich sofort ein.
Mitten in der Nacht werde ich wach. Es ist stockfinster.
Erinnerungsfetzen vom Abend gehen mir durch den Kopf. An der Bar, wo ich einen kleinen Absacker getrunken hatte, war mir eine Frau begegnet, die mich auffällig intensiv angesehen hatte. Mittellange, braune Haare, im Dämmerlicht an der Bar ungewöhnlich funkelnde, dunkle Augen.
Ihren Blick hatte ich gespĂĽrt, als dringe sie tief in mich ein, als sauge sie etwas in mir an, als suche sie etwas ganz spezielles in mir. Ein kurzer Blick vielleicht nur, ich weiĂź nicht mehr.
Ob ich ihren Hintern oder ihre BrĂĽste betrachtet habe? Eigentlich gucke ich immer auch dahin, aber was immer gesehen, das habe ich vergessen.
Nur ihre Augen, die verfolgen mich noch, während ich im Hotelbett liege und wach werde.
Plötzlich spüre ich eine Bewegung neben mir.
Die Dunkelheit erlaubt mir keinen Blick.
Aber mir ist klar, dass ich nicht allein in diesem Bett liege.
Jemand liegt neben mir.
Und im nächsten Moment ist mir auch klar: wer immer das ist, schläft nicht,
- jedenfalls nicht mehr.


Ich höre leise Atemzüge, ich spüre die unbestimmte Wärme eines Körpers, ich empfinde die Duftbotschaft einer Frau ganz nahe.
- Ich spĂĽre, da liegt eine sexuell erregte Frau neben mir.

Wie sie in mein Zimmer und in mein Bett gelangen konnte, weiĂź ich nicht. Aber was sie will, scheint ziemlich eindeutig.
Während ich noch zu verstehen versuche, was gerade geschieht, berührt mich eine Hand. Sanft und vorsichtig suchen die Fingerspitzen Kontakt, dann legt die Hand sich auf meine Brust und beginnt, über meinen Körper zu streicheln.
Ihre Atemzüge sind ganz, ganz nah und streichen wie ein Sturm über meinen Körper.
Ihr Mund schwebt wohl direkt ĂĽber meiner Haut, jeder Hauch von ihr ist wie eine wilde Liebkosung.

Im nächsten Moment ist eine Bewegung neben mir. Sie legt sich anders zurecht, sie kommt noch näher zu mir, sie pirscht sich heran ...
Ihre Hand gleitet zielstrebig zwischen meine Beine und findet, was sie gesucht hat. Sie erfĂĽhlt die Feuchte meiner Erregung, nimmt mit eindeutigem Griff Besitz und streichelt mit dem Daumen ĂĽber die empfindsame Ă–ffnung meiner Glans.
Ihr Atem ist jetzt ganz nahe an meinem Gesicht, sie haucht ihn mir auf die Wange. Dann sind da ihre Lippen, die beschwörende Zauberformeln lautlos von sich zu geben scheinen. Kaskaden von erregenden, unsichtbaren Funken scheinen wie elektrische Impulse von ihren Lippen zu strömen, während sie mich nur angedeutet küsst - wieder und wieder und wieder - ungeduldig und unendlich geduldig zugleich haucht sie ihre Küsse auf meine Haut.
Jedes Härchen meines Körpers hat sich wohl aufgestellt – hat sich entgegen ge­richtet und sucht zu ergründen, welche Erregung sich wie ein Tropensturm da an­nähert.

Meine Hände suchen und finden auch den Körper der Frau, die da neben mir liegt. Ich erfühle ihre Schulter, ihren Nacken und ihre Haare, fahre an ihrem Arm entlang, dann berühre ich eine ihrer Brüste. Sie scheint sich geradezu meiner suchenden Hand entgegen zu drängen, verstärkt gleichzeitig auch die Intensität der Bewegung ihres Daumens.

Es ist so dunkel, dass ich weiterhin absolut nichts sehen kann. Zugleich ist mir aber, als betrachte ich diese Szene wie ein Zuschauer.
Mit wird bewusst, dass da in meinem Hotelzimmer – in meinem Bett eine fremde Frau liegt, die sich mir eindeutig und sexuell annähert – und ich habe keine Ahnung, woher sie kommt, wer sie ist, warum sie da ist.
„Gibt es sowas ?“ frage ich mich insgeheim, finde es unwirklich.

Aber ganz real ist, dass ich gleich kommen werde, wenn sie nicht dieses Spiel mit ihrem Daumen auf meiner Penisspitze sehr bald unterbricht ...
Ihre Lippen sind an meinem Hals, huschen über mein Gesicht, meine Stirn – und als hätte sie meine Gedanken gelesen, löst sich ihre Hand, streift tiefer zwischen meinen Beinen über das straffe und so sorgsam enthaarte Säckchen, spielt auf den Innenseiten meiner Oberschenkel und sucht dann nach meiner Hand.
Zielstrebig schiebt sie meine Hand über ihren Bauch weiter nach unten, bis ich den feuchten Quell ihrer olfaktorischen Botschaft erreiche, eintauche und wieder das lustvolle sich mir entgegen gerichtete Drängen ihres Körpers bemerke.




Sie sucht mich, sie will mich!

Mit drei Fingern fasse ich die kleine Knospe der Lust und drĂĽcke und reibe daran.
Ja das gefällt ihr, signalisiert mir ihre Reaktion.
„Jaaaa!“ schreit ihr ganzer Körper mich lautlos und lustvoll an.
Ihre Hand ist noch feucht von meiner Lubrikation, ruht jetzt aber.
Sanft berührt sie meinen Arm, drückt ihn leicht und signalisiert mir, dass ich eine Spur zu heftig wäre. Ich verstehe – ich werde langsamer, vorsichtiger mit meinen Reizen auf ihrer Klit.
Sie entspannt sichtlich und genießt – bewegt sich fast unmerklich und zum Rhythmus eines Liedes, das wir beide gerade ohne Stimme singen: eine zauberhafte Melodie ...


***


So hemmungslos und einfach ist die Wirklichkeit nicht.
Aber Geschichten können so sein, können so spektakulär beginnen.



***


Mir ist immer noch nicht ganz klar, ob ich träume oder ob das alles wirklich passiert. Diese Brust in meiner Hand ist so wirklich, so warm, so lebendig – und die harte Spitze signalisiert, wie sie es mag, angefasst zu sein.
Als sie sich rittlings auf mich bewegt, wird meine an ihr spielende Hand verdrängt und ich lege die Hand im nächsten Augenblick auf ihrem Hintern, halte die straffe Gesäßmuskulatur noch, da drängt sie sich auf mich, reibt ihre feuchte Lust über meine.
Ich dränge ihren Po etwas höher, aber sie will scheinbar noch nicht, dass ich in sie dringe.
Stattdessen berühren mich ihre Brüste, drängen sich im nächsten Augenblick kurz an mich, ihre Brustwarzen sind wie magische Stifte auf meiner Haut, die eine geheim­nis­volle Botschaft zu malen scheinen.
Ihre Zunge streicht fordernd über meine Lippen, und während ich zu einem weiteren Seufzer den Mund etwas geöffnet habe, dringt sie tief, tief in mich ein.
Sie nimmt mich, denke ich, da noch ihre feuchte Lust auf der Unterseite meines Schaftes liegt und ihn gegen meinen Bauch gedrückt hält. Ja, sie reibt sich dabei an mir, aber ich bin nicht in ihr.
Sie jedoch, sie ist in mir. Sie nimmt mich, sie erobert mich mit ihrer Zunge und dringt tief in mich ein.

Dann aber pressen meine Hände ihren Hintern etwas hoch, kurz spanne ich mich – und so bin jetzt auch ich IN ihr.
Wow – wie gut fühlt sie sich an. Sie gleitet etwas zurück, kommt wieder vor und nimmt mich damit ganz, ganz tief in sich.
Ihre Zunge zieht sich zurück, und ein lautes, animalisches Stöhnen entweicht tief aus ihr, sie hebt sich etwas, um dann wieder, noch tiefer und tiefer - mich in sich hineinziehen zu wollen.
Ihre Bewegungen sind langsam, sie suchen und finden jeden einzelnen Punkt, der Funken der Gier in uns sprühen lässt.
Ihr Rhythmus wird ganz allmählich schneller.
- Wenn sie das so weiter macht, komme ich gleich. Aber ich will noch nicht. - Noch nicht!

Mit einer festen Umarmung um ihre schmale Taille bremse ich sie aus, gebiete ihr Einhalt.
Wieder entströmt ihr so ein wilder Laut, ein Stöhnen unbändiger Geilheit und Ekstase, in die sie sich längst geritten hat, geritten auf mir.
Nein: ich werde sie nicht enttäuschen.
Ich lasse nur nicht zu, dass sie ES jetzt schon ins Finale bringt.


***


Kann man Sex mit einer völlig Unbekannten haben?
Ich hatte erst einige Tage zuvor eine Frau im Internet kennen gelernt und sie danach gefragt.
Sie hatte mir geantwortet, es sich nicht vorstellen zu können.
Jeden ihrer Partner ... habe sie zuvor gut gekannt ...



***


Ganz fest ziehe ich sie in eine Umarmung, lasse sie auf mir liegend zur Ruhe kommen. Ihr Körper liegt auf mir, und während ich mit den Fingern zärtlich über ihren Rücken fahre, beginnt sie wieder ganz leicht ihr Becken fordernd gegen mich zu drücken, sucht sie mich tief, tief in ihr zu spüren. Ihre Lippen auf meinen sind plötzlich sanft und weich, hauchen nur und spielen mit meinen Lippen. Es entwickelt sich ein langer, intensiver Kuss, der vorübergehend alle anderen Empfindungen über­tönt.

Es ist ein Augenblick voller Sinnlichkeit, Zärtlichkeit – ein Moment des Schwebens, es ist, als sei „das Auge des Wirbelsturms“ in diesem Moment genau über mir …
Es ist eine kurze, intensive Pause, wohl wissend, dass es nicht das Ende ist, sondern nur eine Zäsur.
Es ist Orientierung – es ist neues Justieren der Sinne … für \'was nun kommen soll ...
Sie stützt sich auf, meine Hände gleiten zu ihren Brüsten und begreifen sie, weich und fest zugleich. Die Stöße ihres Beckens werden härter, fordernder. Diesmal lasse ich sie gewähren. Ich hebe den Kopf und fasse mit den Zähnen eine ihrer harten Brustwarzen.
Ihrem Mund entfährt ein heftiges Stöhnen.
Ja, denke ich: jetzt – jetzt - jetzt darfst du!

Im Stakkato unserer gegeneinander drängenden Unterleiber und stimmhaft laut­ierter Atmung kommt sie, krallt ihre Finger in meine Brustmuskeln, graben sich ihre Fingernägel in meine Haut.
Es ist ein lustvoller Schmerz, den ich genieße, während Wellen der Erregung durch ihren Körper wallen.
Sie kommt – sie kommt – erregt und betört von mir – von mir - von mir !!

Wie grandios ist dieser Moment!


***


Welcher Zauber wohnt einem Orgasmus inne?
Welche Energie von Lust, Gier, Freude und Begeisterung wird dabei freigesetzt und wogt durch das Universum der GefĂĽhle,
das keine Lichtgeschwindigkeit als Begrenzung hat,
sondern gedankenschnell ist – von einem Ende bis zum anderen nur ein Impuls der Lust!

Welche Gnade wird uns zuteil, diese Momente zu erleben – so wie jetzt und hier – sie und ich - - - wir – wir – gemeinsam !!

Gibt es neben der physikalischen Welt noch eine andere energetische Wirklichkeit?
Ist das Leben eine eigene, eine nicht naturwissenschaftliche Energie, und hat diese Lebens-Energie ganz eigene Gesetze – ganz wundersame Regeln und Momente, diese Energie in Zeit und Raum mit der anderen, der physikalischen Wirklichkeit aus unserem Horizont zu verbinden?

Welches Geheimnis des Lebens berühren wir, wenn unser Leib zuckt, wenn Wellen der Lust durch uns wogen – und wenn wir dabei blitzartige Empfindungen haben, die kein physikalisches Korrelat kennen?!

Weder Hormone noch neuronale Potentiale können erklären, was im Moment des Orgasmus wirklich passiert. Etwas hilflos verweisen wir auf den Hippocampus, die Gefühlszentrale in unserem Gehirn.
Aber Tatsache bleibt:
Liebe und Glück lassen sich nicht chemisch definieren, auch nicht pharma­kologisch, hormonell oder neurophysiologisch.

Wir stehen vor der Chemie unseres Körpers.
Ja – da passiert \'was …

Ist das, was wir gerade entdecken die Ursache – oder nur das Nachbeben von emotionalen Energieströmen, die sich unserer direkten Wahrnehmung entziehen?

Gerade erstlerne ich das Zucken einer orgasmen Frau wirklich zu spüren – eine Erfahrung, die mir bislang verborgen war!
Jetzt hat die Zukunft begonnen – das unregelmäßig rhythmische genitale Zucken er­kenne ich – und weiß: so ähnlich jedenfalls – ist auch was sie fühlt bei mir „bei mir“ !!


Sie presst mit jedem Atemzug seufzend Laute ihrer Ekstase heraus, zeigt mir und lässt mich teilhaben an ihrem Höhepunkt.
Schauer der Lust schütteln ihren Körper. Als sie ganz langsam abebben wollen, fasse ich wieder fest an ihren Po, presse sie an mich und eröffne mein Finale furioso.
Sie hält kurz inne, lässt mir die besonderen Sekunden.
Dann schmiegt sie sich an mich und wir küssen uns, küssen lange, sanft und erleben aneinander Wärme, Nähe, ein wunderschönes Gefühl von Miteinander und glücklich sein.

Irgendwann bin ich wohl wieder eingeschlafen. Ich in ihren Armen, oder sie in meiner Umarmung? Das Empfinden von Zärtlichkeit und Glück wiegt mich in den Schlaf, kein Gedanke auch nur an ein WARUM, keine Frage nach WER, keine Versuchung, das Licht an zu machen und sie anzusehen.
Sie ist keine Frage.

***

Als ich wieder aufwache, ist mir dann aber sofort klar: ich bin allein.
Sie ist nicht mehr da!

Morgenlicht erhellt das Zimmer, das zerwühlte Bett lässt keine Zweifel daran, das ich nicht einfach nur geträumt habe.
Noch etwas spĂĽre ich, das an sie erinnert.
Ihr Duft ist immer noch da, ist stark und aphrodisierend. Meine Nase weitet sich, sucht diesen Odour feminale und mein Körper reagiert, als sei sie gerade wieder in den Raum getreten.



***



Werde ich sie wieder treffen, werde ich sie jemals ansehen?


__________________
Es mag bessere Zeiten geben, aber dies ist die unsere (J.P.S.)

Version vom 22. 02. 2011 00:38
Version vom 27. 02. 2011 14:26

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Dominik Klama
???
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Werke: 40
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Schläfrig im Bett und dann die "Vision" einer Frau, die Sex mit einem machen möchte.

Ich hörte, zahlreiche verheiratete heterosexuelle Männer hätten oft Einschlafprobleme, weil zwischen Tag und Schlaf mit einem Mal sexuelle Visionen über sie kommen. Es gäbe einen paktischen Weg, diese Gelüste in den Griff zu bekommen und danach friedlich wegzudämmern. Aber, wenn man in der Gesellschaft eines anderen Menschen daliegt, ist das wohl manchmal ein wenig kompliziert.

Der gesamte Text könnte als solche Fantasie gelesen werden. In diesem Fall wäre es fast unnötig, die so auffällig schauende fremde Frau im Hotel zu erwähnen.

Selbstverständlich gibt es einander völlig unbekannte Menschen, die Sex miteinander haben. Wenn die Beteiligten zwei Männer sind, kommt das sozusagen alltäglich vor. Wenn es zwei Frauen sind, ziemlich selten. Hier sind es Frau und Mann. Auch da kommt es vor.

Allerdings ist es auf Dauer nicht möglich, den eigenartigen Reiz dieser Unbekannte(r)-Konstellation immer weiter zu erhalten, indem man vereinbart, sich für absolut nichts anderes als Sex regelmäßig weiter zu treffen. Zeigte uns beispielsweise schon Anfang der siebziger Jahre der Film "Der letzte Tango in Paris" mit Marlon Brando und Maria Schneider.

Ich habe mich gefragt, warum der Autor sich überhaupt für dieses Motiv "Sex mit fremdem Partner" entschieden hat, wenn, was dann erzählt wird, eigentlich genau dasselbe ist, wie wenn der Partner sehr wohl bekannt wäre. Mir scheint es ein literarischer Trick zu sein. Um innerhalb eines überschaubaren Textumfanges zügig zum Kern einer "Sache" vorzustoßen, die sonst im Leben "in Zusammenhängen", nicht so gesondert, isoliert auftritt.

Demnach wäre das "unbekannt" nur Hilfsmittel, das eigentliche Thema aber wäre: zu erzählen, was Sex mit einem anstellt, wenn man ihn macht.

Die Umsetzung dieses Themas scheint mir hervorragend gelungen. Da es ja ein äußerst schwer in den Griff zu bekommender Textgegenstand ist. Wo man pausenlos in Gefahr ist, in Peinlichkeiten, Anzüglichkeiten, Plattitüden, Stilisierungen, Kitsch, unfreiwilligen Humor abzurutschen. Ich sehe das hier nicht. Also ist es ein guter Text.

Aber diese zweite Ebene der Einschübe. Diese rhetorischen Fragen und dieses bildungsbürgerliche Pseudophilosophieren. Das mag ich nicht. Dessen Zweck sehe ich darin, einem möglicherweise leicht anrüchigen Textgegenstand innerhalb der sozialen Gruppe, in welcher man sich befindet und wo man auch den Leser vermutet, den güldenen Rahmen der "Kunst" umzutun. Um's mal brutal zu sagen: Ich find's einfach Schnüss!

Dann diese Fremdwörter immer:
"Glans", "olfaktorisch", "Odeur féminale", "Hippocampus", "Lubrikation", "neuronale Potentiale", "Finale Furioso"...

Was im Text verhandelt wird, ist allgemein-menschlich, hat keinerlei soziale Komponente (im Sinne von: sozialer Schichtung der Gesellschaft, im Sinne von Verbundenheit unter Menschen natĂĽrlich sehr wohl).

Es mag ja nun Leser geben, die es mit einer gewissen Unbehaustheit erfüllt, wenn sie sich irgendwann in einem Moment befinden, wo ihre soziale Stellung völlig belanglos wird. Die von da vielleicht ableiten, ein Text, der dieses spezielle Thema so isoliert von allem anderen abhandelt, zwänge sie quasi hinab auf eine soziale Stufe mit dem "ordinären Menschen". Die fängt der Text hier wunderbar auf: "Guck, ich kann alle diese Wörter. Und ich weiß genau, du kannst sie auch. Also, keine Angst, das läuft hier selbstverständlich immer alles zwischen Bildungsbürgern ab."

So ganz unbekannt und fremd also doch nicht. Dieses gemeinsame Merkmal haben wir schon mal raus.


__________________
14.11.2015 Forum Lupanum Threads Höhe Zeit Aufklärung Verteidiger: Es ist genug.

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Ofterdingen
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Hallo Miro,

Ich habe angefangen, deinen Text zu lesen, dann stieß ich mich auch gleich an diesem Satz: "Irgendwie noch einen Teil der Bettdecke über mich gezogen habend schlafe ich sofort ein." Was fehlt, wenn das "habend" wegfällt?

Ich habe deinen Text nicht bis zum Ende gelesen, denn mir fielen noch ein paar weitere solche sprachlichen Ärgernisse auf und irgendwann schmiss ich hin. Eigentlich schade, denn du kannst schreiben. Warum suchst du dir nicht jemanden, der dich in Feinheiten berät und korrigiert?

GruĂź,

Ofterdingen

__________________
Man soll keine Dummheit zweimal begehen, die Auswahl ist schlieĂźlich groĂź genug. J. P. Sartre

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Miro
Festzeitungsschreiber
Registriert: Sep 2010

Werke: 34
Kommentare: 85
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Guten Abend,

zunächst ein Gruß an „unbekannt“: mein immerhin 51 DIN-A 4 Seiten langer Text sei zu lang für ein Online-Forum, wurde mir mitgeteilt.
Ich habe deshalb die verkĂĽrzte Version eingestellt.
Und tatsächlich: der Kommentar von Ofterdingen enthält die Info, er habe nicht einmal zu Ende gelesen.

Es gibt DESHALB die aktuelle (verkürzte Version) hier direkt zu lesen, wer möchte, kann aber auch die AUSFÜHRLICHE VERSION lesen: Das ist die vom 22. Februar (einfach unter dem aktuellen Text hier in der Leselupe darauf klicken!).
Dort könnt Ihr den gesamten Text in voller Länge lesen.

_______________________________


Lena singt: „Taken by a stranger“

muss ich noch mehr dazu sagen, noch fragen, ob das Thema reizvoll ist?

Das ist der Puls der Zeit, nicht nur schläfrige Phantasie von alternden Männern mit Einschlafproblemen.
- Werde ich hier mit meinem ersten Text in diese Ecke gestellt?
- Oder ist das eher ein Problem des Kommentators?

- Oder bin ich jetzt zu aggressiv in meiner Antwort?
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Abgesehen vom Inhalt wurde ja auch das angefragt:
Wie wird Erotik linguistisch gesellschaftsfähig?

Mit der „f-“Sprache wohl eher nicht, oder?
Mit einer Sprache, die sich in der Wortwahl um Differenziertheit, um FeinfĂĽhligkeit, um HintergrĂĽndigkeit und Tiefsinn, um (Selbst-)Ironie und trotz allem um Lockerheit und Leichtigkeit bemĂĽht?
Mag sein, mit grammatikalischen Überkorrektheiten wird das überzogen. Vielleicht. Vielleicht gehört aber genau das auch zu dieser Darstellungsweise.

Andererseits: es soll unterhaltsam sein, nicht belehrend, es soll anregend sein, nicht abtörnen.

Es wurde die Frage gestellt, warum ich nicht jemanden frage, mir zu helfen.
Ist nicht die Tatsache, einen Text, der grundsätzlich als lesenswert eingestuft wurde, hier zu posten, genau DAS ??!

Danke für Eure Kommentare. Ich fand die sehr bemerkenswert und bedenkenswert; und die Leserinnen und Leser, die meinen Text ansprechend finden, verweise ich gerne auf die „ausführliche“ Version.

Danke fĂĽr das Interesse und fĂĽr die Hilfe, die Eure Kommentare sind!

Miro

__________________
Es mag bessere Zeiten geben, aber dies ist die unsere (J.P.S.)

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