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Leselupe.de > Gereimtes
Sie ging
Eingestellt am 18. 03. 2012 18:40


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Walther
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Sie ging. Die leere K├Ąlte kam:
Alleinsein absolut.
Sein blondes Haar ergraut.
Die Sonne, die sie mit sich nahm,
Hat warm auf ihr geruht.
Er hatte zugeschaut.

F├╝r sie war Dasein Freudentanz,
Ihr Lachen klang so hell.
Er h├Ârte gerne hin.
Jetzt tr├Ąumt er von verblasstem Glanz -
Das Gl├╝ck verging zu schnell -
Und fragt nach einem Sinn.

Als nachts der Schmerz sein Auge brach,
Verendete sein Mut.
Es blieb ihm nur das Leben.
Davor verschwand. Und das Danach,
Das wird wohl nie mehr gut:
Er kann sich nicht vergeben.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

Version vom 18. 03. 2012 18:40
Version vom 19. 03. 2012 19:40

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equinox
Guest
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Mein lieber Walther,

ein elegisches Gedicht wie ich es mir w├╝nsche.
Klage. Wehmut. Unges├╝hnte S├╝hne.

Eine Melodie, die immer in mir singt. Leider


Danke das Du Deine Gedanken mit uns teilst und
liebe Gr├╝├če

equinox

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Walther
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Lb. equinox,

danke f├╝r Deinen Eintrag. Teilen hilft tragen, sagt man.

LG W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Vera-Lena
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Lieber Walther,

mit der Zeile

als in der Nacht sein Auge brach

komme ich nicht zurecht.

Sie ging bedeutet doch wohl, dass sie ihn verlassen hat?

Sollte sie aber gestorben sein, was man ja auch herauslesen k├Ânnte, dann m├╝sste es hei├čen:"Als in der Nacht ihr Auge brach".

Als in der Nacht sein Auge brach, w├╝rde ja bedeuten, dass er gestorben ist. Denn mit dem gebrochenen Auge verbindet man allgemein den Tod.

Vielleicht meinst Du ja, dass er in dieser Nacht vom seelischen Schmerz her einen Tod gestorben ist?

F├╝r mich w├Ąre es ├╝berzeugender, wenn sie gestorben w├Ąre und es st├╝nde da:"Als in der Nacht ihr Auge brach."

Wessen er sich schuldig gemacht hat, erf├Ąhrt man nicht und muss es auch nicht wissen. Er k├Ânnte irgendetwas getan haben, wovon er jetzt vermutet, dass es ihren vorzeitigen Tod herbeigef├╝hrt oder beschleunigt hat.

Vielleicht hilfst Du mir auf die Spr├╝nge....

Liebe Gr├╝├če
Vera-Lena



__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Walther
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Lb. Vera-Lena,

auf den ersten Blick hast Du recht, denn die Metapher ist nat├╝rlich aus dem Bild heraus bekommt. Nun schaut einen richtige Mutlosigkeit aus ├Ąhnlich leblosen Augen an. Nicht wenige sagen, der verlorene Mut sei ein vorgezogener Tod.

Ich habe mir hin- und her├╝berlegt, ob man dieses Bild, das total ├╝berzeichnet und damit "aneckt", stehen lassen sollte. Dann habe ich mich entschieden, dieses Bild als Stachel so stehen zu lassen, um damit die absolute Entt├Ąuschung, die v├Âllige innere Zerst├Ârung, den totalen Verlust der Lebensfreude so zu thematisieren.

Nun kann man nat├╝rlich kl├╝ger werden. Aufgrund der Konstruktion f├╝hrt das allerdings dazu, da├č die 3. Strophe komplett zu bearbeiten ist. Das kann ein wenig dauern, da bitte ich dann bescheiden um Geduld.

Danke und lieber Gru├č W.

Lb. Marie-Luise,

Du greifst ja den gleichen Punkt auf. Ich verweise also auf meine Antwort an Vera-Lena.

Auch Dir herzlichen Dank und lieber Gru├č W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Vera-Lena
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Lieber Walther,

da habe ich Dich ja ganz richtig verstanden.

Hier ein Vorschlag, den Du vielleicht nicht annehmen m├Âchtest, der aber ganz nah an Deine Absicht herankommt:

Der Schmerz der Nacht sein Auge brach,
es endete sein Mut.

Dann h├Ąttest Du den "uneigentlichen" Tod, der mit dem Verlust des Mutes verbunden ist. Und man w├╝sste aber, dass er nicht gestorben ist.

Ich w├╝rde das dann so interpretieren, dass er, da er dieses sonnenhafte Wesen nicht mehr sehen konnte, er ├╝berhaupt nichts mehr sehen wollte, er also eine zeitweilige tiefe Depression durchlitt.

Liebe Gr├╝├če
Vera-Lena


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