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Leselupe.de > Ungereimtes
Sieben Vögel wintern
Eingestellt am 17. 02. 2010 00:12


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ENachtigall
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Sieben Vögel wintern

in meiner Brust
will einer immer
mit dem Herz durch die Wand
fröstelt wie nordwärts verflogen
baut sich ein neues Nest jeden Tag
brütet was aus, beharrlich
klopft wie der Specht auf Holz
sträubt seine Federn, schimpft wie der Spatz
singt sich dem Frühling entgegen


© Elke Nachtigall

__________________
Wer Spuren sucht, wird Wege finden.

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Heidrun D.
Guest
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Es gibt sie gottlob noch, die vielgeliebte zwitschernde Nachtigall! (Nicht immer kann ich deine Wege nachvollziehen, deine Übungen einordnen; das ist ja aber auch völlig unnötig.)

Dieses Gedicht spricht mich sehr an, trifft mich geradezu wie ein Pfeil, wenn es bei mir auch eher der Kopf ist, der durch die Wand will *lächel.

Durch die Wahl der magischen 7, die in vielen Mythen den Aufbruch des Helden signalisiert, erweckst du sofort das Interesse des Lesers. Andererseits gibt es die 7 Plagen in den Alten Schriften. - Beides bringst du - trotz und gerade wegen der Kürze deiner Verse - in ansprechenden, melodiösen Zusammenhang mit erlesen schönen Metaphern.

---

Sicherlich stellt sich der steinige Weg gelungener Poesie für viele so dar.

Herzliche Grüße
Heidrun

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Vera-Lena
Routinierter Autor
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Na da ist ja was los, liebe Elke!

Aber Beharrlichkeit wird eigentlich immer belohnt und jeden Tag eine neue Idee zu haben, wie alles doch noch gut gehen könnte (klopft auf Holz) ist auch nicht zu verachten.

Es taugt eben auf Anhieb nicht gleich alles, was man sich so vorstellt, und das Schimpfen über sich selbst (Spatz) kenne ich auch seeeeeehr gut.

Aber wenn zum Schluss ein Lied herauskommt, dann hat sich das "Ach und Krach" im Herzen doch gelohnt.

Und der nächste Frühling kommt bestimmt!

Liebe Grüße
Vera-Lena


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Der Mensch ist sich selbst das größte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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ENachtigall
Foren-Redakteur
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Hallo Heidrun,

welche Nachtigall auch immer du gemeint haben magst, das Gedicht gibt´s ja nur einmal ;-)

Die Sieben hat vor allem phonetisch einen erlesenen Klang; mit ihrem surrenden SSSSS, diesem langgezogenen iii, dem weichen B und der opulenten Zweisilbigkeit ist sie die erste wirklich Raumgreifende unter den Zahlen. - Als solche steht sie meines Erachtens symbolisch für das erste Brodeln des Chaos in der bis dahin noch recht überschaubaren Geordnetheit der theoretischen Größen.

Aber eigentlich habe ich die Zahl nur nach dem schönen Klangspiel der Vokale (i-ö-i) gewählt.

Ach, ja und als Primzahl spiegelt sie natürlich den "Einer-Aspekt" schön wieder.

Danke für Deinen Kommentar.

Grüße von Elke


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ENachtigall
Foren-Redakteur
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Hallo liebe Vera Lena,

ja, es hat mir gefallen, hier verschiedene Aspekte sehr unterschiedlichen (menschlichen) Empfindens auf engem Raum zu vereinen. Gut, dass es nicht den Eindruck von Multipler Persönlichkeit erweckt. Eigentlich mag ich diese Art von lebhafter Leidfreude, die in den Zeilen steckt, sehr gern. Sie ist so nah am Alltag gebaut, ohne den es keine Sonntage gäbe.

Alles Gute und herzliche Grüße,

Elke
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