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Leselupe.de > Ungereimtes
Sichelmond
Eingestellt am 27. 11. 2003 14:40


Autor
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Warui
Festzeitungsschreiber
Registriert: Nov 2003

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Kommentare: 93
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Gardinen zurueck, die Tuere auf,
Ein Schritt auf den Balkon.
Der Vorhang faellt lautlos zurueck,
Du bist allein, erschrickst, erkennst:
Sichelmond, seit kurzem wachsend.

Eine Traene aus dem Augenwinkel
Aetzt sich ihren Weg ueber deine Wange.
Du weinst, auch wenn du es verneinst -ich weiss es-
Die Traene klatscht unhoerbar auf,
Du zuckst wie unter einem Hieb.

Unerschuettert scheint die Sichel.
Du ahnst, erfasst, ergreifst beinah
Die wahre Macht im Schatten ... Vollmond
Doch noch waechst der Einfluss, reflektiert mehr Seele bald
Bis das Rund perfekt, die Erinnerung dich ueberwaeltigt.

Gebannt stehst du unterm Sternenhimmel
Trotzig, doch unfaehig, dich zu regen.
Bis du mit zuckenden Haengeschultern
Rueckwaertsgehend die Tuer und Sicherheit
Suchst und scheinbar finden wirst.

Doch irgendwo in finstrer Nacht
Steh ich unterm selben Himmel
Erinner mich und traeume von
Bitterkeit, Gebrogenheit, Hass und Liebe
Und laechle weinend, weine laechelnd.
__________________
Ever tried? Ever failed?Try again! Fail better!(Samuel Beckett)

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Mara K.
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Ronald,

es macht traurig, wenn man es liest und es hat
meiner Ansicht nach einen unbeschreiblichen Tiefgang.
Ich kenne das Gef├╝hl, wenn man nachts drau├čen steht,
der Himmel spannt sich schwarzblau ├╝ber einem und
man schaut fragend zu den Sternen, erhofft sich Antworten... die Tr├Ąnen trocknen im Laufe der Zeit, aber
der Schmerz im Innern ist nicht greifbar, dem kann man
kaum die Stirne bieten.
Wie w├Ąre es, wenn Du schreiben w├╝rdest:
"Die Tr├Ąne schl├Ągt unh├Ârbar auf, ..."

W├╝rde sich meiner Ansicht nach besser machen, als dieses
'klatscht' ... ist aber nur meine Meinung, muss nichts
hei├čen.
Ich w├╝nsche Dir eine gute Zeit, Kraft f├╝r positive Gedanken.
Herzlichst Mara K.

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IKT
Guest
Registriert: Not Yet

...mu├čte es mehrmals lesen, da es mir beim ersten mal nicht wirklich gefallen hat. Aber beim zweiten - und drittenmal fand ichs doch gut. Ich denke mich hat verwirrt, dass Du die Umlaute nicht wie ├╝blich schreibst, sondern ae ... verwendest.
Liebe Gr├╝├če IKT:-)

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Warui
Festzeitungsschreiber
Registriert: Nov 2003

Werke: 38
Kommentare: 93
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Hallo Mara,
Danke, dass du das schreibst, das ist genau das, was ich vermitteln wollte .... und danke auch fuer den Tiefgang ... es gibt gewisse Personen, die mir den immer wieder abstreiten wollen ..... :/
Das mit der Traene hatte ich auch vorher so, aber ich wollte an dieser Stelle bewusst brechen, um zu verdeutlichen, wie sehr diese Traene die beinah heilige Ruhe stoert ... so ein leiser Laut und doch steht er fuer so viel ... es wuehlt die Person richtig auf, symbolisiert sozusagen, wie es dem lyrischen DU wirklich geht ... und wenn ihm das bewusst wird, wird es von diesem Schmerz und der Erinnerung und der Schuld und allem, was damit zusammenhaengt regelrecht ueberwaeltigt ...
Im Grossen und Ganzen geht es darum, wie man mit Vergangenheit umgehen kann .... man kann versuchen, sich selbst zu beluegen und betruegen und andere ebenso, aber irgendwann, wenn man es nicht erwartet, kommt es wieder hoch ... Oder man kann sich bewusst erinnern und dann kann man auch die positiven Erinnerungen geniessen ... das mit der Wahrheit und der Erinnerung unter diesem Aspekt habe ich ja schon in "Farbentaumel" angesprochen ...

Hallo IKT,
Kann es sein, dass das oefters der Fall ist *zwinker*
Das mit den Umlauten kann ich leider nur mit groesserem Aufwand machen, liegt an den Computern, die ich benutzen kann zur Zeit ... sry

Mata ne
Warui


__________________
Ever tried? Ever failed?Try again! Fail better!(Samuel Beckett)

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