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Leselupe.de > Kindergeschichten
Sharka der Tiger
Eingestellt am 01. 04. 2003 01:20


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yza
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Registriert: Mar 2003

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SHARKA der Tiger





Wie oft muss ich daran denken, wie sch├Ân es damals war, als Mutter noch lebte. Solange sie f├╝r mich und meine Geschwister sorgte war alles sehr einfach f├╝r uns. Wir Tigerkinder hatten alle Zeit der Welt und konnten spielen, spielen und noch mal spielen. Vor allem konnte Mutter uns viele Geschichten aus dem Dschungel erz├Ąhlen, so dass er uns noch wundervoller erschien, als er ohnehin schon war.
Ja, wir hatten eine sehr sch├Âne Zeit, doch wir haben damals noch nicht verstanden, was um uns herum wirklich auf der Welt passiert.
Wir Tigerkinder brauchten uns um nichts zu k├╝mmern, wir spielten Blumen raten, buddeln, raufen, Schmetterlinge jagen und was wei├č ich noch alles.
Mutter passte auf uns auf, aber eigentlich hatten wir sowieso nicht viel zu f├╝rchten. Es gab die gef├Ąhrlichen Kobras oder die braunen gro├čen B├Ąren, die noch vereinzelt durch den Dschungel streiften und uns Kindern gef├Ąhrlich werden konnten, und nat├╝rlich mussten wir uns vor den Krokodilen in Acht nehmen, aber ansonsten waren wir ohne Feinde und sehr gut beh├╝tet. Die Krokodile waren die unbestrittenen Herrscher der Fl├╝sse und Seen, doch wir, die Tiger, waren schon immer die Herrscher des Dschungels.
Allerdings ├Ąnderten sich die Zeiten schneller, als wir alle glauben wollten. Wir wurden gr├Â├čer und auch ein bisschen schlauer und Mutter begann nun langsam auch andere Dinge ├╝ber das Leben zu berichten, die leider immer weniger mit den sch├Ânen Geschichten von fr├╝her zutun hatten.
Ich werde euch jetzt die Geschichte meines Lebens erz├Ąhlen, ein bisschen ist es eine traurige Geschichte, wenn ich auch sagen kann, dass es am Ende doch noch alles gut f├╝r uns Tiger und f├╝r viele andere Tiere ausgeht. Doch was wirklich traurig bleibt, ist, dass wir nie wieder dorthin zur├╝ckkehren k├Ânnen, wo wir einst erschaffen wurden.




Als kleiner Tiger, man nennt mich Sharka, war ich immer schon an Abenteuern interessiert. Das unterschied mich am deutlichsten von meinen beiden Schwestern, Mia und Moa. Nat├╝rlich war ich auch sichtbar gr├Â├čer als sie, aber das bemerkte man erst, als ich fast ein Jahr alt war.
Jedenfalls habe ich es kaum in der N├Ąhe unseres Lagerplatzes ausgehalten. Ich musste immer rumstreunen und den Wald untersuchen. Wenn Mutter jagen ging, wie ihr wisst fressen wir Tiger ja Fleisch und m├╝ssen andere Tiere jagen, dann habe ich nicht auf sie geh├Ârt und bin ihr hinterher geschlichen. Ich beobachtete sie genau und dann habe ich versucht sie nachzuahmen. Ich wei├č noch genau, wie gro├č meine Freude war, als ich mein erstes Tier erlegt hatte. Nun gut, es war nur eine kleine Eidechse, aber ich hatte sie selbst gefangen und ich war gerade ein halbes Jahr alt. Meine Schwestern erblassten vor Neid und meine Mutter war sehr stolz auf mich.
Ja meine Mutter, ihr Name war Nanu, sie war eine besondere Tigerin und ich habe sie sehr geliebt.
Sie war sehr ruhig und schleckte uns Tigerkinder immer wieder mit ihrer rauen Zunge ab, was f├╝r uns eine wahre Freude war. Wenn sie ein Tier erlegt hatte, dann war sie nicht eine von den Tigerm├╝ttern, die ihren Kindern nur die Reste ├╝brig lie├č. Nein, sie gab uns die besten St├╝cke und wartete bis wir uns satt gefressen hatten. Sie war sehr geduldig mit uns.
Meine Schwestern liebten sie so wie ich und wenn ich auch sagen muss, dass Mia und Moa ihr das Leben nicht immer leicht machten, so waren sie doch unserer Mutter gegen├╝ber sehr aufmerksam und folgten ihr aufs Wort. Nicht selten haben sie mich bei ihr verpetzt, wenn ich wieder Dummheiten machte oder einfach weggeschlichen bin, ohne ihr Bescheid zu sagen.
Doch Mutter hat mir immer alles verziehen, sie schimpfte zwar, doch im n├Ąchsten Augenblick erhielt ich von ihr einen Knuff mit ihrer weichen Tatze und ich wusste, dass alles wieder in Ordnung war. Dann schnurrte sie mich an und l├Ąchelte, denn sie liebte meinen Mut und meine Neugierde.
Meine Schwestern beobachteten mich mit gewissem Neid. Denn sie sahen wie schnell ich lernte alleine zurecht zu kommen. Ich war kaum ein Jahr alt, da durchstreifte ich den Dschungel schon so weitl├Ąufig, dass ich mehrere Tage nicht mehr nach Hause kam. Und wenn ich dann wieder an unserem Lager war, dann hatte ich nat├╝rlich jede Menge abenteuerliche Geschichten zu erz├Ąhlen.
Mia und Moa waren meine begeistertsten Zuh├Ârer und ich glaube es hat ihnen sp├Ąter sehr geholfen sich alleine Zurecht zu finden.
Meine Mutter war sehr besorgt um die Beiden und wenn ich auch jede Menge Dummheiten gemacht habe, aber sowie meine Mutter mir befahl auf meine Schwestern aufzupassen, dann habe ich keine meiner Tatzen vom Lager weggestreckt; denn wenn Mutter mir dies befahl, dann lauerte auch irgendeine Gefahr in unmittelbarer N├Ąhe.
Ihr m├╝sst wissen, dass Mia und Moa sehr lieb, aber auch sehr vertr├Ąumt waren. Sie spielten lieber mit den Blumen, als hinter Hasen, Eidechsen oder vielleicht sogar gr├Â├čeren Tieren hinterher zu jagen. So war es auch, dass sie so manche Gefahren v├Âllig untersch├Ątzten.
Ich wei├č noch genau, wie wir an einen uns unbekannten Fluss kamen und Mutter sagte: "Sharka, ich muss sofort den Lagerplatz verlassen, denn in der N├Ąhe sind einige Hirsche. Sie werden sich bestimmt nicht lange hier aufhalten, wenn sie unseren Geruch gewittert haben. Ich hoffe, dass ich einen erlegen kann. Ich kenne diesen Fluss nicht so gut und vermutlich gibt es hier Krokodile. Deine Schwestern sind sehr durstig und du wei├čt wie vertr├Ąumt sie sind. Du wirst dich an das Ufer setzen und auf Krokodile aufpassen wenn Mia und Moa Wasser trinken wollen."
Ich h├Ârte aufs Wort und meine Augen beobachteten st├Ąndig die Wasseroberfl├Ąche. Krokodile konnten sehr gef├Ąhrlich sein. Niemand wusste genau zu sagen, wie gro├č sie werden konnten. Es gab kleine Krokodile, die es nie wagen w├╝rden einen Tiger anzugreifen, nicht einmal einen jungen. Aber es gab auch die Riesen unter ihnen, die gut zweimal so gro├č waren, wie ein ausgewachsener Tiger. Sie waren alt und sehr schlau und wer beim Trinken am Fluss nicht aufpasste, konnte von ihnen mit einem Biss gepackt werden und dann zogen sie einen unter Wasser, so dass man ertrinken musste.
Ich war sehr wachsam, doch meine Schwestern machten es mir nicht immer leicht. Manchmal wollten sie mich ├Ąrgern und sie h├Ârten nicht auf mich. Ich setzte mich irgendwo in ihre N├Ąhe, in den Schatten einer der riesigen Dschungelpflanzen, doch sie machten sich ein Spiel daraus und gingen immer etwas weiter weg. Ich legte mich wieder in ihre N├Ąhe und wieder zogen sie ein St├╝ck weiter und kicherten. Sie riefen: "Du sollst uns nicht immer hinterher rennen."
Ich sch├╝ttelte nur den Kopf. Ich habe ihre Art von Humor und Spiel nie richtig verstanden.



Wie gesagt, an diesem Tag hatten wir vor├╝bergehend unser Lager am Flussufer. Mia und Moa waren zwar nicht so wasserfest wie ich, aber Heute waren auch sie sehr froh, dass wir uns am Fluss aufhielten, denn wir hatten einen langen Marsch durch den Dschungel hinter uns, sie waren sehr durstig. Sie pl├Ątscherten mit ihren Pfoten im flachen Wasser am Flussufer. Mutter war schon wieder im Wald verschwunden und nat├╝rlich wollten die Beiden mich ├Ąrgern und versteckten sich laufend. Wenn ich nach ihnen br├╝llte, meldeten sie sich nicht. Ich kannte ihre Spiele ja und ich lie├č mich nicht aus der Ruhe bringen. Ich lag unter einem Baum einige Meter vom Wasser weg und mit einem Auge bewachte ich die Wasseroberfl├Ąche und schlummerte trotzdem ein bisschen. Als sie merkten, dass sie mich nicht ├Ąrgern konnten, blieben sie am Flussufer. Sie guckten nach den Fischen und sie wagten sich sogar mit den ganzen Beinen ins Wasser, selbst ihr Bauchfell war schon nass. Ich staunte, so wasserfreudig waren sie sonst nicht. Ich br├╝llte ihnen zu, dass sie in meiner N├Ąhe bleiben sollten, aber nat├╝rlich liefen sie immer etwas weiter weg. Der Dschungel war bis auf einige Vogelrufe und entferntes Affengekreische auffallend ruhig. Das war aber meistens so, wenn wir Tiger irgendwo auftauchten. Die anderen Tiere hatten Respekt vor uns und verhielten sich still.
Jedenfalls, als ich so vor mich hind├Âste und mit einem Auge meine Schwestern und das Gew├Ąsser beobachtete, fielen mir in der Mitte des Flusses ein paar kleine Wellen auf und ich br├╝llte zu Mia und Moa, dass sie aus dem Wasser kommen sollen. Nat├╝rlich ignorierten sie mich. Ich war nicht sicher, ob nur ein Luftzug die Wasseroberfl├Ąche bewegt hatte oder ob tats├Ąchlich ein Krokodil im Wasser war. Meine Mutter hatte mir alles ├╝ber Krokodile erkl├Ąrt und ich kannte ihr listiges Verhalten. Sie lauerten unter Wasser, total starr, bis dann endlich ein anderes Tier in ihrer unmittelbaren N├Ąhe auftauchte und dann schnappten sie zu. Sie konnten gewaltige Spr├╝nge machen, was man einem so tr├Ągem Krokodil gar nicht zutraut.
F├╝r einen Moment wollte ich die Wellen vergessen und drehte mich kurz um, doch im n├Ąchsten Augenblick h├Ârte ich Gepl├Ątscher, ich drehte mich um und sah einen riesigen Krokodilskopf nur einige Meter von Mia und Moa entfernt an der Wasseroberfl├Ąche auftauchen. Ich war doch ziemlich weit weg und br├╝llte sofort los. Doch sie h├Ârten nicht auf mich. Sie hatten das Krokodil noch nicht gesehen. Ich rannte los und st├╝rzte mich durchs Wasser. Doch noch bevor ich Moa erreichte, sie war dem Krokodil am n├Ąchsten, schoss das Krokodil aus dem Wasser und schnappte mit seinem riesigen Maul nach Moas Pfote.
Ich war noch einige Spr├╝nge von dem Riesen entfernt und Moa schrie voller Schmerz auf, denn das Krokodil hatte ihre Pfote zu packen gekriegt. Ein Krokodil hat m├Ąchtige Z├Ąhne, sie sind nicht sehr scharf aber sie k├Ânnen einen sehr gut festhalten. Mia rannte entsetzt aus dem Wasser. Ich war voller Wut auf die Beiden, aber nat├╝rlich war ich auch w├╝tend auf dieses Krokodil.
Noch ein Sprung, dann......Ich habe nicht mehr ├╝berlegt, sondern nur mein Maul aufgerissen und w├╝tend in den Kopf des Krokodils gebissen. Ich musste meine Schwester retten. Damit hatte das Krokodil nicht gerechnet, erschreckt lie├č es Moa los. Moa war verletzt aber sie konnte noch mit einem riesigen Satz ans Ufer springen, dann kippte sie entkr├Ąftet und erschrocken um.
Gegen dieses Krokodil hatte ich, als kaum ein Jahr alter Tiger, keine Chance. Jetzt musste ich selbst aufpassen, dass es mich nicht erwischt. Es war eines dieser alten riesigen Krokodile, die den gesamten Fluss beherrschen. Mein Biss hatte das Krokodil zwar erschreckt aber nicht merklich verletzt. Es schleuderte kurz seinen Kopf hin und her und ich flog ein St├╝ck durch die Luft. Zum Gl├╝ck schleuderte mich das Krokodil in Richtung des Ufers, so dass ich mit einem weiteren Sprung ans Ufer kam. Ich stellte mich in Position und br├╝llte das Krokodil so laut ich nur konnte an.
Ich hatte Angst, dass es jetzt einfach aus dem Wasser kommen k├Ânnte und meine verletzte Schwester noch einmal angreifen w├╝rde. Ihre Pfote blutete und ich w├╝nschte ihr, dass sie nicht gebrochen war, denn das k├Ânnte ihren Tod bedeuten.
Ich glaube, ich hatte noch nie in meinem Leben so w├╝tend gebr├╝llt und das Krokodil schien beeindruckt, denn es tauchte kurz unter und verschwand wieder im Fluss.
Sofort ging ich zu Moa und br├╝llte noch einmal: "Ihr beiden Verr├╝ckten, warum h├Ârt ihr nicht auf mich." Eigentlich war es mir im Augenblick v├Âllig egal, aber ich musste sie ausschimpfen, doch die Hauptsache war, dass Moa ├╝berlebt hatte. Ich ging zu ihr und sah mir ihre Verletzung an. Ihr Fell war voller Blut und sie winselte ein wenig. Aber Moa war stark. Sie sah mich mit unterw├╝rfiger Miene an und sagte: "Sharka ich danke dir, du hast mein Leben gerettet. Ich werde immer auf dich h├Âren." Ich leckte ihr die Pfote ab, um besser sehen zu k├Ânnen wie schlimm ihre Verletzungen waren. Mia sa├č in der N├Ąhe und ich glaube sie zitterte ein bisschen. Sie sagte kein Wort.
Als die Pfote sauber war, konnte ich erkennen, dass die Wunden nicht weiter bluteten. Wir Tiger haben auch Stoffe in unserem Speichel, die solche Wunden schneller heilen lassen. Ich hatte ja noch nicht allzu viel Erfahrungen mit Wunden, doch so wie ich es sehen konnte, war ihre Pfote nicht gebrochen und die Wunden waren zum Gl├╝ck nur gr├Â├čere Kratzer. Ich sagte: "Moa, du musst aufstehen, erst dann k├Ânnen wir sehen ob etwas gebrochen ist. Du musst versuchen normal zu laufen, wenn es dann sehr schmerzt, dann bist du doch schwerer verletzt."
Moa war noch geschockt, doch sie stand ohne einen Ton von sich zu geben auf und sagte: "Ich glaube ich hatte Gl├╝ck, nur die Wunden brennen ein bisschen."
Nach einer guten Stunde konnten wir alle schon wieder Witze ├╝ber diesen Vorfall machen. Wir lachten ├╝ber das riesige alte Krokodil, dass jetzt wohl mit leerem Magen durch den Fluss schwimmen musste. Wir kicherten dar├╝ber, ob es vielleicht gar keine richtigen Z├Ąhne mehr besa├č, denn Moa war ja zum Gl├╝ck nicht viel passiert. Aber tief in unserem Inneren hatten wir alle ein Erlebnis gemacht, dass uns gelehrt hatte, immer Respekt vor diesen Tieren zu haben.
Als Mutter zur├╝ckkam erz├Ąhlten wir ihr aufgeregt diese Geschichte und es war das Erstemal, dass meine Schwestern sich nicht bei ihr ├╝ber mich beschwerten, sondern sie lobten mich in den h├Âchsten T├Ânen. Ich hatte sie beide gerettet, seitdem h├Ârten sie eigentlich auf alles was ich ihnen sagte und so konnte ich ihnen manche Geschichte erz├Ąhlen, die ich einfach nur erfunden hatte. Danach am├╝sierte ich mich meistens ├╝ber ihre Leichtgl├Ąubigkeit.
Dieser gef├Ąhrliche Vorfall war nat├╝rlich nicht der Einzige in unserem ansonsten sehr sorgenfreien Kinderleben. Doch um so ├Ąlter wir wurden, um so mehr erfuhren wir ├╝ber die wirklichen Probleme unserer Art und nicht nur das.
Meine Mutter verschonte meine Schwestern meist vor schlechten Nachrichten, doch nachdem ich ein gewisses Alter erreicht hatte, erz├Ąhlte sie mir immer mehr ├╝ber das Leben als erwachsener Tiger.



Vor allem begann sie mir von den Menschen zu erz├Ąhlen. Ich hatte bis dahin noch nie einen gesehen und konnte mir nur schwer vorstellen, wie sie aussehen k├Ânnten. Was ich geh├Ârt hatte war, dass sie zwei Beine haben und ohne Fell sind, also v├Âllig nackt. Meine Mutter sagte: "Sie sehen ein bisschen so aus wie Affen, aber eben anders."
Na ja, ich dachte mir, wenn ich mir einen Affen vorstelle, dann w├╝rde ich einen Menschen sehen, bis ich dann irgendwann einen von ihnen zu sehen bekam. Ich muss sagen, ich musste erst einmal lachen. Dieser Mensch war wirklich sehr nackt und er hatte nur ein paar Haare auf dem Kopf. An ihm war kaum Fleisch dran. Es h├Ątte sich kaum gelohnt, einen von ihnen zu jagen. Es sei denn, man w├Ąre sehr hungrig und es g├Ąbe kein anderes Wild.
An diesem Tag hatte meine Mutter mich extra in die N├Ąhe der Menschen gebracht. Sie war sehr aufgeregt. Bis jetzt hatte sie mir eher schlechte Dinge ├╝ber diese Tiere erz├Ąhlt. Als ich sie nun zu Gesicht bekam, konnte ich kaum glauben, dass von ihnen eine solche Gefahr ausgehen sollte, wie Nanu mir erz├Ąhlt hatte.
Wir schlichen uns in die N├Ąhe eines ihrer D├Ârfer, denn diese Menschen leben in Gemeinschaften, so wie andere Tiere in Rudeln oder Herden. Menschen hatten ganz bestimmte Eigenschaften, die sie deutlich von allen anderen Tieren unterscheiden. Sie bauten ihre Behausungen selber, entweder aus Holz oder aus Steinen. Sie konnten Feuer machen und sehr viele andere Dinge herstellen, die ein Tiger niemals gebrauchen w├╝rde. Sie hatten zwar nur zwei Beine aber auch zwei Arme und H├Ąnde mit denen sie geschickt verschiedene Sachen herstellen konnten.
Wie gesagt, ganz am Anfang hielt ich sie f├╝r v├Âllig harmlose und wehrlose kleine Gesch├Âpfe. Doch Mutter hatte mir gesagt, dass sie einzig und allein vor den Menschen auf der Hut ist. Sie hatte weder vor Krokodilen, noch vor B├Ąren oder Bergl├Âwen Angst. Sie war sehr stark und ich w├╝rde noch einige Jahre brauchen, um sie zu ├╝bertreffen, aber vor den Menschen hatte sie sehr viel Respekt. Sie erz├Ąhlte, dass man niemals einen von ihnen t├Âten d├╝rfte. Denn wenn dies geschehen sollte, w├╝rden Hunderte von ihnen durch das Land ziehen und eine riesige Treibjagd veranstalten. So harmlos sie auch aussehen m├Âgen, diese Wesen hatten gef├Ąhrlich Waffen. Sie brauchten nur auf Sichtweite herankommen, um ihr Opfer zu t├Âten. Es gab dann immer einen lauten Knall und schon war das gejagte Tier tot. Mutter erz├Ąhlte, dass schon Tausende von Tigern von ihnen get├Âtet wurden. Diese Menschen waren kaum einzusch├Ątzen, denn sie kamen ganz pl├Âtzlich in gro├čen Horden in das Land. Sie konnten auf Elefanten reiten, die auch ein Tiger nicht angreift und sie machten einen h├Âllischen L├Ąrm, der alle Tiere des Waldes aus der Ruhe brachte.
Dann h├Ârte man ├╝berall dieses laute Geknalle und danach waren meistens einige Tiger tot.
Sie nannten das eine Treibjagd. Mutter hatte niemals einen von ihnen das Fleisch der Tiger essen sehen. Sie verschleppten die toten Tiere und niemand wusste genau was sie mit ihnen machen. Auf jeden Fall beschwor mich meine Mutter einen riesigen Bogen um jede Menschensiedlung zu machen und wenn ich im Wald ihre Stimmen h├Âren sollte, dann sollte ich mich niemals bemerkbar machen.
Ich habe meine Mutter geliebt und ihr sehr vertraut, deshalb h├Ârte ich auf sie, obwohl ich wie gesagt diese Menschen eher bel├Ącheln musste. Doch irgend etwas war an ihnen, denn sonst h├Ątte meine Mutter nicht so auf mich eingeredet. Sie sagte, dass die Menschen immer weiter in den Dschungel vordringen und alle Tiere vernichten, die ihnen in den Weg kommen. Sie hatte bis Heute nicht verstanden, warum sie sich so eigenartig verhalten und ├╝berall die B├Ąume f├Ąllten bis kein Wald mehr da war.
Ich sollte erst viel sp├Ąter dahinter kommen, was es mit diesen Menschen auf sich hat. Alles in allem begegnete ich nur wenigen von ihnen in meinem Leben. Die meisten von ihnen haben nicht einmal geahnt, dass ich in ihrer N├Ąhe war. Ich habe sie beobachtet, um sie besser zu verstehen, doch ich bin lange Zeit nicht schlau aus ihnen geworden.



Ich will euch aber mein schlimmstes Erlebnis mit ihnen nicht vorenthalten. Ich hoffe es erschreckt euch nicht. Aber ich bin nun mal ein Tiger und deshalb mache ich viele Dinge anders als ihr.
Eines Tages bewegte ich mich durch den Dschungel. Wie immer war ich auch irgendwie auf der Jagd, doch ich wusste auch, dass ich in einem Gebiet war, dass eigentlich ein anderer Tiger beherrscht. Ich hatte ihn nie gesehen, wusste aber von meiner Mutter, dass man ihn Oris nannte. Er war wesentlich ├Ąlter und erfahrener als ich. Mutter hat nie mit mir dar├╝ber gesprochen aber ein bisschen hatte ich die Vermutung, dass er unser Vater sein k├Ânnte.
Bei uns Tigern ist das so, wir leben nicht in einer ganzen Familie, meistens leben die M├╝tter mit ihren Kindern und die V├Ąter leben alleine im Dschungel. Sie treffen sich nur sehr selten mit ihren Frauen. Ein Tigermann beherrscht ein ziemlich gro├čes Gebiet und er l├Ąsst ab und zu einige Weibchen in seinem Gebiet leben, doch was er auf gar keinen Fall macht, ist ein anderes M├Ąnnchen in seiner N├Ąhe zu dulden. Ich war also in Gefahr Oris zu begegnen, was unweigerlich zu einem Kampf f├╝hren w├╝rde. Nun, ich bin zwar nicht feige, doch gro├če Lust hatte ich nicht, mich mit ihm anzulegen. Er war sicherlich ein ernst zu nehmender Gegner.
Ich schlich auf meinen leisesten Sohlen durch das Unterholz des Dschungels. Ich war sehr stolz auf mich, denn ich konnte mich selbst nicht einmal mehr h├Âren. Ich schaute mich um, dann auf einmal....ein lauter Knall.
Ich dachte nat├╝rlich sofort an die Menschen, bis hierher hatte ich das Ger├Ąusch noch nie geh├Ârt. Ich machte mich sofort auf den Weg in die Richtung, woher das Ger├Ąusch kam. Allerdings blieb ich weiterhin Mucksm├Ąuschenstill.
Ich musste nicht sehr weit schleichen, bis ich etwas erkennen konnte. Ich kroch so nah wie m├Âglich heran. Zuerst sah ich nur vier Menschen, die aufgeregt umher liefen, doch dann sah ich ihn liegen. Ich war nicht sicher, aber ich vermutete, dass es sich um Oris handelte. Da lag er nun, die Zunge hing weit aus seinem Maul, er war tot.
Wie soll ich es euch sagen, wir Tiger trauern nat├╝rlich um jeden unserer Artgenossen wie ihr, doch wir haben eine besondere Einstellung zum Tod. Wir selber m├╝ssen andere Tiere t├Âten um zu ├╝berleben und glaubt mir, wir lieben jedes dieser Tiere, doch wir sind nun einmal J├Ąger und so vertrauen wir darauf, dass der Tod nicht das Ende eines jeden Lebens ist. Wir glauben daran, dass danach ein anderes Leben beginnt.
Nat├╝rlich tat mir Oris sehr leid, aber so ist das Gesetz des Dschungels, fressen und gefressen werden.
Ich beobachtete was da vor sich ging. Ich hoffte, dass ich das Erstemal Menschen beim Fressen beobachten konnte, doch es war anders und es erschreckte mich.
Zuerst sah es so aus, als w├╝rden sich alle vier ├╝ber die Beute freuen, aber im n├Ąchsten Augenblick begannen sie sich wie wild zu streiten. Sie schrieen sich gegenseitig an. Einer von ihnen fuchtelte immer wieder mit so einem Ding in seiner Hand rum. Die anderen drei redeten auf ihn ein. Ich wusste nicht worum es ihnen ging, denn ich konnte ihre Sprache nicht verstehen. Noch immer hatten sie nichts gefressen. Pl├Âtzlich zog einer von ihnen ein St├╝ck Eisen aus seiner Tasche und wollte den anderen damit stechen, doch der hielt sein komisches Ding in seine Richtung, dann gab es wieder einen Knall und der andere Mann sackte in sich zusammen und fiel tot um. Dann waren alle sehr aufgeregt und die Beiden anderen rannten Hals ├╝ber Kopf in den Dschungel. Ich h├Ątte mir jetzt leicht einen von ihnen holen k├Ânnen. Doch ich wartete ab. Der Mann, der mit diesem Knallding geschossen hatte blieb bei dem toten Oris und er kniete sich ├╝ber ihn. Ich robbte etwas n├Ąher heran um besser sehen zu k├Ânnen, denn ich dachte er w├╝rde anfangen zu fressen.
Aber nein, es war schrecklich. Innerhalb k├╝rzester Zeit hatte er Oris das Fell abgezogen. Er verschn├╝rte es zu einem B├╝ndel und steckte es in eine Tasche. Er r├╝hrte nicht ein St├╝ck von Oris Fleisch an. Er lie├č alles liegen. Er wollte nur sein Fell. Ich verstand nun gar nichts mehr. Was waren das f├╝r eigenartige Tiere, die andere Tiere nur t├Âten, um ihr Fell zu rauben.
Mutter hatte mir versucht zu erkl├Ąren, dass Menschen viele Dinge tun, die ein Tiger nicht mehr begreifen kann, das war auf jeden Fall so etwas. Ich wei├č auch nicht, mich machte es in diesem Moment sehr w├╝tend. Es war Schicksal, wenn ein Tiger sterben musste, sei es im Kampf mit einem anderen Tiger, oder weil er sich bei der Jagd verletzt hatte. Irgendwie w├Ąre es auch nicht so schlimm gewesen, wenn diese Menschen auch nur jagen mussten, um sich zu ern├Ąhren, doch sie hatten Oris get├Âtet, nur um sein Fell zu bekommen. Was immer sie damit auch wollten, es war ein feiger und unnutzer Mord.
Ich ├╝berlegte nicht mehr, sondern sprang mit zwei S├Ątzen durch das Gestr├╝pp und st├╝rzte mich auf den Menschen, der Oris Fell in seiner Tasche hatte. Ich brauchte nur einen Hieb mit meiner Tatze auszuteilen und der Mensch flog kurz durch die Luft und blieb dann liegen. Er hatte es nicht mehr geschafft seine knallende Waffe zu benutzen.
Ich wei├č nicht, als ich ihn da so liegen sah, tat er mir leid, er schien mir so wehrlos wie ein Faultier, doch in mir war auch Wut gegen diesen Menschen. Jedenfalls r├╝hrte ich ihn nicht an, ich w├╝rde keinen Bissen von diesem Vieh runterkriegen.
Oris lag nackt am Boden und er tat mir sehr leid. Er hatte ein j├Ąmmerliches Ende gefunden. An einer seiner Vorderpfoten hing noch eine Drahtschlinge, die ihn tief ins Fleisch geschnitten hatte. Die Menschen hatten diese Drahtschlingen ausgelegt und wenn ein Tier sich darin verfangen hat, dann zog sie sich zusammen. Damit hatten sie auch Oris eingefangen und er konnte sich tagelang nicht davon befreien. Immer wenn er weg wollte, dann schnitt der Draht mehr in sein Fleisch. Sie hatten sich an den wehrlosen und entkr├Ąfteten Oris angeschlichen und ihn aus der Ferne erschossen, ohne jede Chance.
Als ich Mutter die Geschichte erz├Ąhlte, sah ich zwei Tr├Ąnen in ihren Augen, jetzt wusste ich, dass Oris unser Vater war. Mutter war aber auch sehr besorgt. Sie sagte, dass es sehr unvorsichtig von mir gewesen ist, sie bef├╝rchtete, dass jetzt sehr viele Menschen kommen w├╝rden, um den M├Ârder des Menschen zu r├Ąchen.
Tats├Ąchlich geschah aber nichts. Vielleicht hatte eines der vielen Krokodile den Menschen und auch Oris verspeist oder ins Wasser gezogen, so dass man sie niemals wiederfinden w├╝rde.



Doch wenn auch die Menschen nicht wegen dem Toten in den Dschungel kamen, so kamen sie doch aus anderen Gr├╝nden und mit jedem Tag mit dem ich ├Ąlter wurde, bemerkte ich mehr Menschen, die in dem einst menschenleeren Dschungel herumwanderten. Wir Tiger konnten uns nur immer weiter in die k├Ąrger werdenden Gebiete in Richtung der Berge zur├╝ckziehen.
Wie ich euch erz├Ąhlt habe, war meine Kindheit eine Zeit lang sehr ungetr├╝bt. Doch jetzt war ich schon fast Erwachsen und die Probleme wurden gr├Â├čer. Meine Mutter lebte nicht mehr bei mir. Wir begegneten uns nur noch selten. Ich muss zugeben, ich suchte immer wieder ihre N├Ąhe. Irgendwie wollte ich auf sie aufpassen. Nat├╝rlich sah ich auch hin und wieder nach meinen Schwestern, die nun bald eigene Jungen haben sollten.
Mia und Moa litten sehr unter den Ver├Ąnderungen, viele der Gebiete in denen wir als Kinder umherstreiften, mussten von uns verlassen werden, weil immer mehr Menschen dort zu finden waren. Immer wieder h├Ârte man von get├Âteten Tigern, anscheinend jagten die Menschen sie, da sie Angst vor ihnen hatten und weil sie sich die Gebiete nicht mit ihnen teilen wollten. Doch nicht nur das. Dadurch dass immer mehr Menschen in den Wald kamen, wurden von ihnen auch immer mehr andere Tiere get├Âtet. An manchen Stellen h├Ârte man nicht einmal mehr die gew├Âhnlichen Vogelschreie und das sonst so st├Ârende Gekreische der Affen hoch oben in den Baumwipfeln. Wir Tiger konnten kaum noch etwas zu fressen finden. Ich war ein guter J├Ąger geworden, doch meine Schwestern hatten gro├če M├╝he sich zu ern├Ąhren. Sie sahen sehr mager aus.
Der Dschungel schien langsam auszusterben. Die Hirsche waren verschwunden und selbst die wilden Schweine waren kaum noch zu finden. Irgendwie hatte ich das alles noch nicht verstanden. Ich besuchte wieder einmal meine Mutter und redete mit ihr dar├╝ber. Sie sagte: "Wei├čt du Sharka, ich glaube unsere Zeit ist abgelaufen. Bald wird es keine Tiger mehr in diesem Wald geben. Das Gebiet wird von Jahr zu Jahr kleiner und diese Menschen bauen immer mehr Stra├čen und H├Ąuser, die sie auch gut bewachen. Um ehrlich zu sein, ich wei├č nicht wann es uns selbst erwischen wird..."
Mutter war sehr traurig, sie hatte alles getan um uns gro├č zu ziehen und uns zu besch├╝tzen, doch gegen den Vormarsch der Menschen war sie machtlos. Auch sie konnte nicht verstehen, warum es so viele von ihnen gab und warum sie sich so r├╝cksichtslos verhielten. Eigentlich war in der Natur alles in einem Gleichgewicht. Es gibt Sonne und es gibt Regen, es gibt Hirsche und es gibt Tiger, doch wir Tiger h├Ątten niemals alle Hirsche get├Âtet. Es war wichtig, dass dieses nat├╝rliche Gleichgewicht nie durcheinander kommt. Doch die Menschen waren anders, sie t├Âteten alles was ihnen vor ihre Knallwaffen kam. Und sie zerst├Ârten die W├Ąlder und die Fl├╝sse.
Alles in allem war es eine sehr traurige Zeit und uns blieb nichts anderes ├╝brig als abzuwarten, ob die Menschen nicht doch noch aufh├Âren unseren Lebensraum zu zerst├Âren.
Ich machte mich auf den Weg in die Berge, denn ich wollte sehen, ob wir Tiger vielleicht dort ├╝berleben k├Ânnten. Ich hoffte, dass ich dort ein Gebiet finden k├Ânnte, wo noch genug Wild war. Dann wollte ich zur├╝ckkehren und meine Mutter und meine Schwestern in dieses Gebiet bringen. Mit jedem Tag hatte ich Angst, dass ich sie nicht wiedersehen w├╝rde, weil sie von den Menschen abgeschossen werden.



Als ich endlich nach einem tagelangen Marsch in die h├Âher liegenden Gebiete der Gebirge kam, freute ich mich, denn hier gab es tats├Ąchlich nicht so viele Menschen. Doch der Dschungel war bei weitem nicht mehr so dicht wie im Tiefland. Dennoch gab es hier noch andere Tiere und ich freute mich sie zu sehen. Wenn es auch kein richtiges Tigergebiet war, so h├Ątten wir doch hier die Chance ungest├Ârt zu leben.
Als ich eine Nacht durch den lichten Wald streifte, passierte etwas Eigenartiges. Ich wollte jagen, denn am n├Ąchsten Morgen wollte ich mich auf den Weg machen, um meine Schwestern und meine Mutter hierher zu holen.
Ihr wisst, ich bin Sharka, ein Tiger ohne Furcht und Tadel....aber was mir in dieser Nacht passierte erschreckte auch mich. Ich pirschte durch das Unterholz und war auf der Lauer. Im richtigen Dschungel kann man nicht sehr viel sehen, denn ├╝berall sind Bl├Ątter und Pflanzen, die B├Ąume sind riesig und haben gro├če dichte Kronen, so dass man nicht einmal den Himmel sehen kann. Hier war das anders. Wenn ich hoch guckte, dann konnte ich zwischen den Baumwipfeln hindurch in den Himmel sehen.
Ich beobachtete gerne die Sterne. Sie sind einfach wunderbar, wenn sie da so vor sich hin funkeln. Sie verleiten einen zum Tr├Ąumen. In dieser Nacht gab es keine Wolke am Himmel und ich lie├č mich etwas von dem Sterngefunkel ablenken. Einer war sch├Âner und heller als der andere.
Da war wieder einer. Er funkelte in verschiedenen Farben und er war sehr hell. Er war mir vorher gar nicht aufgefallen. Pl├Âtzlich als ich wieder hinsah.... ja, tats├Ąchlich dieser Stern bewegte sich. Erst nach links dann nach rechts und irgendwie schien er n├Ąher zu kommen. Ich wunderte mich. Doch ehe ich es richtig verstand, kam das Licht auf mich zugerast. Ich muss sagen, ich bekam Angst.
Sollte dieser Stern tats├Ąchlich vom Himmel fallen. Es sah ganz so aus. Er kam der Erde immer n├Ąher. Ich versteckte mich hinter einer gro├čen Baumwurzel und wartete. Das Licht kam n├Ąher und n├Ąher und auf einmal war der Wald um mich herum hell erleuchtet. Erst wurde ich geblendet und musste meine Augen schlie├čen, doch dann erlosch das helle Licht und ich konnte etwas erkennen. Ich hatte noch nie einen Stern gesehen, ich wusste auch nichts dar├╝ber, dass Sterne fliegen konnten. Ich dachte sie w├Ąren am Himmel festgemacht und konnten nicht herunterfallen. Doch jetzt hatte ich einen Stern vor meinen Augen. Er schwebte ├╝ber dem Wald und er war ganz sch├Ân gro├č. W├Ąhrend er so schwebte, machte er kaum Ger├Ąusche, nur ein leises Surren.
Er schwebte ├╝ber den Baum, unter dem ich mich versteckt hatte, hinweg. Als er vorbei war, rannte ich hinterher. Ich wollte genau wissen was er nun macht. Ich war sehr aufgeregt. Der Stern schwebte bis zu einer gro├čen Lichtung auf einem Plateau des Gebirges und dann schwebte er bis auf einige Meter ├╝ber den Boden herab. Er sah aus wie ein flacher riesiger, runder Stein. Ein paar kleine Lichter funkelten an seinen Seiten, doch ansonsten war er dunkel.
Jetzt schwebte er nur noch wenige Meter ├╝ber dem Erdboden, es war alles sehr spannend. Ich wartete.
Auf einmal tauchte ein funkelndes Licht am Erdboden auf, genau unter dem Stern und im n├Ąchsten Augenblick stand dort ein Mensch.....
Ein Mensch ? War es tats├Ąchlich ein Mensch ?
Ich habe sehr gute Augen, mit denen ich auch im Dunkeln gut sehen kann, aber ich war mir trotzdem nicht ganz sicher, was ich da sah. Auf jeden Fall stand da etwas und es schien zu leben, denn es bewegte sich langsam in meine Richtung. Es war etwa so gro├č wie ein Mensch und seine Silhouette sah aus der Ferne auch so aus. Es hatte zwei Beine und auch zwei Arme. Es kam genau auf mich zu. Ich verhielt mich ruhig. Dieser Mensch konnte mich noch nicht entdeckt haben. Ich wollte ihm nichts tun, aber ich wollte ihn beobachten. Langsam kam er n├Ąher und ich musste mich schon wundern. Er sah doch deutlich anders aus, als die Menschen, die ich bisher gesehen hatte. Er hatte zwar, wie gesagt auch Arme und Beine, wie ein Mensch und er lief auch so wie sie, doch er war etwas gr├Â├čer, seine Haut war blau und er hatte einen v├Âllig anderen Kopf, mit v├Âllig anderen Augen als ein Mensch. Auf seinem R├╝cken hatte er einen kleinen runden Kasten und an seinen Armen blinkten bunte kleine Lichter.
Ich atmete ganz leise und ich achtete darauf, ob er eine Knallwaffe hat. Es sah nicht so aus. Er kam immer n├Ąher und ob ihr es mir glaubt oder nicht, er hatte mich schon entdeckt.
Als er nur wenige Schritte von mir entfernt war, sprach er mich an. Ich hatte noch nie einen Menschen gesehen, der sich mit einem Tiger verst├Ąndigen konnte, doch dieser Mensch, obwohl ich mir nicht mehr sicher war, ob es sich wirklich um einen normalen Menschen handelte, konnte die Tigersprache. Er sagte: "Du brauchst dich nicht zu verstecken, ich habe dich l├Ąngst gesehen..."
Er musste sehr gute Augen haben. Ich war erschreckt, f├╝r einen Augenblick spielte ich mit dem Gedanken ihn anzugreifen, doch dann beruhigte ich mich wieder und wartete. Er schien sehr mutig zu sein, denn er kam immer n├Ąher, was Menschen normalerweise nicht machen, wenn sie einen Tiger entdecken.
Er redete zu mir: "Wer bist du ?" Ich war v├Âllig ├╝berrascht und fauchte ihn an: "Ich bin Sharka der Tiger, du solltest mir nicht zu Nahe kommen." Es sah so aus, als w├╝rde dieser eigenartige Mensch l├Ącheln, er sagte: "Du bist Sharka der Tiger. Ich sp├╝re deine Angst, doch du solltest dich beruhigen, ich werde dir nichts tun und ich bin bestimmt keine Nahrung f├╝r dich, du w├╝rdest dir an mir die Z├Ąhne ausbei├čen. Bist du alleine hier in diesem Wald?"
Ich nickte verlegen mit dem Kopf. Was sollte ich schon machen, dieser komische Mensch redete mit mir und ich verstand die Welt nicht mehr. Er kam bis auf wenige Schritte an mich heran. Ich h├Ątte nur einen Sprung machen brauchen, um ihn zu erwischen. Doch ich blieb ruhig. Was wollte er von mir ? Ich sagte: "Du bist ein sehr eigenartiger Mensch, du siehst anders aus als alle, die ich vorher gesehen habe und ich wusste auch nicht, dass ihr mit Sternen fliegen k├Ânnt."
Er antwortete: "Ich bin kein Mensch Sharka, sehe mich genau an, findest du, dass ich wirklich wie ein Mensch aussehe. "
Ich sagte sofort: "Nein." Er war gr├Â├čer als die Menschen, die ich gesehen hatte. Er hatte sehr gro├če tiefliegende Augen und seine Haare wuchsen ihm weit ├╝ber die Schultern. Er schien so etwas wie ein Fell zu haben, dass blau-silbrig gl├Ąnzte. Sein Sch├Ądel war auffallend kn├Âchern und wesentlich ausgepr├Ągter. Er hatte tiefe Augenh├Âhlen, sowie dicke W├╝lste an der Stirn. Wenn man ihn von weitem sah, konnte man ihn gut mit einem Menschen verwechseln, aber aus der N├Ąhe sah er doch v├Âllig anders aus. Ich fragte: "Was bist du dann, wenn du kein Mensch bist ?"
Er: "Wir nennen uns Orioiten, unser Volk kommt nicht von diesem Planeten. Siehst du dort...." Er zeigte nach oben in den Sternenhimmel, in eine bestimmte Richtung.., "...dort sind wir Zuhause. Wir leben auf einem Planeten, der ├Ąhnlich wie eurer ist. Unser Sternsystem hei├čt Orion"
Ich war sehr erstaunt, davon hatte ich noch nichts geh├Ârt, auch Mutter hatte mir nie etwas davon erz├Ąhlt. F├╝r uns waren die Sterne immer nur funkelnde Lichter, dass dort fremde Tiere leben sollten, hatte niemand geahnt. Ich war mir nicht ganz sicher, ob er mich nicht verkohlen will und ich lachte abf├Ąllig: "Ha ha ha, du scheinst dir mit mir einen Spa├č machen zu wollen. Doch, wenn ich auch ein Tiger bin, so bin ich doch nicht so dumm, dass ich dir diese Geschichte glaube. Auf den Sternen kann niemand leben. Sie h├Ąngen nur am Himmel und leuchten.."
Er fragte: "Das glaubst du ?"
"Ich wei├č es !" sagte ich ├╝berzeugt.
Er schien wieder zu l├Ącheln und sagte: "Du bist ein Tiger, du kannst es nicht wissen, aber glaube mir ich bel├╝ge dich nicht, wir kommen von einem anderen Planeten aus einem anderen Sonnensystem. Vielleicht wirst du es einmal verstehen."
Ich war zwar nicht ├╝berzeugt, doch ich fragte sofort: "Und was wollt ihr hier ?" Nicht nur, dass die Menschen hier auf der Erde immer mehr in unsere Gebiete eindrangen und die Tiere vertrieben, jetzt kamen auch noch solche blauen Gesch├Âpfe aus dem Weltall und wollten vielleicht auch hier bleiben.
Er sagte: "Wir beobachten euren Planeten schon viele Jahrtausende und wir haben festgestellt, dass es nicht sehr gut um ihn steht. Wir wissen welche Probleme ihr Tiger habt und das auch die anderen Tiere bedroht sind."
Das war ja interessant, diese Wesen beobachteten also angeblich von den Sternen aus unseren Planeten, den wir alle Erde nennen.



Irgendwie glaubte ich ihm immer noch nicht. Doch ich hatte mich an seine Anwesenheit gew├Âhnt. Er war angenehmer als ein Mensch und er roch auch wesentlich besser. Ich lie├č ihn erz├Ąhlen.
Er sagte, als h├Ątte er meine Gedanken gelesen: "Du kannst mir glauben, wir sind keine Menschen. Doch wir kennen sie und wir wissen, dass sie gef├Ąhrlich sind. Nicht f├╝r uns, aber f├╝r euch, f├╝r die anderen Tiere und f├╝r euren gesamten Planeten. Sharka, ich glaube, du wei├čt nicht genug ├╝ber die Menschen, weil du nur wenige von ihnen gesehen hast. Ich will dir einiges ├╝ber sie erz├Ąhlen...."
Ja, dieses Treffen mit diesem blauen Orioiten war sehr merkw├╝rdig, doch es sollte noch merkw├╝rdiger werden. Ich h├Ârte ihm zu und er erz├Ąhlte.
Angeblich lebten die Menschen ├╝ber die ganze Erde verteilt und beanspruchten immer mehr Lebensraum f├╝r sich. Sie bauten seiner Meinung nach nicht nur D├Ârfer, sondern riesige St├Ądte, die jedes freie St├╝ck Land verschlangen. Er sagte, dass sie sich gegenseitig t├Âten, was sie dann einen Krieg nannten. ├ťberall, wo man sie finden konnte, bauten sie riesige Geb├Ąude oder verunstalteten die Erdoberfl├Ąche.
Alles was er mir erz├Ąhlte, lie├č die Menschen in einem sehr schlechten Licht erscheinen. Angeblich zerst├Ârten sie St├╝ck f├╝r St├╝ck die Erde, die aber auch ihr Zuhause war. Er sagte, dass die Orioiten Forschungen betrieben, um dahinter zu kommen, was mit den Menschen eigentlich los war. Sie vermieden es, wie wir Tiger, ihnen zu begegnen. Sie hatten zwar keine Angst vor ihnen, doch er meinte, dass die Menschen verr├╝ckt werden k├Ânnten, wenn sie w├╝ssten, dass es auf den Sternen andere Lebewesen gibt und dann konnte keiner sagen wie sie reagieren w├╝rden. Vielleicht w├╝rden sie versuchen dorthin zu kommen, vielleicht w├╝rden sie aber auch die blauen Wesen t├Âten wollen, um ihnen wie den Tigern das Fell abzuziehen.
Alles was er mir ├╝ber die Menschen erz├Ąhlte, war mehr, als ich jemals in einem Tigerleben ├╝ber sie erfahren konnte. Er wusste sehr viel und um so l├Ąnger ich ihm zuh├Ârte, um so glaubhafter erschien mir seine Geschichte. Wenn ich ihn auch eine Zeit lang f├╝r einen Menschen gehalten hatte, so wusste ich mit der Zeit, dass er ganz anders war. Er war tats├Ąchlich kein Mensch und so unglaublich es sich auch anh├Ârt, ich fand gefallen an ihm und glaubte ihm.
Aber was wollten sie nun wirklich hier auf der Erde ?



Ich unterbrach ihn und sagte: "Du willst mir Angst machen ? Doch wof├╝r ? Was k├Ânnte ich, Sharka der Tiger, dagegen tun. Ich muss versuchen zu ├╝berleben und kann nichts an den Handlungen der Menschen ├Ąndern."
Er nickte betroffen: "Ich wei├č, doch deshalb sind wir hier. Wir wissen, dass es nur noch einige Jahre dauern wird, bis die meisten der Tiere von eurem Planeten verschwunden sind. Die Menschen werden bald sehr alleine auf diesem Planeten sein. Wir denken anders als sie. Wir ehren die Natur, die ihre eigenen Gesetze hat. Unser Planet ist mindestens genauso so sch├Ân wie eure Erde einst war und wir wollen euch Tieren helfen."
Ich staunte nicht schlecht, als er das sagte, doch wie sollten sie uns helfen k├Ânnen, wo sie doch soweit weg wohnten ?
Ich sagte: "Wer immer du auch bist...." Er unterbrach mich kurz und sagte: "Habe ich dir meinen Namen noch nicht gesagt ? Man nennt mich Triid."
Ich redete weiter: "....ich glaube nicht, dass ihr etwas ├Ąndern k├Ânnt. Das ist auch ein Gesetz der Natur, man kann die Dinge nicht aufhalten, die geschehen sollen."
Triid erwiderte: "Ich wundere mich nicht, dass du als Tiger so etwas sagst, denn du bist anders als wir. Wir denken ├Ąhnlich wie die Menschen ├╝ber gewisse Dinge und das Schicksal hat auch f├╝r uns eine andere Bedeutung. Wir glauben an den Lauf der Dinge, doch wir wissen auch, dass es in unserer Macht steht, Einfluss auf das Schicksal zu nehmen. Welche Ziele die Natur auch verfolgte, als sie Menschen, Tiger, Orioiten und viele andere Lebewesen erschaffen hat, sie war doch immer bem├╝ht die guten Dinge zusammen zu f├╝hren. Eigentlich sind auch wir beide Feinde. Du bist ein J├Ąger und ich k├Ânnte deine Beute sein. Andersherum jagen auch wir Orioiten Tiere auf unserem Planeten. Doch wir jagen nur Wenige und achten darauf, dass wir ihnen nicht den Raum zum Leben stehlen. Wir ehren die Tiere unserer Welt. Du w├╝rdest dich wundern, wie ├Ąhnlich unsere Tiere, den Tieren auf der Erde sind. Nat├╝rlicher Weise sind wir Feinde, Fressfeinde, doch deshalb hasse ich dich nicht und ich und mein Volk t├Âten nicht einfach nur aus Gier und Lust, wie es viele Menschen tun. Was ich dir damit sagen will ist, dass wir ein Interesse daran haben die Tiere der Erde zu retten."
Ich musste mich am Kopf kratzen und ├╝berlegte, ob ich wirklich alles glauben sollte. Doch Triid hinterlie├č gro├čen Eindruck bei mir. Er schien mir sehr weise und schlau.
Ich: "Dann sag mir wie ? Wie wollt ihr, wo ihr so fern von uns wohnt, uns Tieren helfen ? Wollt ihr mit den Menschen, um die Vorherrschaft auf diesem Planeten k├Ąmpfen ? Wollt ihr sie vertreiben ? Was k├Ânnt ihr schon tun ?"
Er: "In deinen Worten h├Âre ich heraus, dass du mir glaubst und das du verstanden hast, was ich meine. Ich will dir einen Beweis liefern. Komm mit mir mit, ich werde dir eure Erde zeigen, wie du sie noch nie gesehen hast."
Ohne genau auf meine Frage zu antworten, drehte sich Triid um und ging wieder unter den fliegenden Stern, der die ganze Zeit leise surrend, hinter ihm ├╝ber dem Erdboden schwebte. Ich war nicht sicher, ob ich ihm folgen sollte. Z├Âgernd kroch ich hinter der Baumwurzel hervor. Ich trabte langsam hinter ihm her und beobachtete aufmerksam die Umgebung. Vielleicht war ja alles nur ein Trick um mich zu fangen oder zu t├Âten. Wer konnte es genau wissen ?
Triid blieb unter dem Raumschiff stehen und sagte: "Komm in meine N├Ąhe."
Wie immer siegte meine Neugierde und mein Mut ├╝ber die Angst und ├╝ber die Vorsicht. Ich ging bis auf einen Meter an ihn heran und im n├Ąchsten Augenblick l├Âsten wir uns in einem Spiel von bunten Lichtern regelrecht auf. Doch es war ein sch├Ânes Gef├╝hl. Nicht einmal eine Sekunde sp├Ąter waren wir wieder zu Fleisch und Blut geworden und wir befanden uns pl├Âtzlich in einem gro├čem Raum. Ich war misstrauisch und knurrte. Vielleicht war dies ja ein K├Ąfig f├╝r mich.



Triid war noch immer in meiner N├Ąhe und um mich herum standen auf einmal noch mehr Orioiten. Jeder hatte ein anderes Gesicht und eine andere K├Ârperstatur. Sie schienen mindestens genauso erstaunt wie ich.
Ich fragte aufgeregt: "Wo sind wir ? Was hat du mit mir gemacht ?"
Triid: "Wir sind im inneren unseres Raumschiffes."
Ich: "Was ? In dem Stern ? Wir sind in dem Stern ?"
Triid: "Ja."
Ich sah mich um. Noch nie hatte ich etwas ├Ąhnliches gesehen. Hier gab es verschieden Dinge, die mich in Staunen versetzten. ├ťberall an den W├Ąnden waren blinkende Lichter und es gab hier ein gro├čes, eigenartiges Fenster, in dem man Bilder von der Sonne sehen konnte. Der Boden war sehr glatt und f├╝hlte sich unter meinen Pfoten sehr hart an. Eigentlich verstand ich gar nichts mehr, doch ich war neugierig. Ich fragte: "Was ist das, wohnt ihr hier ? Wie k├Ânnt ihr in einem Stern leben und vor allem, wie habt ihr ihm das Fliegen beigebracht.
Triid lachte: "Ich wei├č, du hast bestimmt viele Fragen, doch eins nach dem anderen. Ich will dir jetzt zuerst unsere Mission erkl├Ąren und dazu m├Âchte ich dir noch mehr ├╝ber die Menschen erz├Ąhlen."
Triid wendete sich kurz von mir ab und redete zu seinen Artgenossen. Sie sprachen eine Sprache, die ich nicht verstehen konnte. Doch nachdem er etwas gesagt hatte, schienen die Anderen seine Befehle auszuf├╝hren. Pl├Âtzlich wechselte das Bild in dem gro├čem Fenster, was wohl nur ein Bildschirm war, wie man mir sp├Ąter erkl├Ąrte. Es war, als w├╝rde ich durch dieses Fenster nach drau├čen schauen. Ich erkannte den Baum, wo wir noch vor Minuten gestanden hatten, doch dann konnte ich pl├Âtzlich von oben auf den Wald blicken. Wir flogen.
Der Stern hatte sich bewegt, doch hier drinnen merkte man nichts davon. Durch das Fenster konnte ich jedoch erkennen wie wir davonflogen. H├Âher, immer h├Âher und ich konnte das Erstemal ├╝ber unser riesiges Land blicken, was die Menschen Indien nennen. Es war wunderbar, ich h├Ątte nie gedacht, dass unsere Erde eine Kugel ist. Man kann es sich von unten nur schwer vorstellen. Doch von hier oben sah man es genau. Ich wei├č nicht, wie hoch wir geflogen sind, doch die Erde erschien mir nicht mehr gr├Â├čer als ein Elefantenkopf. Triid stellte sich vor das Fenster und zeigte mit einem Lichtstrahl auf das Bild der Erde, er sagte: " Siehst du dort unten waren wir, das ist dein Planet. Hier erkennst du die Gebiete wo Wald auf eurem Planeten ist...." Einige Flecken auf dem Bild leuchteten gr├╝n auf. "...Hier das blaue, das ist alles Wasser, die Ozeane, Meere, Seen und Fl├╝sse." Ich war erstaunt, ich h├Ątte nie gedacht, dass es so viel Wasser gibt, wo man es im Dschungel doch so oft suchen muss.
Er zeigte mit seinem Lichtstrahl ├╝ber verschiedene Gebiete der Erde und er erz├Ąhlte mir, wo ├╝berall Menschen leben und wo sie schon s├Ąmtliche Tiere vertrieben hatten. Dann zeigte er in dem Fenster ein anderes Bild der Erde. Er sagte, dass man diese Bildaufnahme vor gut zweitausend Jahren gemacht hatte. Selbst ein weniger intelligenter Tiger oder sogar ein Faultier h├Ątte verstehen und erkennen k├Ânnen, dass es auf der Erde einmal vielmehr Wald gegeben hatte. Triid erkl├Ąrte mir, wie stark sich die Menschen vermehrt hatten und sagte, dass auch die riesigen Gew├Ąsser schon schwer besch├Ądigt worden sind. Sie waren verdreckt und auch die Fische waren vom Aussterben bedroht.
Wieder wechselte das Bild in dem Fenster. Anscheinend waren wir der Erde wieder etwas n├Ąher. Jetzt konnte man genauer Berge und auch Fl├╝sse und Seen erkennen. Ich sah auch hell erleuchtete Stellen. Triid lie├č den Stern in der Luft anhalten und erkl├Ąrte mir, dass die beleuchteten Stellen St├Ądte sind. Dort leben Millionen von Menschen. Er zeigte mir ihre Stra├čen, die kreuz und quer durch alle L├Ąnder verliefen und er zeigte mir komisch aussehende Geb├Ąude, die die Menschen gebaut hatten und er erkl├Ąrte mir dazu, dass diese Geb├Ąude f├╝r alle Lebewesen gef├Ąhrlich sind. Die Menschen nannten sie Atomkraftwerke.
Dann flogen wir in einem Augenblick auf die andere Seite der Erde, wo sich um diese Zeit auch die Sonne befand. Hier war Tag.



Triid hatte mir mit wenigen Worten verst├Ąndlich gemacht, dass die Erde eine Kugel ist und dass sie sich dreht, was mir neu war, aber ich hatte mich auch noch nie danach gefragt. Er erkl├Ąrte mir, dass die Sonne immer an der gleichen Stelle steht und unsere Erde sich um sich selbst und um die Sonne dreht, dadurch liegt immer eine H├Ąlfte im eigenen Schatten, dort ist dann Nacht. Ich habe es nach etwas Nachdenken kapiert und erkl├Ąrte es sp├Ąter Mia und Moa mit einer Zitrone und einer Nuss. Endlich wusste ich, warum es den Tag und die Nacht gibt.
In der kurzen Zeit mit Triid hatte ich sehr viel gelernt. Doch was sollte das alles ? Vielleicht tr├Ąumte ich das auch nur. Ich habe mir kurz in die Unterlippe gebissen, um festzustellen, ob ich wirklich wach bin. Ja, ich war wach.
Ich fragte ihn: "Triid was willst du, wie kann ich euch helfen ? Mich bringt das alles Durcheinander. Menschen, Orioiten, Kriege, Umweltverschmutzung, was soll ich mit all diesen Begriffen anfangen. Ich bin doch nur ein Tiger und m├Âchte nichts anderes, als in Ruhe in meinem Land leben."
Triid: "Ich kann dich gut verstehen. Doch glaube mir, es ist allerh├Âchste Zeit. Wenn ihr ├╝berleben wollt, dann muss ein Wunder geschehen. Und nur deshalb hat sich mein Volk dazu entschlossen in euer Schicksal einzugreifen. Unsere Mission sieht vor, so viele Tiere wie m├Âglich einzufangen, um sie dann mit zu unserem Planeten zu nehmen. Auf ihm werden die Tiere wesentlich bessere Lebensbedingungen vorfinden. Wir Orioiten und auch die Tiere unseres Planeten, sind euch eigentlich sehr ├Ąhnlich. Die Atmosph├Ąre ist wie bei euch mit Sauerstoff gef├╝llt, es gibt Wasser und eine ├╝ppige Vegetation, die die der Erde noch um einiges ├╝bertrifft. Nat├╝rlich werdet ihr auch dort Gefahren begegnen, denn auch bei uns herrschen die Naturgesetze. Wir Orioiten leben auch in St├Ądten und in sehr gro├čen Gemeinschaften, wie die Menschen, doch wir haben es gelernt mit sehr wenig auszukommen und wir schw├Âren darauf, die Natur so wenig wie m├Âglich zu belasten. Mein Volk hat es trotz seiner nat├╝rlichen Einfachheit geschafft sich technologisch weiterzuentwickeln und wir wissen, dass die Menschen uns in dieser Hinsicht weit unterlegen sind. Wir f├╝rchten sie nicht. Noch nicht !
Aber keiner kann genau vorhersagen, wo es mit ihnen hingehen wird. Vielleicht werden sie sich selbst vernichten, gegenseitig."
Mich traf der Schlag. Triid hatte wirklich vor, Tiere mit zu den Sternen zu nehmen. Er war verr├╝ckt, aber es war sowieso alles sehr komisch. Wer h├Ątte schon geahnt, dass man dort oben auf den Sternen leben kann ? .....Ehrlich gesagt ist es nicht ganz richtig, wenn man oben sagt, denn im Universum gibt es kein oben und unten..... Ich fragte mich sofort, ob ich selbst freiwillig mitgehen w├╝rde. Ja, nein, ja, nein, ja,...aber nicht ohne meine Schwestern und meine Mutter, so viel war klar.
Ich sagte: "Glaubst du wirklich, dass die Tiere euch folgen wollen ?"
Triid: "Wie du schon gemerkt hast, kann ich mich mit dir verst├Ąndigen. Ich kann mich aber auch mit anderen Tieren verst├Ąndigen, jede Art hat ihre eigene Sprache und es gibt Intelligente und weniger Intelligente..." Ich dachte sofort an die dummen Faultiere, von denen auch nur noch wenige existieren, "....doch alle Arten k├Ânnen sich irgendwie ausdr├╝cken. Wir werden es auf jeden Fall versuchen. Dabei kannst du uns helfen."
Ich fragte sofort: "Denkst du ich k├Ânnte mit ihnen reden ? Sie w├╝rden alle Hals ├╝ber Kopf fl├╝chten, denn ich bin ein Tiger. Au├čerdem glaube ich, kann ich sie nicht richtig verstehen. Sie reden komisches Zeug, ├╝ber Bl├Ątter, Gr├Ąser und was wei├č ich noch."
Triid: "Es reicht wenn du mit den Tigern redest. Die Nachricht wird sich schnell verbreiten. Wir werden sehen wie viele sich am Treffpunkt einfinden werden. Mein Volk hat mehrere Raumschiffe, die die Erde umkreisen und sie werden in den verschiedenen L├Ąndern der Erde landen und dort auch Tiere aufnehmen."
Ich fragte erstaunt: "Wie viele Tiere gibt es denn auf der Erde ?" Ich hatte nie daran gedacht, dass diese Kugel gr├Â├čer ist, als das Gebiet was ich bisher im Dschungel durchstreift hatte.
Triid: "Es sind einige Millionen. Alle werden wir nicht transportieren k├Ânnen, aber ich denke auch, dass es einige gibt, die lieber hier bleiben wollen, egal ob sie uns glauben, was wir ├╝ber die Menschen wissen oder nicht. Wie sieht es mit dir aus Sharka, wirst du uns folgen und zu unserem Planeten mitkommen ?"
Ich konnte noch keine endg├╝ltige Antwort geben, ich sagte: "Ich wei├č es nicht. Ich kann mir das Eine wie das Andere vorstellen, allerdings muss ich zugeben, es reizt mich mit zu den Sternen zu fliegen, doch ich werde niemals meine Schwestern und meine Mutter allein zur├╝cklassen. Ehrlich gesagt, ich glaube, dass es schwer sein wird, die anderen Tiere von der Notwendigkeit zu ├╝berzeugen, die Erde zu verlassen. Ihr k├Ânnt ihnen nicht allen erkl├Ąren, was du mir ├╝ber die Menschen und unsere Erde erkl├Ąrt hast. Ich glaube, sie lieben die Erde und werden sich nur schwer von ihr trennen k├Ânnen."
Triid sagte nachdenklich: "Wei├čt du Sharka, ich hoffe darauf, dass sie darauf vertrauen, wie ihr Tiger euch entscheiden werdet. Wenn du es den Tigern erkl├Ąren kannst und sie kommen mit uns, dann werden auch andere Tiere folgen. Und ich muss dir gleich dazu sagen, an Bord unseres Raumschiffes werden keine Tiere gejagt und auch ihr Tiger habt euch ruhig zu verhalten. Keine Streitereien !"
Ich musste l├Ącheln, er kannte uns Tiger sehr genau.



W├Ąhrend die Bilder auf dem gro├čen Fenster st├Ąndig wechselten und verschiedene Aufnahmen der Erdoberfl├Ąche zeigten, flogen wir jetzt etwas langsamer als vorhin, zur├╝ck in die Region wo ich hergekommen war. Triid verabschiedete mich und sagte mir den Termin, wann die Orioiten wieder auftauchen w├╝rden. Dann sollten sich dort die Tiere, die mit zu den Sternen kommen wollen, einfinden.
Noch hatte ich gar nicht richtig verstanden, wie viel Verantwortung nun auf mir lastete. Denn ich musste nun erst einmal meine Mutter, meine Schwestern, ja und dann noch andere Tiger von der Geschichte ├╝berzeugen.
Triid verabschiedete mich und es war komisch, ich hatte das Erstemal das Gef├╝hl einen Freund zu verabschieden. Wir Tiger sind Einzelg├Ąnger und haben selten richtige Freunde. Wir haben aber auch wenig Zeit f├╝r Freunde, denn wir sind st├Ąndig im Dschungel unterwegs.
Als sie mich wieder auf die Erde brachten, (die Orioiten nennen das beamen. F├╝r einen kurzen Augenblick sp├╝rt man seinen K├Ârper gar nicht mehr, als w├Ąre man eine Wolke), wusste ich sofort, wo ich war. Ich kannte das Gebiet genau. Jetzt musste ich schnell meine Mutter finden. Ob sie mir diese Geschichte wohl glauben w├╝rde ?
Ich brauchte die ganze Nacht, um in ihre N├Ąhe zu kommen, dann hatte ich ihre Witterung aufgenommen. Ich musste vorsichtig sein, denn es konnte auch ein anderer Tiger in diesem Gebiet sein. Mutter hatte kein eigenes Revier. Sie war ├╝berall Zuhause. Ich war aufgeregt und ├╝berlegte hin und her, wie ich wohl am besten anfangen k├Ânnte. Dann fragte ich mich wieder, ob ich denn selbst wirklich mitfliegen will. Wie ich auch ├╝berlegte, im n├Ąchsten Moment dachte ich wieder anders dar├╝ber.
Pl├Âtzlich sprang mir ein Tiger in den Weg. Ich hatte ihn noch nie gesehen, aber was noch schlimmer war, ich hatte ihn gar nicht bemerkt, weil ich soviel nachgedacht habe. Er schien sehr w├╝tend zu sein. Denn er stand sofort in Angriffsstellung und fauchte mir wild entgegen. Das Beste ist in diesem Fall erst einmal mitzufauchen um Eindruck zu schinden. Also br├╝llte ich auch laut los und stellte mich in eine typische Tigerangriffsposition. Ganz sicher war ich ja nicht, ob er mich nicht sofort angreifen w├╝rde.
Wir Tiger sind beim Angriff meist sehr entschlossen und fackeln nicht lange, doch er blieb stehen und fauchte nur weiter. Seine Ohren waren angelegt.
Ich setzte mich und hob drohend eine meiner Tatzen. Das war nun typisch Tigersprache. Damit habe ich ihm gezeigt, dass ich nicht unbedingt k├Ąmpfen will, aber auch keine Angst habe, denn ich fauchte und str├Ąubte meine Nackenhaare. Ich legte aber keineswegs meine Ohren an. Das w├╝rde bedeuten, dass ich ihn gleich angreifen will.
Mein Gegner h├Ârte kurz auf zu br├╝llen und sagte laut: "Was willst du hier ? Das ist mein Revier, ich bin Farid. Mach dich besser schnell weg aus diesem Gebiet hier, sonst wirst du meine Krallen zu sp├╝ren kriegen."
Ich sagte selbstsicher: "Ich bin Sharka, geh mir aus dem Weg, ich will dein Gebiet nur durchqueren, dann wirst du mich nie wieder sehen."
Farid: "Was du halbe Portion, du willst, dass ich den Weg f├╝r dich freimache. .....Hahahahaha." Er lachte angeberisch und setzte sich einfach provozierend in den Weg.
Wenn ich jetzt nicht aufpasste, w├╝rde ich allen Respekt verlieren. Jetzt m├╝sste ich ihn energisch angreifen, damit er wieder aufsteht. Eigentlich hatte ich viel zu wenig Erfahrung f├╝r so einen Kampf mit dem ├Ąlteren Farid und au├čerdem hatte ich wirklich andere Probleme in meinem Kopf. Also musste ich es auf eine andere Tour versuchen, ich sagte: "Farid, du bist viel st├Ąrker als ich, nun lass mich doch einfach durchlaufen, ich suche meine Mutter, ich habe sie seit Wochen nicht gesehen."
Farids Stimme wurde sehr freundlich, er schien zu l├Ącheln: "Na dann ist gut. Komm her, du kannst an mir vorbeilaufen."
Das war Klasse, ich wurde nicht weiter aufgehalten. Ich trabte los und schl├Ąngelte mich dicht an ihm vorbei, aber ich achtete darauf, dass ich ihn nicht einmal mit einem Fellhaar von mir ber├╝hre. Tigerm├Ąnner waren in dieser Sache sehr komisch. Er blieb still sitzen.
Ich war kaum an ihm vorbei, da bekam ich von hinten einen verdammt harten Tatzenschlag auf meinen Hinterkopf. Diesmal konnte ich auch am Tag die Sterne sehen und ich w├Ąre beinahe zusammengebrochen. Farid war stark und anscheinend sehr hinterlistig, er h├Ątte mich jetzt sofort ins Genick bei├čen k├Ânnen.
Doch im n├Ąchsten Augenblick kam meine Mutter aus dem Geb├╝sch gesprungen und br├╝llte Farid an. Und nicht nur das, als aller erstes bekam er gleich einen kurzen Prankenhieb auf seine Nase. Ich glaube ihm sind gleich die Tr├Ąnen in die Augen gestiegen. Mutter br├╝llte: "Ich habe euch genau beobachtet, du hast Sharka angelogen, du hinterlistiger Kerl."
Farid stammelte: "Das war doch nur Spa├č."
Mutter: "Deine Sp├Ą├če kenne ich. Das ist mein Sohn, du h├Ąttest ihn beinahe totgeschlagen."
Farid: "Was hat er hier auch zu suchen ?"
Nanu: "Er sucht seine Mutter. Wie geht es dir Sharka ?"
Ich sagte benommen: "Es geht noch. Ist das dein neuer Freund ? Dann brauchst du ja keine Angst zu haben, er hat einen kr├Ąftigen Prankenhieb."
Sie l├Ąchelte. Ich rappelte mich auf und begann ihr meine unglaubliche Geschichte zu erz├Ąhlen.



Meine Mutter h├Ârte mir geduldig zu und stellte keine Fragen. Als ich am Ende war, sagte sie kurz entschlossen: "Wir sollten mitfliegen."
Ich war sehr ├╝berrascht, damit hatte ich am wenigsten gerechnet. Doch Mutter wusste auch ohne die Orioiten genug ├╝ber den Zustand der Erde und dem unseres Volkes. Sie brauchte keine Bilder, um zu verstehen, wie die Menschen die Erde ver├Ąndert hatten.
Ich fl├╝sterte ihr her├╝ber: "Und was ist mit ihm ?" Ich nickte kurz mit dem Kopf in Farids Richtung, der sich gem├╝tlich unter einen Strauch gelegt hatte und seine Pranke leckte, die er mir gerade ├╝ber den Kopf gezogen hatte.
Mutter sagte spontan: "Den nehmen wir mit."
Das konnte ja heiter werden. Doch meine Mission begann erfolgreich. Die ersten Gespr├Ąche und schon hatte ich die ersten Mitreisenden. Zum Gl├╝ck hatte ich nicht die Aufgabe Farid die Geschichte zu unterbreiten das musste schon Mutter ├╝bernehmen. So wie sie Farid zurecht ger├╝ckt hatte, w├╝rde sie bestimmt keine Probleme damit haben, ihn zu ├╝berzeugen. Ich fragte sie nach Mia und Moa und sie erz├Ąhlte mir, dass Mia sehr krank war. Moa hatte sie schon mehrere Wochen nicht mehr gesehen. Sie war immer noch allein, obwohl sie schon l├Ąngst einen Tigermann haben m├╝sste. Doch weiter s├╝dlich gab es kaum noch m├Ąnnliche Tiger.
Aber wo waren die Beiden im Augenblick. Sie wusste es nicht. Es konnte sehr lange dauern, bis ich meine Schwestern finden w├╝rde. Mia war vielleicht in der N├Ąhe, denn sie besuchte Mutter hin und wieder, um sich in den gewissen Tigerfrauenfragen beraten zu lassen. Aber sie war krank, dass h├Ârte sich nicht gut an.
Ich hatte Mutter gesagt, wann denn die Orioiten am Berg landen w├╝rden und sie gebeten m├Âglichst vielen Tigern davon zu erz├Ąhlen. Sie w├╝rde ihr Bestes tun. Ich brach sofort wieder auf. Ich blickte noch kurz zu Farid r├╝ber und sagte provozierend: "Auf wiedersehen." Er wusste noch nichts von seinem Gl├╝ck. Er sah nur mit einem nichtssagendem Blick zu mir r├╝ber.
Ich hetzte durch den Dschungel, denn ich musste mich entspannen und wenn ich renne, dann kann ich mich sehr gut entspannen. Ein kleiner Fluss, ein Sprung hinein, ....schwimmen, ....raus und weiter. Mit ein bisschen Gl├╝ck k├Ânnte ich Mia schnell gefunden haben.
Als ich mich etwas verschnaufte und ├╝ber einen umgest├╝rzten Baumstamm kletterte, h├Ârte ich von irgendwoher ein leises R├Âcheln. Es war nicht so einfach dieses Ger├Ąusch in dem Geschrei einiger aufgeregter V├Âgel herauszuh├Âren. Wo kam das her ? Ich blieb stehen, dann sprang ich vom Baumstamm und unter ihm in einer Erdh├Âhle lag Mia, meine Schwester. Bis dahin hatte ich noch nie so einen kranken Tiger gesehen. Sie war schlank wie ein Reh, man sah ihre Knochen unter dem struppigen Fell hervorstehen und ihre Augen waren sehr tief. Sie konnte wohl schlecht atmen.
Ich sagte: "Mia, was ist los mit dir?" Sie hatte mich nicht einmal bemerkt. Sie hob langsam ihren Kopf und fl├╝sterte: "Sharka bist du das. Ich kann nicht mehr richtig sehen. Ich wei├č nicht, wie ich so krank geworden bin. Ich wurde auf einmal immer schw├Ącher. Mein Bauch schmerzt."
Ich: "Wie lange hast du schon nichts mehr gegessen."
Mia: "Ich wei├č nicht."
Sie konnte in diesem Zustand auch nicht jagen und wenn man als Tiger nicht jagen kann, dann kann man auch nicht fressen, man wird also bald verhungern.
Ich redete jetzt nicht mehr, sondern verschwand sofort im Wald um etwas zu jagen. Mia musste fressen, nur dann hatte sie eine Chance. Bei allem was ich bei den Orioiten gesehen hatte, vielleicht waren sie in der Lage Mia zu helfen, doch bis es soweit war, w├╝rden noch viele Tage vergehen.
Heute hatte ich sehr viel Gl├╝ck, ich konnte einen alten Hirsch erlegen. Er hatte mich weder geh├Ârt, noch gesehen. Ich erwischte ihn mit einem Tatzenschlag. Er fiel um und war tot, dann schleppte ich ihn zu Mia, die unter dem Baumstamm lag. Normalerweise helfen wir uns Tiger nicht gegenseitig bei der Jagd, doch ich musste Mia helfen.
Ich brauchte mehrere Tage, bis sie etwas zu sich kam und ich mich wieder mit ihr unterhalten konnte. Dann erz├Ąhlte ich ihr alles und wir redeten dar├╝ber, wie wir als Kinder von den Sternen tr├Ąumten. Mia blieb aber weiterhin krank und zu schwach, um von hier zu verschwinden. Ich habe sie in dieser Situation nur ungern verlassen. Ich musste aber weiter, noch hatte ich nicht viel erreicht. Mia sagte mir in welchem Gebiet sich noch einige andere Tiger aufhielten. Das war die schwierigste Aufgabe, die auf mich zukam, denn mit fremden Tigern hat man es nicht so einfach.
Ich machte mich auf den Weg.



Nach zwei Tagen kam ich an einen See, den ich noch von fr├╝her kannte. Von weitem sah ich schon einen Tiger, der still und starr im flachen Wasser stand und die Wasseroberfl├Ąche beobachtete. Vielleicht wollte er Fische fangen. Was hei├čt, er, es war eine Sie. Sie war nicht viel ├Ąlter als ich. Als ich n├Ąher kam beobachtete sie mich aufmerksam. Ich sagte: "Hallo, willst du Fische fangen ?"
Sie antwortete frech: "Kennst du einen Tiger, der je einen Fisch gefangen h├Ątte ?"
Darauf konnte ich erst mal nichts mehr sagen. Ich ging zu ihr her├╝ber, aber ich achtete darauf meinen Kopf tief zu halten, was ihr meine Unterw├╝rfigkeit zeigen sollte. Ich ging auch ins flache Wasser, wartete einen Augenblick und dann schlug ich zu. Es spritzte bis zu ihr her├╝ber und sie sch├╝ttelte sich. Als das Wasser sich wieder beruhigt hatte, brauchte ich nur noch den im Wasser treibenden Fisch mit meinem Maul rausholen. Er war von meinem Tatzenschlag v├Âllig benommen und konnte sich nicht mehr bewegen. Ich sagte: "Siehst du, es geht." Ich war stolz, dass das so gut geklappt hat. Ja, ich bin Sharka ! Ein guter J├Ąger und ein guter Fischer.
Sie sagte abwertend: "Du Angeber, das war Gl├╝ck, hier gibt es ja auch genug Fische, man kann sie ja kaum verfehlen, wenn man so gro├če Tatzen hat, wie du."
Das schmeichelte mir, ich sagte: "Wie hei├čt du ? Ich bin Sharka, ich w├╝rde dir gerne wichtige Dinge erz├Ąhlen, wenn du Zeit hast mir zuzuh├Âren."
Sie sagte: "Man nennt mich Sira, was willst du mir erz├Ąhlen, was mein Leben ver├Ąndern k├Ânnte. Sei doch ehrlich, du willst mich nur kennen lernen. Ihr Br├╝der habt doch immer neue Tricks, um euch an uns Tigerinnen ranzumachen."
Ich entgegnete: "Nein, glaub mir, das was ich dir zu erz├Ąhlen habe, k├Ânnte dein Leben v├Âllig ver├Ąndern. Du kannst mir auch helfen, andere Tiger davon zu unterrichten." Sira gefiel mir sehr gut, am liebsten h├Ątte ich mich mal an ihr Fell angeschmiegt, aber ich musste mich zur├╝ckhalten.
Sira: "Na ja, du bist ja eigentlich sehr nett, ich habe schon andere kennen gelernt. Also erz├Ąhl mir was du willst."
Ich fing an zu berichten. Komischer Weise hatte sie die gleiche Neigung wie Mutter, nicht eine einzige Zwischenfrage zu stellen. Sie h├Ârte geduldig zu und in ihren Augen sah ich das blanke Erstaunen. Anscheinend wirkte meine Geschichte. Ich achtete darauf, dass ich nicht allzu viel dazu dichtete, was mir nicht immer leicht fiel. Aber eigentlich war die wahre Geschichte schon spannend und wunderlich genug.
Jetzt kam ich zum Ende und ich war gespannt, wie sie reagieren w├╝rde. Sira sagte: "Du bist ja ein verr├╝ckter Spinner, aber deine Geschichte ist gut. Sie gef├Ąllt mir. Komm lass uns noch Fische jagen. Du kannst es mir beibringen."
Sie hatte anscheinend nichts verstanden und sie glaubte mir nicht. Ich war entt├Ąuscht, wo es doch so aussah, als ob sie mich verstanden h├Ątte. Ich sagte: "Sira, glaub mir, dass ist wichtig, denn das stimmt alles."
Sira dachte anders dar├╝ber und sagte: "Ja, ja. Wie sollen Sterne fliegen? Erkl├Ąre mir das. Warum sehen die Orioiten nicht aus wie wir, wenn sie unsere Sprache sprechen. Ich glaube du hast Angsttr├Ąume, du tr├Ąumst von den Menschen, sie erscheinen dir als Geister. Du solltest dich etwas entspannen. Vielleicht will ich deine Freundin werden, dann geht es dir bestimmt etwas besser. Du warst wahrscheinlich zu lange allein."



Sira hatte mich falsch verstanden, aber andererseits, ich h├Ątte nicht vermutet, dass ich so schnell eine Freundin finden w├╝rde, noch dazu eine, die mir so gut gefiel. Ja, ich war schon jetzt verliebt, aber anscheinend war sie das auch.
Ich erz├Ąhlte jetzt nicht weiter ├╝ber meine Begegnung mit den Orioiten. Erst am n├Ąchsten Tag fing ich noch einmal an. Wir hatten uns schon gut kennen gelernt und die ganze Nacht ├╝ber unsere Jugend geredet. Eigentlich m├╝sste sie gemerkt haben, dass ich kein L├╝gner bin.
Als ich ihr nun noch einmal alles erz├Ąhlte, sagte sie zu mir, dass sie auch dar├╝ber nachgedacht hatte. Es gab kaum noch Platz f├╝r Tiger und andere Tiere. Ihre Mutter wurde abgeschossen und ihre Br├╝der hatten schon die Jugend nicht ├╝berlebt. Sira sagte, dass selbst, wenn meine Geschichte nicht zutreffen w├╝rde, sie mir verzeihen k├Ânnte, weil ich sie so besonders gut erz├Ąhlt hatte. Sira glaubte mir, obwohl sie sagte, diese Geschichte sei unglaublich.
Alles in allem war sie die Vierte, die ich ├╝berzeugen konnte und sie versprach mich mit zwei Tigerm├Ąnnchen bekannt zu machen, die nicht so streitlustig waren und mit denen ich reden k├Ânnte.
Was soll ich euch sagen, nach tagelangen Wanderungen hatte sich die Nachricht ├╝ber die Orioiten und ihre eigenartige Mission ├╝berall im Dschungel herumgesprochen. Nicht nur die Tiger wussten Bescheid, sondern alle Tiere des Waldes. ├ťberall diskutierte man das f├╝r und wieder einer solchen Reise zu einem fremden Planeten.
Jedes Tier liebte unsere Erde, doch was konnte es n├╝tzen, wenn die Menschen keine R├╝cksicht darauf nahmen. Alles was der Orioit mir erz├Ąhlt hatte, h├Ârte sich danach an, dass die Tiere eine Chance h├Ątten, auf einer anderen Erde, ein neues Zuhause zu finden. Doch die Entscheidung fiel schwer.
Vielleicht lag es daran, dass ich pers├Ânlich den anderen Tigern die Geschichte aus erster Hand erz├Ąhlt hatte, ohne zu l├╝gen und alles wahrheitsgetreu. Ich hatte tats├Ąchlich viele beeindruckt. Als die anderen Tiere von den Auswanderungspl├Ąnen der Tiger h├Ârten, freuten sich einige, doch als sie besser hinh├Ârten, bemerkten sie worum es eigentlich ging.
Um so mehr sie alle dar├╝ber nachdachten, um so mehr stimmten viele verschiedene Tierarten den Berichten der Orioiten zu. Gerade die V├Âgel, die sehr viele Verwandte auf der ganzen Welt haben, konnten ihre Angaben ├╝ber den Zustand der Erde nur best├Ątigen. Sie stimmten den Beschreibungen ├╝ber die ver├Ąnderten Landschaften zu, denn sie hatten die Welt von oben betrachten k├Ânnen.
Sharka konnte stolz sein. Er hatte den ganzen indischen Dschungel unterrichtet. Er fragte sich, ob alles reibungslos verlaufen w├╝rde ?
Wie viele Tiere w├╝rden sich nun dort wirklich einfinden, um die Erde zu verlassen ?



Zwischen Sharka und Sira war eine gute Freundschaft entstanden. Sie war unterwegs zu Mia und wollte ihr helfen, w├Ąhrend Sharka noch durch das Land streifte und nach Moa suchte.
Seit Tagen redeten alle Tiere des Waldes nur noch ├╝ber die Au├čerirdischen. Jede Tierart hatte ihre eigenen besonderen Argumente f├╝r und wider diese Reise ohne Wiederkehr. Au├čerdem hatte jedes einzelne Tier noch seine private Meinung dar├╝ber, warum man die Erde verlassen sollte oder warum nicht. Jeder versuchte seine Standpunkte zu vertreten und die meisten Tiere hatten eine gewisse Angst die Erde zu verlassen. Jede Tierart hatte die Handlungsweisen der Menschen schon einmal zu sp├╝ren bekommen, denn das Waldsterben und das unkontrollierbare Jagen der Menschen betraf alle Tiere. Aber sie konnten sich kaum vorstellen, wie es bei den Orioiten aussehen sollte.
Die V├Âgel hatten die Aussagen Sharkas best├Ątigt, denn sie waren weltweit unterwegs und konnten aus den L├╝ften gut beobachten, wie die Menschen sich ├╝ber die Erde verteilten, wo sie ├╝berall ihre Bauwerke hingesetzt hatten. Doch nicht alle Tiere des Erdbodens glaubten ihnen. Erst, als man die Familie der Adler in diese Geschichte einbezogen hatte, die nun wirklich die Herren der L├╝fte waren und die schwer um ihre Existenz zu k├Ąmpfen hatten, begann eine V├Âlkerwanderung zum verabredeten Treffpunkt.
Die Tiger waren die Ersten die zum Treffpunkt aufbrachen. Nicht alle verlie├čen den Dschungel. Doch viele kamen auch weit aus dem S├╝den Indiens und aus anderen L├Ąndern Asiens.
Es war sehr wichtig, dass alles reibungslos verlief und die Raubtiere hielten sich strikt an die Abmachung, keines der wandernden Tiere anzugreifen. Von oben ├╝berwachten die Adler die Wanderung der Tiere und spielten so etwas wie die Polizei, denn sie achteten darauf, dass es keinen Streit gab und niemand den Treffpunkt verfehlte.
Kein Mensch war in der Lage zu verstehen, was im Wald vor sich ging.
Nur noch einige Tage, dann w├╝rden die Orioiten wiederkommen. Sharka wurde immer aufgeregter. Was w├Ąre wenn sie nicht kommen w├╝rden ? Manchmal fragte er sich, ob es nicht doch alles nur ein Traum gewesen war. Man w├╝rde ihn auslachen oder...vielleicht w├╝rden die anderen Tiere ihn aus dem Dschungel vertreiben.
Nein, ....alles war Wirklichkeit.
Sharka hatte es mit Siras Hilfe geschafft, seine Schwester Mia wieder soweit aufzup├Ąppeln, dass sie bis in die N├Ąhe des Treffpunkts laufen konnte. Doch er war auf die Hilfe der Orioiten angewiesen, sie mussten f├╝r Mia eine Extrakurve fliegen. Sharka vertraute darauf, dass Triid und die Orioiten Mia helfen k├Ânnten.
Hirsche, Rehe, Springb├Âcke, Wildschweine, Stachelschweine, Bergl├Âwen, Affen, V├Âgel, Schlangen, Eidechsen, Insekten und viele andere Tierarten.........trafen am Treffpunkt aufeinander. Es war ein sehr besonderes Erlebnis. Normalerweise misstrauten die verschiedenen Tiere sich, doch hier lagerten sie zusammen auf engstem Raum.
Sharkas Mutter hatte Farid ohne Probleme ├╝berreden k├Ânnen, doch er war ein echter Brubbelkopf und hatte alle m├Âglichen Argumente gegen diese Reise. Er sagte, dass diese Orioiten nur verkleidete Menschen seien, die alle Tiere des Waldes auf einmal fangen wollen.
Doch er war mutig und hatte sich selber zum Aufpasser der Schwachen gemacht. Vor allem ├╝berwachte er die Krokodile, dass sie nicht ein einziges Tier angriffen. Gerade die Krokodile hatten eine Diskussion ausgel├Âst. Denn viele Tiere, die an den Gew├Ąssern lebten, konnten sich nicht vorstellen, mit ihnen zusammen zu treffen. Sie hatten Angst und Farid liebte sie auch nicht besonders. Auch er war als Kind von einem Krokodil angefallen worden und war nur knapp dem Tod entronnen.
Die meisten Krokodile standen der ganzen Sache ziemlich gleichg├╝ltig gegen├╝ber. Sie lebten schon Millionen von Jahren auf der Erde und sie sahen kein Grund den Planeten zu verlassen. Die Adler berichteten ihnen von den Krokodilen, die auf anderen Erdteilen lebten, wie in Afrika, Australien oder Amerika. Sie w├╝rden alle auf dem Planeten der Orioiten zusammentreffen. Nur wenige Krokodile verlockte die Aussicht, so ferne Verwandte zu treffen. Aber die alten riesigen Krokodile, die die meiste Erfahrung hatten, sahen jedoch etwas sehr gutes in der M├Âglichkeit, die Erde zu verlassen. Sie glaubten auch der Erz├Ąhlung Sharkas und wussten, dass die Menschen Jahr f├╝r Jahr die Welt ver├Ąnderten. Sie rieten den j├╝ngeren Krokodilen mitzufliegen und in eine neue Welt aufzubrechen.
Bemerkenswert war auch das Verhalten der Elefanten. Nachdem man sie eingeweiht hatte, ging die Nachricht noch schneller als ein Feuer durchs Land. Sie trompeteten alles durch die Welt. In Indien gab es nicht mehr viele frei lebende Elefanten. Die meisten waren schon ├╝ber Generationen zu Arbeitstieren f├╝r die Menschen geworden. Sie wohnten bei den Menschen und waren angekettet.
Doch auch sie liebten ihre Freiheit und es gab eine Elefantenrevolte. Die Menschen waren erstaunt und wunderten sich ├╝ber die Elefanten, die sich von ihren Ketten losrissen und in den Dschungel fl├╝chteten.
Ihr k├Ânnt euch ja vorstellen, dass es nicht so einfach f├╝r einen Elefanten ist, sich in einem immer kleiner werdenden Dschungel zu verstecken. Die Menschen machten auch Jagd auf sie. Die Elefanten waren sehr gl├Ąubige Tiere und sie dachten viel ├╝ber das Leben nach. Deshalb glaubten sie auch, dass es Leben auf den Sternen geben k├Ânnte. Fast alle frei lebenden Elefanten waren bereit die Erde zu verlassen.



Dann kam endlich die Nacht an dessen Abend die Orioiten landen wollten. Am Treffpunkt hatten sich Tausende Tiere eingefunden. Sie blieben in Gruppen beieinander und jedes wurde immer aufgeregter. Noch immer diskutierte man dar├╝ber, ob es wirklich klug war, die Erde zu verlassen.
In den L├╝ften schwebten die Adler und ├╝berwachten alles. Sie beobachteten auch die naheliegenden Menschensiedlungen. Doch bis jetzt sah es so aus, als ob die Menschen es noch nicht verstanden hatten, was hier los war.
Sharka redete mit seiner Mutter ├╝ber Mia. Sie war sehr besorgt, doch Sharka machte ihr Mut und sagte ihr, dass Triid Mia helfen wird. Die anderen Tiger verhielten sich ruhig. Der Einzige, der aufgeregt umherlief war Mamas Freund Farid. Er erz├Ąhlte allen anderen Tigern viele Dinge ├╝ber die Orioiten, die er gar nicht wissen konnte. Farids Phantasie war mit ihm durchgegangen, er erz├Ąhlte ├╝ber den Planeten der Orioiten, als w├Ąre er schon einmal dort gewesen. Er beschrieb ihren Planeten in den h├Âchsten T├Ânen und alle Tiger h├Ârten ihm gespannt zu. Sharka musste ├╝ber ihn lachen, aber er konnte ihn gut leiden und Farid war so was wie ein Freund geworden. Sie redeten viel miteinander, was bei Tigern nicht sehr ├╝blich ist.
Wenn er auch ein Raufbold war, so hatte er doch ein freundliches Wesen. Mit jedem Tag, mit dem die Landung n├Ąher kam, steigerten sich Farids Vorstellungen von dem neuen Planeten. Er war ein Abenteurer und er war mit Sicherheit von allen Tigern Indiens am weitesten durch das Land gestreift. Farid war neugierig und hatte sich von Sharka ├╝ber jede Sekunde des Zusammentreffens mit Triid berichten lassen.
Alles in allem herrschte am Treffpunkt eine aufgeregte aber friedliche Stimmung unter den Tieren. Dann ging endlich die Sonne unter. Es wurde dunkel und mit dem Verschwinden des Tageslichts, sah man die K├Âpfe der Tiere immer h├Ąufiger in den Himmel gucken. Jeder versuchte einen kleinen Stern zu finden, der sich schnell dahinbewegt. Wann w├╝rden die Orioiten auftauchen. Jetzt war es ├╝berall sehr ruhig und and├Ąchtig. Sharkas Freundin Sira war nicht am Treffpunkt, sie war bei Mia geblieben, die immer noch nicht laufen konnte. Auch Moa war bei ihr, denn Sharka hatte sie noch gefunden und auch sie wollte mitfliegen.
Sharka und Farid hatten sich genau dort hingelegt, wo Triid das letzte Mal in das Raumschiff eingestiegen war.
Jetzt hie├č es geduldig sein und warten.
Irgendwann entstand ein leichtes Gemurmel unter den Tieren, es war wie eine kleine Welle, die immer gr├Â├čer werden wollte. Erst war es nur Gefl├╝ster von einigen wenigen Tieren, dann wurde es lauter und lauter. Dann konnte auch Sharka schon einige Worte verstehen..."Seht ihr da hinten der kleine Punkt...Ich glaube sie kommen"
Irgend jemand glaubte etwas entdeckt zu haben. Alle Tiere richteten ihre Blicke zum Himmel und betrachteten die Sterne. Pl├Âtzlich kamen einige Adler zum Boden geflogen. Sie schrieen: "Wir haben sie entdeckt, ihr werdet sie gleich sehen. Sie sind sehr schnell."
Und tats├Ąchlich konnten auch Sharka und Farid, sowie viele andere Tiere, einen kleinen wei├čen funkelnden Punkt erkennen, der von rechts oben, der Erde n├Ąher kam. Tiere haben sehr gute Augen und ich denke Menschen h├Ątten diesen Punkt noch nicht erkennen k├Ânnen.
Dann ging alles sehr schnell. Eben noch klein und fern am klaren Sternenhimmel, gab es pl├Âtzlich einen kleinen Feuerschweif und im n├Ąchsten Moment schwebte das jetzt nur schwach beleuchtete Raumschiff ├╝ber dem Dschungel.
Die Tiere waren beeindruckt. Es kam selbst den Elefanten riesig vor. Auch Sharka war verbl├╝fft, denn es war nicht das Gleiche Raumschiff, was ihm zuerst begegnet war. Der gesamte Himmel war pl├Âtzlich verdeckt.
Die Unterseite war dunkel und absolut glatt wie ein stilles Gew├Ąsser, bis dann einige Lichter aufblinkten.
Kurz danach l├Âste sich ein gro├čes viereckiges St├╝ck aus dem Boden des Raumschiffes und schwebte wie von Geisterhand gelenkt zu Boden. Aus dem inneren des Raumschiffes kam schwaches blaues Licht. Auf dem herunterschwebenden Teil stand Triid. Als es auf dem Boden aufsetzte, kamen an zwei Seiten Rampen rausgefahren. Triid kam von dort herunter gelaufen. Sharka hatte ihn sofort erkannt und ging auf ihn zu.
Also hatte alles gestimmt !
Sharka hatte sich w├Ąhrend der letzten Wochen nicht selten gefragt, ob nicht doch seine Phantasie mit ihm durchgegangen war. Jetzt waren sie aber wieder da und Sharka freute sich.
Triid kam n├Ąher und seine Blicke schweiften umher, er sagte sofort: "Ich wei├č nicht, wie du es geschafft hast so viele Tiere zusammen zu bringen, es ist wundervoll, ich bin sehr froh dich wiederzusehen."
Triid ging sehr nah an Sharka heran, so dass er ihn ber├╝hren konnte. Das hatte er beim ersten Mal noch nicht gewagt. Aber er war anscheinend so froh, dass er seine Vorsicht einen Augenblick verga├č. Er streichelte Sharka durchs Fell. Noch nie hatte jemand durch Sharka sein Fell gestreichelt, schon gar kein Orioit, doch es f├╝hlte sich sehr gut an. Triid war offensichtlich sehr froh.
Sharka sagte: "Ich freue mich dich wiederzusehen Triid. Das Raumschiff scheint mir gr├Â├čer zu sein als das Letzte, ich hatte mich schon gefragt, wie wir alle darin Platzt haben k├Ânnten. Jetzt verstehe ich es."
Triid: "Das ist unser Mutterschiff, das letzte Mal hatten wir nur eine F├Ąhre im Einsatz."
Sharka fragte: "Wie wollt ihr die Tiere einladen ?"
Triid antwortete: "Ihr werdet die Plattform betreten, sie wird euch ins Raumschiff hinauffahren. Am besten w├Ąre es, wir machen es in mehreren Gruppen. Doch es muss alles schnell gehen. Die Menschen haben viele M├Âglichkeiten uns zu entdecken. Bis jetzt sind wir ihnen nur selten und durch Zufall begegnet. Sie wissen nicht, dass wir existieren, aber sie vermuten es. Wir haben wenig Zeit."
Sharka redete mit den Adlern, die jetzt schnell in den umliegenden Dschungel flogen und allen anderen Tieren Bescheid sagten. Dann ging es auch schon los.
Zuerst sammelten sich alle Vegetarier auf der Plattform. Die V├Âgel machten sich einen Jux daraus, von unten direkt in die offene Luke im Boden des Raumschiffes hineinzufliegen. Die ziemlich gro├če Plattform, die aus dem Boden des Raumschiffes herabgeschwebt war, konnte sehr viele Tiere aufnehmen.
Beim zweiten Mal fuhren die Tiger, Dachse, Bergl├Âwen und auch die Krokodile hinauf ins Raumschiff. Farid war aufgeregt und beeindruckt.
Dann kamen nur noch die kleinen Tiere, Insekten, M├Ąuse, Schnecken und was wei├č ich noch f├╝r Tiere. Dann war das Raumschiff wieder geschlossen und in wenigen Sekunden hatten sie die Erde verlassen. Die Tiere waren erstaunt. Im Raumschiff hatten die Orioiten eine riesige Halle eingerichtet. Es war fast wie im Dschungel, ├╝berall waren Pflanzen. Sie wanderten dort hinein und jedes Tier wunderte sich ├╝ber den blumigen Duft. Es roch anders als im Dschungel der Erde. Nicht wesentlich, aber eben anders. Die Pflanzen waren genauso gr├╝n und trugen verschiedene Bl├Ątter und Bl├╝ten. Wenn man genau hinsah, erkannte man, dass sie andere Formen und auch andere Farben hatten, als die der Erde.
Trotzdem war es hier v├Âllig heimisch.
Triid redete mit Sharka, er sagte: " Nach eurer Zeitrechnung, werden wir mehrere Wochen unterwegs sein, um zu unseren Planeten zu kommen. Ich hoffe ihr werdet euch alle vertragen und es in diesem Frachtraum aushalten. Wir werden daf├╝r sorgen, dass alle genug zu fressen haben. Sharka du hast mich ├╝berrascht, du hast wirklich sehr viele Tiere ├╝berzeugt."
Sharka l├Ąchelte verlegen, er konnte stolz sein, er sagte: "Ich wei├č auch nicht, wie ich es geschafft habe und mir haben auch sehr viele Tiere dabei geholfen. Ich bin sehr gespannt wie eure Welt aussieht und ob es wirklich ein guter Entschluss war, euch zu folgen ?"
Triid: "Glaube mir, du wirst sehen, dass unser Planet, genau wie eure Erde, ein Planet voller wundervollem Leben ist."



Die Tage vergingen wie im Flug, was ja auch stimmte. Das Raumschiff durchflog mit einer h├Âheren Geschwindigkeit als das Licht das Weltall und die Tiere wurden von Tag zu Tag entspannter. Laufend entstanden neue Freundschaften. Vor allem verst├Ąndigten sich pl├Âtzlich Tiere miteinander, die normalerweise nicht miteinander redeten. Jedes Tier machte sich seine eigenen Gedanken dar├╝ber, wie es wohl auf dem neuen Planeten aussehen wird.
Die Orioiten waren sehr interessiert an den Tieren und suchten den Kontakt. Da sie die Sprachen der Tiere verstehen konnten, war es kein Problem f├╝r sie. Irgendwie waren sie den Tieren sehr ├Ąhnlich. Ihr Verhalten war sehr nat├╝rlich. Sie erz├Ąhlten nur in den besten T├Ânen von ihrem Heimatplaneten und alle wurden immer gespannter.
Zwischen Triid, Sharka, Sira und Farid entstand eine richtig gute Freundschaft. Sharka hatte f├╝r sich in Anspruch genommen, der neugierigste Tiger zu sein, aber Farid war noch viel neugieriger als er. Er wollte alles ganz genau wissen. Ihn interessierte jedes blinkende Licht im Raumschiff und Triid erkl├Ąrte ihnen alles.
Tiger kennen sich in technischen Dingen ├╝berhaupt nicht aus. Wie ihr wisst fahren sie weder Fahrrad, noch Auto, sie bauen keine H├Ąuser und sie kennen keine Computer, dennoch verstanden die Drei recht schnell was Triid ihnen erkl├Ąrte. Gerade Sira hatte ein gutes Verst├Ąndnis. Sie kapierte alles besonders schnell.
Das Raumschiff wurde von einer k├╝nstlichen Sonne angetrieben. Die Orioiten hatten es geschafft die Energie ihrer Sonne nachzubilden und als Kraftwerk in die Raumschiffe zu bauen. Mit diesem Antrieb konnten sie sehr weit fliegen. Die Menschen von der Erde waren noch lange nicht in der Lage solche Raumschiffe zu bauen.
Sira und Sharka waren sehr verliebt ineinander und dadurch dass sie hier im Raumschiff so eng miteinander lebten, lernten sie sich besonders gut kennen.
Mia ging es nach der Behandlung durch die Ärzte der Orioiten wieder sehr gut. Man hatte sie aus dem Dschungel direkt ins Raumschiff gebeamt.
Sharkas Familie hatte jetzt sehr gro├čes Ansehen bei den anderen Tigern und auch bei den anderen Tieren. Er war nun einmal der Erste, der mit den Orioiten gesprochen hatte. Vor allem hatten die anderen Tiere kaum noch Angst vor den Tigern. Alle verstanden sich hervorragend miteinander. Selbst die besten J├Ąger unter den Tigern, wozu auch Farid geh├Ârte, mussten sagen, dass es ihnen schwer fallen wird, auf dem neuen Planeten, die Tiere von der Erde wieder zu jagen. Irgendwie waren sie durch die Reise schon zu Freunden geworden.
Alle waren sich aber einig, dass das Jagen der Tiger eine ganz nat├╝rliche Sache ist und das sie trotz neuer Freundschaften, nicht darauf verzichten sollten Tiere zu jagen. "So ist das Leben", sagte einer der Hirsche, "...wir sind so geboren wie wir sind, die einen fressen Pflanzen, die anderen Fleisch. Man kann es keinem ├ťbel nehmen. Und wenn ich nicht zu Tigerfutter werden will, dann muss ich eben aufpassen. Wir sollten uns alle einig sein, dass wir den Tigern keine Vorw├╝rfe machen, dass sie uns jagen."
Alle Tiere stimmten ihm zu, wenn sie auch ein bisschen Angst hatten.
Triid hatte den Tigern schon erz├Ąhlt, dass es auch sehr viele andere Tiere auf ihrem Planeten gibt, die sie jagen konnten. Es gab aber auch anders als auf der Erde, noch gr├Â├čere Landraubtiere auf dem Planeten der Orioiten. Es gab dort einige fleischfressende Saurierarten und vor denen mussten sich nun auch die Tiger vorsehen.



Dann kam der Tag wo Triid ank├╝ndigte, dass sie Heute noch auf dem Planeten der Orioiten landen werden. Im Raumschiff herrschte eine heiden Aufregung. Alle packten ihre Sachen zusammen und von so manchem Tier h├Ârte man: "Das ist aber schade, es war sehr sch├Ân hier, ich k├Ânnte mir vorstellen noch l├Ąnger hier im Raumschiff zu bleiben und weiter zu fliegen..."
Man muss auch sagen, dass der bewaldete Innenraum des Raumschiffes wirklich sehr sch├Ân war. Es gab einen kleinen Fluss und wie erw├Ąhnt war es sonst fast wie im Dschungel, mit ein paar Wiesen dazwischen. Das einzige was fehlte war der Himmel. Die Halle war aber gut 40 Meter hoch und von oben kam hellblaues Licht, wie an einem Sommertag. Die Halle war auch sehr gro├č, denn dieses Raumschiff war einfach riesig.
Sharka, Sira und nat├╝rlich auch Farid waren beim Anflug auf den Planeten der Orioiten, den sie selbst KORAT nannten, in der gro├čen Kommandokanzel. Sie standen alle vor einen gro├čem Bildschirm und sahen wie der Planet schnell n├Ąher kam.
Dann flogen sie zwischen den Wolken, die genau wie auf der Erde aussahen. Von hier oben konnte man schon erkennen, dass der Planet Korat gr├Â├čer als die Erde war und das sich auf ihm genauso viel Wasser befand. Man erkannte die Gebirge und ausgedehnte W├Ąlder. Die Drei waren ├╝berw├Ąltigt, Triid hatte nicht ├╝bertrieben und obwohl Farid Geschichten ├╝ber diesen Planeten erz├Ąhlt hatte, den er noch gar nicht kannte, hatten diese Geschichten einen gewissen Wahrheitsgehalt.
Das Raumschiff ├╝berflog auch eine riesige Stadt, die anders als die der Menschen aussah. Die Geb├Ąude, die die Orioiten bauten, waren grunds├Ątzlich runder Gestalt und ├╝bertrafen die Geb├Ąude der Menschen, um ein vielfaches an ihrer Gr├Â├če.
Das Raumschiff und auch die anderen Raumschiffe, die ebenso angekommen waren und andere Tiere, aus anderen L├Ąndern eingesammelt hatten, flogen aber nicht zu den St├Ądten der Orioiten. Sie landeten mitten in den Waldgebieten.
Das Raumschiff schwebte wieder ├╝ber dem Erdboden und lies die Plattform mit den Tieren herab. Alle verabschiedeten sich voneinander. Ab jetzt waren sie alle wieder auf sich selbst gestellt, in einer neuen Welt.
Triid hatte allen versprochen, dass die Orioiten sie beobachten werden und ihnen n├Âtigenfalls gewisse Hilfe zukommen lasen, wenn es Probleme geben sollte, die man nicht vorhersehen konnte.
Vor allem versprach Triid, dass er sich mit Sharka treffen will. Er wollte ihn hier im Dschungel besuchen.
Als alle Tiere das Raumschiff verlassen hatten, flog es davon.
Im ersten Moment waren alle noch etwas unruhig, noch einmal beratschlagten sie sich miteinander. Die Adler und auch andere V├Âgel flogen hoch durch die L├╝fte, um die umliegenden Gebiete zu erkunden. Dann erz├Ąhlten sie den anderen Tieren, in welche Richtung sie aufbrechen konnten.
Nach zwei Tagen, waren alle Tiere im Dschungel und der Landeplatz war verlassen. Jetzt ging es f├╝r alle wieder um das normale Leben.
Dieser Planet war der Erde wirklich sehr ├Ąhnlich. Es gab Tausende verschiedener Pflanzenarten. Die Vegetarier waren sehr gl├╝cklich, denn sie schmeckten genauso gut wie die der Erde. Die Raubtiere waren etwas verwirrt, denn hier gab es tats├Ąchlich noch andere Tiere, die doch alle sehr komisch aussahen, v├Âllig anders als die auf der Erde. Es brauchte einige Zeit, bis die Raubtiere lernten sie zu jagen.
Doch trotz der neuen Umgebung wurde das Leben schnell wieder normal und alle waren gl├╝cklich. Der Planet Korat im Sternzeichen Orion war ein Paradies und es war der erste Planet, der von Lebewesen der Erde besiedelt wurde. Niemals h├Ątte ein Mensch angenommen, dass die Tiere zuerst den Weltraum erobern w├╝rden. Doch das blieb auch ein ewiges Geheimnis der Tierfamilie.
Sharka und Sira gr├╝ndeten hier eine neue Tigerfamilie. Triid kam sie tats├Ąchlich besuchen und das Erstemal in der Geschichte der Tiger, ging ein Tiger mit einem Orioiten auf die Jagd. Triid jagte mit einem Rohr in das er kleine Pfeile steckte. Er pustete in das Rohr und wenn er ein Tier mit einem Pfeil getroffen hatte, fiel es kurz danach benommen um und schlief ein.
Triid war ein guter J├Ąger und beide hatten viel Freude an ihren Ausfl├╝gen.
Einmal begegneten sie auch einem der riesigen Raubsauriern, die hier durch das Gel├Ąnde streiften und vor denen nicht einmal Elefanten sicher sein konnten. Sharka hatte keine Angst vor ihnen, wenn sie auch m├Ąchtig gro├č waren. Beinahe h├Ątte einer von ihnen Triid erwischt, doch Sharka hatte ihm derma├čen in den Fu├č gebissen, dass er schreiend umfiel. Dann sind beide in den Dschungel gefl├╝chtet.
Ja, das neue Leben bedeutete auch neue Gefahren, aber in erster Linie war es wundervoll, denn hier lebten alle Tiere in ihrer nat├╝rlichen Umgebung, unter nat├╝rlichen Bedingungen.
Nanu und Farid hatten auch eine Familie gegr├╝ndet und obwohl sich normalerweise Tigerm├Ąnnchen und Weibchen immer wieder voneinander trennen und alleine leben, blieben immer mehr Tigerp├Ąrchen ihr Leben lang zusammen. Das war tats├Ąchlich eine Ver├Ąnderung im Verhalten der Tiger, die nur durch die Reise ausgel├Âst wurde. Man hatte sich daran gew├Âhnt miteinander auszukommen.
Irgendwann sp├Ąter lebten dann die Tiger sogar in Rudeln, wie die W├Âlfe oder L├Âwen.
Das Leben auf dem Planeten Korat war in jeder Hinsicht ein Erlebnis, denn dieser Planet war voller ├ťberraschungen. Die Tiere, die von der Erde hierher gekommen waren lernten jeden Tag etwas dazu und erlebten viele neue Abenteuer.
So manches ihrer Abenteuer wurde von den Orioiten aufgeschrieben......Na ja, das sind aber andere Geschichten, ganz neue Geschichten und die werdet ihr bestimmt auch einmal erfahren.

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