Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5437
Themen:   92201
Momentan online:
381 Gäste und 15 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Kindergeschichten
Sie ist so gemein gewesen
Eingestellt am 22. 01. 2002 12:31


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
Janina Spatz
Hobbydichter
Registriert: Jan 2002

Werke: 1
Kommentare: 1
Die besten Werke
 
Email senden
Profil



Sie ist so gemein gewesen

Carola und Anne waren damals beste Freundinnen gewesen. Sie sa├čen in der Schule nebeneinander und hatten vieles gemeinsam. Wie zum Beispiel Theaterspielen und Hockey. Aber das war damals.

Alles fing damit an, das sich Carolas Augen verschlechtert hatten. Sie brauchte eine Brille. Carola war stinksauer, sie kochte vor Wut. "Eine Brille, so was Affiges. Nur Streber haben eine Brille!!" Ihre Mutter sch├╝ttelte nur den Kopf. Alle Brillen fand Carola h├Ąsslich. Sie entschied sich jedoch f├╝r eine blaue mit wei├čen Bl├╝mchen.
Am n├Ąchsten Tag ging sie mit einem mulmigen Gef├╝hl zur Schule. Da erwartete sie ihre Freundin Anne. "Starkes Teil, Alte" begr├╝├čte sie Carola. Die guckte nur b├Âse und Anne verstand, dass es besser sei, die Klappe zu halten. Alle bestaunten die Brille, au├čer Udo Hofmann. "Brillenschlange, Brillenschlange!" Alle sahen ihn b├Âse an , schnell lief er zu seinem Freund Tom. Anne tr├Âstete sie: "Kopf hoch. Viele haben Brillen." "Genau", entgegnete Susi. "Ich habe auch 'ne Brille, Caro!", sagte ein anderer. Carola w├Ąre am liebsten im Erdboden versunken, sie musste einfach weinen. Alle standen um sie herum und sahen wie sie heulte. Echt peinlich. Sie sah nur auf den Boden, sprach auch nur, wenn sie dran war. Die Lehrerin fragte auch, ob sie sich krank f├╝hle oder Kummer zu Hause habe. Carola sch├╝ttelte nur den Kopf und ging. "Hoffentlich ruft sie nicht bei uns an", hoffte sie.

Am Dienstag trafen sich Anne und Caro bei Anne, um das Theaterst├╝ck "Die Prinzessin und der Schweinehirt" zu spielen. Carola hatte sich beruhigt und gew├Âhnte sich an die Brille. Anne hatte ein wundersch├Ânes Nachthemd der Mutter mit bestickten Bl├╝mchen, und einer leicht rosafarbenen Schleife um die Taille. Dazu ein K├Ąppchen und eine Tasche, in der wei├če Handschuhe lagen. Auf dem Boden lag ein grauer Kittel, darauf lag ein Hut, der schon ganz zerschlissen war. Daneben lag ein gro├čer Kr├╝ckstock. Das sollte der Schweinehirt tragen. Anne war stolz auf das Kleid und sagte: "Das ziehe ich als Prinzessin an!" "Nein, ich! Du warst schon so oft!" entgegnete Carola etwas lauter. "Gar nicht, ich war nicht ├Âfter als du", rief Anne jetzt. Da schrie Caro."Du denkst wohl du kannst alles mit mir machen! Spiele doch allein mit deinem bl├Âden Nachthemd!" Das, was Anne jetzt sagte, schmerzte Carola:"Tue ich auch, du ...du...du Brillenschlange!" Sie standen gegen├╝ber, sahen sich in die Augen und hatten Tr├Ąnen im Gesicht. Da schnappte sich Carola ihre Sachen und rannte auf die Stra├če nach Hause. Ihre Haare waren vom Wind zerzaust. Die Tr├Ąnen rannten Wettrennen ├╝ber ihre Augen und ihr Kopf brannte. Ihre Gedanken schwirrten durcheinander. "Warum habe ich sie angeschrien? Sie konnte nichts f├╝r die Brille und nichts f├╝r Udo!"

Anne lag auf dem Bett und heulte, ihr Kopf war hei├č vom Weinen und die Augen rot. Sie war auch ganz durcheinander.

Seit diesem Vorfall reden die zwei nicht mehr gro├č miteinander. Wenn Anne sich den Mut nimmt, sich bei Caro zu entschuldigen, l├Ąuft die einfach weg. Sie bringt es nicht fertig Anne zuzuh├Âren. Es ist wie eine Wunde in Carolas Herz,die sich nie ganz verschlie├čt.

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


liveforever
Festzeitungsschreiber
Registriert: Feb 2002

Werke: 11
Kommentare: 20
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um liveforever eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Ende der Geschichte

Hallo!

Erst mal mu├č ich sagen, dass ich die Geschichte "Sie ist so gemein gewesen" super fand. Wenn auch eine einfache Story hintersteckt, sagt sie doch viel aus und ist gerade f├╝r Kinder ansprechend. Denke ich zumindest.
Allerdings fand ich das Ende sehr pl├Âtzlich. Ich habe erst mal nach der 2. Seite gesucht und als ich sah, dass die Geschichte nur einseitig ist, war ich etwas erstaunt. H├Ątte man noch mehr draus machen k├Ânnen, so meine Meinung.

Ansonsten super Sache! :-)


__________________
LG, liveforever

http://www.Linda-net.de.vu

Bearbeiten/Löschen    


GabiSils
???
Registriert: Mar 2002

Werke: 1
Kommentare: 1405
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um GabiSils eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Klasse!

Der Schlu├č ist genau richtig: die Geschichte zeigt, weit ├╝ber "kindliche" Probleme hinausgehend, ein allgemein menschliches Problem: Schuldgef├╝hl, Scham, Stolz machen Kommunikation oft unm├Âglich, und wer hat schon die Gr├Â├če, ├╝ber seinen Schatten zu springen? Wirklich gut, danke!

Gabi

Bearbeiten/Löschen    


anemone
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Sep 2001

Werke: 587
Kommentare: 977
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

ja, das Aufeinanderzugehen kann zum Problem werden,
wenn keiner den Anfang machen will

Bearbeiten/Löschen    


Zur├╝ck zu:  Kindergeschichten Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!