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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Sie
Eingestellt am 01. 03. 2002 13:56


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CryWolf
Hobbydichter
Registriert: Mar 2002

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Kommentare: 1
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Sie

Es war ein ganz normaler Montag f├╝r Klaus. Um sechs Uhr aufstehen, duschen, fr├╝hst├╝cken und zur Arbeit gehen. Klaus war gerade an der Bushaltestelle und sah verliebten Paaren nach und tr├Ąumte sich in seine Phantasiewelt. Er sah nicht besonders gut aus, eher etwas f├╝r eine Fahrt in der Geisterbahn. Er suchte in seinen Taschen nach nicht vorhandenes Kleingeld f├╝r den Bus. Der Bus bog langsam in die Stra├če hinein, als er Sie in den gegen├╝berliegendem Gesch├Ąft sah.

Er hatte sich auf der Stelle in Sie verliebt. Sein Herzschlag raste wie wild. Auf der Arbeit konnte Klaus sich nicht mehr auf seine Arbeit konzentrieren. Sie war eine schwarze Sch├Ânheit. Er lies es sich sogar nicht nehmen auf seine Mittagspause zu verzichten, um heute eher gehen zu k├Ânnen. Er tr├Ąumte in seiner Welt davon, Sie wiedersehen. Dieser Gedanke verhalf ihm auch, nach Arbeitsschluss, den Weg von 9 Kilometer zu laufen, da er den Bus verpasste. Bei jedem Schritt den er tat, schmerzte sein Herz. Ihm konnte auch der Regen nicht st├Âren, der wieder in Str├Âmen gegossen hat. Als er in die Stra├če einbog wo die besagte Bushaltestelle war, merkte er wie seine H├Ąnde nassgeschwitzt waren.

Als er endlich an dem Gesch├Ąft angekommen war, blickte er durch die Glasscheibe und sah Sie. Seine braunen Augen sahen in ihre blauen Augen. In diesem Augenblick pochte sein Herz und sein Selbstvertrauen irgendwo in seiner Hose. Er ├╝berlegte zwanghaft ob er herein gehen sollte oder nicht, dabei sah er ihre grazi├Âsen Gang. W├Ąhrend er so ├╝berlegte, musste er mit angesehen wie ein anderer Mann die Hand an ihrem Nacken legte und zudr├╝ckte. Aufgrund des enormen Schmerzes schrie Sie auf, so dass Klaus heftig schluckte.

Das war f├╝r ihn zuviel und er ging in den Laden. Er merkte wie seine Hand sich zur Faust ballte und legte alle Wut in seine Stimme. Klaus tippte dem fremden Mann auf die Schulter und als dieser sich umdrehte, sagte Klaus mit voller Kraft: "Lass Sie los!". Klaus f├╝hlte sich nicht ganz so wohl in seiner Haut, doch die Liebe zu ihr gab ihn unheimlich viel Kraft. Dieses verst├Ąrkte sich noch als er Sie zittern sah. Seine Augen wanderten wieder zu der Hand des Fremden. Der Verk├Ąufer verzog ein ├Ąngstliches Gesicht, als h├Ątte er Clint Eastwood alias Dirty Harry in seinem Laden. Klaus spannte seinen Arm an und richtete seine Faust in die Richtung des Fremden. Man h├Ątte das Ticken einer Uhr wahrnehmen k├Ânnen, so mystisch war die Stimmung. Der Fremde musste wohl auch Angst vor Klaus gekommen haben, denn er lie├č von ihr ab und verlie├č mit einem w├╝tenden Schritt den Laden.

Klaus verstand sich selbst nicht mehr. Sie kam auf ihn zu und kuschelte sich bei ihm an. Er nahm sie in die Arme und sp├╝rte ihren Herzschlag. Er fl├╝sterte ihr beruhigende Worte ins Ohr. Nachdem der Verk├Ąufer seine Nervosit├Ąt wieder beruhigt hatte, sagte er: "Und was ist jetzt mit Ihr?" Da zog Klaus seine Portemonnaie heraus, legte den Betrag passend auf die Kasse und verlie├č mit seiner neuen Katze die Tierhandlung.

copyright by Ralf Slottke

__________________
CU
CryWolf

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Oblivia
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Hi,

wieso gibt es heute nur Geschichten, in denen ├╝berhaupt nichts passiert? Die "Pointe" mit der Katze am Schluss ist vorhersehbar und d├╝nn. Ich *hasse* Geschichten von ganz normalen Tagen, an denen dann auch tats├Ąchlich ├╝berhaupt nichts passiert, was der Rede wert w├Ąre.

viele Gr├╝├če

Oblivia

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Ralph Ronneberger
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Also Oblivia,

Du bist verdammt ungerecht. Wie kommst Du darauf, zu behaupten, in dem Text passiere nichts? Wir erfahren, dass es einen Klaus mit "Geisterbahngesicht" gibt (das l├Ąsst schon mal schaudern), der - bevor er zur Arbeit geht - aufsteht, duscht und fr├╝hst├╝ckt. F├╝r mich war das ein durchaus interessanter Einstieg, denn ich fr├╝hst├╝cke v o r dem Duschen. Und dann wird es auch schon dramatisch. Klaus w├╝hlt nach dem Busgeld und findet es nicht. Warum ihn der Busfahrer trotzdem mitnimmt, wird listig verschwiegen, um so den Leser anzuhalten, seiner Phantasie die Z├╝gel schie├čen zu lassen. Dass der Protagonist sich schlagartig in eine geheimnisvolle Schwarzhaarige verliebt und wegen ihr (man h├Âre und staune) sogar auf die Mittagspause verzichtet, l├Ą├čt die Spannung sprunghaft wachsen. Und dann wird es geradezu atemberaubend. Bus verpasst - neun Kilometer Fu├čmarsch (man beachte die pr├Ązise auf langwierige Recherchen schlie├čen lassende L├Ąngenangabe) - Herzschmerzen und als prickelndes Sahneh├Ąubchen noch ein Regen, der in Str├Âmen gie├čt. Und dann schlie├člich...
Soll ich weiter machen, oder habe ich dich, lieblos kritisierende Oblivia bereits bis hier hin davon ├╝berzeugen k├Ânnen, dass hier ein Spannungsbogen gew├Âlbt wurde, unter welchem man beim Lesen glatt das Luftholen vergisst?

Gru├č Ralph
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Oblivia
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Ich kann nur hoffen, dass das Satire war...

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Ralph Ronneberger
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Nachdem ich feststellen mu├č, da├č ich dies nicht eindeutig r├╝ber bringen konnte, hoffe ich auch, da├č es tats├Ąchlich Satire ist. :-))


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