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Leselupe.de > Gereimtes
Sie saß da unter Fremden
Eingestellt am 09. 11. 2007 15:49


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dissidentin
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und noch einer (auch ein Songtext)

Sie sitzt da unter Fremden mit der Stirn in magren Händen
niemand scheint sie zu bemerken wie hinter unsichtbaren Wänden
sie wartet nur aufs Ende und das bereits ihr Leben lang
begreift ihr Dasein als gestrandet im Land gepflegter Egomanen
hofft dass der Tod ihr Trost beschert, die breite Nebelbank verdrängt
nur einen armbreit Klarheit schafft - und sie faltet ihre Hände
für ein Wesen das nicht ist, wie die Vergangenheit im Jetzt
sie ist allein wie Eremiten hat sie vor langer Zeit gescheckt
begleiten kann sie niemand, selbst wenn es irgendjemand wollte
sie ist ein Mensch dem statt der Sonne nur noch Nieselregen hold ist
sie hat geblickt wie verstrickt ne lichte Sicht der Dinge ist
dass ohne Antworten die warten alle Fragen sinnlos sind
alles Klagen ziellos ist wie der Weg absoluter Wahrheit
sie nur naturgemäß besteht, wenn sie resolut und hart bleibt
Sie hat verloren - sie hat ihr Pokerface verloren
blickt aus dem Jenseits zu Dir rüber, zeigt Dir so Dein stetes Morgen

__________________
Der Hohn ist nur dann berechtigt,
wenn er dem edlen Zorne eines überlegenden Geistes entspringt.
myspace.com/dissidentin

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Bernd
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

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Kommentare: 11067
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In diesem Gedicht verstehe ich die Reimstruktur nicht. Die ersten beiden Verse setzen einen "echten" Reim. Die weiteren gehen darauf nicht ein, sondern verwenden Assonanzen.

Ich würde dann auch in den ersten beiden Versen auf den Reim verzichten, denn er baut eine später unbegründet nicht erfüllte Erwartungshaltung auf.

Grüße von Bernd
__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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dissidentin
Hobbydichter
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Danke Bernd, ich bin nicht so der Technikfreak, schau lieber dass das was ich schreibe etwas ist, das mit mir zu tun hat.

@Spatschreiber

quote:
Wer ein Pokerface verliert, hatte offensichtlich eins. Eine Maske sozusagen. Ein unaufrichtiger Mensch. Das Spiel ist also nicht aufgegangen. Ein Pokerface also nutzt nichts.

Ich würde eine Maske nicht gleich mit Unaufrichtigkeit setzen, weil ja jeder Mensch in irgendeiner Form eine Maske hat, hinter der er sich versteckt oft auch mit voller Kraft versucht sie aufrecht zu erhalten, es gibt viele Formen von Masken, Glauben, Schutz vor der Kälte der Mitmenschen, Egomasturbation, Geltungsbedürfnis, etc.etc...

Evtl. gibt es sogar Menschen, die keine Masken tragen, ich hab allerdings noch niemanden getroffen...

quote:
Selbstaufgabe ist die Folge und wie es immer so ist im Leben, wer selbst nichts auf die Reihe bekommt, zeigt mit dem Zeigefinger ins Rund. Selbstverteidigung? Oder noch ein wenig (bis zum letzten Atemzug) Pokerface?

Wo siehst du hier einen Zeigefinger..?

quote:
Und wer sein Leben lang auf das Ende wartet, sollte doch entzückt sein, wenn es erreicht ist.

Hmm...
quote:
(ach ja, das in der letzten Zeile erwähnte „Jenseits“ ist ein Jenseits, welches ein ständiger Begleiter war, während der langen Wartezeit?)

Denn angekommen in Garten Eden, scheint das Mauerblümchen noch nicht zu sein. Oder hab ich da was falsch verstanden?

Keine Ahnung, überlass das aber auch ehrlich gesagt lieber Deiner Phantasie. Wäre sie im Garten Eden angekommen, hätte sie wohl ein buddhagleiches Bewusstsein, was ich für genauso unwahrscheinlich halte wie ein Menschengesicht ohne Maske.


Aber mal im Ernst, für wen soll diese Geschichte sein? Was gibt sie mir, oder anderen auf den Weg?

Das weiß ich nicht, das bleibt echt Dir überlassen...

quote:
Es ist als Songtext gedacht, man hat also 3- 4 Minuten Zeit die Geschichte passieren zu lassen. Da erwartest du sehr viel von deinen Zuhörern.

Eingefleischte Raphörer sind Meister im Verinnerlichen...

quote:
Mach es einfacher, gib ein wenig Raum zur freien Interpretation. Nimm den Spiegel der Worte, lass die Zuhörer hineinschauen und sich ein wenig erschrecken. Botschaft !!!

Der Text wurde auf nem schönen deepen Beat im Fluss geschrieben, ich brauchte für ihn also nicht lange und direkter gehts echt nicht mehr als frei raus...

Und wieso erschrecken?
Ich will doch damit niemanden erschrecken...




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Bin auch mal wieder da...
Lang ists her, dafür komm ich gestärkt mit positiven Vibrations gegenüber euch "alten Säcken"

Habe übrigens meinen Text nochmal geändert bzw. erweitert... Wer Lust hat ihn sich näher anzuschauen, ich bin demjenigen nicht böse...

Hier ist er:

Sie sitzt da unter Fremden mit der Stirn in magren Händen
Niemand scheint sie zu bemerken, wie hinter unsichtbaren Wänden
Sie wartet nur aufs Ende und das bereits ihr Leben lang
Begreift ihr Dasein als gestrandet, im Land gepflegter Egomanen
Hofft dass der Tod ihr Trost beschert, die breite Nebelbank verdrängt
Nur einen armbreit Klarheit schafft und sie faltet ihre Hände
Für ein Wesen das nicht ist, wie die Vergangenheit im Jetzt
Sie ist allein wie Eremiten, hat sie vor langer Zeit gecheckt
Doch begleiten kann sie niemand, selbst wenn es jemand wollte
Einem Menschen, dem statt Sonne, nurmehr der Regen hold ist
Sie hat geblickt wie verstrickt, ne lichte Sicht der Dinge ist
Dass ohne Antworten, die warten, alle Fragen sinnlos sind
Alles Klagen ziellos ist, wie der Weg absoluter Wahrheit
Sie nur naturgemäß besteht, wenn sie resolut und hart bleibt
Sie hat verloren -- sie hat ihr Pokerface verloren
Blickt aus dem Jenseits zu dir rüber, zeigt dir so dein stetes Morgen

Er träumt von großen Taten, möchte nicht bis morgen warten
Vollbeladen wie Magnaten, bleibt er auf dem Boden haften
Sorgen plagen ihn mit Ahnungen, dass Fortuna ihn verlassen hat
und er nicht wie alle andern, in ihr verdientes Raster passt
Er schafft und macht und plant und packt, sein Wissen in Tabellen
Verpeilt dabei -- Erfolg plus Glück -- lässt sich nicht berechnen
denn Sie mögen Überraschungen, wie kleine Kinder Rennen
während er für logisches Denken, sein Frohsinn verschenkte
er vergaß ihn zu pflegen so wie nen Garten Eden
stets sachliche Distanz am wahrn.., verpasste er das Leben
verschacherte beim Streben, all sein Lachen wie Tim Taler
er glaubte ohnehin nicht annen Gang in das Nirvana
hälts für planloses Denken, quasi Sage und Legende
und vernimmt den Sinn des Karmas wie ne Sprache ohne Sender
zu spät erst wird ihm klar -- er steht schon ganz am Ende
es war doch soviel mehr, nämlich Wahrheit ohne Grenzen

Er schaut nicht auf den Pfad auf dem er täglich wandert und
Sieht das Leben als nen Mix zwischen Sägewerk und Funpark
Pflückt in Stürmen Regenbögen, jeder Tag ist ein Bazar
Ist eigentlich ein Weiser, zeitgleich Magier und Narr
Setzt auch in stressigen Zeiten auf gemächliches Weilen
Während andere sich zwischen den Elementen zerreiben
Verfolgt Fährten beim Forschen große Meere bereisend und
Knüpft nen fliegenden Teppich, aus roten Fäden in Zeilen
Tobt ne Schlacht dann glaubt er dass sich ne Kehrtwende zeigt
Denn er vermutet in den Menschen keine Herzen aus Stein
Sondern eher jenes, dass ein Lächeln bereits leicht
Erreichen kann, dass sich ne Besserung zeigt
Er beherrbergt nen Geist so empfindsam wie Katzen
Und verlinkt er Synapsen, dann besiegt er den Drachen
schafft so die Verbindung zum Licht vor den Schatten,
dies lässt ihn die Dinge so wie Kinder betrachten
__________________
Der Hohn ist nur dann berechtigt,
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