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Leselupe.de > Ungereimtes
Shilouetten - ~ 8/8 ~
Eingestellt am 27. 10. 2004 02:09


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Mara Krovecs
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2003

Werke: 188
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Gedichtzyklus: Shilouetten


LippenberĂŒhrungen

Mit deinen Lippen
fĂŒhrst du mich in Tiefen
kosmischer GlashÀute
in denen es schwingt
wie auf einer Kirmes

nur in der Stille

krÀuseln sich die FlusslÀufe
fliegendleicht
gewunden

aus Zungen
aus Fingerspitzen
berĂŒhren
verborgene
UrwÀlder unserer
Sternleitungen
Grenzen
die Blau leuchten

wir drehen uns in den Kreis
blĂŒtenweich in die Sprungfedern

Nebelozeane rauschen
um schwarze Löcher
in heißrote Seewellen
ich ergebe mich
dem Mensch sein
dem Atmen und FĂŒhlen
ich sterbe im Lichtrhythmus
weiß von neuem


dass ich Tau
von Mondbroten
schmecken kann









Schwarze Erde


in den HĂ€nden
verblutete Hoffnung
verbindet sich leicht
mit schwarzer Erde
kaum noch zu sehen
dass auch unser Blut
darin krustet

verzauberte schwarze Erde
aus der nun Sonne wÀchst
in grĂŒnwilde Oasen
nach dem Morgen
nach dem Sturz
nach dem Tod

aufsteigen

die Schreie
fortleuchten
selbst kleine
ZĂ€rtlichkeiten
geben Kraft
zu keimen
reichen tief
und der Krieg
ist nur die Angst
vor Frieden
wir wollten uns
erlösen von der Liebe
von den sichtbaren
fĂŒhlfesselnden Zeichen

Liebe stirbt nie!

sie hÀlt zusammen
was ins Unendlich
zerstĂ€ubt wĂŒrde

mit ihr zu leben
heißt den Antworten
ein Schloss zu bauen








Wassermaler


wir lieben
uns in ferne Tiefen
malen TrÀume
mit der Seele

Lichtpinsel
tĂŒpfeln brennende Herzen
in hauchzarte Wasserwelten
aus denen wir sind
die in uns schwingen
Nebel steigt wie Schneestaub
aus Meeresmorgenspiegeln
orangetrÀumende Fenster
klettern in HĂ€user
verborgener Dunkelblauheiten
leuchten aus, was lichtscheu war
tragen unentdecktes LĂ€cheln
in die Welt

oh, wir lieben
mit allen Tönen
die klingen.








Erdenflechter


in KĂ€mpfen
stampfen wir
das Hell aus unseren Herzen
in tiefste Erde
unsere Angst
darf nicht hell sein
wir brauchen eine RĂŒstung
aus nÀchtlichem Schaudern
aus dem Gesang von
WildschwÀnen
die so schön sind
dass ein Tod weiß wird
und so flechten wir die Erde
bis unsere FĂŒĂŸe Halt finden
und unsere Seele ein Zuhause
im schwelenden Hass
oder in sanfter Geborgenheit








Feuerschwinger


wir lachen
und zaubern


schwingen Fackeln
hoch ĂŒber der Erde
jonglieren
Wunderkerzen
und meine Liebe schwillt
mir mein Herz ins GrĂŒn
wir lachen
ins Oben, was ins Unten muss
und Regenlichter werden
zu sprudelnden Wolkenkratzern
schwarz geschĂŒttetes Tageslicht
brennt mir ein LĂ€cheln
in meinen Mut
lasst uns den Sonnensegler
auf Nachtstraßen
ins Universum lenken
denn wenn wir lachen
brennen die Sterne









LuftsÀnger



wir trauern


die LĂŒfte tragen
eiserne Monde
gegossen
aus Blut
aus Salz
aus Tod

wir lesen
aus HerbstblÀttern
von versunkenen StÀdten
Unvollkommenheiten schrauben sich
knirschend in unsere HĂ€nde:


die schönsten MÀdchen
mit lockend weichen Lippen
sangen in Ruinen bis ihre Ritter kamen
aus bleichen Knochen waren ihre Herzen
ihre einst glĂ€nzende RĂŒstungen
rollten scheppernd aus Rostbrunnen
GrauwolkentÀnze
aus ZeitsprĂŒngen
auf den kÀltesten GrÀsern
zwischen den steinigsten GrÀbern
und niemand
niemand konnte ihre Rufe hören
denn sie waren einsam

aber sie sangen
bis in die Sterne



all unsere Wege ins Morgen.







Du


mit dir kann ich
als Wasser zur Sonne werden
als Sonne zur Luft
als Luft zur Erde
als Erde zu Wasser







Ich


ich bin leuchtend
wie ein GlĂŒhwĂŒrmchen aus Liebe
in einer Winternacht
auf der Suche nach meiner Herde
einen Sonnenteppich unter den FĂŒssen
ein Herz aus Traumblut
und Schwingen aus Licht


unter meiner warmen Haut.



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